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Aufstiegschancen in USA: Neun Prozent schaffen es von ganz unten nach ganz oben
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In den USA wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, doch beeinflusst das die soziale Mobilität? Nein, ist das überraschende Ergebnis einer Studie: Die Aufstiegschancen verschlechtern sich nicht - sie verharren aber auf einem miserablen Niveau.

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Manukun 13.02.2014, 11:22
1. optional

Leider geht hier wie so oft begrifflich einiges schief.
Aufstiegschancen hat praktisch jeder mehr oder weniger, also irgendwo in der Nähe von 100%. Die 9% beziehen sich auf diejenigen, die diese Chancen auch genutzt haben. Der Rest hat wohl eher Probleme mit dem eigenen Antrieb, vulgo auch Faulheit genannt, oder es fehlt an Intelligenz.

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doppelpost123 13.02.2014, 11:25
2. Die Lüge des Kapitalismus

Zitat von sysop
In den USA wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, doch beeinflusst das die soziale Mobilität? Nein, ist das überraschende Ergebnis einer Studie: Die Aufstiegschancen verschlechtern sich nicht - sie verharren aber auf einem miserablen Niveau.
So viel zum "American Dream" - er ist, war und wird auch zukünftig eine der größten Lügen der Menschheit sein.

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max_schwalbe 13.02.2014, 11:31
3. Aufstieg durch das Internet

Aufstiegschancen bestehen vor allem dort, wo Markwirtschaft in etwa so funktioniert, wie man sich das vorstellt: Auf neuen Märkten, auf denen sich noch keine Schwergewichte durchgesetzt haben. So war durch das Internet für viele Leute ein Aufstieg durch Ideen und Leistung wirklich möglich. Insgesamt ist das Niveau aber verheeren niedrig, auch in anderen Ländern. Denn: Diese funktionierende Markwirtschaft gibt es nur in einigen wenigen Bereichen. Der weit größere Teil der Wirtschaft wird von Strukturen mit festgefahrenen Besitzverhältnissen bestimmt. Dort müsste man ansetzen.

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kfp 13.02.2014, 11:34
4.

Zitat von Manukun
Leider geht hier wie so oft begrifflich einiges schief. Aufstiegschancen hat praktisch jeder mehr oder weniger, also irgendwo in der Nähe von 100%. Die 9% beziehen sich auf diejenigen, die diese Chancen auch genutzt haben. Der Rest hat wohl eher Probleme mit dem eigenen Antrieb, vulgo auch Faulheit genannt, oder es fehlt an Intelligenz.
Ich denke, das ist eben gerade ein Denkfehler, dass 91% faul oder doof sind. Die 9%, die es geschafft haben, haben vermutlich im Schnitt auch deutlich härter kämpfen müssen als die, die gleich ins obere Fünftel hineingeboren wurden.

Allerdings würde ich 9% Durchlässigkeit von ganz unten bis ganz oben nicht unbedingt als schlecht einstufen, in D liegt diese Art von Durchlässigkeit vermutlich bei exakt 0. Wenn man dann annimmt, dass sich der Anteil derer, die sich nur vom untersten Fünftel zum Durchschnitt hin verbesseren u.ä. deutlich höher ist, und dass dafür ja auch entsprechend viele aus den oberen Schichten "absteigen" müssen, scheint mir die US-Gesellschaft in der Tat ihrem sprichwörtlichen "vom Tellerwäscher zum Millionär"-Ruf zu entsprechen. Und wie gesagt, immerhin schafft es laut der Studie in der Tat jeder 10. Tellerwäscher, Millionär zu werden, ist doch gar nicht mal so übel...

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kabian 13.02.2014, 11:34
5. Verzerrte Statistik

Die Aufstiegschancen sind in den USA, genauso wie in den anderen Industrieländern, eng verknüpft mit den Bildungschancen. Und da spielen die Privatschulen in den USA eine außerordentliche Rolle. Meine Verwandten in den USA gingen ausnahmslos alle zu teuren Privatschulen, entsprechend sind die Berufe Anwalt, Lehrerin, Werbefachmann, Archäologe und Manager.
Einen sozialen Aufstieg aus dem Slums würde ich zu 99% ausschließen.
Wir können uns glücklich schätzen das zumindest theoretisch jeder eine Chance in Deutschland bekommt.

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darthmax 13.02.2014, 11:35
6. Vergleich

um 9 % vom Hartz 4 Empfänger ( Tellerwäscher) in einer Generation zu den reichsten 20 % ?
Kann ich mir in Deutschland nicht vorstellen, schade, dass da im Vergleich jur pauschal ohne Zahlen der Vergleich genannt wird.

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irgendeinleser 13.02.2014, 11:38
7.

Zitat von Manukun
Die 9% beziehen sich auf diejenigen, die diese Chancen auch genutzt haben. Der Rest hat wohl eher Probleme mit dem eigenen Antrieb, vulgo auch Faulheit genannt, oder es fehlt an Intelligenz.
So so, und falls die Bemerkung im Artikel stimmt, dass in den USA weniger aufsteigen als in anderen Ländern, würde dies bedeuten, dass die Bevölkerung der USA klar fauler und/oder weniger intelligent ist als anderswo. Das kann ich leider nicht recht glauben ...

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magetasalex 13.02.2014, 11:40
8. "Aufstiegschancen hat praktisch jeder"

Zitat von Manukun
Leider geht hier wie so oft begrifflich einiges schief. Aufstiegschancen hat praktisch jeder mehr oder weniger, also irgendwo in der Nähe von 100%. Die 9% beziehen sich auf diejenigen, die diese Chancen auch genutzt haben. Der Rest hat wohl eher Probleme mit dem eigenen Antrieb, vulgo auch Faulheit genannt, oder es fehlt an Intelligenz.
Gewiß: "Aufstiegschancen hat praktisch jeder mehr oder weniger, also irgendwo in der Nähe von 100%."

Weltweit verlassen gerade mal 600 Millionen Menschen die Schule mit einem Abschluß, der dem eines herkömmlichen Abiturs entspricht- und dies bei einer Erdbevölkerung von 7400 Millionen Erdenkindern (= 7,4 Milliarden). Die gesamte Güterproduktion der Welt benötigt rund 450 Millionen Fachkräfte vom Facharbeiter an aufwärts. Hinzu kommt Militär (wobei der Militärdienst nur einen kurzen Zeitraum währt), Ärzte, Polizei und Juristen.
Die restlichen Menschen sind grob gesprochen in den Augen der Mächtigen dieser Welt menschlicher Müll, zuständig für niedrige Dienstleistungsarbeiten. Die 450 Millionen "Spezialisten"...Hochbegabte.... werden weltweit in allen Bevölkerungsschichten gesucht und gefunden und in Eliteschulen und Eliteuniversitäten herangezüchtet.

Jeder aber kann zu diesen 450 Millionen aufsteigen, wenn er sich strebend bemüht, so wie ja jeder auch das Glück haben kann, einen Jackpot zu knacken. That's all.

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HorschtKoch 13.02.2014, 11:42
9.

Zitat von
If Americans Want To Live The American Dream ... They Should Go To Denmark
Eine sehr unterhaltsame Präsentation zum Thema: http://www.ted.com/talks/lang/de/richard_wilkinson.html

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