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B- und C-Lagen: Ausländische Investoren kaufen deutsche Billigimmobilien
DPA/GAGFAH

Die Preise sind niedrig, die Bestände solide: Deutschlands Immobilien sind für Investoren so attraktiv, dass jetzt selbst B- und C-Lagen gekauft werden. 2015 dürfte die Nachfrage weiter steigen, auch wegen Interessenten aus China.

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vonkoesten21 13.01.2015, 14:26
120. Iwo

Zitat von Allezy
erscheinen nur derzeit, aufgrund des niedrigen Zinsfusses, günstig. Wenn die Zinsen mal wieder steigen werden sie automatisch teuer, insbesondere wenn dann die Mieten nicht mitsteigen dürfen. Und im Gegensatz zu Qualitätsimmobilien sind sie dann auch noch unverkäuflich- sollten sie dann auch noch auf Kredit gekauft woden sein, was die Regel ist, stehen Abschreibungen und Pleiten an. Aber natürlich glauben alle diese Käufer dass sie bis dahin die heisse Kartoffel weitergereicht haben werden.
Ach was:
hier geht es keineswegs um private Käufer, die über Banken finanzieren. Diese Käufer haben Geld bis unter's Dach.

Nach der klammheimlichen Übernahme von einigen Tausend Einheiten wird die Miete bis an die Grenze des Erlaubten erhöht - investiert wird nichts.

Nach 2 - 3 Jahren werden dann erste Renovierungs-/Veräußerungsmodelle geprüft, mit denen sich innerhalb von weiteren 2 - 3 Jahren richtig Geld machen lässt.

Auf der Strecke bleiben in jedem Fall die Mieter.
Das war in solchen Fällen nie anders.
Aber Deutschland geht's ja gut...

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misterknowitall 13.01.2015, 14:27
121.

Zitat von flixomat
Nehmen wir das erste Beispiel: 30'000 Wohneinheiten für 1,4 Mia Euro: Das ergibt im Schnitt einen Preis pro Wohnung von 4666 Euro ungrade. Kein Wunder, dass man darin ein gutes Geschäft sieht. Neue Modelle sind gefragt. Auch zum doppelten Preis könnten die Mieter/Bewohner diese Wohnungen locker kaufen. Eine Hypothek von 10'000 Euro in fünf Jahren abzuzahlen, das schafft selbst ein Harz 4 Empfänger. Warum ist sowas möglich!???
1400 Mio sind 1,4 Mrd. Geteilt durch 30.000 sind rund 46000 € pro WE. Null vergessen?

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AndreBauer 13.01.2015, 14:28
122. genug zukünftige Mieter sind ja unterwegs

in Paddelbooten über's Mittelmeer geschippert kommen sie. Und dank Wohngeld und Mietzuschuss werden - auf Kosten des Steuerzahlers, selbst die dunkelsten Löcher zur Goldgrube. Haleluja! (bzw. alahu akbar)

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Ostschweiz 13.01.2015, 14:29
123. übrigens

auch eine Möglichkeit der Steuerflucht..... aber psst !!

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Solid 13.01.2015, 14:31
124. Zinsen

Die Zinsen fallen. Für private Geldanlagen sind sie praktisch auf Null gesunken.

Gleichzeitig ist die Rendite von Vermietung, die früher lausig schlecht war (2% Mietrendite nach Steueren und AfA) inzwischen ausgesprochen attraktiv.

Theoretisch müssten die Mieten sinken, so dass sich die Mietrendite ebenfalls an Null annähert. Aber das geschieht nicht, weil die Menschen an hohe und steigende Mieten gewöhnt sind und ungern die Wohnung wechseln und noch ungerner nachverhandeln.

Da sich die Mieten nicht bewegen, können sich die Kaufpreise nach oben bewegen und zwar erheblich. Das werden sie in den nächsten Jahren auch tun.
Insofern ist es clever JETZT in Immobilien zu investieren, deren Kaufpreise tatsächlich gemessen an der Rendite viel zu niedrig sind.

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Plasmabruzzler 13.01.2015, 14:37
125.

Zitat von otelago
Ein normales anständiges Einfamilienhaus mit Grün in normaler Gegend Stadtbusbereich ohne irgendeinen Riesenmakel kostet im Rheinmaingebiet ca. 350TEUR.
...na, ist da auch schon das Grundstück mit im Kaufpreis? In besagter Gegend kosten 400qm locker mal an die 200.000 Euro.

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edelrost 13.01.2015, 14:38
126.

Zitat von Mantegna8888
Dies bedeutet selbst für Gering-Verdiener, daß ein Kauf möglich ist und vor allem, daß der Kauf durchaus regelmäßig eine bessere Entscheidung, als eine Anmietung sein kann. Erste Voraussetzung hierfür: im Mathematik-Unterricht der 5. und 6. Klasse nicht dauerhaft geschlafen zu haben. Zweite Voraussetzung hierfür: das Wort Prioritätensetzung nicht nur buchstabieren zu können. Dritte Voraussetzung hierfür: nicht dem Glauben anzuhängen, daß es ein Grundrecht gebe, an einem bestimmten Standort in Wunsch/Best-Lage residieren zu können. Vierte Voraussetzung hierfür: Kompromißbereitschaft.
Dem ersten Absatz, vor allem der zweiten Hälfte, stelle ich ein entschiedenes "Jein" entgegen. Einerseits mag der Kauf finanziell tragbar sein, setzt aber bei Menschen mit geringen oder gar keinen Ersparnissen voraus, daß da eine Bank mitspielt, die die Finanzierung bietet. Das kann im Einzelfall schwierig bis unmöglich sein. Zudem ist ein Eigentümer im Falle eines Falles derjenige, der eventuelle Reparaturen oder Sanierungen finanziert, für die ein gewisses Finanzpolster im Hintegrund schlummern sollte. Und schließlich stellt sich die Frage, ob die persönliche Situation hinreichend stabil bleibt: Personenzahl im Haushalt, Arbeitsplatz (überhaupt vorhanden und wenn ja, an welchem Ort). Ich habe mich im Laufe meines bisherigen Berufslebens im Schnitt alle fünf Jahre für einen Arbeitgeberwechsel entschieden, was mit einer Ausnahme mit einem Wechsel meines Wohnorts verbunden war. Hätte ich gekauft, statt zu mieten, hätten allein die Erwerbsnebenkosten etwa so viel ausgemacht, wie ich in der Zeit an Kaltmiete bezahlt habe. Nun ja, Eigentümer bin ich nun trotzdem...

Den Voraussetzungen kann ich mich nur anschließen, vielleicht mit folgenden Ergänzungen: Prioritätensetzung bedeutet eben, nicht jeden Euro schnellstmöglich unter die Leute zu bringen und sich nicht ohne deutlich begründeten Anlaß in ein Dauerschuldverhältnis zu begeben. Ich gehöre definitiv zu den sog. "Besserverdienern", besitze aber weder ein Smartphone noch einen Flachbildfernseher - und vermisse nicht. Und was den Wunsch an die Heimstatt angeht, betrifft das nicht nur die Wunschlage, sondern auch die -größe, -ausstattung und vor allem den -preis der Bude. Alles top zum Dumpingpreis wird man nirgends finden.

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otelago 13.01.2015, 14:39
127. Hörnse ma

Zitat von Mantegna8888
..." 1. Das ist eine Frage des Lohnniveaus und der Besteuerung und nicht eine Frage der Mieten, denn diese sind in D im internationalen Vergleich zu niedrig.
Sie können von mir aus sagen
"ich finde meine erzielbaren Mieten zu niedrig".
Aber machen sie kein Naturgesetz daraus.
Recht gut verdienen kann man, wenn man in großem Stil 1-2Z/ Appartments, Zimmer etc vermietet.
Vorzugsweise an devote kleine Angestellte, Studentinnen etc.
Denen kann man jeden Scheiss erzählen, stimmts?

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otelago 13.01.2015, 14:41
128. naja!!! Die FLÜCHTLINGSWELLE

Zitat von mikelinden
Irgendeinem müssen die Wohnungen ja gehören und die Kommunen sind viel zu klamm, um diese Wohnungen selber zu bewirtschaffen. So tragen Kapitalgeber aus aller Welt das Risiko, den Rest regeln tatsächlich die Marktkräfte, denn Gammelbuden lassen sich nicht hochpreisig vermieten und bestehenden Mietern steht das Recht zu, gegen Misstände vor zu gehen, und sei es schlicht mit Mietkürzungen.
kommt den Immobilienpreisfantasien derzeit ja wie gerufen.
Die Kommunen müssen gerade die preiswerten Immobilien quasi vom Markt nehmen. Sie werden mit Flüchtlingen aufgefüllt.
Das ist ja keine Randerscheinung, sondern prägt das Geschehen überall.

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mantrid 13.01.2015, 14:43
129. Ruinenlandschaft

Entscheidend ist, ob die Investoren langfristige Interessen haben. Der Spekulant zieht die Rendite und lässt die Immobilie langsam verotten. Die Ruine kümmert ihn dann nicht mehr. Jeder kennt die (noch vereinzelten) Immobilien, die als Ruine stehen, weil die Abbruchkosten den Grundstückswert übertsteigen. Wernn ganze Straßenzüge erst einmal so aussehen, ist es zu spät.

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