Forum: Wirtschaft
Autoindustrie: VW will bis zu 7000 Stellen streichen
DPA

Der Volkswagen-Konzern baut künftig offenbar in größerem Stil Arbeitsplätze ab. Betroffen sind angeblich die Werke in Emden und Hannover. Schuld soll der Umstieg auf Elektrofahrzeuge sein.

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curiosus_ 21.12.2018, 20:52
90. ??

Zitat von Interzoni
Haben Sie meinen Beitrag nicht ganz gelesen? Ich sprach von "hätte" und "wenn", nicht vom Ist-Zustand unserer Autoindustrie. Hätte die ihren technologischen Vorsprung nicht verbaselt sondern ausgebaut, würden jetzt keine Arbeitsplätze verloren gehen.
Immer wieder schön, man behauptet etwas was angeblich in der Zukunft eintreten wird - um dann darauf einprügeln zu können.

Noch einmal: Wenn man, statt ein Produkt A (Verbrennungsmotoren) mit hohem Arbeitsaufwand zu produzieren ein Produkt B (Elektromotoren) mit weniger hohem Arbeitsaufwand produziert, dann - Preisfrage - gibt es mehr oder weniger Arbeitsplätze?

Wie war mein letzter Satz in dem von Ihnen angesprochenen Post?

Also, woher sollen die "Arbeitsplätze der Mobilitätswende" kommen?

Oder, in Ihren Worten: "würden jetzt keine Arbeitsplätze verloren gehen" - ja, wodurch denn, ganz konkret, nicht?

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jasper366 21.12.2018, 21:42
91.

Zitat von Plasmabruzzler
Ich denke mir, dass dann bspw. ein Elektro-Golf um die 22.000 EUR kosten wird und dank niedrigerer Folgekosten auch auf Dauer preiswerter als ein Vergleichs-Verbrenner sein wird.
irgendwann könnte das mit dem Preis so sein, dann aber ohne niedrige Folgekosten.
Denn wenn eine Menge X an E-Fahrzeugen da ist, wird es auch für diese eine KFZ-Steuer sowie eine weitere Besteuerung ähnlich der heutigen Energiesteuer geben.
Entweder eine tatsächliche zusätzliche Besteuerung des Fahrstromes über geeichte Zähler im Fahrzeug (damit man auch den heimischen Photovoltaik- bzw. Steckdosenstrom erfassen kann) oder eine Kilometerbezogene Abgabe. An letzterer arbeitet die EU ja eh bereits für eine Europaweite Einführung.

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descartes 22.12.2018, 11:18
92.

Zitat von Oberleerer
Und, was kommt dabei raus, wenn man ermittelt, wie Eisenerz zu Eisen verkocht wird, Bauxit mit grausigen Giften in Aluminium gewandelt wird (siehe Ungarn vor ein paar Jahren) und Vanadium, Magnesium, Mangan ... Dann wird daraus ein Motorblocj gegosen, ein Zylinderkopf, Ventile geschmiedet und gedreht ... Ich glaube kaum, daß ein Verbrennungmotor umweltfreundli gebaut wird.
Keiner behauptet, dass Verbrenner umweltfreundlich sind, ganz im Gegensatz zu den Emobilityfans (Aluminium und Magnesium wird im Emobil genauso verbaut, wie im Verbrenner, oder woraus sind Ihrer Meinung nach Motor- und Batteriegehäuse gefertigt?)
Der Kritikpunkt ist der, dass eine Technologie eine bestehende ersetzen soll, ohne dass global nennenswerte Vorteile in der Ökobilanz entstehen. Um es vereinfacht zu sagen, einen Gebrauchtwagen zu erhalten ist auf jeden Fall ökologischer, als ein neues Fahrzeug anzuschaffen (Beides identischer Antrieb), auch wenn der Neue 50% weniger verbrauchen würde, würde sich das mit dem geamten Herstellungsprozess ökologisch nicht rechnen.
Wenn Sie jetzt die komplette Versorgungsinfrastruktur für Emobilität betrachten, sollte sie beispielsweise flächendeckend in einer Stadt mit 100.000 Einwohner umgesetzt werden, können Sie viel, sehr viel herkömmliche Antriebe dagegen rechnen, bis Sie da eine positive Bilanz zu Gunsten der Emobilität erreichen.
Es ist eine simple Rechnung, sofern Sie nicht das perpetuum mobile erfunden haben, gibt es keine Mobilitätsform ohne Umweltbelastungen. Von nichts kommt eben auch nichts!

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Ein Mechaniker 22.12.2018, 12:01
93. Einfach abstoßend mit welcher Arroganz ...

... manche Foristen hier über 7.000 Mitarbeiter mit Familien also ca. 25.000 Menschen in Sippenhaft nehmen für Fehlentscheidungen und -entwicklungen an denen dieser Personenkreis völlig schuldlos ist. Aber so ist er der grünwählende Besserbürger. Wenn es ins eigene Weltbild passt sozial engagiert bis zur Penetranz. Wenn jemand außerhalb der eigenen Filterblase Nachteile erfährt kann man da schon mal darüber hinweg sehen und Flexibilität einfordern der man sich selbst längst entzogen hat.

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tatsache2011 22.12.2018, 12:30
94.

Zitat von Ein Mechaniker
... manche Foristen hier über 7.000 Mitarbeiter mit Familien also ca. 25.000 Menschen in Sippenhaft nehmen für Fehlentscheidungen und -entwicklungen an denen dieser Personenkreis völlig schuldlos ist. Aber so ist er der grünwählende Besserbürger. ....
Welche "Fehlentscheidungen und -entwicklungen" meinen Sie?
Wer entscheidet? VW-Leitung oder der Kunde?

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schorsch_69 22.12.2018, 12:45
95. Och Joh!

Worüber wir hier eigentlich völlig sinnfrei diskutiert?

100 Prozent Umweltabgaben auf die transportierten Waren aller Container- und 200 oder mehr Prozent auf alle Ticketpreise für sämtliche "herkömmlich" betriebene Kreuzfahrtschiffe und schon wird es deutlich besser mit "Abgasen" auf dieser Erde, für die absolut mitnichten die private Kfz Nutzung verantwortlich gemacht werden kann, auch wenn dies allerorten politische Sesselpuper dies permanent abseiern!

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marcaurel1957 22.12.2018, 14:23
96.

Zitat von transatco
und wird so sicher verschwinden wie das Amen in der Kirche! Alle meine Bekannten die VW fahren ernten nur noch Lacher wenn Sie wieder über Ihren Wagen und die dauernden Werkstattbesuche klagen! Denn Volkswagen hat maßgeblich dazu beigetragen "deutsche Ingenieurskunst in den Dreck zu ziehen! Und das traf mich als Ingenieur irgendwie tief! Zum Glück habe ich mit VW nichts zu tun! Aber "Wer zu spät kommt den bestraft das Leben" Wusste schon Gorbatschow! Andere sind VW visionär bereits soweit enteilt, dass die Aufholjagd sinnlos ist! Mit dem Personalklotz am Bein ohnehin!
VW baut erstklassige PKw zu angemessenen Preisen....und wird auch in Zukunft einer der führenden Anbieter der Welt sein.

Tesla mag Visionen haben, dennoch wird es diesen Laden in 5 Jahren nicht mehr geben!

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hexenbesen.65 22.12.2018, 14:40
97.

Zitat von fettdeckel
"Hier wird nur eiskalt die Stimmung ausgenutzt, um auf prekäre Beschäftigung umzusatteln und im nächsten Schritt mit größeren Kontingenten ins Ausland auszulagern." Nicht alles ist eine hinterhältige Verschwörung der bösen Kapitalisten. Es ist eher so, dass man für den Bau eines Elektroautos weniger Leute braucht. Keine Aggregate wie Ölpumpe, Wasserpumpe, Benzinpumpe, etc. Einen Kühlkreislauf gibt es nicht, Bremsen funktionieren elektrisch, alles ist simpler. Der Motor hat nur ein bewegliches Teil und nicht tausende und ist viel schneller eingebaut und muss auch weniger getestet werden. Hydrauliksysteme o.Ä. sind auch nicht vorhanden. Alles kann als simples Stecksystem konstruiert werden. Das ist übrigens alles prinzipiell ein Vorteil von E-Fahrzeugen. Aber eben nicht für den Arbeitsmarkt, sondern nur für den Hersteller und den Kunden.
Es fallen nicht nur Teile weg- es kommen neue dazu...der Arbeitsaufwand hällt sich also ungefähr die Waage.
Aber es ist nu mal Fakt, dass VW (und andere "Deutsche" Autohersteller) seine Autos in Billigst-Lohnländern für noch nicht mal 7 Euro die Stunde produzieren lässt... (Daher auch die "super" Qualität)Als Zulieferer können wir ein Lied davon singen.
Trotzdem wird es als "NEU" und "Innovativ" verkauft....billigst hergestellt und teuerst verkauft.
Die Umstellung auf Elektro ist ein willkommender Anlass, bwz DIE Ausrede, die Produktion hier einzustellen und alles in der Türkei oder Ungarn herstellen zu lassen. Die "Facharbeiter" sind Bauern aus der Umgebung, die aus 100 km mit dem Bus herangekarrt werden...

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hexenbesen.65 22.12.2018, 14:49
98.

Zitat von meinerlei
Der VW-Konzern beschäftigt derzeit 645.000 Mitarbeiter. Die Zahl der laut Artikel möglicherweise vielleicht wegfallenden Arbeitsplätze könnte bei 7.000 liegen. Also bei etwas über 1% in einem Zehnjahreszeitraum. Das ist angesichts der Variablen bei Umsatz und Produktivität in diesem Zeitraum unterhalb jeder Nachweisgrenze. Ganz offenbar geht es somit in keiner Weise um einen signifikanten Abbau von Arbeitsplätzen, sondern um deren Verlagerung zwischen verschiedenen Standorten. Bitte genau recherchieren, dann Schlagzeile generieren. DANKE
645 000 WELTWEIT.....7000 abgebaut in Deutschland... Und in einem Zehnjahreszeitraum...gut--rechnen wir: 7000 werden 2019 abgebaut (dann hat Deutschland keine Mitarbeiter mehr)- und die 10-Jahres-Marke ist gedeckelt...(weil wo kein Mitarbeiter, kann keiner mehr entlassen werden). Das ist doch eh das vorrangige Ziel der ganzen Firmen Billig im Ausland produzieren...diese Wischi-Waschi-Vorzeige-Hallen ist reine Augenwischerei... "So haben wir mal produziert"---Anlage für Museumsbesucher.
Mir kann keiner weis machen, dass wir "Fachkräfte-Mangel" haben, wo schon wieder seit Monaten eine Firma nach der anderen MASSEN an Arbeitnehmer entlässt ! Alleine in meinem Bekanntenkreis gibt es genügend, die in ihrem Familienkreis mind. 3-4 Leute haben, die im neuen Jahr auf der Straße sitzen--weil die Firmen dicht machen... Und DIE finden NIX auf dem Arbeitsmarkt, weil zu "alt und zu teuer"....Eine Frau, die 35 Jahre lang Industriekauffrau in einem großen Betrieb gearbeitet hat, wird nicht genommen, weil "überqualifiziert" !!!! Das muss man sich mal geben !

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hexenbesen.65 22.12.2018, 14:54
99.

Zitat von interessierter Laie
Das Elektroauto verursacht keine Emission und weniger Lärm. Dahegen stehen aber geringere Reichweite, längere Ladepausen, Sensibilität gegenüber äußeren Bedingungen (Hitze, Kälte), schwerer, teurer, hoher Wertverlust (durch veraltende Akkus - wohlgemerkt veralten nicht verschleißen), größere Abhängigkeit von Ladeinfrastruktur (kein Kanister), geringere Höchstgeschwindigkeit, Kleiner, kein Anhängen von größeren Lasten. Obendrein benötigen Sie seltene Rohstoffe und nicht nur die Batterien sondern große Teile des Fahrzeugs sind wegen des extremen Leichtbaus hinterher Sondermüll der Extraklasse.
Ähm....keine anhängen von größeren Lasten ?
Bitte ????
Es gibt mittlerweile Elektro-BUSSE !!!
Und warum soll ich mit E-Autos auf den verstopften, reglementierten Autobahnen "MEINE" 300 km / h fahren können ? 120 km/h reichen vollkommen.

Wir waren am Überlegen, ob wir uns ein E-Auto kaufen. Allerdings sind die uns noch zu teuer UND unsicher (im Falle eines Unfalls brennen die wie Brennstoffraketen....das bekommt keine Feuerwehr gebacken)
Ladezeit lässt auch zu wünschen über (pro "Füllung" gehen -bei Schnell-Ladung 90 Minuten drauf) (Gut, bei uns gibt es im Geschäft eine Ladestation, und seit 2 Wochen bei uns in der Tiefgarage eine). Und Akkus...ich seh es bei Handys.....da passt nicht jeder Akku in ein anderes Handy...und solange es noch sowas gibt, kaufen wir uns keines..

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