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Auftragsflaute: Airbus stellt Produktion des A380 ein
DPA

Komplizierte Technik, aufwendige Produktion, wenig Nachfrage: Der A380 wurde für Airbus immer mehr zur Belastung. Jetzt zieht das Unternehmen die Reißleine beim größten Passagierflugzeug der Welt.

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schnubbeldu 14.02.2019, 09:22
20. Erst wenn er fehlt, f llt es uf

Die A380 in der momentanen Konstellation wird es nicht mehr lange geben. Aber wenn das Passagieraufkommen weiter steigt, und sich nicht mehr mit den vorhandenen Slots am Himmel decken lässt, wird man sich an diese Maschine zurückerinnern.

Und sollte Airbus mal wieder positive Zahlen schreiben, wird mit Sicherheit an weiteren Varianten geschraubt, entsprechende Pläne liegen mit Sicherheit in der Schublade, fehlt nur noch ein "Sponsor" bzw. Interessent.

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missourians 14.02.2019, 09:32
21. Politischer oder wirklich ökon. Tod?

Komisch, als Boeing das Monopol auf diesen Flugzeugtyp hatte, wurde nichts in Frage gestellt und bestellt, dass sich die Balken brachen. Zu groß, zu teuer, Zuviel Verbrauch. Manche Airlines sahen aus als bestünden sie nur aus 747. Und nun plötzlich behaupten genau diese Airlines, rechnen sich große Flieger nicht mehr? Gerade als Boeing einsehen musste, dass sie nichts gegen den A380 in nächster Zukunft haben werden und dieses Segment komplett an Airbus verlieren werden.

Wieder mal siegt das kapitalistische Denken über das Ökologische und über das Sicherheitsdenken. Der Luftraum wird immer voller und damit unsicherer. Das Passagieraufkommen steigt Jahr für Jahr. Endlich gibt es einen Flieger der Massen auf einmal von Kontinent zu Kontinent transportieren kann mit einer Kapazität von ca. 550 - 850 Passagieren mit einem Flug so viel Transportiert wie 2-4 Flüge mit einer 787 (ca. 200-300 P.). Das soll günstiger sein? Auf jeden Fall nicht umweltfreundlicher und entlastend für den Flugverkehr!!!

Aber wieso soll es im Flugbusiness besser sein als in anderen Industriezweigen. Da schert man sich auch noch zuerst um den Kommerz, dann lange nichts, und dann kommt das Klima- und Umweltdenken. Mich wundert nur dass die Umweltverbände und Parteien dieses Thema noch nicht aufgegriffen haben, oder sind die so sehr in das Tempolimit und Dieselaffären Thema versteift?

Persönlich bin ich auch schon den A380 geflogen und war überrascht wie leise der Flieger war, wie ruhig er in der Luft war und wie geräumig. Noch nie zuvor bin ich entspannt eine Langstrecke geflogen! Wenn ich dazu die 747 vergleiche, ein riesen unterschied. Alleine der Start dauerte unendlich lange bis sie endlich abhob unter einem brüllen und getöße der Düsen, rütteln der Kabine. Auch in der Luft war es viel lauter und unruhiger. Aber das betrifft ja die A380 Passagiere und damit läßt sich nichts extra verdienen, also uninteressant!

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meinung2013 14.02.2019, 09:37
22.

Zitat von coyote38
Ich kann mich gut erinnern: Punktgenau als Airbus den Bau des A380 ankündigte (und Boeing eine RIESEN-Panik schob, weil man absehbar mit der 747 technisch hoffnungslos hinterherhinken würde), verkündete die Federal Aviation Administration (FAA - die US-Bundesluftfahrtbehörde), dass es fortan keine Notwendigkeit mehr gäbe, transozeanische Strecken von und nach den USA aus Sicherheitsgründen zwingend mit vierstrahligen Maschinen fliegen zu müssen. Würde mich nicht wundern, wenn "neueste Studien" diese Vorgabe nach Einstellung der A380-Produktion wieder zurückdrehen würden ...^^ Vielleicht hätte man bei Airbus auch einfach mal darüber nachdenken können, bessere und sparsamere Triebwerke an den Riesenvogel dranzuhängen ... schließlich ist das - beispielsweise von den Großkunden am Golf - bereits seit JAHREN die zentrale Forderung an den Konzern.
"Triumph für Boeing, Riesenverlust für Steuerzahler"
Die Folgen für Tausende Beschäftigte sind gravierend. Auch für den europäischen Steuerzahler bedeutet der Baustopp einen enormen Verlust.
https://www.welt.de/wirtschaft/article188764167/Aus-fuer-Airbus-A380-Triumph-fuer-Boeing-Riesenverlust-fuer-Steuerzahler.html
das sollte nicht unerwähnt bleiben.

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frankfurtbeat 14.02.2019, 09:39
23. letztendlich ...

letztendlich Missmanagement von Politik und Unternehmen zu Lasten der Steuerzahler für ein Produkt dessen Nutzen vor Produktionsaufnahme bereits fraglich gewesen ist. Bravo ... da haben die Nieten in Nadelstreifen voll am Markt vorbei gewirtschaftet und eben mal zig-Mrd. € verbrannt.

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schnubbeldu 14.02.2019, 09:54
24. Eine Medaille hat immer zwei Seiten ....

Zitat von muekno
Ja die konstruieren und bauen super so gut wie Boeing wenn nicht besser. Aber was für ein Irrsinn mit den verschieden Standorten, da werden hier Teile gebaut, dort Teile gebaut, das teile von Fliegern (Rumpf, Tragfläche) quer durch Europa geflogen umd ann an anderer Stelle Toulouse zusammengebaut zu werden. Irrsinn vom CO2 etc, ganz zu schweigen. Alles an eine Standort geht nicht, schafft auch die Autoindustrie nicht, kleinere Teile bis hin zu Triebwerken dezentral zu fertigen, OK, aber die großen Teile und Endmontage sollten an einem Standort sein. Europäische Idee OK, dann baut man halt den A380 in Toulouse den Axxx in Hamburg, den Ayyy sonstwo. Haben den mal unser Koffermänchen (BWLer) durchgerechnet was diese dezentrale Fertigung kostet, Wettbewerbsnachteil gegenüber Boeing bringt, die zwar teile auch auf der ganzen Welt fertigen lassen, mit den entsprechenden Problemen, aber an einer Stelle die Großteile baue und zusammensetzen. Unsere Koffermänchen drehen doch sonst jeden Cent durch die Mangel um ihn einzusparen. Oder ist der Mehraufwand nur unserer Politik geschuldet, da Europäischen Projekt egal was es kostet. Ich frage mich sowieso wie es günstiger sein kann, in vielen Industriebereichen üblich, die Teilefertigung quer über die ganze Welt zu verteilen, und dann quer durch die ganze Welt zur Endmontage zu karren, mit all dem Logistigaufwand, nun ja der ist eine andere Kostenstelle aber am Teil sind 3 Cent gespart. Der Umwelt, dem Klima tut es sich nicht gut.
... es ist einfach zu sagen "das Hin- und Herfliegen von Teilen ist teuer".

Teuer ist es auch wenn man spezielle Teile z.B. Tragflächen, an jedem Standort für den jeweiligen Flugzeugtyp, anfertigt. Warum? Man muss das Wissen und die Technik an jedem Standort bevorraten. Im Gegensatz dazu, werden nur die fertigen Teile transportiert, aber die Produktionsstätte ist dort, wo die Kompetenzen und die Fertigungstechnik vorhanden ist. Genauso ist es, dass Flugzeuge nach Endmontage nach Hamburg gefolgen werden. a) hat man schon den ersten Flugtest damit und b) muss der Endmontagestandort nicht mit Produktionsschritten belastet werden, die auch an anderer Stelle möglich ist.

Es hat, alles sein Für und Wider, aber unter dem Strich zählt das Endprodukt was rauskommt. Aber dank dem Brexit wird mit Sicherheit auch diese Firmenstrategie bei Airbus neu durchdacht. Wer weiß, vielleicht kommen demnächst alle Tragflächen direkt aus China. Belugas kann man noch weitere bauen.

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manskyEsel 14.02.2019, 09:54
25. R.i.p.

Der 380 geht den Weg allen Flatter-Fleisches. War doch immer schon so. Vom Schulgleiter über Messerschmidt Gigant und Cohncord und Antonow 124 ist alles zu teuer und für Balearen-Verkehr ungeeignet.
Ausserdem gipps im 380 keine hartvergoldete Anusreinigung mit Himbeergeschmack. Sowas können wir Prolls nicht massenbenutzen und verdrecken. Also: Weg damit!!!

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lebeinabsurdistan 14.02.2019, 09:55
26. Was jetzt?

Mehrere Tausend Arbeitsplätze in Deutschland und insgesamt 3000-3500??? Wie das? Kann man's etwas genauer wissen?

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schwerpunkt 14.02.2019, 10:07
27.

Zitat von hausfeen
Aber nicht zu groß. Das Fahrgastvolumen steigt weltweit, der Himmel füllt sich. Irgendwann werden Grenzen erreicht. Eines Tages wird das Ding noch gebraucht. Überarbeitet.
Richtig! Das Volumen wächst, aber die Struktur der Fernflüge verändert sich.
Wo früher wenige (und seltener) Flüge mit vielen Passagieren durch geführt wurden, hat sich das Aufkommen aufgesplittet. Nicht mehr die "dicken Brummer" von einem Hub zum nächsten sind Realität, sondern vorn vielen lokalen Lokationen mit kleineren Flugzeugen aber größerer Reichweite zu mehreren Zielen … und das auch noch mehrmals am tag.
Da wird es immer schwieriger solche Riesenflieger wirklich wirtschaftlich einzusetzen.
Kleinere, sparsame Flugzeuge mit größerer Reichweite sind in, große Bomber sind derzeit out. So kann man flexibel den Markt bedienen,.
Der Kunde will idealerweise zB als Nürnberger von Nürnberg mehrmals täglich zu mehreren Städten in den USA fliegen (und sich den besten Flug für seine Planung dabei raussuchen können), anstatt einmal am Tag von München aus nach Chicago, Los Angeles oder New York.

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Mhamilton 14.02.2019, 10:08
28. Trumps Finger?

Sehr schade. Boeing wird's freuen und ich wäre nicht überrascht wenn auch hier Trumps Finger im Spiel waren. Saudi Arabien und USA haben sich in letzter Zeit vermählt, Stichwort "Waffengeschäft". Technisch ist der Airbus eine Meisterleistung. ByeBye.

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connaisseur 14.02.2019, 10:10
29. Aktie mehr als 5 % gestiegen.

Dei Aktieninhaber aigeieren nach dem Mottot: Lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...

"Gut dem Ding!" ;)

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