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Auto, Banken, Immobilien, Luftfahrt: 2019 - Schicksalsjahr für Deutschlands Konzerne
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Eine schwächelnde Konjunktur, die Digitalisierung und die Energiewende wirbeln Deutschlands Schlüsselbranchen durcheinander. Für die Wirtschaft ergeben sich aber nicht nur Risiken - sondern auch drei Chancen.

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dirk.resuehr 27.12.2018, 10:55
1. Die Zeitenwende

zeichnet sich ab. Könnte sein, daß man in fernerer Zukunft den Beginn des digitalen oder globalen Zeitalters auf unsere Tage datiert, vergleichbar der Bronzezeit, dem Mittelalter oder der Renaissance und Neuzeit.Die Schwierigkeiten der Gesellschaft, sich dem vielfältigen Wandel anzupassen, sind oft beschrieben worden. Sie verändern Gesellschaft inkl.Wirtschaft und Parteien und- wie üblich in der Natur - die anpassungsfähigsten überleben. Schon richtig mit Chancen, leider tapsen einige Industrien noch erheblich hinterher, von der Politik gestreichelt. Falsche Taktik, ein Tritt wäre angebracht, hilft manchmal.

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marialeidenberg 27.12.2018, 11:38
2. Mag sein, dass die

schwächelnde Konjunktur, die Digitalisierung und die Energiewende ihre Beiträge leisten, gelegentlich sind auch Betriebsblindheit, Größenwahn und ganz simple Managementfehler die Ursache für unternehmerische Katastrophen, so wie im Falle BAYER / MONSANTO; eine schreckliche Parallele zur Filetierung der Hoechst AG seinerzeit. Wie hieß der Mann noch gleich? Dohrmann, oder so ähnlich. Von den großen IG-Farben-Nachfolgern wäre dann nur noch die BASF übrig.

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thunderstorm305 27.12.2018, 11:44
3. Man kann es auch anders betrachten!

Wir sind gerade dabei einige unserer wichtigsten Branchen an die Wand zu fahren. Die Telekommunikation haben wir durch chinesische Konkurrenten bereits verloren. Huawei ist statt einer Alcatel an die Spitze gelangt. Ob das sicherer für unsere sensiblen Netze ist bezweifle ich.
Und die Autobranche setzen wir durch unsinnige NOX Grenzwerte, die mittlerweile selbst durch namhafte Forscher in Zweifel gezogen werden, so unter Druck, dass nicht nur der Endkunde enteignet wird, sondern massenhaft hoch bezahlte Stellen verloren gehen. Aber das scheint in Politik und auch in der schreibenden Zunft kein Problem zu sein. Aber wer zahlt dann Steuern und wer das Arbeitslosengeld? Hier gehr es um die Umsetzung eines "Mega-Trends" hin zur E-Mobilität, obwohl es gar nicht klar ist, ob das die richtige Lösung ist. Viele die hier schreiben haben aber überhaupt keine Ahnung, da sie noch nie in einem Industrie- oder Handwerksunternehmen gearbeitet haben.

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Nordstadtbewohner 27.12.2018, 12:33
4. Deutsche Wirtschaft vs. Internationale Wirtschaft

Bei genauer Betrachtung sind doch alle großen Unternehmen international aufgestellt. Die Deutsche Bank ist schon seit ihrer Gründung ein internationales Unternehmen (nur mal auf die Gründungsgeschichte schauen) oder zum Beispiel Mercedes (man schaue sich nur mal die Beschäftigtenzahlen an, die gefertigten Autos und die Eigentümer). Brechen also in Deutschland Geschäftsbereiche weg wie bei Siemens-Energietechnik, werden sie hierzulande geschlossen und anderswo wieder aufgebaut oder neuentwickelt (USA). Der Spon-Artikel konzentriert sich viel zu sehr auf die Entwicklung in Deutschland, verzichtet aber auf eine globale/ internationale Sicht.

Die im Artikel genannten Branchen müssen/ werden sich einem Wandel unterziehen. Tun sie das nicht, sind sie in ein paar Jahren weg vom Markt. Das ist nichts Schlimmes, sondern eher etwas Gutes, denn nur entsteht Weiterentwicklung. Dazu kommt, dass Deutschlands mangelnde Innovationskraft vor allem auf hohen Steuern, Abgaben und überbordenden Datenschutz basiert. Aber das ist wohl ein anderes Thema.

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qjhg 27.12.2018, 12:37
5. Nehmen Sie nur einmal die Autobranche.

Wenn. die zusammenbricht, bekommen wir Verhältnisse wie in Großbritannien, nur erheblich größer. Dort war die Autoindustrie viel kleiner, der Zusammenbruch ging über Jahre bis auch die restliche Industrie aus Großbritannien abzog. Großbritannien entschied sich für die Finanzwirtschaft, wo noch neue Märkte zu erschließen waren, aber eben den Wohlstand einseitig verteilte. Abgesehen, dass diese Aussichten für uns nicht mehr möglich sind, so ist das Ergebnis ohnehin nicht erstrebenswert.

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Profdoc1 27.12.2018, 12:40
6. Stimme Ihnen zu

Zitat von thunderstorm305
Wir sind gerade dabei einige unserer wichtigsten Branchen an die Wand zu fahren. Die Telekommunikation haben wir durch chinesische Konkurrenten bereits verloren. Huawei ist statt einer Alcatel an die Spitze gelangt. Ob das sicherer für unsere sensiblen Netze ist bezweifle ich. Und die Autobranche setzen wir durch unsinnige NOX Grenzwerte, die mittlerweile selbst durch namhafte Forscher in Zweifel gezogen werden, so unter Druck, dass.....
Aber das 'wir' stört mich. Alcatel hat sich seinerzeit selbst an die Wand gefahren, weil es zu eklatanten Managementfehler gekommen ist (vgl. auch Kommentar #1). Und die Größe des Konzerns zu entsprechender Trägheit führte. So dürfen wir uns eben nicht darüber beschweren, wenn dann andere Unternehmen am Horizont auftauchen. Was das Thema IT-Security angeht, ist eine andere Sache.
Zum Thema 'wir'. Welche Akteure tummeln sich? Die Landes- und Bundespolitik. Sie muss flexibler werden und vor allen Dingen schneller werden. Die Politik ist viel zu langsam. Ich erlebe das in einem Bundesland selbst, was es bedeutet, wenn alle wollen, auch die Politik, aber ein Paragraf nach dem anderen herausgesucht wird, um zu erklären, was in der Digitalisierung nicht geht. Schön wäre ein Lösungsorientierung. Die Unternehmen, Vorstände und Geschäftsführer, müssen sich ebenso bewegen und sich Dynamiken anpassen, tun sie oft nicht, sonderen verhalten sich eher wie Verwaltungsbeamte (bloß keine Veränderung). Die Gewerkschaften müssen lernen nicht nur Besitzstandswahrer zu sein, sondern mithelfen neue Berufe zu entwickeln. Da tun sie sich schwer.

So, und wer bringt nun das gesamte 'wir' unter einen Hut.....?
Das geht nur gemeinsam mit allen Akteuren. Dazu muss es jedoch ein politisches Narrativ geben und das haben wir derzeit nicht. Ich erwarte jedoch einen großen Entwurf. Wer selbigen erzählen kann, wird gestalten können.....
My 2 cents

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karrli 27.12.2018, 12:44
7.

Energiewende ist gescheitert, Digitalisierung findet in D nicht statt. Politik hat nur mit sich zu tun.

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latrodectus67 27.12.2018, 12:47
8. Das "nahende Ende"

Das "nahende Ende" ist wie die meisten Vorhesagen der Zukunft ein schwieriges. Die Digitalisierung findet schon seit Jahrzehnten statt, es ist nur peinlich wenn man das nun erst bemerken würde. Die Energiewende ist eine Parole die ausgegeben wurde, die aber weltwirtschaftlich so wichtig ist wie "le waldsterben". Es wäre wichtiger endlich den "Standort Deutschland" aufzugeben und grundsätzlich nur im EU Rahmen zu denken. Also EU Global Players, zb bei den Banken, Autoherstellern, Energiekonzernen.

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surfaxel 27.12.2018, 12:56
9. Die Automobilbranche wird in Deutschland von unrealistischen ...

CO2 Vorgaben der Politik an den Rand des Zusammenbruchs gebracht, die Politik hat es versäumt, ihre eigene Verwaltung und die Infrastruktur rechtzeitig auf die Digitalisierung vorzubereiten, und die Politik ist schuld an der Einführung der EUROs, der ohne Rettungsschirme und Niedrigzinsen keine Überlebenschance hat. Alles nur Probleme, die die Politik geschaffen und zu verantworten hat... Das dahinterstehende Problem ist allerdings die mitlerweile Planwirtschaftliche Denke und Planungswut der Beamten ...

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