Forum: Wirtschaft
Ausbau der Verkehrswege: Autobahngesellschaft will Zahl der Staus verringern
Arnulf Hettrich/ imago images

Erweiterung auf bis zu acht Fahrstreifen, intelligentes Verkehrsmanagement: Die Autobahngesellschaft will laut einem Medienbericht ihr Straßennetz ausbauen. Die Mittel dafür seien ausreichend.

Seite 9 von 15
m a x l i 15.06.2019, 21:27
80. Bei Misserfolg einfach noch mal den gleichen Fehler machen!

Erweiterung auf bis zu acht Fahrstreifen? Das brauchen wir nicht. Das Stauproblem wurde doch bereits durch die Erweiterung auf bis zu sechs Fahrstreifen erfolgreich gelöst, oder etwa nicht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wauz 15.06.2019, 21:39
81. Jetzt zeigt es sich

welche fatalen Folgen die Privatisierung einer Staatsaufgabe hat. Man muss das schleunigst rückgängig machen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bartnelke 15.06.2019, 21:52
82. an formatierer #44

Das Waschmaschinenersatzteil kommt morgen aus dem 3D Drucker über die datenautobahn

Beitrag melden Antworten / Zitieren
intercooler61 15.06.2019, 22:40
83. @alle mit den einfachen Rezepten

Zitat von spon-facebook-10000330342
[Erstes Semester Verkehrsplanung...] ...nicht besucht. Der Mensch hat ein festes Zeitkontingent für Ortsveränderungen. Der durchschnittliche Bürger nimmt 70 Minuten am Tag für Fortbewegung in Kauf. Die Autobahn auszubauen ist genau die falsche Maßnahme, [...] Armes Autoland.
Kein einziger der nassforschen "Lösungs"vorschläge in Richtung "Autos vergrämen" nimmt darauf Bezug,
- welche Ursachen quantitativ zu welchen Anteilen zum gestiegenen Verkehrsaufkommen beigetragen haben,
- welche Bedarfsänderungen in den kommenden Jahren zu erwarten sind,
- und welche realistischen Alternativen jeweils für die verschiedenen Bedarfe zur Verfügung stehen oder (relativ) kurzfristig gestellt werden können.

Statt dessen Wunschdenken. Bahn und ÖPNV flächig auszubauen und massiv zu beschleunigen, ist zweifellos dringlich, aber auch ein verdammt dickes (und teures) Brett. Ein halbes Jahrhundert Rückstand und z.T. sogar Rückschritt lässt sich nicht in wenigen Jahren aufholen, schon gar nicht mit punktuellen Vorzeigeprojekten. Was uns da bevorsteht, ist nicht weniger als die Sanierung eines bis in die Wurzeln durchgefaulten Baumes.

In der Zwischenzeit muss der Verkehr aber dennoch weiter fließen. Und da hilft es wenig, hier von "erstem Semester Verkehrsplanung" zu schwadronieren und felsenfest an eine tägliche 70-Minuten-Schmerzgrenze zu glauben. (Erzählen Sie das mal dem Jobcenter.)

Ich bin ja noch gut dran, wohne und arbeite in HH, beides kein Außenbezirk. Arbeitsweg einfach 11 km kürzeste, 17 km schnellste Verbindung, jeweils unter 5 Min. Fußweg zum Bus. Mit den Öffis läge ich dennoch weit jenseits der postulierten "Schmerzgrenze", bei 110-125 Minuten, Ausfälle und Verspätungen nicht mitgerechnet - mit dem Pkw knapp drunter bei 55-70 Minuten täglich.

Die Differenz könnte ich dauerhaft nur durch Reduzierung meiner Arbeitszeit kompensieren: Für mich selbst, Fiskus und Sozialkassen ein Minus von 14%; das rechnet sich selbst bei Nulltarif nicht. Ganz zu schweigen von den Vielen, die längere Wege haben oder deren Arbeitgeber sowas nicht mitmacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
capote 15.06.2019, 22:52
84. Besser NICHT !

Keinen Ausbau auf 8 Spuren ! Wenn ein Unfall pssiert ist das Wichtigste Gaffern den Blick auf den Unfall zu verwehren, also müssen immer beide Richtungen total gesperrt werden. Baut lieber mehr Autobahnen, so dass man ausweichen kann in einem Autobahn-Netz.

Die Autobahn Karlsruhe - Basel wird seit 30 Jahren 6-Spurig ausgebaut. Wenn das Werk vollendet ist, muss der erste Abschnitt erneuert werden, ohne Baustelle und Stau von Karlsruhe nach Basel gibt es seit 30 Jahren nicht und wird es nie geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klugeelse 15.06.2019, 22:53
85. Absolut anachronistisch

Völlig aus der Zeit gefallen. Die Zeichen müssen deutlich auf Schiene stehen. Und zwar rasch. Einen fitten Verkehrsminister braucht das Land!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
capote 15.06.2019, 22:57
86. Stau

Zitat von wauz
welche fatalen Folgen die Privatisierung einer Staatsaufgabe hat. Man muss das schleunigst rückgängig machen!
In Italien werden die Autobahnen von privaten Gesellschaften betrieben und sind gebührenpflichtig, kein Mensch bezahlt Gebühren, um dann im Stau zu stehen, also erfolgt der Ausbau so, dass es keinen Stau gibt. Um die Grossstädte wie Mailand oder Rom sind die Autobahnen gebührenfrei und dafür gibt es Freitagsabends Stau....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
benevoglio 15.06.2019, 23:01
87. Ein Schritt in die richtige Richtung

Viele Staus entstehen durch die Verengung drei auf zwei Spuren. Sobald etwas mehr Verkehr ist, z. B. an langen Wochenenden mit Brückentag, kommt es an sollen Stellen regelmäßig zu Staus und immer wieder zu Unfällen. Mein Lieblingsbeispiel: die A1 vom Kamener Kreuz bis zum Autobahndreieck Ahlhorner Heide, keine 200 km. Drei Verengungen, an jedem Wochenende Stau; das erlebe ich seit fast 30 Jahren. Eine weitsichtige Verkehrspolitik hätte die A1 schon vor Jahrzehnten mindestens von Köln bis Hamburg komplett dreispurig ausgebaut, und so Abertausende Staus verhindert und zugleich die CO2-Bilanz deutlich verbessert und die Nerven von Millionen Autofahrern geschont. Aber das fällt wohl wieder unter das Kapitel „einfache Lösungen“, die in Deutschland bekanntermaßen verpönt sind.
P.S. Sämtliche Ausbauten müssen natürlich im Zwei-Schichten-Betrieb vorgenommen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Athlonpower 15.06.2019, 23:02
88. Die Bahn im Gut-und-Gerne-Land ist überlastet, weil abgebaut wurde

Zitat von formatierer
Die Bahn ist total überlastet. Mehr Güter auf die Bahn geht nicht.
Falsche Antwort, mehr Güter geht für diese sprich unsere Bahn nicht, weil hier seit Jahrzehnten planmäßig massiver Rückbau der Streckeninfrastruktur durchgeführt wurde, deshalb ist ja der Straßenverkehr vor dem Kollaps, weil die Bahn von den Politikern und ihren Einflüsterern der Fernverkehrs- und Straßenbaulobby so ruiniert wurde, daß man z. B. mit mickrigen 12% im Güterverkehr schon am Limit steht,

ein Beispiel, ca. 10% weniger Lkw-Verkehr, also jeder 10. Lastwagen weniger würde, was man auf der Autobahn überhaupt nicht merken würde, bedeutet daß sich der Güterverkehr auf der Schiene schlichtweg verdoppelt, die Bahn ist heute aber schon am Ende der Fahnenstange angekommen, was Mehdorn, Grube und allen Bundeskanzlern und Verkehrsministern seit 25 Jahren zu verdanken ist,

seit dem Herrn Kohl wird der Schienentransport planmäßig und vorsätzlich behindert und rückgebaut, woher soll dann die steigende Kapazität kommen und die wird auch nicht mehr kommen, weil die verkaufte Infrastruktur für die Bahn größtenteils für alle Zeit verloren ist, da stehen nämlich meist Wohnungen und Bürogebäude drauf, da geht nix mehr mit Bahn und so Gedöns:-)

Im Klartext heißt das, mehr Verkehr auf der Schiene ist nicht möglich, nicht mal mehr ansatzweise, egal ob Personen- oder Güterverkehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
burlei 15.06.2019, 23:03
89. Auf etwas können wir wetten

Kommt es tatsächlich zu diesen hirnrissigen Ausbau der BAB, wird es zu massenhaften Enteignungen kommen. Und natürlich wird das kein Schwein kümmern. Enteignung ist nur schlimm, wenn ein Linker das Wort in den Mund nimmt. Enteignet man zum Wohle der Autoindustrie und anderer Konzerne und Banken, steht der deutsche Spießbürger gerne zum applaudieren bereit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 15