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Aus für 500-Euro-Schein: Kommt jetzt das Ende des Bargelds?
REUTERS

Die Europäische Zentralbank schafft den 500-Euro-Schein ab. Ist das der Durchbruch im Kampf gegen die organisierte Kriminalität? Oder der Anfang vom Ende des Bargelds? Fünf Fragen, fünf Antworten.

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philippz 05.05.2016, 01:51
240. Artikel ist Purer Populismus

Nur Angstmacherei von Herrn Kaiser. Ich hab noch nie von jemanden gehört der negative Zinsen auf seinem Bankkonto hat. Und Privatsphäre Angstmacherei ist auch unbegründet. Nennen sie ein negatives Beispiel das jemand gemacht hat weil angeblich die Bank einen ausspioniert? Banken müssen sich an Datenschutzgesetze halten.

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jj2005 05.05.2016, 02:14
241. Mittelstand

Zitat von wastl300
Stimmt in USA ist der kleinste Schein eine $100 Note. Aber auch die haben erkannt, dass sich an der Schattenwirtschaft nichts geändert hat. Dem Normalbürger ist es egal, da er größere Banknoten nicht brauchen kann, aber der Mittelstand hat mehr Probleme ein schnelles Geschäft abzuschließen. Aber wem interessiert der Mittelstand? Arbeiten doch nur die meisten Leute dort.
Wem interessiert der Mittelstand?

Mir interessiert der! Erzählen Sie doch mal, was für ein "schnelles Geschäft" Sie ohne 500er nicht abschließen konnten (es gibt übrigens auch noch Schecks...). Kürzlich habe ich hier gelesen, dass man in D ganze Häuser bar bezahlen kann - ein Schenkelklopfer für fast alle EU-Bürger. Gruss aus Italien (wo es seit vielen Jahren ein Bargeld-Limit gibt).

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Dustin 05.05.2016, 03:18
242. Bis das Fass überläuft

Mit dem Argument "Kampf gegen den Terror" werden die Schnüre immer enger gezogen. Hast du etwa was zu befürchten ist das nächste Totschlagargument.

Irgendwann kommt eine Zeit, da müssen wir leider wieder auf die Straße gehen und den RESET Knopf drücken.

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maxbee 05.05.2016, 03:19
243.

Das Misstrauen der Bürger ist groß und das kommt nicht von ungefähr, da ständig neue Zumutungen seitens der Politik an sie gestellt werden.
Abbau des Sozialstaates, v. a. durch die Agenda 2010, Ausbau des Niedriglohnsektors, Verarmung künftiger Rentnergenerationen, sukzessive Vernichtung der Ersparnisse durch Niedrigstzinsen und nun auch noch der erste Schritt zur Abschaffung des Bargeldes. Letzteres würde die Bürger finanziell zur bloßen, wehrlosen Verfügungsmasse der Finanzpolitik mit all den im Artikel beschriebenen negativen Konsequenzen machen.

Solange die Bürger nicht aufstehen um diesem, sie in wachsendem Umfang schädigenden Treiben der Politik endlich ein Ende zu setzen, wird auch die Abschaffung des Bargeldes und der damit verbundenen Freiheit nur eine Frage der Zeit sein. Denn die Politik kennt nur eine Grenze bei der Drehung an den, den Bürgern angelegten Daumenschrauben: Der massive Widerstand- siehe DDR 1989! Ohne einen solchen werden wir in einer neuen Leibeigenschaft enden. Diesmal nicht in Abhängigkeit vom Adel sondern von Kapital und Staat.

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maxbee 05.05.2016, 03:22
244.

Zitat von Europeon
>>>Ökonomen wie Larry Summers, der unter Bill Clinton mal US-Finanzminister war oder Kenneth Rogoff, der ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF). Sie propagieren offen die Abschaffung des Bargelds, entweder um illegalen Geschäften leichter auf die Spur zu kommen (Rogoff), oder aber um den Notenbanken die Möglichkeit zu geben, negative Zinsen auf Bankkonten durchzusetzen (Summers).
Das mit der Terror- und Geldwäschebekämpfung ist doch nur ein billiger Vorwand. Von daher unterscheiden sich die wahren Absichten von Rogoff und Summers keineswegs.

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NightToOblivion 05.05.2016, 03:23
245. Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen

Nur weil man den 500?-Schein angeschafft ist nicht gleich das Bargeld weg. In den USA gibt es schon ewig nix größeres als 100er.
Die Abschaffung von Banknoten mit dem Wert von 500? dürfte die meisten so sehr treffen wie ne Sondersteuer auf Yachten.

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europäer 05.05.2016, 03:32
246. Alternativlos gestern und heute.

Früher war es alternativlos, Geldwäschern, Drogendealern und "Bankbeamten" einen schönen Schein für ihre Geschäfte zur Verfügung zu stellen. Darum der 500er als Ersatz für den gute alte 1.000 DM-Note.

Heute ist es alternativlos, Geld vom Norden der Eurozone in den Süden zu schaffen. Dauerhaft. Genauso alternativlos ist es, Staaten und Banken trotz Überschuldung über Wasser zu halten und dem größten aller Wolfgangs seine schwarze Null zu ermöglichen. Bargeld, gerade große Scheine, auf die Negativzinszahler ausweichen könnten, stört da nur.

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maxbee 05.05.2016, 03:55
247.

Zitat von gympanse
Das Argument mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität wurde ja erst vor kurzem mit den Panama Papers widerlegt. Es sei denn natürlich die ganz großen (Eltiten) will man gar nicht, sondern nur die kleinen Fische.
Selbstverständlich zielt eine Abschaffung des Bargeldes auf die Kontrolle und v. a. auf die Vermögen der Normalbürger. Deren Masse macht's! Für die Großen wird die Politik, wie bisher auch, die erforderlichen legalen Schlupflöcher schaffen. Und wenn deren Benutzung ab und zu auffliegt à la Lux- und Panama-Leak, können die Politiker wieder die moralisch Empörten spielen und den Kampf gegen diese von ihnen eigens geschaffenen Schlupflöcher verkünden. Ja, ja, die halten uns alle für blöde!

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maxbee 05.05.2016, 04:21
248.

Zitat von peteftw
Zur kompletten Abschaffung wird es nie kommen. Vorher gibt es einen Aufstand wie ihn die Welt selten gesehen hat und solche Typen werden zu Recht vom Pöbel zum Teufel gejagt. Die Welt wird immer kranker.
Sie sind sehr optimistisch. Die Entrechtung und Enteignung der Bürger geht step by step, damit dieser sich langsam an die neuen Verhältnisse gewöhnen kann.
So lief dies schon bei der Durchsetzung der Leibeigenschaft im Mittelalter. Am Ende war das Ganze eine gottgegebene Gesellschaftsordnung, welche selbst die Betroffenen als solche empfanden.

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maxbee 05.05.2016, 04:30
249.

Zitat von Domainator
Zitat: "Allein die Druckkosten werden auf rund eine halbe Milliarde Euro geschätzt - ein riesiges Geschäft für die Gelddruckereien." Wenn man dieses Geld stattdessen in den Aufbau einer europäischen Bundespolizei, zuständig für den Kampf gegen Terror, Korruption und Wirtschaftsverbrechen, stecken würde, dann hätte man etwas gewonnen. Aber das stört wahrscheinlich die Wirtschaftsbosse beim Steuerhinterziehen.
Sorry, aber die Wirtschaftsbosse brauchen kein Bargeld zum Steuerhinterziehen. Wie wir alle längst wissen haben die von der Politik legale Steuerschlupflöcher geschenkt bekommen.

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