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Ausbeutung von Arbeitern: Bsirske moniert "mafiöse Strukturen" beim Paketversand
DPA

Hungerlöhne, 16-Stunden-Schichten: In der Paketbranche beuten dubiose Subunternehmen ausländische Arbeitsmigranten aus. Ver.di-Chef Frank Bsirske spricht von kriminellen Machenschaften.

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Nordstadtbewohner 23.02.2019, 10:45
1. Freies Europa

Also ich habe kein Problem damit, wenn der Paketzusteller aus der Ukraine, Moldawien oder Weißrussland stammt. Das ist halt die Internationalisierung des Arbeitsmarktes. Der zunehmende Fachkräftemangel zeigt sich immer stärker. Von daher ist es nur konsequent, dass sich die Unternehmen nach Alternativen umschauen, bevor nicht mehr alle Pakete zugestellt werden können. Herr Bsirske will doch eigentlich etwas völlig anderes: Er will Unternehmen wie Hermes seine Tarifverträge aufzwingen. Das wird zum Glück nicht funktionieren.

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Profdoc1 23.02.2019, 10:56
2. Faire Situation

Tja, für mich ist es wichtig, dass Mitarbeitende fair bezahlt werden. Ich halte das immer so. Wo diese herkommen, muss egal sein. Hier kann nur der Mensch zählen. Dass das Gewerbe 'unter aller Sau' operiert, ist bekannt. Deshalb kann das Thema in Teilen nur politisch gelöst werden. Ob das alleine mit einer Tarifbindung, die vermutlich nicht kommen wird, geschieht, wage ich zu bezweifeln....

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MadamimadaM 23.02.2019, 10:58
3.

Zitat von Nordstadtbewohner
Also ich habe kein Problem damit, wenn der Paketzusteller aus der Ukraine, Moldawien oder Weißrussland stammt. Das ist halt die Internationalisierung des Arbeitsmarktes. Der zunehmende Fachkräftemangel zeigt sich immer stärker. Von daher ist es nur konsequent, dass sich die Unternehmen nach Alternativen umschauen, bevor nicht mehr alle Pakete zugestellt werden können. Herr Bsirske will doch eigentlich etwas völlig anderes: Er will Unternehmen wie Hermes seine Tarifverträge aufzwingen. Das wird zum Glück nicht funktionieren.
Fachkräftemangel im Paketdienst?
Das scheint mir dann doch etwas dick aufgetragen.
Vernünftige Arbeitsbedingungen und Bezahlumg sollte selbstverständlich sein. Unabhängig vom Herkunftsland der Angestellten.

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niroclean 23.02.2019, 11:02
4. ...seit Langem...

...ist zu beobachten das fast nur noch Ausländer den Job bei den Paketdiensten machen. Mit den steigenden Umsätzen steigen ja auch die Gewinne, die kommen aber kaum den Mitarbeitern zu gute. Im Gegenteil, es wird versucht immer noch "billigeres" Personal zu finden. Da werden Aufträge an Subunternehmer vergeben (damit man sich selbst die Hände in Unschuld waschen kann) - oder es werden eigene Unterfirmen gegründet um noch billiger Beschäftigen zu können. Ich bekomme fast täglich Pakete und mittlerweile spricht kaum noch einer der Boten Deutsch. Die einzige löbliche Ausnahme ist bis jetzt nur UPS - freundliche Boten. die auch das Paket ordentlich bis zur Tür bringen (und nicht nur unten im Hausflur "Paket" rufen und warten das man eine Etage herunter kommt) und offensichtlich mehr Freude an Ihrem Job haben als die Boten anderer Dienste.

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aausmade 23.02.2019, 11:02
5. Auch

mir ist es egal wo Paketzusteller herkommen, ich will aber das die Leute von ihrem Lohn leben können. Wenn sie hier leben uns arbeiten haben sie auch Anrecht auf die hier gültige Bezahlung. Macht die Pakete teurer, dann wird vielleicht nicht mehr jeder Unsinn durch die Gegend geschickt (z.B. Kochboxen?). Der Mindestlohn ist eh ein Witz, von daher kann man die Forderung nach einer vernünftigen Bezahlung nur unterstützen. Die Dienstleister müssen halt dann mehr kontrolliert werden, wenn sich so viele schwarze Schafe in der Branche halten. Selbst Schuld.

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monacofranze4 23.02.2019, 11:05
6. Richtig !

Es kann nicht sein, das jemand weniger als den Mindestlohn verdient.(Punkt)

Die Strafen und Busgelder, sowie das Risiko verurteilt zu werden sind viel zu gering.

Wenn dann der Paketversand (deutlich) teuerer wird, dann ist das halt so.

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Friedberd 23.02.2019, 11:09
7. Fachkräftemangel

Oh oh, die Paketzustellung, war das nicht auch einer der Bereiche, in dem ein ruinöser Wettbewerb um die begehrten Fachkräfte herrscht, die Unternehmen vom Fachkräftemangel in fürchterlicher Weise bedroht sind und gar nicht mehr wissen, mit welchen Goodies sie die Fachkräfte noch an sich binden können?

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cs01 23.02.2019, 11:11
8.

Dass bei Hermes eine Misswirtschaft herrscht, kann ich mir vorstellen. Ich habe mal einen Mandanten verteidigt, der für einen Subsubunternehmer für Hermes gearbeitet hat. Der hat über 2 Jahre Pakete unterschlagen, ohne dass das groß aufgefallen ist. Und zwar mindestens 200 Stück. (die waren angeklagt, was er darüber hinaus da mitgehenlassen hat, wollte ich gar nicht wissen)

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Sibylle1969 23.02.2019, 11:11
9.

Es ist sinnvoll und richtig, dass der ursprüngliche Auftraggeber dafür verantwortlich ist, dass alle eventuellen Subunternehmer die entsprechenden Gesetze (Arbeitszeit, Sozialabgaben, Steuern...) einhalten. Und wir Konsumenten sollten uns bewusst machen, dass das ach so billige bei Amazon bestellte Paket eigentlich teurer sein müsste, wenn die Menschen, die an der Auslieferung beteiligt sind, vernünftig bezahlt würden. Letztendlich nutzen hier einige skrupellose Ausbeuter das immer noch krasse Wohlstandsgefälle zwischen West und Ost in Europa aus. Da man in dem Job im Grunde nur einen Führerschein sowie rudimentäre Deutschkenntnisse braucht, gibt es wahrscheinlich genügend geringqualifizierte Osteuropäer, die die Jobs trotz mieser Arbeitsbedingungen annehmen.

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