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Austausch von Steuerdaten: Liechtenstein stellt EU Bedingungen
REUTERS

Liechtenstein ist dazu bereit, automatisch Steuerdaten mit der EU auszutauschen. Als Gegenleistung will das Fürstentum aber eine Strafverschonung für seine ausländischen Bankkunden durchsetzen.

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dianipark 13.05.2013, 13:07
80. hier...

wackelt mal wieder der schwanz mit dem hund.

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symolan 13.05.2013, 13:09
81.

Zitat von coopms
Die Shweiz hat längst neue Verhandlungen über ein anderes Steuerabkommen in Aussicht gestellt. Die deutsche Opposition hat das schon längst als Erfolg verbucht. Schäuble will nicht. Kein Wunder, er wollte ja nie so richtig.
Dann lesen sie mal die Schweizer Presse und nicht nur die SPD-nahen Organe.

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gandhiforever 13.05.2013, 13:10
82. Die USA als Vorbild

Zitat von rai1
möchte ich hier mal die USA zum Vorbild nehmen. Entweder die rücken die Daten raus bzw. legen die Konten offen oder die Filialen Lichtensteiner Banken in der EU verlieren ihre Lizenz. So haben es die Amis mit der Schweiz gemacht und die haben dort sehr schnell gespurt. Die Liechtensteiner Forderung ist eine Anmaßung ohnegeichen.
Gegen andere Staaten greift man zum Holzhammer, aber gegen Bundesstaaten wie Delaware oder Nevada geht man nicht vor, denn deren Konstrukte (vor allem Trust) muessen natuerlich gegen auslaendische Angriffe geschuetzt werden.

Mich erstaunt bei vielen Beitraegen, wie da blind auf Liechtenstein eingeschlagen wird. So als ob es nicht Deutsche waeren, die dem deutschen Staat Steuern vorenthalten. Liechtenstein ist gegenueber Deutschland nicht steuerpflichtig,

Manche Foristen schrecken auch nicht davor zurueck, eine Sprache zu verwenden, die an ueble Zeiten erinnert, an Zeiten, in denen Deutschland sich die Vermoegen von deutschen Buergern, die man nicht mehr als Deutsche haben wollte, unter den Nagel reissen wollte.

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symolan 13.05.2013, 13:11
83.

Zitat von KuGen
Man sollte in der Tat Liechtenstein respektieren. Und gnadenlos die Grenze für alles dicht machen - Menschen, Waren, Zahlungströme. Nur so kann man Rogue-States beikommen.
ich seh den Fürsten schon an der A-Bombe basteln.

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achim68 13.05.2013, 13:11
84.

Zitat von symolan
Ach was, sie verstehen das einfach nicht. Deutschland muss dringendst ein Unrechtbewusstsein entwickeln, WEIL (jetzt kommt's) mit BMW's, Mercedessen und den argen Porsches werden in den Nachbarländer pausenlos Verkehrsgesetze verletzt!!!! Daher fordere ich ultimativ (wie auch sonst?!) Deutschland als Unrechtstaat zu brandmarken. Entweder schliessen sie sofort BMW/Audi etc. oder, ja was sonst.... egal. Mit deutschen Autos werden weltweit Gesetze verletzt und weder die Autohersteller noch die deutsche Bevölkerung interessiert's im Geringsten. Das ist ein Missstand den es dringendst zu beheben gilt. UNO-Sicherheitsrat, sofort! und wenn sie's durchdenken würden... gäbe es wenig Unterschied zum aktuellen Gejammere in Deutschland.
Es ist sowohl Lichtenstein wie der Schweiz vollkommen unbenommen Gesetze zu erlassen die Porsche, BMW usw. zwingen, die in diesen Ländern zuzulassenden Fahrzeuge, mit Elektronik auszustatten, die die Höchstegeschwindigkeit auf ein für Sie erträglich Maß begrenzt (z. B.). In Lichtenstein sollten 25 Km/h reichen. :-)

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achim68 13.05.2013, 13:13
85.

Zitat von -snowlife-
sie gehören auch zu den foristen, welche zuerst einmal die abkommen lesen sollten. ausserdem ist es halt schon einen unterschied ob die usa oder deutschland als verhandlungspartner anklopft.
Ist es das?

Dann kann man wirklich auf die Idee kommen dass die Idee mit der Kavalerie so dumm gar nicht wahr...

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symolan 13.05.2013, 13:15
86.

Zitat von 123kjh
Natürlich könnte jedes Land das für sich einfach und korrekt regeln, so dass eine Umgehung unmöglich wird. Beispiel: Ein T-Shirt wird in Bangladesh (wie wir seit kurzem alle wissen) für weniger als einen Euro hergestellt. Eine Schweizer Textilkette kauft das T-Shirt für €1 in Bangladesh, und verkauft es für €9.98 an eine deutsche Textilkette. Die Gewinnspanne von €8.98 wird in der Schweiz (niedrig) versteuert. Eine Tochtergesellschaft derselben Textilkette kauft das T-Shirt in der Schweiz für besagte €9.98, und verkauft es in Deutschland für €9.99. Komischerweise fällt in D nur 1c Gewinn an, welcher dann bei Onkel Wolfgang versteuert wird. (Abgesehen von der Mehrwertsteuer) Es ist doch ein leichtes zu sagen, dass Zwischenhändler in der Kette nicht akzeptiert werden. Verkauft man ein T-Shirt in Deutschland, müsste in diesem Fall einfach die Spanne zwischen Produktions- und Verkaufspreis als in Deutschland erwirtschafteter Gewinn festgelegt und besteuert werden. Das kann Deutschland ganz alleine so festlegen. Wenn der Zwischenhandel mit seinen Mondpreisen so weiterlaufen soll und die Schweiz den Gewinn auch versteuern will, kann sie das ja gerne tun. Nur würde das sehr schnell aufhören, weil so die Steuern doppelt anfallen würden. Und so kann (und sollte) man alles was einen entsprechenden Bezug (zu Deutschland) hat, im entsprechenden Bezugsverhältnis besteuern. Und eben nicht hin-und-herschiebbar machen (bzw. es so belassen wie es ist), so dass der eigentliche Bezugsort (siehe Beispiel) leer ausgeht.
Das wäre dann ein Transferpreisproblem. Da läuft viel Mist, aber das ist bekannt und ich vermute, deutsche Steueprüfer würden mit ihrem Modell nicht glücklich.

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KuGen 13.05.2013, 13:16
87.

Zitat von symolan
. UNO-Sicherheitsrat, sofort! und wenn sie's durchdenken würden... gäbe es wenig Unterschied zum aktuellen Gejammere in Deutschland.
Sie müssen ganz tief drin stecken, wenn Sie auf solch abstruse Vergleiche kommen, Respekt!

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joachim_m. 13.05.2013, 13:16
88.

Zitat von 123kjh
Die Selbstanzeige ist (leider) ein Witz! Wenn man bei der Selbstanzeige einen Cent(!) vergisst, ist sie insgesamt wirkungslos. Zusätzlich gilt sie nur, wenn noch keine Ermittlungen "eingeleitet" sind. So kann der Staat, wenn er will, bei jedem Selbstanzeiger behaupten er sei leider zu spät, da bereits Ermittlungen im Gange sein. Eine Selbstanzeige muss Straffreiheit bringen, wenn einige wenige Bedingungen erfüllt werden: So sollte sich der Selbstanzeiger zunächst mal anzeigen dürfen, Daten vorlegen zu müssen. Argumentation: "Ich habe Mist gebaut, und nun möchte ich in die Steuerehrlichkeit zurück". Danach sollte innerhalb einer realistischen Frist in Zusammenarbeit mit (s)einem Steuerberater und einem Finanzbeamten, unter Vorlage aller relevanten Daten (Kontoauszüge etc...), die Steuerschuld errechnet werden. Diese Schuld wird dann verzinst, mit einem Strafzuschlag und einem Bearbeitungszuschlag versehen. Der Gesamtbetrag ist dann zu zahlen oder abzustottern. Sollten sich (trotz einbezogenem Finanzbeamten!) Rechnungsfehler ergeben, wären diese dann dem Steuersünder nicht mehr anzukreiden. Nach diesem Prozedere weiter verschwiegene Kontoverbindungen wären dann (weiterhin) ein verfolgbarer Straftatbestand. Daher sollte diese Brücke in die Steuerehrlichkeit nur einmal pro Person und Leben nutzbar sein. Die aktuelle Selbstanzeige ist ein Witz, weil kleinste Rechenfehler schon zu Strafbarkeit führen können. Das kann doch eigentlich nicht gewollt sein...
Wenn hier etwas ein Witz ist, ist es Ihr Beitrag: Er zeugt von komplettes Halbwissen über die Gesetzgebung und komplettes Unwissen über die Praxis in solchen Verfahren: Nein, Finanzämter lügen nicht einfach das Blaue vom Himmel, indem sie behaupten, sie hätten schon vor der Selbstanzeige Kenntnisse gehabt, schon deshalb nicht, weil solche Lügen im Verfahren äußerst kurze Beine hätten! Und wenn ein "armer" Steuersünder nicht alles in der Nacherklärung angibt, hat das in der Praxis und in der Regel nur einen Grund: Er will auch weiterhin einen Teil der Steuern hinterziehen, weil ihm sonst die Nachzahlungen für eventuell mehrer Jahre zu teuer werden. Und in allen anderen Fällen hat er einfach nur einen inkompetenten Steuerberater und/oder Steueranwalt. Ich habe jahrelang als Berater sehr viele Steuerhinterzieher bei der Selbstanzeige beraten, bei mir ist nicht eine Selbstanzeige schief gegangen, wenn mich der Betroffene nicht angelogen hat und mir gegenüber weitere hinterzogene Steuern in beträchtlicher Höhe verschwiegen hat, so dass ich die entsprechenden Steuertatbestände bei der Nacherklärung nicht berücksichtigen konnte; in diesen Fällen ist natürlich dann das passiert, was passieren musste, wenn das Finanzamt die weiteren Steuerhinterziehereien entdeckt hat.

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happy2010 13.05.2013, 13:16
89.

Zitat von sysop
Liechtenstein ist dazu bereit, automatisch Steuerdaten mit der EU auszutauschen. Als Gegenleistung will das Fürstentum aber eine Strafverschonung für seine ausländischen Bankkunden durchsetzen.
Da anscheinend die meisten hier nicht verstehen was Steuerdiebstahlstaaten machen mal folgende Frage:

Ein Gesetz, welches in der Schweiz lautet:

Alle Gewinne, die ein Unternehmen in MÜNCHEN erwirtschaftet werden nicht besteuert. (oder pauschal mit 1%)

Das ist ein Gesetz welches glasklar in MÜNCHEN Steuerdiebstahl begeht.
Es kostet den schweizer Fiskus keine Infrastruktur
Es kostet den schweizer Fiskus nichts

Und der einzige Unterschied zur Realität besteht darin, das die schweiz (Lux, Lichtenstein und Co) in dem Bsp den Terminus "München" mit den Worten: "ausserhalb der Schweiz" ersetzen

Genausogut könnte man aber auch jeden Fleck der Erde eintragen, solange es ausserhalb des Steueerschurkenstaates ist

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