Forum: Wirtschaft
Ausbeutung in Griechenland: Urlaub bis zum Umfallen
Getty Images

Griechenlands Hoteliers jubeln über Rekordumsätze - bei den Beschäftigten aber kommt wenig davon an. Tarifverträge werden ausgehebelt, Saisonkräfte hausen in Containern. Nun droht Streik zur Hochsaison.

Seite 2 von 8
wrkffm 18.07.2017, 20:05
10. Was soll das moralische Geheule ?

Rücksichtslose Ausbeutung ist nun mal das A und O im Kapitalismus, denn nur so ist die Gewinnmarge am höchsten. Das ist ja auch das allgemein akzeptierte und legale Ziel der Eliten und deren herrschende Klasse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
serenity2012 18.07.2017, 20:40
11. Familienbetrieb

Zitat von travelflo
Man kann auch Urlaub in kleinen Pensionen machen, kleinen Familienbetrieben, dann fließt das Geld direkt zu den "kleinen" Leuten. Hotels meide ich schon lange.
Eben. Wir sind vor einer Woche aus Korfu zurückgekehrt, wo wir in einem kleinen inhabergeführten Hotel gewohnt haben. Mit 2* war es zwar etwas spartanisch, dafür hatte ich wenigstens das Gefühl, das Geld geht direkt an eine griechische Familie und nicht an einen großen Hotelkonzern. Der Inhaber und seine Frau waren jeden Tag selbst anwesend und haben sich rührend um alles gekümmert. An der Rezeption hing ein Hinweis, dass die Zimmer sonntags und feiertags nicht gereinigt würden - da hatten die Hilfskräfte wohl frei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 18.07.2017, 20:46
12.

Zitat von Augustusrex
war schon in der Antike eine Demokratie der Reichen. Die brauchen sie nicht neu erfinden. Die Reichen aufknüpfen hat noch nie etwas gebracht. Die andere Seite wartet nur darauf, an die Tröge zu kommen. Ordentliche Steuergesetze und ein wenigstens einigermaßen Durchsetzen der selbigen kann schon etwas helfen.
Nur das die Euro-Troika den Griechen seit Längerem genau vorschreibt, was sie wie zu besteuern haben. Varoufakis hat doch klar zu Protokoll gegeben, daß man ihm gleich zu Beginn gesagt hat, daß man jegliches eigenmächtige Gesetz, welches durchs Parlament geht als casus belli (i.e. Kriegserklärung) ansehen würde, woraufhin man die griechischen Banken sofort schließen würde. Kann man sich auf YouTube ansehen. Daher war es eben auch der linken Regierung nicht möglich, etwa die Reichen zu besteuern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fortelkas 18.07.2017, 20:48
13. "Doch den Preis

....zahlen viele der mehr als 340.000 Beschäftigten der Branche." Das ist der zentrale Satz in diesem richtigen Artikel. Wir erinnern uns. Die griechischen Banken wurden gerettet (nicht das einfache Volk) und machen heute schon wieder satte Gewinne. Ein Sreik, hoffentlich konsqeuent und hart, ist jetzt politisch notwendig. Und es muss ein politischer Streik sein, denn an diesem Beispiel zeigt sich die Fratze des Kapitalismus, den es zu bekämpfen gilt. Die Sanierungsmaßnahmen der EU haben nicht einem Menschen aus der einfachen Bevölkerung geholfen, vielmehr wurde unter Deutschlands Federführung politischer Druck aufgebaut, der jetzt zu solchen Zuständen führt. Eine Bemerkung am Schluss: Die sogenannte Rettung Griechenlands hat bisher keinen Cent von "unserem Geld" gekostet.
Erwin Fortelka

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirror999999999 18.07.2017, 21:14
14. Wen kümmerts

Wer fragt schon, wer wieviel Geld bekommt, wenn der Flugt nur 60 Euro kostet oder eine Woche Vollpension inkl Flug für 400 Euro.
Die ganzen Kreuzfahrttouristen fragen ja auch nicht, wie das Personal auf dem Schiff bezahlt wird und wie lange diese am Tag arbeiten müssen. Hauptsache ich habe ordentlichen Urlaub.
Wir hier übrigens auch gerne praktiziert, wenn es um billiges Fleisch geht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wulff Isebrand 18.07.2017, 22:30
15. Deutschlands Zukunft

Die Griechen sind schon weiter. Die sind da wo die hier in Deutschland auch hin wollen. Alle diese Neoliberalen von SPD über CDU bis Linke. Denen fällt nur ein,wie man unten sparen kann um es nach oben zu schieben. Bei den Griechen ist wenigstens das Wetter besser . Die können sich mit knurrenden Magen an den Strand leben. Bei Wärme braucht der Körper auch nicht so viel. Wir müssen im Regen rumhängen bei Kälte

Beitrag melden Antworten / Zitieren
parisien 18.07.2017, 22:32
16. Reim dich oder ich fress dich

Zitat von fortelkas
....zahlen viele der mehr als 340.000 Beschäftigten der Branche." Das ist der zentrale Satz in diesem richtigen Artikel. Wir erinnern uns. Die griechischen Banken wurden gerettet (nicht das einfache Volk) und machen heute schon wieder satte Gewinne. Ein Sreik, hoffentlich konsqeuent und hart, ist jetzt politisch notwendig. Und es muss ein politischer Streik sein, denn an diesem Beispiel zeigt sich die Fratze des Kapitalismus, den es zu bekämpfen gilt. Die Sanierungsmaßnahmen der EU haben nicht einem Menschen aus der einfachen Bevölkerung geholfen, vielmehr wurde unter Deutschlands Federführung politischer Druck aufgebaut, der jetzt zu solchen Zuständen führt. Eine Bemerkung am Schluss: Die sogenannte Rettung Griechenlands hat bisher keinen Cent von "unserem Geld" gekostet. Erwin Fortelka
Es müssen wieder alle Klischees herhalten, auch, wenn die Logik verbogen wird, bis zur Unkenntlichkeit: Weil unter deutscher Führung Reformen eingeführt wurden, sind die Banken in Griechenland reicher und die Touristikchefs beuten deshalb mit Erfolg systematisch nach kapitalistischem Muster ,und unter Beifall des Sozialisten Tsipras die arbeitende Masse aus .
Traurig, oder amüsant , Ihr Beitrag, je nach Geschmack.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OhMyGosh 18.07.2017, 22:51
17. Es ist mehr als traurig,

dass sich in Griechenland offensichtlich nichts an den alten Strukturen geändert hat: eine überschaubare Gruppe von Besitzenden beutet abertausende Arbeitsuchende aus und betrügt zudem bei der Steuer. Schade, aber ein Land, in dem dies ungehindert passiert, kann nicht zu meinen Reisezielen gehören. Allerdings ist festzuhalten, dass auch unser Land derartige Praktiken kennt, die uns nach außen hin wirtschaftlich ja so unglaublich "glänzend" darstehen lassen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reichsvernunft 18.07.2017, 22:52
18.

Wie jetzt? Will dieser Artikel mir etwa böse Sozi-Propaganda eintrichtern und behaupten eine Schieflage des Arbeitsmarktes würde zu Ausbeutung führen und Angestellte zur Komplizenschaft zwingen bei Steuerhinterziehung und Lohndumping? Das kann doch gar nicht passieren in einer "Demokratie (das Wort mal recherchiert? "Demos" ist ein Dorf oder eine Stadtbevölkerung, kein Millionen-Staat in dem von Brüssel und Berlin aus Politik über diverse Relais-Sündenböcke diktiert wird, und der Bürger gar nicht mehr an seine "Vertreter" herankommt...) ". Das Geld geht ans' Kapital, nicht an den Bürger, und an den Staat nur soweit der mitspielt. Wir haben politische Freiheit aber den ökonomischen wilden Westen. Ein schöner Beitrag, wenn man Griechenland mal als soziales Experiment versteht. Wie weit lässt sich der Lebensstandard in einer völlig demoralisierten, dekulturierten, weichgespülten Bevölkerung wohl senken bevor es Krach gibt, den man nicht einfach niederschlagen kann und als "Randale der Faulen und Ungebildeten" darstellen? Ich sehe mir die Griechen an, und weiß wie der Deutsche Arbeitsmarkt übermorgen so aussehen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansriedl 18.07.2017, 23:01
19. Entspannung für das Land mit der EU-weit höchsten Arbeitslosenquote

von über 23 Prozent.

Gänzlich ungetrübt ist die Stimmung dennoch nicht, denn auch der griechische Tourismussektor ist von den umfassenden Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen betroffen, die die internationalen Gläubiger dem hoch verschuldeten Land abverlangen. In der Hotellerie etwa stieg der Mehrwertsteuersatz von 13 auf 24 Prozent.
„Um konkurrenzfähig zu bleiben, verzichten sie darauf, diese und andere Erhöhungen und Abgaben an die Kunden weiterzugeben“,

Kein Wunder das es Dumpinglöhne gibt, die letzten beißen bekanntlich die Hunde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 8