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Auftragsflaute: Airbus stellt Produktion des A380 ein
DPA

Komplizierte Technik, aufwendige Produktion, wenig Nachfrage: Der A380 wurde für Airbus immer mehr zur Belastung. Jetzt zieht das Unternehmen die Reißleine beim größten Passagierflugzeug der Welt.

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aldefz00 14.02.2019, 08:04
1. Schade

Sehr schade. In Sachen Komfort der beste Flieger.

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Flusher 14.02.2019, 08:16
2. Wirklich Schade

Technologisch gesehen, ist der A380 eines der interessantesten (zivilen) Flugzeuge unserer Zeit. Leider wurde es zu einer Zeit entworfen in der vor allem die großen Hubs durch vermehrte Anzahl von Direktflügen mehr und mehr an Bedeutung verloren. Dadurch fällt es nun den Airlines schwer, für den A380 ausreichende Passagierzahlen für einen wirtschaftlichen Betrieb zusammenzubekommen.

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Andreas Gehrig 14.02.2019, 08:17
3. Tja, das Resultat wenn man ein Konzern mit Subventionen ...

vollstopft. Marktwirtschaft hat den Vorteil, dass man für seine Fehler selber geradestehen muss und gegebenenfalls pleite geht. Hier ist es aber nicht möglich, da es heisst, nur bei Erfolg wird zurückgezahlt. Nur wenn ein A380 an den Kunden ausgeliefert wird, geht ein Teil des Darlehens an den Staat zurück. Diese Parallelökonomie wo der Staat das ganze Risiko trägt, gehört einfach abgeschafft. Aber leider kann die WTO nichts gegen solche permanenten Marktverfälschungen im XXXXL-Stil unternehmen. Es wäre mal an der Zeit, dass die europäische Presse sich kritisch mit diese Konstrukt auseinandersetzt, zumindest mal den Versuch wagt nicht immer (Europa vs USA) Mit dem Brett vor dem Kopf die Sache betrachten würde.
Zölle entstehen eben nicht zuletzt wegen solchen Marktverfälschungen in gigantischem Ausmass. Und hier wird es wieder keine Folgen für die katastrophale Fehlplanung geben, leider!

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coyote38 14.02.2019, 08:19
4. Boeing wird jubilieren.

Ich kann mich gut erinnern: Punktgenau als Airbus den Bau des A380 ankündigte (und Boeing eine RIESEN-Panik schob, weil man absehbar mit der 747 technisch hoffnungslos hinterherhinken würde), verkündete die Federal Aviation Administration (FAA - die US-Bundesluftfahrtbehörde), dass es fortan keine Notwendigkeit mehr gäbe, transozeanische Strecken von und nach den USA aus Sicherheitsgründen zwingend mit vierstrahligen Maschinen fliegen zu müssen. Würde mich nicht wundern, wenn "neueste Studien" diese Vorgabe nach Einstellung der A380-Produktion wieder zurückdrehen würden ...^^ Vielleicht hätte man bei Airbus auch einfach mal darüber nachdenken können, bessere und sparsamere Triebwerke an den Riesenvogel dranzuhängen ... schließlich ist das - beispielsweise von den Großkunden am Golf - bereits seit JAHREN die zentrale Forderung an den Konzern.

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gruebi01 14.02.2019, 08:23
5. Auch auf dem secondary maket keine Nachfrage

Kein Wunder, dass die Airlines den 380 scheuen - sie werden überhängige Kapazitäten offenbar nicht los. Man kann einen A380 offensichtlich weder verkaufen noch verleasen sondern nur noch verschrotten.

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katj.steinb 14.02.2019, 08:31
6. Die Konkurrenz aus Amerika...

...hatte ja schon immer Sinn, Bedarf und Wirtschaftlichkeit dieses Vorhabens von Anfang an in Frage gestellt, haben entsprechend einen anderen Weg eingeschlagen und recht behalten.

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hausfeen 14.02.2019, 08:33
7. Zu teuer, zu schwer, zu sprittig.

Aber nicht zu groß. Das Fahrgastvolumen steigt weltweit, der Himmel füllt sich. Irgendwann werden Grenzen erreicht. Eines Tages wird das Ding noch gebraucht. Überarbeitet.

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Ludwigsburger 14.02.2019, 08:35
8. Mühlenberger Loch

Das Mühlenberger Loch wurde wegen des Baus des A380 zu 20% zugeschüttet. Wird es jetzt wieder ausgebaggert und der Natur zurückgegeben?
Was das Handelsblatt vor gut einem Jahr dazu schrieb, und wie DER SPIEGEL zitiert wird: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/airbus-a380-emirates-bewahrt-hamburgs-politik-vor-einer-blamage/20863032.html?ticket=ST-223301-mbuIr6nrZR1HBWu74BZN-ap3

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Anna156464641156 14.02.2019, 08:41
9. Emirates und Singapur

Der Fliege war zwar ein europäisches Projekt aber nie für die europäischen Bedürfnisse konzipiert und darin liegt die größte Schwachstelle. So ist man ohne "Heimmarkt" ganz den Launen von außerhalb ausgeliefert. Das machen die Amis etwas schlauer und verkaufen ihre Flieger als aller erstes an sich selbst und exportieren dann.

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