Forum: Wirtschaft
Ausbau erneuerbarer Energien: Windräder für alle

Die Bundesregierung will die Windkraft massiv ausbauen - doch fast niemand will die*riesigen, lärmenden Rotoren in seiner Nachbarschaft haben. Eine Gemeinde in Schleswig-Holstein hat eine Lösung für das Dilemma: Die Bürger*verdienen an den Windparks einfach mit.

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rkinfo 23.07.2011, 12:01
1. Anti-W21 ?

Zitat von sysop
Die Bundesregierung will die Windkraft massiv ausbauen - doch fast niemand will die*riesigen, lärmenden Rotoren in seiner Nachbarschaft haben. Eine Gemeinde in Schleswig-Holstein hat eine Lösung für das Dilemma: Die Bürger*verdienen an den Windparks einfach mit.
Eine tolle Idee die man vielleicht auch für Stuttart21 nutzen könnte ... Volksanteile S21 ?!

Ansonsten gibts beim Windrad schon Viele die Atomstrom ablehnen, jenen aus Kohle, aus Wasserkraft und genauso jenen aus Windrädern. Da kommt eben dann der Strom sauber aus der Steckdose ...

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a.maniac 23.07.2011, 12:02
2. nicht nur in Schleswig Holstein

erst vorgestern hatte ich ich diesbezüglich Werbeinformation im Briefkasten. Ich wohne im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Beteiligungen ab 100Euro aufwärts wurden angeboten.

Ich empfinde das Modell als Vorbildlich.

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NichtPerfektSynchron 23.07.2011, 12:13
3. Lärmbelästigung?

Zitat von sysop
Die Bundesregierung will die Windkraft massiv ausbauen - doch fast niemand will die*riesigen, lärmenden Rotoren in seiner Nachbarschaft haben. Eine Gemeinde in Schleswig-Holstein hat eine Lösung für das Dilemma: Die Bürger*verdienen an den Windparks einfach mit.
1) Ziemlich dicht bei unserem Garten stehen einige große WIndräder - bis heute habe ich von denen, selbst wenn sie sich schnell drehen, kaum größeren Lärm vernommen. Jedenfalls nicht mehr, als vorbeifahrende Autos auf der Straße. "Lärmbelästigung" kann ich nicht nachvollziehen.
So ein Windrad ist mir tausendmal lieber ain Atomkraftwerk im Umkreis von 100km - und irgendwo muss der Strom ja herkommen.

2) Das Problem geht tiefer: Die Energiewende beschränkt sich im Moment noch darauf, ein Kohle- und Atommonopol gegen ein EE-Monopol einzutauschen. Das ist aber viel zu kurz gedacht, EE sind nur dann am effizientesten, wenn sie dezentral eingesetzt werden, wenn also der Strom direkt dort produziert wird, wo er verbraucht wird. Jede Gemeinde, jedes Dorf könnte sich unabhängig machen und den erzeugten Strom den Bewohnern zur Verfügung stellen. Der Gewinn würde gleich auf alle verteilt. Natürlich würde es dann kaum noch eine Notwendigkeit für große Stromkonzerne geben. Es gibt inzwischen auch viele Initiativen, bei denen sich Hausbesitzer zusammenschließen und sich die Kosten für z.B. Solaranlagen oder Windräder teilen - um dann den Energiegewinn gemeinsam zu gebrauchen, ganz ohne EnBW oder Vattenfall. Dieser Aspekt der Dezentralisierung wird aber konsequent (auch von großen Medien) unterschlagen.

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anin 23.07.2011, 12:19
4. Warum sollten

Zitat von sysop
Die Bundesregierung will die Windkraft massiv ausbauen - doch fast niemand will die*riesigen, lärmenden Rotoren in seiner Nachbarschaft haben. Eine Gemeinde in Schleswig-Holstein hat eine Lösung für das Dilemma: Die Bürger*verdienen an den Windparks einfach mit.
sich die Norddeutschen auch "zuspargeln" lassen? In der Mitte und im Süden unseres Landes gehen die Leute ja schon wegen weit entfernt liegenden Hochspannungsmasten auf die Straße.

"Mitverdienen" werden diejenigen mit prall gefülltem Geldbeutel, deren Wohnqualität nicht beeinträchtigt ist. Warum geht es nicht anders herum:

Bürger die allabendlich durch das "Windradstroboskop" beleuchtet werden, bekommen z.B dafür z.B. 50€ im Monat als Entschädigung?

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mikesch0815 23.07.2011, 12:20
5. Gute Idee

Eine gute Idee, die vielleicht aber auch schon in manchen Gebieten zu spät kommt.
Ich lebe im Vogelsbergkreis, wo etwa 30% aller hessischen Windkraftanlagen stehen. Andere Landkreise in Hessen betreiben inzwischen still und leise möglichst geschickte Bestrebungen, den Bau von WKA zu verhindern, etwa durch "besonders schützenswerte Landschaften" (was ein Hohn ist, so hässlich ist der Vogelsberg in der Tat nicht).
Es wäre schön zu wissen, daß alle, die Strom verwenden auch letztlich dafür mit einstehen.

Man könnte die WKAs ja farblich etwas kreativer gestalten. ;)

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875121 23.07.2011, 12:21
6. ..nicht grün, sondern ÖKOnomisch..))

Das ist eine gute Idee. Egal wie, aber man muss Windenergie in Deutschland ausbauen und die Menschen müssen das endlich begreifen, wenn sie auch in Zukunft sichere Stromversorgung haben wollen.
Lasst den Wind für uns arbeiten)) Weg von fossilen Energieträgern, die kosten jede Menge und machen Araber und Russen reich. Für Energieträgerimport leisten die Deutschen jede Menge Arbeitsstunden.
Je mehr Strom De aus erneuerbaren Energiequellen gewinnt, desto besser für die deutsche Wirtschaft.
..nicht grün, sondern ÖKOnomisch..))

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hoffnungsvoll 23.07.2011, 12:22
7. So einfach sind Lösungen...

Zitat von sysop
...Eine Gemeinde in Schleswig-Holstein hat eine Lösung für das Dilemma: Die Bürger*verdienen an den Windparks einfach mit....
So einfach sind Lösungen. Denn leider geht es nicht mehr um Vernunft, sondern nur noch um Gefeilsche. Wenn alle Bundesbürger irgendwann 100,-€ im Jahr für Windanlagen in der Gemeinde bekommen, was bringt es dann jedem Einzelnen? Aber egal, die Lösung hilft aktuell und darum ist sie gut!

Wirklich stören tun Windanlagen niemanden und im Gegensatz zu Stromleitungen mit einigen hunderttausend Masten in Deutschland fallen die Windmühlen nur an wenigen Stellen negativ auf. Und wenn ich mir wie in Tschernobyl eine 1000km² Sperrzone mitten in Deutschland vorstelle, dann sind ein paar Windräder im Ausblick eindeutig das geringere Übel. Aber die Erkenntnis werden mit der Zeit immer mehr Deutsche bekommen.

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Kalle 23.07.2011, 12:24
8. Vorsicht

Zitat von a.maniac
erst vorgestern hatte ich ich diesbezüglich Werbeinformation im Briefkasten. Ich wohne im Landkreis Hameln-Pyrmont. Beteiligungen ab 100Euro aufwärts wurden angeboten. Ich empfinde das Modell als Vorbildlich.
Hatte ich auch im Briefkasten. Verbraucherschutz NRW: Bei 8% Zinsen muss man immer mit Kapitalverlust rechnen. Bei unserer politischen Großwetterlage ist nichts sicher. Der Ausstieg aus der Kernernergie steht nicht im Grundgesetz und wenn die riesigen Energiekonzerne am Rad drehen, ist die kleine Firma Pr.... den Bach runter. Und das Geld auch.

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Fackus 23.07.2011, 12:31
9. Volk der Opportunisten

Für Geld macht man hierzulande offenbar alles, da wundert einen auch sonst nix mehr. Ein Volk der Opportunisten eben.

Die sollen dann aber auch schön dafür finanziell grade stehen, wenn die Dinger wieder abgerissen werden.

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