Forum: Wirtschaft
Auswirkungen der Krise: Russische Wirtschaft schrumpft erstmals seit fünf Jahren
DPA

Der schwache Ölpreis, der Konflikt mit der Ukraine und die Sanktionen des Westens machen Russland schwer zu schaffen. Das Land erlitt im November erstmals seit Jahren einen Wirtschaftseinbruch.

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nickleby 29.12.2014, 11:34
1. Derr Koloss auf tönernen Füßen

Es wird einmal deutlich, dass Russland nicht für die Heausforderungen der modernen Zeit gewappnet ist.
Putin muss lernen, dass man sich in einer zivilisierten Welt nicht aufführen kann wie ein Barbar : Eroberung der Krim,. Tschetschenienklrieg, Unterdrückung und Einkerkern Oppositioneller.
Einen Vorteil genießt er : die Leidensfähigkeit des russischen Volkes.
Russland ist ein wirtschaftlich am Boden liegendes Land. Der Westen braucht nur noch zuzusehen, dann wird Putin schon politisch vernünftig werden, und zwar im Sinne des Westens. Mehr will man ja gar nicht : Demokratie, Einhaltung der Menschenrechte, Meinungsgfreiheit.
Wirtschaftriche Daumenschrauben sind hier ein gutes Erziehungsmittel.

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usbektimur 29.12.2014, 11:37
2.

...und daraus ableiten, dass man im Ukraine Konflikt durchweg Recht hatte. Tja... Putin wird mit Unterstützung der Bevölkerung trotzdem an dem eingeschlagegen Kurs festhalten. Denn es geht beim Ukraine Konflikt für die Russen um viel mehr als Einfluss im Nachbarland. Die Russen unterstützen Putin wegen seiner Propaganda. Es geht für sie um das Russisch sein per se, um die Geschichte, die Geschichtsdeutung und das Geschichtsverständnis usw. Aber die Erklärung mit der Propaganda ist viel einfacher, man muss da nicht viel nachdenken...man wundert sich nur ständig was Wladimir da für Sachen anstellt, die überhaupt nicht sinnvoll erscheinen.

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winkler00 29.12.2014, 11:45
3. Das Wunder der Zahlen.

Wenn Der Einbruch des Ölpreises um 50 % eine 5 % Wirtschafsrueckgang bewirkt und in Deutschland der Ökostrom mit 25%' der wichtigste Zweig der Stromerzeugung ist, kann man nur mutmaßen, das man aus jeder Statistik das erlesen kann, was gewünscht und gewollt erscheint. Was wurde passieren wenn der Export oder speziell der Maschinenbau hier um 50% einbricht. Ist dann der Wachstumsrueckgang auch 5%?

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bernd25647 29.12.2014, 11:47
4. Gut so!

Irgendwann muss der hervorragende Taktiker Putin eine Quittung für die im Land vielbejubelte Krim bekommen! Ich fürchte nur, die wird verdammt teuer! Taktik 1, Strategie 6 würde ich sagen!

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hirzer68 29.12.2014, 11:53
5. putin hat völlig versagt

statt die wirtschaft zu fördern und krisensicherer zu machen war es ihm wichtiger sich fremde Gebiete anzueignen. nun wird er von seinen Sünden eingeholt und erhält für die militärischen Abenteurer die teure Quittung. so ist es richtig, dass eine solche politik in der heutigen zeit zum scheitern verurteilt ist.

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tsaag 29.12.2014, 12:21
6. Andere Ursache als die Sanktionen

Die Wirtschaftskrise in Russland hat eine wesentlich andere Ursache als die Sanktionen wegen der Ukraine.
Herr Putin hat nach seiner ersten Amtsperiode versäumt die Wirtschaft aufzubauen. Vielmehr wurden die korrupten und brutalen Oligarchen, die sich unter Jelzin offen alles unter die Nägel gerissen haben, was sie erreichen konnten, durch eigene und dezenter agierende aber keineswegs nicht so korrupte Leute ersetzt. Einzige Bedingung war politische Zurückhaltung und Respekt der Interessen von Herrn Putin und dessen Geschäften.
Die Korruption ist nicht mehr so öffentlich -auch wegen der inzwischen wieder nahezu totalen Kontrolle der russischen Medien.
Ernüchternd muss man feststellen, dass Russland sich in den vergangenen Jahren zurück entwickelt hat, gerade auf dem Gebiet der Korruption.

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volker_morales 29.12.2014, 12:38
7. Wirtschaftswachstum

Das Beispiel zeigt wie undifferenziert mitunter die Wirtschaftslage beschrieben wird. Starke Wirtschaft ist demnach, wenn viel Öl hochpreisig vertickt werden kann. Dass der wirtschaftliche Erfolg aber zu einem hohen Anteil von dem wirtschaftspolitischen Regierungshandeln abhängt, wird allenfalls beiläufig erwähnt. Im Ergebnis ist das Wirtschaftswachstum bei einer Regierung (hier: Putin), die mit militärischen Mitteln die territoriale Expansion betreibt, völlig gleichgültig. Die Kollateralschäden einer solchen Politik übersteigen mögliche Wachstumseffekte um eine Vielfaches. Putin hat den Säbel gewählt, nicht das Florett.

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n.nixdorff 29.12.2014, 13:17
8. Ach was?

Da haben uns interessierte Kreise den unausweichlichen Niedergang Deutschlands und der EU durch die Sanktionen vorhergesagt, belegt mit Mondzahlen russischen Reichtums und deutscher Arbeitsplatzverluste. Nun lese ich, dass wir hier wieder einen Anstieg der Exporte haben, dass die Zahl der Insolvenzen seit 15 Jahren nicht mehr so niedrig war. Ich sehe, dass die Energiepreise auf einem sehr niedrigen Niveau sind und hoffentlich noch lange dort verharren werden. Alles nur gute Nachrichten die wir, weil wir hier nicht in Russland sind, auch getrost glauben können. Russland hingegen, das mit an den Haaren herbei gezogenen Argumenten von der realen wirtschaftlichen Bedeutung Belgiens auf Übergröße hochgejubelt wurde, geht es immer schlechter. Putin wird es nicht schaffen, über seinen Schatten zu springen. So bleibt es seinem Nachfolger überlassen, 2015 den Rückzug von der Krim und aus der Ostukraine anzutreten, die Rüstungsausgaben zu reduzieren und die Wirtschaft zu privatisieren und zu diversifizieren.

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Claes Elfszoon 29.12.2014, 13:26
9. Richtig! Statistiken sind immer nur ...

Zitat von winkler00
Wenn Der Einbruch des Ölpreises um 50 % eine 5 % Wirtschafsrueckgang bewirkt und in Deutschland der Ökostrom mit 25%' der wichtigste Zweig der Stromerzeugung ist, kann man nur mutmaßen, das man aus jeder Statistik das erlesen kann, was gewünscht und gewollt erscheint. Was wurde passieren wenn der Export oder speziell der Maschinenbau hier um 50% einbricht. Ist dann der Wachstumsrueckgang auch 5%?
... eine Grundlage für Interpretationen.

Der Rückgang wäre noch höher als 5% wenn Sie dem Maschinenbau noch die Auto-Industrie hinzurechnen.
Sie kann zur Achillesferse Deutschlands werden.

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