Forum: Wirtschaft
Aus für die Glühbirne - gute Entscheidung?

Sie frisst zu viel Strom und wird deshalb abgeschafft: Die klassische Glühbirne soll bis 2012 aus allen Geschäften verschwinden - so haben es jetzt Experten aus 27 EU-Staaten beschlossen. Eine gute und sinnvolle Entscheidung?

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Reziprozität 19.08.2009, 00:56
1270.

Zitat von _gimli_
... Außerdem haben sich einige Parteien luftbasierte Wärmepumpen installiert. Die verbrauchen auch eine Menge Strom, vor allem im Winter, wenn elektrisch zugeheizt werden muss.
Das tun sie, in der Tat. Liegen ja meist um 5 bis 7 kW, die Anlagen. Trotzdem schneidet man hierzulande damit sehr gut ab, ein freistehendes Einfamilienhaus wird so zu einem reichlichen Drittel bis der Hälfte der Kosten einer Öl- oder Gasheizung warm.

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Bala Clava 19.08.2009, 01:36
1271. Energieerhaltungsgesetz

Zitat von sysop
Sie frisst zu viel Strom und wird deshalb abgeschafft: Die klassische Glühbirne soll bis 2012 aus allen Geschäften verschwinden - so haben es jetzt Experten aus 27 EU-Staaten beschlossen. Eine gute und sinnvolle Entscheidung?
Was heißt Strom fressen? Der wird in Wärme umgesetzt - und heizt die Wohnung. Gerade in der kalten Jahreszeit braucht man ja auch viel elektrisches Licht. Verloren geht da nichts.

PS: Das Gesetz im Titel ist ausnahmeweise nicht von der EU diktiert - sondern von der Physik.

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benutzername01234567 19.08.2009, 01:44
1272. Warum gerade jetzt ?

Klar ist aus meiner Sicht, daß im Moment keine befriedigende Alternative zur Glühbirne existiert. Das wird vermutlich erst der Fall sein, wenn die LED-Technologie endlich soweit ist. Statt also nun mit Gewalt zu erzwingen, was man mit echten Alternativen freiwillig bekäme, sollte lieber die Entwicklung der LED-Beleuchtung massiv gefördert werden, bzw. hätte schon seit 10 Jahren gefördert werden müssen - wie z.B. Solarpanels, Windräder etc. Aber auch bei Power-LEDs scheint Asien mal wieder weiter zu sein, wobei ich da nicht sicher bin. Jedenfalls ist bei den bekannten Wirkungen die falsches Licht auf den Menschen hat nicht zu vertreten, daß halb Europa sich jetzt dieses eklige Alternativlicht zumutet. Habe also jetzt ca. 1000 Glühbirnen eingelagert um die Technologielücke zu überstehen :-(.

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Benjamin1965 19.08.2009, 05:20
1273. Was nicht sagt, dass sie nicht ihr ....

Zitat von nairobi
Glühlampen sind sowohl als Lichtquelle als auch als Heizung extrem ineffizient! Auch zusammen bleibt Sie es!
... Anwendungsgebiet haben. Das Verbot ist einfach Schwachsinn, weil es durchaus gute Anwendungsgebiete fuer Glühlampen gibt. Haeufiges ein/aus schadet ihnen kaum und sie sind extrem billig. Ausserdem haben sie ein schoenes kontinuierliches Licht und flackern nicht.

In Deutschland werden bald auch grosse Gelaendewagen verboten, weil der Staat doch besser weiss, was die Leute so brauchen.

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rainerjosef 19.08.2009, 07:10
1274.

Zitat von ecua
Wozu brauchen Sie einen PC? Nutzen Sie den wirklich? Ich arbeite nur mit Laptop. Ich habe drei verschiedene Typen von Energiesparlampen und mit einem Typen kann man hervorragend lesen, kostete aber auch 14 Euro. .
Ach, den PC möchten Sie uns auch schon vermiesen?
Ich hab's mit Mühe bis zur aktuellen Seite 5 hier geschafft - und lese nur Effizienzberechnungen und ähnliches. Sie mögen ja alle recht haben, mein Ärger über die Brüsseler Bevormundung wächst dennoch. Warum meinen Sie (damit meine ich all die technisch so versierten Kommentatoren hier) hamstern die Leute massenhaft Glühlampen? Alles energiesparvergessene verantwortungslose dumme Konsumenten? Mag sein, aber auch Bürger, die deutlich ihrem Willen Ausdruck geben, dass sie das autoritäre Gehabe aus Brüssel hassen.

Sollen die Entwickler erst einmal Energiesparlampen entwickeln, bei denen man sich wohlfühlt, dann steigen auch die Bürger um und dann gibt es keine Probleme mit der Akzeptanz dieser - einmal wieder - anmaßenden Brüsseler Entscheidung.

Ich möchte wirklich wissen, welche Pressure Group hier dahinter steht.
Kunkel dunkel Hinterzimmer, lichter wird's hier nimmer, nimmer!

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Betonia 19.08.2009, 09:21
1275.

Zitat von Benjamin1965
... Das Verbot ist einfach Schwachsinn, weil es durchaus gute Anwendungsgebiete fuer Glühlampen gibt. Haeufiges ein/aus schadet ihnen kaum und sie sind extrem billig. Ausserdem haben sie ein schoenes kontinuierliches Licht und flackern nicht...
Ja! Ich verstehe dieses Verbot überhaupt nicht, wer Strom mit Sparlampen sparen möchte, kann das doch jetzt schon. Und viele tun das auch.

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_gimli_ 19.08.2009, 09:25
1276.

Zitat von Reziprozität
Trotzdem schneidet man hierzulande damit sehr gut ab, ein freistehendes Einfamilienhaus wird so zu einem reichlichen Drittel bis der Hälfte der Kosten einer Öl- oder Gasheizung warm.
Haben Sie dazu Quellen? Meine Nachbarschaft hat da im vergangenen Winter ganz andere Erfahrungen gemacht ...

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Reziprozität 19.08.2009, 10:03
1277.

Zitat von _gimli_
Haben Sie dazu Quellen? Meine Nachbarschaft hat da im vergangenen Winter ganz andere Erfahrungen gemacht ...
Nicht direkt, nur das was die Nachbarn so erzaehlen. Einer hatte um die 7000 Franken Heizoelkosten, ich selbst habe eine totale Stromrechnung von 1800 Franken bezogen. Gruende fuer diese Differenz duerften sowohl hohe Einkaufskosten fuer Oel bis gegen Herbst 2008 gewesen sein, die Haushaltspreise folgen den Spotmaerkten ja i.d.R. ziemlich schleppend, wenn die nach unten gehen. Zudem hat es hier unterschiedliche Stromtarifierung fuer Hoch- und Schwachlastzeiten und die Waermepumpe laeuft zu mehr als 95% im Niedertarifbereich.

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Omen 19.08.2009, 10:15
1278. Wärempumpe

Zitat von _gimli_
Sie müssen sich schon die Mühe machen, den prozentualen Anteil des Stromverbrauchs zum Zweck der Wohnraumbeleuchtung zwischen April und September zu betrachten. Der liegt nicht höher als 20%.
Woher haben Sie Ihre Zahlen? Selbst wenn die stimmen:
1. Warum die 20% nicht weiter reduzieren?
2. Trotzdem kommen nur ca. 35% der eingesetzten Energie bei einem Kohlekraftwerk beim Verbraucher an. Die Glühbirne ist auch als Heizung sehr ineffizient.

Zitat von _gimli_
Es ist ja schön, was die Verbraucherzentrale hier mitteilt, aber man vergisst dabei die enorme Preisunsicherheit beim Öl und Gas sowie die begrenzte Verfügbarkeit von Holzpellets. Die Rechnung wird für den Verbraucher bei Ölpreisen von 140€/Barrel schnell zugunsten der Stromheizung kippen. Der einzige Ausweg ist die Wärmepumpe, und zwar eine mit Tiefbohrung. Alles andere ist Mumpitz. Genau so habe ich mein Haus angelegt: Ölheizung mit konzeptioneller Vorbereitung für eine Hochtemperatur-Wärmepumpe mit 80m Tiefbohrung. Ich habe übrigens ein Uni-Diplom als Ing. für Kraftwerks- und Wärmetechnik und glaube, die Problematik ein wenig zu durchblicken.
Dann wissen Sie auch sicher, dass eine Wärmepumpe keine Heizung im üblichen Sinn ist, sondern eine Pumpe. Die Wärme entsteht nicht dadurch, dass man mit Strom heizt, sondern es wird die Wärme des Erdinnern genutzt. Das ganze hat mit der Art, wie eine Glühbirne Wärme erzeugt, bzw. wie eine reine Elektroheizung Wärme erzeugt, nichts zu tun.

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_gimli_ 19.08.2009, 10:30
1279.

Zitat von Omen
Dann wissen Sie auch sicher, dass eine Wärmepumpe keine Heizung im üblichen Sinn ist, sondern eine Pumpe. Die Wärme entsteht nicht dadurch, dass man mit Strom heizt, sondern es wird die Wärme des Erdinnern genutzt. Das ganze hat mit der Art, wie eine Glühbirne Wärme erzeugt, bzw. wie eine reine Elektroheizung Wärme erzeugt, nichts zu tun.
Eine Wärmepumpe verwendet elektrische Energie um die von einer Quelle (Luft, Erdinneres) entnommene Wärme auf ein verwertbares Niveau zu heben.
Desweiteren wird elektrische Energie eingesetzt, um ggf. das Delta zwischen der durch die Quelle gelieferten Wärmeenergie und der benötigten Wärmeenergie auszugleichen. Das ist insbesondere bei luftbasierten Systemen zu ca. 10% der Betriebszeit notwendig (im vergangenen Winter aufgrund der ungewöhnlich tiefen Temperaturen signifikant mehr).

Um die Problematik der einerseits ökologisch bedenklichen Kohleverstromung und des andererseits durch die Einführung von Elektroautos, Wärmepumpen, zunehmende Internet-Nutzung etc. mittelfristig stark steigenden Strombedarfs (ernstzunehmende Quellen gehen von einer Verdopplung in absehbarer Zeit aus) zu lösen, bleibt nur der Weg über regenerative Energiequellen (falls nicht doch noch die Kernfusion in den griff bekommen wird).

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