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Aus von Trinkhalmen, Plastikbechern und Co.: Was das Plastikverbot der EU bedeutet
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Die EU sagt Plastik den Kampf an: Wegwerfprodukte wie Plastikteller und Trinkhalme sollen künftig verboten werden. Wie sieht die Regelung aus, was ändert sich für den Verbraucher? Ein Überblick.

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MatthiasPetersbach 19.12.2018, 16:35
20. ...im Supermarkt....

...steht ne 20 Meter Käsetheke, immer je 5 Scheiben verpackt - mit Umhüllung, die den nächsten Atomkrieg überleben. Nur, damit die Leute besser und schneller zugreifen. Eine Aufschnitttheke mit 10 Leuten würde aber die selbe Wirkung haben - ist einfach nur teurer.

Im ToGo-Wahn werden 6 Kekse oder ne Handvoll Salat oder 6 Ananasstücke im Plastikbechern einschl. Wegwerfgabel serviert und praktisch jeder Joghurt ist in Plastikbecher. Und jede Zuckerplörre wird in PET-Flaschen abgefüllt.

NÖTIG ist davon nichts - außer für den schnellen und händlingsgünstigen Umsatz des Supermarktes.

Da ist wenig erreicht, wenn die Leute keine Trinkhalme, Einwegteller und Wattestäbchen aus Plastik kaufen. Und Recycling ist auch keine Lösung. Das ist gerade mal die unterste Stufe der Wiederverwertung - die des Materials.

Warum gehen die Gesetzgeber immer DAHIN, wo es dem Verursacher - also den Herstellern, den Supermärkten nicht weh tut?

Jetzt hat man also dem Ladensterben zugeguckt, die Supermärkte übernehmen lassen - und merkt jetzt, daß Tante Emma in einigen Dingen (hier: Umweltschutz, Verpackungseffizienz) doch die bessere Wahl war.

Wie ging das eigentlich früher? Da ist auch niemand verhungert, da wurden auch Waren und Lebensmittel hergestellt, verkauft und konsumiert. Aber ich schätze, die Generation VOR uns hat gerade mal ein Zehntel des Abfalls produziert, den wir zur Zeit produzieren. Höchstens.

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MannAusmNorden 19.12.2018, 16:37
21. Mikroplastik: Tod den Fleecepullis!

Ein großer Teil von dem Mikroplastik, dass in die Natur kommt, kommt von unseren Waschmaschinen. Wenn man sieht, wie viele Fussel ein Wäschetrocker alleine produziert, dann ist es doch leicht verständlich dass eine Waschmaschine ähnliches tut. Die Wäsche wird nach und nach immer dünner, dieser feine Faserabrieb wird aber von Klärwerken kaum herausgefiltert.

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Tom77 19.12.2018, 16:40
22. Tropfen auf dem heißen Stein

Was ist mit all den Plastikverpackungen im Supermarkt? Vieles davon landet zwar im Receycling, aber auch da könnte man anpacken und erst gar kein Einwegplastik verwenden. Und kein Mensch versteht, warum eine Limo in einer Einwegflasche mit Pfand ist, der Saft aber in einer Einwegflasche ohne Pfad. Dieses Wirrwarr an verschiedenen Regeln für verschiedene Produkte kann sich auch nur die EU ausgedacht haben.
Ebenso frage ich mich, was mit alle den Kaugummis ist, die in der Stadt auf den Straßen kleben. Zigarettenstummel kann man zumindest aufheben und entsorgen. Kaugummis bleiben ewig und die runden Flecke sind man überall. Werden die Kaugummi-Hersteller nun auch in die Pflicht genommen?

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Take it or leave it 19.12.2018, 16:43
23. PET-Flaschen?

Auch wenn PET-Flaschen ein paarmal unter Energieaufwand recycelt werden können und die Quote jetzt erhöht werden soll.
Sie müssen schliesslich entweder verbrannt werden oder landen doch in der Umwelt. Mineralwasser aus PET-Flaschen schmeckt rasch schal, weil die Dinger nicht gasdicht sind. Ausserdem ist noch nicht abschliessend geklärt, ob diese Kunststoffe nicht hormonartig wirkende Stoffe freisetzen.
Warum also nicht zurück zur guten alten Glasflasche.? Recyclefähig , chemisch inert und nicht umweltschädlich. Nur halt ein bisschen schwer zu transportieren.

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zynischereuropäer 19.12.2018, 16:49
24. @Bala Clava

Da Deutschland ein fleißiger Exporteur von sowohl Autos, als auch seines Mülls ist, ist das gar nicht mal so unwahrscheinlich. Laut FAZ sind es jährlich allein 560.000. Tonnen die nach China gingen. Da ist es nicht zu weit hergeholt, dass die es auch nach Hawaii o.ä. schaffen. (Quelle: FAZ "Generation Plastik")
Sie und einige andere hier sollten sich von dem Gedanken verabschieden, dass Ihr Müll ganz fleißig an der deutschen Grenze halt macht. Das mag das eigene Gewissen beunruhigen, entspricht aber leider Realität.

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sagmal 19.12.2018, 16:50
25.

Zitat von Bala Clava
Na, das ist doch mal 'ne gute Idee. Meine Wattestäbchen werden nicht mehr die Fische im Pazifischen Ozean stören. Fragt sich bloß, ob es jemals eine deutsche Plastiktüte oder ein Trinkröhrchen bis kurz vor Hawaii oder Neuseeland geschafft haben soll. Die Lösung liegt nicht im Tütenbann von REWE oder Edeka. Sie wäre in ganz anderen Teilen der Welt zu suchen. Aber Hautpsache, das deutsche Gewissen ist wieder beruhigt.
Da irren sie sich. Es ist nicht umsonst Einweggeschirr ausgewählt worden. Plastikbecher, Plastikteller und Co. werden gerne mit auf den Ausflug genommen. Bevorzugt natürlich ans Wasser. Wo Sie dann gerne auch mal drin landen. Zudem geht es hier um eine EU-Weite Regelung. Glauben Sie ernsthaft, im Mittelmeer werden keine Wegwerfprodukte versenkt?

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ruhepuls 19.12.2018, 16:59
26. Es gibt nun mal Gesetze....

Zitat von g.wessels
.. Das ich nicht lache, wenn man es ernst meint, gehört das Zeugs ab morgen verboten. Wie, das geht doch nicht ? Und ob das geht wenn man nur will.
Zum Einen betrifft das nicht ein einzelnes Land und jedes demokratische Land hat so etwas wie einen Gesetzgebungsprozess. Nicht die EU kann etwas verbieten, sondern nur die jeweiligen Parlamente. Das braucht also Zeit. Außerdem kann man nicht einfach eine ganze Industrie verbieten, der man keine Zeit lässt, sich nach möglichen Alternativen umzuschauen. Und da arbeiten eine Menge Leute. Man hätte - politisch - hier schon lange etwas unternehmen können, aber die Deutschen können und werden die Welt alleine sicher nicht retten. Und die anderen waren bisher auch nicht sehr daran interessiert, hier einen Riegel vorzuschieben. Aber besser ein später Einstieg, als gar kein Einstieg.

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Röntgen 19.12.2018, 17:01
27. Ein bisschen Überlegung

schadet nicht: In Mitteleuropa wandert praktisch kein Kunststoffabfall ins Meer. Und: solange wir noch fossile Brennstoffe verbrennen, ist es besser, ein Liter Erdöl hat etwa als Kunststoffverpackung noch einen Zwischennutzen erbracht und wird erst dann in der Müllverbrennungsanlage verbrannt. Das Verbot von Kunststoffteilen ist somit zumindest hierzulande reiner Aktionismus.

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moritz B. 19.12.2018, 17:13
28.

Zitat von Take it or leave it
Auch wenn PET-Flaschen ein paarmal unter Energieaufwand recycelt werden können und die Quote jetzt erhöht werden soll. Sie müssen schliesslich entweder verbrannt werden oder landen doch in der Umwelt. Mineralwasser aus PET-Flaschen schmeckt rasch schal, weil die Dinger nicht gasdicht sind. Ausserdem ist noch nicht abschliessend geklärt, ob diese Kunststoffe nicht hormonartig wirkende Stoffe freisetzen. Warum also nicht zurück zur guten alten Glasflasche.? Recyclefähig , chemisch inert und nicht umweltschädlich. Nur halt ein bisschen schwer zu transportieren.
Bedenken Sie bitte, dass die Glasflasche deutlich schwerer ist und somit beim Transport viel mehr Energie verbraucht. Auch vebraucht sie gerade nach der Sammlung deutlich mehr Platz, d.h. sie bekommen viel weniger Flaschen in einen LKW.
Leider vergessen viele die Gesamt-Ökobilanz von Produkten und Verpackungen. Gilt u.a auch für die Plastiktüte, die vielfach ökologischer ist als Papier- oder Stofftüten.

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kuhndi 19.12.2018, 17:13
29. sie haben völlig recht

Zitat von Röntgen
schadet nicht: In Mitteleuropa wandert praktisch kein Kunststoffabfall ins Meer. Und: solange wir noch fossile Brennstoffe verbrennen, ist es besser, ein Liter Erdöl hat etwa als Kunststoffverpackung noch einen Zwischennutzen erbracht und wird erst dann in der Müllverbrennungsanlage verbrannt. Das Verbot von Kunststoffteilen ist somit zumindest hierzulande reiner Aktionismus.
Ich verfolge die Abfalltrennung sehr exakt, und stelle fest, dass vor allem in Deutschland viel Aktionismus betrieben wird. beispie papiersammlung in den Tonnen, da wird pappe und papier gemischt und mit 90% Luft transportiert. Der fachbegriff dafür heisst Downcycling, papier kann man daraus nicht mehr herstellen. Oder der Bio Abfall: Im heissen Sommer in Leipzig, das stnk zum Himmel, der Kompost daraus ist minderwertig -> Blutkonserven aud BW können nicht verwendet werden, da durch diesen Kompost PFC ins Grundwasser gelang und im Blut nachzuweisen ist. Wie gesagtGut gemeint aber schlecht gemacht (Oder villeicht noch nicht mal gut gemeint?)

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