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Aufstiegschancen in USA: Neun Prozent schaffen es von ganz unten nach ganz oben
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In den USA wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, doch beeinflusst das die soziale Mobilität? Nein, ist das überraschende Ergebnis einer Studie: Die Aufstiegschancen verschlechtern sich nicht - sie verharren aber auf einem miserablen Niveau.

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gegenpressing 13.02.2014, 12:15
20.

Zitat von kfp
Ich denke, das ist eben gerade ein Denkfehler, dass 91% faul oder doof sind. Die 9%, die es geschafft haben, haben vermutlich im Schnitt auch deutlich härter kämpfen müssen als die, die gleich ins obere Fünftel hineingeboren wurden. Allerdings würde ich 9% .......
Na ja, aber die oberen 20% würde ich jetzt nicht per se als ganz oben bezeichnen.
Die oberen 10% fangen bei uns bei ca. 3.000 EUR netto im Monat an. Das ist schon sehr viel, aber Millionär wird man damit ganz sicher nicht.

Wenn man mal drüber nachdenkt, ist die Tatsache, dass diese gemessene Durchlässigkeit bei steigender Ungleichheit relativ konstant bleibt ja noch nicht mal besonders überraschend, denn eine steigende Ungleichverteilung dürfte ja den Effekt haben, dass man dann mit einem niedrigeren Einkommen zu den oberen 20% zählt, oder sehe ich das falsch?

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hokie 13.02.2014, 12:15
21.

Zitat von jasuly
Die Aufstiegschancen... sind halt schlecht geblieben,
Glauben Sie etwa im gelobten doitschen Lande waeren die Chancen etwa besser?!?
Laecherlich!
In Dtl kann schon allein der 'falsche' Vorname ueber den Besuch von Hauptschule oder Gymnasium entscheiden!

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peterbruells 13.02.2014, 12:16
22. „Ganz oben“ ist etwas anderes.

Oben sind die 1%, bei denen 40% des gesamtem Vermögens liegen. Wer unten bei den oberen 20% einsteigt, dem geht es kaum besser (wohl aber ganz gut) als dem 3. und 4. 20%-Segment.

http://www.businessinsider.com/wealth-and-income-inequality-in-america-2013-4?op=1

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king_pakal 13.02.2014, 12:19
23. --

Zitat von Wieland
Statistik. Dieses Unwesen sollte mal aufhören. Was will man damit erreichen? Gehirnwäsche! Die Menschen sind unterschiedlich. Es.....
Das ist auch das Problem der Machteliten. Ohne Gleichmacherei der Gesellschaften (auch Globalisierung genannt) werden sie ihre Macht nicht mehr kumulieren können. Diversität, Dezentralisierung, Regionalisierung ist aus deren Sicht kontraproduktiv.

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net-zwerg123 13.02.2014, 12:22
24.

Zitat von sysop
In den USA wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, doch beeinflusst das die soziale Mobilität? Nein, ist das überraschende Ergebnis einer Studie: Die Aufstiegschancen verschlechtern sich nicht - sie verharren aber auf einem miserablen Niveau.
In der Studie wurde die Mobilität rangbasiert erhoben, was nicht falsch ist. Allerdings hätte es mich auch interessiert, ob sich vielleicht auch insgesamt innerhalb der Perzentile Unterschiede zwischen den betrachteten Generationen ergeben haben. Wer damals zu den untersten 10 % gehörte und einigermaßen über die Runden kommen konnte, steht heute in der selben Klasse vielleicht sogar für Essenmarken an. Mit anderen Worten, ein Aufstieg im Sinne der verwendeten rangbasierten Metrik muss nicht unbedingt auch eine Verbessung der Lebensqualität nach sich gezogen haben, da die Lebensqualität womöglich für große Bevölkerungsteile insgesamt gesunken sein könnte.

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cbaurtx 13.02.2014, 12:22
25. "ganz oben"

Zitat von sysop
In den USA wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, doch beeinflusst das die soziale Mobilität? Nein, ist das überraschende Ergebnis einer Studie: Die Aufstiegschancen verschlechtern sich nicht - sie verharren aber auf einem miserablen Niveau.
Aus der Wikipedia(https://en.wikipedia.org/wiki/Wealth...distribution):

Zitat von
During the economic expansion between 2002 and 2007, the income of the top 1% grew 10 times faster than the income of the bottom 90%. In this period 66% of total income gains went to the 1%, who in 2007 had a larger share of total income than at any time since 1928.[14] According to PolitiFact and others, the top 400 Americans "have more wealth than half of all Americans combined."
Wenn man in den oberen 20% liegt, ist man also noch lange nicht ganz oben. 400 Amerikaner besitzten als mehr als die Haelfte des Kuchens.
Diese Amerikaner besitzten ueber 1000 mal mehr als jemand der es gerade so in die oberen 20% schafft.
Die Frage die sich daher stellt ist wie gross ist die Wahrscheinlichkeit von "ganz unten" in die Top 400 aufzusteigen. Die Chance dazu duerfte nahezu Null sein.

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Freidenker10 13.02.2014, 12:22
26. optional

Die 9 % die es schaffen, kommen sicherlich auch schon aus der Oberschicht! Die Geld-Elite vererbt den Aufstieg und der Rest kann Knechten. Bin mal gespannt wie lange es sich die Unterpriviligierten noch gefallen lassen...

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der:thomas 13.02.2014, 12:23
27. Hallo????? 9%!

Zitat von doppelpost123
So viel zum "American Dream" - er ist, war und wird auch zukünftig eine der größten Lügen der Menschheit sein.
So richtig groß wird wohl die Überraschung wenn einer mal deutsche Werte nach gleichen Kriterien erstellt...

Da wird man sein blaues Wunder erleben:
Von ganz unten noch ganz oben?
In Deutschland? Das sind dann wohl eher Promille!
Ebern weil alles versichert und verschult ist - da bin ich mir sicher!

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kro 13.02.2014, 12:25
28. "hochdekoriert"

Emmanuel Saez nennen sie also "hochdekoriert", wohingegen Raj Chetty, der ebenfalls die JBC-Medaille gewonnen hat, das jedoch deutlich früher und der darüberhinaus als der wesentlich innovativere Ökonom gilt, den praisen sie überhaupt nicht. Kann das vielleicht daran liegen, dass die Ergebnisse von Saez besser zum linksliberalen Mainstream der deutschen Journaille passen?

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Bronko 13.02.2014, 12:30
29.

Zitat von Manukun
Leider geht hier wie so oft begrifflich einiges schief. Aufstiegschancen hat praktisch jeder mehr oder weniger, also irgendwo in der Nähe von 100%. Die 9% beziehen sich auf diejenigen, die diese Chancen auch genutzt haben. Der Rest hat wohl eher Probleme mit dem eigenen Antrieb, vulgo auch Faulheit genannt, oder es fehlt an Intelligenz.
Als halbwegs aufegeklärter Mensch kann wohl niemand eine solch totalitäre und vermeintlich elitäre Ansicht haben. Ein Schlag ins Gesicht für alle, die wollen, aber nicht können. Gerade in Amerika definiert das Einkommen, die Ethnie, die Wohnanschrift, das soziale Netzwerk den Aufstieg wie in kaum einem anderen Industrieland. Unglaublich aber wahr: nicht alle, die nicht auf Ivy-League-Colleges gehen gammeln zuhause kiffend auf dem Sofa rum und ziehen sich Cartoons rein. Stichwort junge Familien oder aus der Schule ausscheiden um das Haushaltsgeld der Familie mitverdienen zu müssen. Gerade in einem Land mit einem mehr schlecht als recht geflickten sozialen Netz. Eine so ignorante Aussage macht mich betroffen.

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