Forum: Wirtschaft
Aus für South Stream: Kein Anschluss unter dieser Pipeline
AP

Mit dem Stopp des milliardenschweren Pipeline-Projekts South Stream sorgt Russland für großes Aufsehen. Wen betrifft das Aus, wie kam es dazu und ist die Absage endgültig? Die wichtigsten Fragen im Überblick.

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bene_lava 02.12.2014, 11:23
100. Richtig....

Zitat von carahyba
Für Mitteleuropa mag ihre Analyse unter dem Konfrontationsparadigma das Sie beschreiben irgendwo stimmig sein, für Südosteuropa stimmt ihre Analyse nicht und dort sollte das Gas hin. Aber diese Länder, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Serbien, Norditalien spielen ja keine Rolle. Teile davon können weiter das absolute Armenhaus Europas bleiben, was kümmerts uns.
Richtig. Deshalb ist es wichtig die innereuropäischen Pipelinestukturen auszubauen, damit das Gas der TAP/TANAP-Verbindung ganz Südeuropa versorgen kann.

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thomas.mann1 02.12.2014, 11:24
101. Wen betrifft das Aus, wie kam es dazu und ist die Absage endgültig

Fragt Eure "Mutti", und die USa und wen sonst Ihr immer letztes mal wähltet. Ich lache mich schlapp. Geschieht Euch recht! --Mit mir wird es keine Maut geben, Deutschland profitiert vom Euro, wir haben gegen NSA protestiert, aber ganz energisch, die kalte Progression wird abgebaut, der Soli ist nur temporär und begrenzt. Ich lache mich schlapp. Natürlich wähle ich "Mutti" auch weiterhin. Ich bin in Pension und will auch weiterhin meine fast jährliche 5% Pensionserhöhung! Hallo?!

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Tostan 02.12.2014, 11:28
102.

Zitat von sonnenfeld22
........"Allerdings ist Russland heute erheblich geschwächt"......Ein paar Artikel weiter oben steht geschrieben, dass Putin wegen/dank/trotz des Rubelzerfalls entgegen den 3200 Rubel per Barrel (vor der Krise) nun 3600 erntet...... Im Gegensatz ist die Prawda wohl nur ein Weisenknabe.....
Ja und? Putin erntet nun fantastische 3600 Rubel per Barrel. Prima. nur kann er für diese Rubel im Ausland nix einkaufen. Und da Russland viel importiert sagen diese 3600 Rubel nix aus. Er kann nur Gehälter der Staatsbediensteten, Renten, Sozialleistungen etc. üppig bezahlen. Damit sind die Leute erst mal ruhig gestellt - aber nur kurz, bis sie merken dass sie für das Geld viel weniger kaufen können. Auch die dringend erfoderliche Moderniesierung der Russischen Industrie leidet - denn da wird auch nicht in Rubel bezahlt.

Btw: South Stream war nicht primär für die Versorgung des Balkans gedacht, sondern sollte bis Italien reichen und auch Gas aus Aserbaidschan transportieren. Damit konkurierte South Stream direkt mit TANAP/TAP - und hätte die Abhängigkeit von Russland vergrößert. Nun sind die Aussichten für TANAP/TAP besser, Russland wird damit komplett umgangen und evtl. werden zum anschluss des Balkans sogar wieder die Nabucco-West Pläne hervor gekramt. So übel sieht es für Europa also gar nicht aus, wie Putin es darstellt.

Achja: Den Baustop für South Stream könnte man böswillig auch interpretieren als: "Mal sehen ob eine Umgehung der Ukraine überhaupt noch nötig wird, evtl. reissen wir uns ja das ganze Land unter den Nagel und brauchen dann South Stream gar nicht mehr".

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Europa! 02.12.2014, 11:30
103. Ich verstehe Ihre Frage nicht.

Zitat von bammy
Wäre Ihnen Krieg lieber?
South Stream ist genau wie North Stream ein Friedensprojekt. Handel verbindet, und die Zuverlässigkeit (und Großzügigkeit) Russlands sind schon nachgerade sprichwörtlich. Davon können sich die Westeuropäer eine Scheibe abschneiden. Von den Gasdieben und Russenhassern im Wackelstaat Ukraine ganz zu schweigen.

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romeo_mike 02.12.2014, 11:31
104.

Zitat von auweia
Eigentlich kann ich Putin und sein System ja nicht leiden. Aber schnelle Entscheidungen auch unter Inkaufnahme von Verlusten nötigen mir immer einen gewissen Respekt ab.
Das ist kein politischer sondern ein rein ökonomischer Entscheid. Weshalb Kapital in halbfertigen Baustellen rumliegen lassen wenn es anderswo in Kürze gewinnbringend eingesetzt werden kann?

Auf so Dinge wie z.B. 400 Mio./Jahr Transiteinnahmen zu verzichten, leisten sich nur Länder denen wirtschaftliches Denken fern liegt, denen es auf den Wohlstand ihrer eigenen Bevölkerung nicht ankommt oder die einfach davon ausgehen, dass der Nettoausgleich der EU künftig statt 1 Mrd. 1,4 Mrd. betragen wird.

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Thomas Schnitzer 02.12.2014, 11:32
105.

Zitat von gruenerfg
Denn der Strom kommt ja aus der Steckdose, gell!
Nein, von oben (Solar), aus dem Norden (Wind, Gezeiten), aus dem Süden (Wind, Wasser) und von unten (Kohle, AKW). Aus dem Osten kommt er aber nicht. Und aus Gas bzw. Öl normalerweise auch nicht.

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jack potter 02.12.2014, 11:33
106.

Zitat von Der Thannhäuser
Das Problem an der ganzen Geschichte ist, das man hier in Deutschland gewöhnt ist eh nicht mehr zuzuhören, wenn ein Politker spricht, da man eh nur unverbindlihe Allgemeinpätze zu hören bekommt. Nun hat Putin flgendes gesagt: Russland werde sich dann andere Märkte für sein Gas, etwa in Asien, suchen, kündigte der russische Präsident in Ankara an. Europa werde dann nicht mehr die bislang üblichen Gasmengen erhalten. Da werden die üblichen Foristen jetzt gleich höhnisch lächelnd sagen, ohne unser Geld geht er dann eben pleite. Aber das ist einfach nur Dummheit. Russland braucht im bilateralen Handel unser Geld nur, um unsere Waren zu kaufen. Wir verkaufen sie ihm eh nicht, er sucht sich bereits andere Märkte, also wofür sollte er noch unser Geld brauchen? South Stream war dafür geplant, die Ukraine zu umgehen und gleichzeitig weiter nach Südeuropa zu liefern. Europa wollte das nicht. Jetzt wird eben die Bluestream in die Turkei ausgebaut, und die Ukraine umgangen. Es ist absehbar, dass die Durchleitung durch die Ukraine irgendwann, wenn das Ding fertig ist eingestellt wird. Und dann wird hier Zeter und Mordio geschrien, weil plötzlich das Gas fehlt, nur weil man es so nicht haben wollte. Auch Erdgas hat eine endliche Liefermenge, die nur einmal verkauft und verbraucht werden kann. Und Russland kann sich bequem zurücklehnn und sagen, wir haben es doch rechtzeitig angekündigt, warum habt ihr nicht zugehört?
Glauben Sie das Zeugs wirklich, was Sie hier schreiben? Russland (SU) ging schon mal Pleite, es passiert wieder. Manche Ignoranten lernen nicht aus der Geschichte.

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nikolay 02.12.2014, 11:33
107. Die Sanktionen wirken

"Der Linzer Stahlkonzern voestalpine hat für den Bau der Pipeline heuer bereits Aufträge von rund 200 Mio Euro an Land gezogen" (Die Presse). Damit ist jetzt vorbei. Aber Europa und gerade Deutschland hat ja das Dankeschön von Herrn Poroschenko, ist doch auch was, oder? :-)
"Nach erheblichem Druck aus Brüssel und Washington hatte das Transitland Bulgarien im Juni die Vorarbeiten an dem Pipeline-Projekt ausgesetzt. Die USA hatten insbesondere kritisiert, dass Bulgarien ein russisches Konsortium ausgewählt hatte, um den Teilabschnitt der Leitung durch das Land zu bauen". Jetzt sind die Bulgaren Transitgelder in Höhe von ca. 400 Mio los. Aber nicht traurig sein, wir wissen doch-die Sanktionen wirken! :-)

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reggi 02.12.2014, 11:36
108.

Zitat von bene_lava
Richtig. Deshalb ist es wichtig die innereuropäischen Pipelinestukturen auszubauen, damit das Gas der TAP/TANAP-Verbindung ganz Südeuropa versorgen kann.
Falls sie es nicht merken....die Türkei wendet sich grade Russlan zu... also träumen sie weiter.

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bene_lava 02.12.2014, 11:36
109. Das ist quatsch!!!!

Zitat von pom_muc
Auch wenn Sie es nicht verstanden haben - Nabucco ist tot! Nicht weil die Kosten explodierten! Nicht weil die Türkei den Transit mit der Erpressung für die EU-Mitgliedschaft nutzte! Es ist tot weil die Lieferanten von denen man ab 2020 Gas erwartete sich nach Osten orientieren.
Nabucco ist nicht tot, weil sich irgendwelche Lieferanten nach Osten wenden. Wo haben Sie diesen Quatsch denn her?

Nabucco war eine Pipeline, die vor allem das Gas des aserbaidschanischen Shah-Deniz 2 Feldes nach Südeuropa transporteieren sollte ohne dabei russisches Territorium zu durchqueren.

Nabbucco stand in Konkurrenz zu der TAP/TANAP-Pipelineverbindung, die den gleichen Zweck erfüllt.

Da für das Betreiberkonsortium und BP/SOCAR aber TAP/TANAP wirtschaftlich sinnvoller erschien, wurde Mitte letzen Jahres endgültig entschieden nicht Nabucco sonder TAP/TANAP zu bauen.

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