Forum: Wirtschaft
Autor von "Kapital im 21. Jahrhundert": Piketty lehnt Mitgliedschaft in der Ehrenlegi
REUTERS

Kein Legionär im 21. Jahrhundert: Der Star-Ökonom Thomnas Piketty hat die Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion abgelehnt. Er verband das mit Kritik an Präsident François Hollande.

Seite 1 von 4
tailspin 01.01.2015, 18:28
1. Warum sollte man das Spiel mitspielen?

Ich haette zwar lieber in einer Ehrenlegion gedient als in einer echten. Aber Pikettys Begruendung der Ablehnung der zweifelhaften Ehre hat etwas richtiges an sich: Es steht dem Staat nicht zu...

Solche Ehrungen sind oft gefaerbt durch eigennuetzige politische Agenda und wechselnde Windrichtungen. Sie sind daher nicht unbedingt ein Guetesiegel, eher voreingenommen und zunaechst mal PR desjenigen der sie austeilt, und danach PR desjenigen, der sie annimmt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
speedy 01.01.2015, 18:30
2. Keine Ansicht der Eliten!!! Herrschen heißt teilen!!!

Dieses Kapitalistische System erzeugt nur und vorallem auf lange Sicht Ungleichheit.Alle hochentwickelte Zivilisationen von den Ägyptern über die Griechen und dem Römischen Reich sind alle an der Gier und der dadurch mangelnden Solidarität der Gesellschaft zugrunde gegangen.Leider merken das die Eliten nicht sie sind nur auf ihre Privilegien aus und das sie ihnen erhalten bleiben.Auch das ihr Reichtum ihnen auf lange Sicht nur die Vernichtung bringt wenn sie darauf sitzen und allen anderen nichts gönnen ist eine Logische Folge dieser Egoistischen,Gier betonten und auf Ausbeutung aller anderen gründenden Ideologie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
salomohn 01.01.2015, 20:29
3. Er ist zu jung und modern

Die Mitgliedschaft in diesen überholten Vereinen muss man nicht in alle Ewigkeit erstrebenswert finden. Was die überkommenen Strukturen in Frankreich anrichten, kann man jeden Tag in der Wirtschaft erleben. Die Chefs mittelständischer Unternehmen, die noch von "Eliteschulen" stammen und hierarchisch regieren, behindern die Entwicklung im heutigen Kontext. Die Ergebnisse sind bekannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tolotos 01.01.2015, 20:30
4. Natürlich gibt es Zweifel!

Schließlich ist das Dogma, dass die wachsende Ungleichheit nur ein Resultat ungleicher Leistung ist, die Basis für die moderne Ausbeutung der auf Arbeit angewiesen sind durch die Kapitaleigner.

Es wird ja sogar bezweifelt, dass die Lobby den Umstand, dass Politiker sich legal bestechen lassen dürfen, zulasten der Gesellschaft ausnutzt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuac 01.01.2015, 22:11
5.

Der Mann hat Charakter gezeigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Greetings 01.01.2015, 22:21
6. Die Ablehnung ist stimmig begründet!

Der Staat sollte sich nicht anmaßen, sich mit fremden Federn zu schmücken, wenn es zu ihren zentralen Aufgaben gehört, den von Piketty beschriebenen Erscheinungen steuernd entgegenzuwirken.

Es wird Zeit, daß der Staat sich stärker auf das Gemeinwohl fokussiert.

Es drängt!

Europaweit, ach was, weltweit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
r.zahnhausen 01.01.2015, 22:25
7.

Zitat von speedy
Dieses Kapitalistische System erzeugt nur und vorallem auf lange Sicht Ungleichheit.Alle hochentwickelte Zivilisationen von den Ägyptern über die Griechen und dem Römischen Reich sind alle an der Gier und der dadurch mangelnden Solidarität der Gesellschaft zugrunde gegangen.Leider merken das die Eliten nicht sie sind nur auf ihre Privilegien aus und das sie ihnen erhalten bleiben.Auch das ihr Reichtum ihnen auf lange Sicht nur die Vernichtung bringt wenn sie darauf sitzen und allen anderen nichts gönnen ist eine Logische Folge dieser Egoistischen,Gier betonten und auf Ausbeutung aller anderen gründenden Ideologie.
Na, Gott sei Dank, haben die nichtkapitalistischen Systeme wie die der UdSSR, COMECON (DDR & Co), Rote Khmer, Volksrepublik China etc. sooooo viel länger gehalten als die der Griechen, Ägypter, Römer. Haben Sie in der Schule statt Geschichtsunterricht rhythmisches Händeklatschen und Ausdruckstanz gehabt?
Im geradezu unverschämt gleichen System Rotchinas sind zwischen 1948-1975 30 Millionen Menschen verhungert. Seit es dort das fürchterliche, kapitalistische System gibt, ist NIEMAND mehr verhungert...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thomas McKean 01.01.2015, 22:35
8. Ungleichheit ist nicht das Ende

Zitat von speedy
Dieses Kapitalistische System erzeugt nur und vorallem auf lange Sicht Ungleichheit.Alle hochentwickelte Zivilisationen von den Ägyptern über die Griechen und dem Römischen Reich sind alle an der Gier und der dadurch mangelnden Solidarität der Gesellschaft zugrunde gegangen.Leider merken das die Eliten nicht sie sind nur auf ihre Privilegien aus und das sie ihnen erhalten bleiben.Auch das ihr Reichtum ihnen auf lange Sicht nur die Vernichtung bringt wenn sie darauf sitzen und allen anderen nichts gönnen ist eine Logische Folge dieser Egoistischen,Gier betonten und auf Ausbeutung aller anderen gründenden Ideologie.
Mutige These. Die Ungleichheit ist ja wohl am grössten am Höhepunkt der Zivilisation. Die Reichen sind dann nämlich am reichsten wärend die Ärmsten immer gleich viel haben nämlich gar nichts.
Die genannten Zivilisationen sind aber auch etwas unglückliche Beispiele. Alle sind sie nämlich nach Jahrhunderten durch externe Einflüsse (Eroberer) zu Ende gegangen. Die sozialistischen Experimente hingegen wo versucht wurde Gier und Ungleichheit zu vermeiden haben es nicht mal 1Jh geschafft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
katzenheld1 01.01.2015, 23:09
9. Ja, wenn er nicht in einem Verein dienen will ...

Gehaltvolle Kommentare, dabei war doch gestern Sylvesterknallertag. Da lehnt einer den höchsten französischen Verdienstorden, die Ehrenlegion, ab – und hier wird von „in richtiger Legion statt Ehrenlegion dienen“ und „Mitgliedschaft in Vereinen“ geschrieben. Reif fürs Bundesverdienstkreuz, würde ich sagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4