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Automobilzulieferer: Continental verbietet WhatsApp und Snapchat auf Diensthandys
DPA

Etwa 36.000 Mitarbeitern weltweit sind betroffen, ihnen untersagt der Autozulieferer Continental den Einsatz von beliebten Messenger-Apps. Der Grund: die neue Datenschutzverordnung.

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Leser161 05.06.2018, 07:17
1. Eigeninteresse

Mich wundert nur das das jetzt erst kommt, schon aus Eigeninteresse würde ich es als Konzern mit vermeiden wollen das meine Mitarbeiter vertrauliche Interna über Server schicken über die ich keine Kontrolle habe (KI kann Wähler beeinflussen, interessante Infos über die Konkurrenz aus ein paar XByte Kommunikationsdaten fischen. Kinderspiel.)

Vermutlich ist die DSGVO eine bequeme Ausrede, weil WhatsApp ja so bequem und cool war (Bequem und cool ist halt nie professionell und sicher). Was ich ärgerlich finde. So wird die DSGVO, die ein guter Anfang ist wie so viele gute Sache mal wieer als Ausrede verwandet.

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Benjowi 05.06.2018, 07:19
2. Sabotageanleitung für den Internetgebrauch.

Dieses weltfremde Machwerk DSGVO, das auf dem Mist der deutschen Grünen entstanden ist, entpuppt sich langsam aber sicher zu dem was es ist: Eine ausgefeilte Sabotageanleitung zur Vermeidung des Internetgebrauchs. Ein durchaus richtiger Gedanke wurde zu einem bürokratischen Supermonster verunziert. Nachdem konkurrierende Staaten nicht ansatzweise auf ähnliche dämliche Ideen kommen, wird in Zukunft in Deutschland alles noch langsamer ablaufen und statt fünf mal so viel Zeit wird zehn mal so viel Zeit vergehen, bis man ähnliche Vorhaben wie z.b. China fertiggestellt hat.

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spon_2999637 05.06.2018, 07:21
3. Immerhin

Auch wenn viele nun wg. der DSGVO kopflos Aktionismus betreiben, so führt es immerhin dazu, dass auch Maßnahmen getroffen werden, die auch schon vor der DSGVO mindestens sinnvoll, meist auch zwingend notwendig gewesen wären. Entweder ziehen die nun höheren Strafandrohungen - oder man macht sich einfach auf Grund der erhöhten Berichterstattung und Aufmerksamkeit für das Thema erstmalig Gedanken um den Datenschutz.

Bei uns im Unternehmen ist z.B. WA schon lange von Diensthandys verbannt und wer sein privates Telefon dienstlich nutzen möchte, muss dann ebenfalls auf derartige Dienste verzichten.

Meine Erfahrung aus zwei Unternehmen und mehreren Vereinen - 90% der nun getroffenen Maßnahmen waren auch vor der DSGVO vom Datenschutzgesetz gefordert und man nimmt dies endlich in Angriff. Allein dafür hat sich die VO schon gelohnt :-)

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jkbremen 05.06.2018, 07:41
4. Hochachtung !

Wenn das in großen Unternehmen Schule machen würde, würde WhatsApp seine einem wirksamen Datenschutz widersprechenden Geschäftsbedingungen sehr schnell ändern.
Hoffentlich folgen dem noch viele weitere große Firmen!

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blödbacke 05.06.2018, 07:43
5. Gut so! Macht meine Firma auch.

Conti ist etwas spät dran. Bei uns mussten die Programme schon letzte Woche gelöscht werden. Nutzlos, die Daten haben die Firmen ja schon, und ob die Daten wirklich von denen gelöscht werden, wenn man sich anmeldet? Ich könnte mir vorstellen, dass meine Kundenliste für Mitbewerber interessant sein könnte, und sei es nur indirekt über die Platzierung individualisierter Werbung. Aber immerhin, so werden die Firmen unter Druck gesetzt, und das ist auch gut so!

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Plasmabruzzler 05.06.2018, 07:51
6.

Wie wäre es, wenn Firmen ihre Dienstgeräte (Smartphones, Laptops, PCs, Tablets usw.) vernünftig administrieren, so dass eine Installation von nicht genehmigter Software erst gar nicht möglich ist? Dann bräuchte man Apps nicht verbieten, sondern bietet sie erst gar nicht zur Installation an. Bei uns ist dies Gang und Gäbe und hat den Vorteil, dass sich der Admin nicht erst mit dem Endgerät selbst befassen muss, sondern direkt problemorientiert arbeiten kann. Bei einem bunten Strauß an verschiedenartigen Smartphones stehen doch jedem Administrator die Schweißperlen auf der Stirn, wenn ein Fehler auftaucht. Natürlich ist damit kein BYOD möglich, aber der Vorteil ist, dass Privat- und Geschäftsdaten jederzeit getrennt sind und damit ein Unternehmen der Integrität nachkommt.

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Rossi-LSD 05.06.2018, 08:08
7. Schlecht parametriert

Bei meinem Arbeitgeber sind die Android Smartphones mit Knox ausgestattet und dadurch ist privat und dienstlich kompromisslos getrennt. Da werden Anrufer aus dem Knox Bereich nicht einmal im Wagen über Bluetooth mit Namen angezeigt, da der Wagen nicht auf die Knox Umgebung zugreifen kann. Telefonieren geht aber. Geschäftliche Kontaktdaten dürfen auch nicht im normalen Android Bereich gespeichert werden. Im Knox Bereich können nur vom Arbeitgeber autorisierte Apps installiert werden. Wenn sich die Continental IT schon bei ihren eigenen Smartphones so viel Mühe mit der Sicherheit gibt, dann beten wir dafür, dass die Ingenieure bei den Produkten das ordentlich machen und die online vernetzten Systeme im Auto auch sicher sind. Eigentlich ist die Meldung für einen Technologiekonzern ein Armutszeugnis.

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wombie 05.06.2018, 08:41
8.

Schön, dass die DSVGO die Normalität der unauthorisierten Weitergabe von Kontaktdaten an Dritte herausgenommen hat. Die Möglichkeit der Abmahnung bestand jedoch schon vor Inkraftreten der DSGVO und in den Compliance Regeln in vielen Unternehmen wurde dies auch untersagt. Es besteht also noch Hoffnung, dass zukünftig Messenger ohne Datensammelwut eine breitere Verteilung erreichen.

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middle1905 05.06.2018, 08:43
9. oh man...

Zitat von Rossi-LSD
Bei meinem Arbeitgeber sind die Android Smartphones mit Knox ausgestattet und dadurch ist privat und dienstlich kompromisslos getrennt. Da werden Anrufer aus dem Knox Bereich nicht einmal im Wagen über Bluetooth mit Namen angezeigt, da der Wagen nicht auf die Knox Umgebung zugreifen kann. Telefonieren geht aber. Geschäftliche Kontaktdaten dürfen auch nicht im normalen Android Bereich gespeichert werden. Im Knox Bereich können nur vom Arbeitgeber autorisierte Apps installiert werden. Wenn sich die Continental IT schon bei ihren eigenen Smartphones so viel Mühe mit der Sicherheit gibt, dann beten wir dafür, dass die Ingenieure bei den Produkten das ordentlich machen und die online vernetzten Systeme im Auto auch sicher sind. Eigentlich ist die Meldung für einen Technologiekonzern ein Armutszeugnis.
Und wie kann ihr Arbeitgeber ausschließen das sie private Kontakte nicht einfach in den Knox bereich übertragen oder anders rum?
Und woher wollen sie wissen ob es nicht bei Continental auch eine strikte Trennung bzw Apps die erlaubt oder verboten sind?

Ihr Post ist sowas von daneben und reines gebashe! Aber beten sie ruhig weiter, vielleicht hilft es

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