Forum: Wirtschaft
B- und C-Lagen: Ausländische Investoren kaufen deutsche Billigimmobilien
DPA/GAGFAH

Die Preise sind niedrig, die Bestände solide: Deutschlands Immobilien sind für Investoren so attraktiv, dass jetzt selbst B- und C-Lagen gekauft werden. 2015 dürfte die Nachfrage weiter steigen, auch wegen Interessenten aus China.

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tatsache2011 13.01.2015, 19:13
180. Gemeinnützigkeit beseitigt

Zitat von pitterw
...das ist wohl gemeinnütziger Kapitalismus aus dem Lehrbuch. In einer Aktiengesellschaft bestimmen allein die Aktionäre über das Schicksal der Gesellschaft. Der Gedanke war, dass sich Kleinaktionäre mit der Aktie ein Anrecht auf eine Wohnung kaufen, gemeinsam über die Höhe der Miete bestimmen usw. Da nun viele glaubten, das bleibt immer so, haben sie in neue Autos, Möbel, Unterhaltungselektronik und sonstwas investiert und dafür ihre Aktien an die Banken verkauft. Nun haben die Banken das Sagen und es herrscht Heulen und Zähneknirschen…
Sie irren sich.
"Gagfah von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) übernommen.
Infolge des Gesetzes zur Überführung der Wohnungsgemeinnützigkeit in den allgemeinen Wohnungsmarkt vom 25. Juli 1988 wurde der Gagfah mit Wirkung zum 1. Januar 1990 die Gemeinnützigkeit aberkannt."
Zitat aus Wikipedia

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freespeech1 13.01.2015, 19:45
181.

Zitat von Thomas Schnitzer
Bezogen auf den Westen des Landes ist das Quatsch. Leute mieten hier, weil sie flexibler sein wollen, weil sie die Risiken des Eigentums scheuen und weil Mieter in Deutschland umfangreiche Rechte genießen... Da sie aber sowieso nur mal eben ihre dumpfbraune Pegida-Leier von der Schuld der Zuwanderer loswerden wollten
Ja ist klar, alle sind glücklich, dass sie kein Wohneigentum haben müssen. Ist ja auch super, im Alter einen Großteil der Rente für Miete aufbringen zu müssen, statt mietfrei seine Rente genießen zu dürfen.

Und wenn jedes Argument ausgeht, dann kommt Pegida, was immer man auch sagen will und nicht kann. Dass der Mietmarkt ganz entscheidend von der Entwicklung der Einwohnerzahl abhängt, wie es jeder Ökonomie-Student nach zwei Tagen weiß, daran ist Pegida Schuld, wer sonst.
Danke für die informative Antwort.

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localpatriot 13.01.2015, 19:49
182. Ein Versagen des Parlaments

Zitat von shooop
Nein, es ist nicht egal. Ausländischen Heuschrecken ist es egal, wie es in Deutschland in irgendeiner "C-lage" aussieht. Wirtschaft hatte mal eine soziale und gesellschaftliche Verpflichtung. Das ist offenbar schon länger "out" und "Investoren" spüren eine solche Verantwortung vermutlich sehr wenig. Die spüren eher den Wunsch, Kohle zu machen. Aber genau das ist der Punkt: Stadt ist Lebensraum. Es werden zur Zeit menschliche Werte zum Ziele der Geldanlage mit Füßen getreten. Es gibt kein Gleichgewicht mehr zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Wirtschaftliche Belange und Kohle machen werden uns als alleine gültige Bewertungsmaßstäbe diktiert. Was wollen wir als Gesellschaft? Wie soll sich unsere Gesellschaft im nächsten Jahrhundert entwickeln? Stadtplanung und Gestaltung ist aktive Gestaltung unseres Landes. Aber wir gestalten nicht, wir lassen gestalten - und das wird uns als alternativlos diktiert!
Die miese Wohnungseigentumssituation und die Verscherbelung von sozialen Gütern wie Wohnungen im grossen Stiel ist eigentlich eine Sache mit der sich die Parlamentarier des Landes befassen müssten.

Dass deren Einfluss ausbleibt ist ein Zeichen der Schwäche der demokratischen Institutionen.

Tatsache bleibt dass Wohnungseigentum der lange Weg aus der Familienarmut ist und es auch bleiben wird.
Das Parlament hat in dieser Hinsicht die Wähler im Stich gelassen.

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Over_the_Fence 13.01.2015, 19:55
183. Die Steuergesetzgebung wird niemals gerecht sein...

Zitat von g0r3
Wenn man die Altersvorsorge wie ich über ETFs erledigt, weil ich Bank"beratern" und Versicherungen kein Geld in den Hintern stecken will, muss ich auch 25% Abgeltungssteuer bezahlen. Der Riestersparer bekommt hingegen Geld vom Staat geschenkt. Obwohl wir beide nur fürs Alter vorsorgen wollen. Ungerecht? Auf jeden Fall. Bezahlen muss ich die Steuer aber trotzdem.
... und mit jeder Ausnahmeregelung werden neue Ungerechtigkeiten produziert.

Nichtsdestotrotz ist die ganze Thematik des Immobilienkaufs in z.B. Frankreich weitaus verbraucherfreundlicher geregelt als hierzulande.
Das fängt beim Vorvertrag an, geht über Vorfälligkeitsentschädigungen bei Banken und endet bei der Besteuerung des Mehrwerts bei selbstgenutztem Wohneigentum.
Hierzulande sind diverse Lobbys zu gut beim Gesetzgeber vernetzt, was wiederum dazu führt, daß viele Menschen den Immobilienkauf scheuen.

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pitterw 13.01.2015, 20:08
184. Sorry,

Zitat von tatsache2011
Sie irren sich. "Gagfah von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) übernommen. Infolge des Gesetzes zur Überführung der Wohnungsgemeinnützigkeit in den allgemeinen Wohnungsmarkt vom 25. Juli 1988 wurde der Gagfah mit Wirkung zum 1. Januar 1990 die Gemeinnützigkeit aberkannt." Zitat aus Wikipedia
hab´ die Anführungszeichen vergessen. Soll nicht wieder vorkommen.

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Newspeak 13.01.2015, 21:20
185. ...

"Zu viel Kapital, zu wenige Investitionsmöglichkeiten"

Eindeutig ein Zeichen zu geringer Steuersätze weltweit. Es gäbe mehr als ausreichend InvestitionsNOTWENDIGKEITEN von staatlicher Seite, aber tatsächlich keine InvestitionsMÖGLICHKEITEN auf privater Seite, d.h. solche mit aberwitzigen Renditen basierend auf Ausbeutung.

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moev 13.01.2015, 21:37
186.

Zitat von freespeech1
Ja ist klar, alle sind glücklich, dass sie kein Wohneigentum haben müssen. Ist ja auch super, im Alter einen Großteil der Rente für Miete aufbringen zu müssen, statt mietfrei seine Rente genießen zu dürfen.
Genau. Denn Nebenkosten, Steuern, etc. hat Wohneigentum natürlich nicht.

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Over_the_Fence 13.01.2015, 22:08
187. Die hat der Wohnungseigentümer natürlich...

Zitat von moev
Genau. Denn Nebenkosten, Steuern, etc. hat Wohneigentum natürlich nicht.
... aber im selben Umfang wie der Mieter.
Nur zahlt der Eigentümer eben keine Miete, und idealerweise auch keine Bankraten mehr, wenn er in Rente ist.

Mietfrei im Alter wohnen ist aus meiner Sicht das Beste, was man für sein Rentenalter tun kann.
Das haben die EU-Südländer offenbar auch begriffen. Bei denen ist die Rente schon lange nicht sicher, und Staatsbankrott war von jeher nie ganz auszuschließen.

In Griechenland ist man dazu auch noch so clever, kein Kataster zu führen. Somit kann der Staat sich auf der Ebene nur schwer bereichern (Stichwort "Zwangshypothek", in Deutschland auch "Lastenausgleich" genannt). Merke: in einem armen Staat müssen nicht unbedingt überwiegend arme Bürger wohnen.

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k70-ingo 13.01.2015, 23:11
188.

Zitat von moev
Gibt schöne Dörfer da zahlen Sie zwischen 80-90 EUR pro m2
und es gibt Ecken am Gesäß der Republik, da wird der qm für weniger als 20 EUR angeboten.

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Herr Hold 14.01.2015, 08:48
189. Ist so

Zitat von freespeech1
Ja ist klar, alle sind glücklich, dass sie kein Wohneigentum haben müssen. Ist ja auch super, im Alter einen Großteil der Rente für Miete aufbringen zu müssen, statt mietfrei seine Rente genießen zu dürfen. Und wenn jedes Argument ausgeht, dann kommt Pegida, was immer man auch sagen will und nicht kann. Dass der Mietmarkt ganz entscheidend von der Entwicklung der Einwohnerzahl abhängt, wie es jeder Ökonomie-Student nach zwei Tagen weiß, daran ist Pegida Schuld, wer sonst. Danke für die informative Antwort.
Warum gibt es denn sonst eine Mietpreisbremse? Weil es eben viele gibt, die Mieten zahlen können und wollen, statt sich etwas zu kaufen. Mietwohnungen gibt es, weil die Nachfrage da ist.

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