Forum: Wirtschaft
Aufschwung der Populisten: Gefährliche Gewöhnung ans Irre
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Der Brexit, die Wahl Donald Trumps, die AfD-Erfolge - auf den Aufschwung der Populisten reagiert die Wirtschaft erstaunlich gelassen. Also alles nur Panikmache? Schön wär's.

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spiegelobild 30.12.2016, 19:27
1.

Herr Fricke und viele andere verstehen die Welt nicht mehr. Sie haben den Briten und Amerikanern einen kleinen Weltuntergang vorhergesagt, eine fürchterliche Strafe für die politisch unkorrekte Wahlentscheidung. Das ist aber nicht passiert, die Börsen als Konjunkturbarometer boomen.
Was aber nicht davon abhält, doch eine große Wirtschaftskrise vorherzusagen, nur eben später. Als wenn die Akteure in der Weltwirtschaft nicht auch so weit denken, nur eben nicht pessimistisch sind, sondern eher optimistisch.

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spontanistin 30.12.2016, 19:32
2. Ja und?

Der Normalbürger kann nicht mehr ausgeben, als nach Abzug der Steuern und Abgaben sowie Miete und Versicherungen übrig bleibt. Ob dann die Nudeln aus Deutschland oder Italien oder China kommen, dürfte ihm ziemlich egal sein. Und wenn die Börsen-Indizes steigen, zeigt dies nur, dass diejenigen, die genug Bargeldreserven haben, dessen Wertverlust durch Kauf von Anteilen an Unternehmenswerten vermeiden wollen. Da freut sich aber der Früh-Rentner, der durch 400 € Jobs die Rente aufbessern muss!

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ROBIN7 30.12.2016, 19:37
3. Genau so ist es !

Aber das wird die Irren nicht davon abhalten, die Nicht-Irren dafür verantwortlich zu machen, dass der Laden wegen der Irren den Bach runtergeht - und sie werden als "Lösung" für die von ihnen verursachten Probleme noch irrigere Dinge fordern, ganz "patriotisch" und "national" , versteht sich...

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agua 30.12.2016, 19:39
4.

Das Schlimme ist, dass sich vieles wiederholt nur unter anderen Vorzeichen.Aus diesem Grund wird auch aus schon gemachten Fehlern nichts gelernt.,weil man die Ähnlichkeit nicht erkennt.Was Trump plant, gab es in Amerika ebenfalls schon einmal.

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irene74 30.12.2016, 19:39
5.

Diese Befürchtung teile ich auch. Die Menschheit lern selten aus ihren Fehlern.

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khs1959 30.12.2016, 19:40
6. Kluge Analyse,

unaufgeregt und die Zeichen der Zeit trotzdem auf den Punkt gebracht. Wohin wird die drohende desaströse politische und wirtschaftliche Abwärtsspirale wohl führen? Wenn man Menschen nicht mehr mit Argumenten erreichen kann, dann vielleicht mit Bildern: http://www.spiegel.de/einestages/bild-1127900-613045.html

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minimatz 30.12.2016, 19:45
7. Wissen Sie...

Mein Steuerfritze hat mich gefühlte 3 Monate vor Lehmann Pleite gefragt, warum ich so sehr viel Geld von meinem damals gut gefüllten Konto abgehoben habe. Ich antwortete, dass ich ein schlechtes Gefühl habe und umschichte. Er hat mich damals ausgelacht und auf den Einlagensicherungsfond und die Wirtschaftsstärke Deutschlands hingewiesen. Sie erinnern sich vielleicht noch, wie nach dem Aus von Lehmann unsere Kanzlerin einige Tage danach vor die Presse trat, um zu verkünden, dass die Bundesregierung die Auszahlung von Kontenguthaben garantiere. Ob ihr das beim nächsten mal noch jemand glauben wird?

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eurakel 30.12.2016, 19:46
8. Warum ergreift der SPIEGEL plötzlich Partei für die Wirtschaft?

Ich habe den SPIEGEL früher mal als betont wirtschaftskritisches Blatt kennengelernt. Nun stehen auf einmal Börsennotierungen im Vordergrund. Die Beweggründe der britischen Bürger scheinen weniger zu interessieren. In Britannien war insbesondere die Arbeiterbewegung für den Brexit engagiert, während er nicht im Interesse der Hochfinanz lag.
Was der SPIEGEL im Zuge der Euro- und Einwanderungskrise noch nicht zu begriffen haben scheint: es geht den Bürgern darum, die Hoheit über die Währung und die Grenzen zu erhalten bzw. zurückzugewinnen. Diesen Prozess wird niemand aufhalten, denn es war ein kleiner Zirkel, der dies ohne demokratische Beteiligung beschlossen hat und sämtliche Risiken der Allgemeinheit aufbürdete. Auch in Deutschland sind Währung und Grenzen den Bürgern heilig, weswegen auch hier sich die Partei durchsetzen wird, die dem Souverän die Kontrolle zurückerkämpft.

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stern69 30.12.2016, 19:47
9. Die Welt wird schon nicht untergehen

Der Blick in die Zukunft ist eben schwer. Die Vergangenheit lehrt, das meiste war falsch und das Leben geht eben immer weiter. Also auf in ein gutes 2017.

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