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BaFin-Chef Felix Hufeld: "Wir können nicht Aufsicht nach Gutsherrenart betreiben"
DPA

Die Finanzfirma P&R konnte jahrelang Anlegern Container verkaufen, die es teilweise gar nicht gab. Felix Hufeld, Chef der Finanzaufsicht BaFin, wehrt sich gegen Vorwürfe, dass seine Behörde besser hätte aufpassen müssen.

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Marco.perutti 28.12.2018, 16:34
10. BaFin als Verhinderer

Ich bin (Klein)-Anleger und investiere u.a. in Sachwerte. Kürzlich habe ich erfahren, dass ein Anbieter von Bauminvestments von der BaFin gesperrt wurde - d.h. nicht mehr in Deutschland anbieten durfte - und das, obwohl doch Direktinvestments gar nicht der BaFin Aufsicht unterliegt ... Ich habe beim Anbieter nachgefragt: Ein Prospekt würde Wochen vorher eingereicht, aber noch nicht bearbeitet! Das ist sowohl für den Anbieter als auch für den Investor eine Katastrophe - und erinnert dann doch an Überwachung nach Gutsherrenart!

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intercooler61 28.12.2018, 16:36
11. Faule Ausreden von faulen Beamten

... mit Rückendeckung einer korrumpierten Politik.

Die Alternative ist keineswegs ein "staatlich gelenktes Finanzsystem", sondern eine effiziente Aufsicht nach dem Vorbild der SEC, incl. einer umfassenden und kostenlosen Informationsbasis in der Art von EDGAR online.

Demgegenüber sieht und sah die Bafin seit jeher ihre Aufgabe eher darin, die Banken vor den Kunden zu schützen als umgekehrt - wenn sie nicht gerade dem Beamtenschlaf verfallen war wie in der Ära Sanio. Mit der wirtschaftspolitischen Folge, dass unsere heimische Finanzindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit dank eines inzwischen unterirdischen Preis/Leistungsverhältnisses verloren hat - womöglich für immer.

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fluxus08 28.12.2018, 16:39
12. Grundsätzlich

kann man gegen Dummheit keine Gesetze erlassen.

Wie oft werden Anleger von allzu hohen Renditeversprechen gelockt, um dann ihr Hirn aus- und die Gier einzuschalten?

Und wenn sie dann scheitern, suchen diese Anleger natürlich irgend jemanden, den sie dann zur Rechenschaft ziehen können, anstatt bei sich selbst mal anzufangen.

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intercooler61 28.12.2018, 16:42
13. Faule Ausreden von faulen Beamten

... mit Rückendeckung einer korrumpierten Politik.

Die Alternative ist keineswegs ein "staatlich gelenktes Finanzsystem", sondern eine effiziente Aufsicht nach dem Vorbild der SEC, incl. einer umfassenden und kostenlosen Informationsbasis in der Art von EDGAR online.

Demgegenüber sieht und sah die Bafin seit jeher ihre Aufgabe eher darin, die Banken vor den Kunden zu schützen als umgekehrt - wenn sie nicht gerade dem Beamtenschlaf verfallen war wie in der Ära Sanio. Mit der wirtschaftspolitischen Folge, dass unsere heimische Finanzindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit dank eines inzwischen unterirdischen Preis/Leistungsverhältnisses verloren hat - womöglich für immer.

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capote 28.12.2018, 16:48
14. Lebensversicherung

1983 hat die hamburger Verbraucherzentrale letztinstanzlich erstritten, Lebensversicherungen "legalisierten Betrug" nennen zu dürfen. .... und nun, 30 jahre später werden immer noch fleissig Lebensversicherungen verkauft und gekauft. Die Sparer WOLLEN es nicht wissen.

Ich könnte zu Fonds auch noch was schreiben, nur das WILL auch keiner lesen.....

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m.klagge 28.12.2018, 16:58
15. Für normale Leute bedeutet die Aussage

des feinen Herrn Hufeld: "Ich habe keinen Bock zu arbeiten sondern sitze nur hier um auf mein Gehalt zu warten." Deutschlands Polit- und Verwaltungseliten leben in einer anderen Welt. Es ist an der Zeit, dass sich da was ändert.

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Pixelpu 28.12.2018, 17:02
16. Wer braucht diesen Felix?

Nach zweimaligem lesens dieses Interviews mit dem ehemaligen Finanz- und Versicherungsmenschen stellt sich für mich nur eine einzige Frage. Wer braucht diesen Felix und diese alles relativierende Bundesanstalt zur Prüfung von Hochglanzbroschüren windiger Anlagenverkäufer?

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shardan 28.12.2018, 17:05
17. Wenn ich sehe...

Wenn ich sehe, wie die BaFin mit kleine Anbietern und Versicherungsleuten umspringt, wird jede Aussage dieses Herren unglaubwürdig. Da gilt eiskalt der alte Satz "Die Großen lässt man laufen, die Kleinen hängt man auf". Die können nicht so prozessieren wie ein großer Laden, sind mithin bequeme Zielscheiben.

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KURT E.Schewe 28.12.2018, 17:06
18. Egal ob Rating-Agenturen oder

eine bei der EZB angesiedelte Bankenaufsicht (für über 129 Großbanken), die zumindest in der geplanten Form, wahrscheinlich gegen EU-Recht bzw. EU-Verträge verstößt, sie alle sind hinterher meist schlauer. Und wenn diese neue Institution ähnlich effizient prüft (siehe oben) wie die EU-Kontrolleure der European Banking Authority (EBA) mit Sitz in London, die die eklatante Schwäche von Zyperns Laiki Bank, sowie der belgisch/französischen Dexia auf dem Höhepunkt der Euro-Krise noch einen bestandenen „Stresstest“ bzw. Stabilität kurz vor deren Zusammenbruch attestierten, dann gute Nacht. Und so kritisierte eineinhalb Jahre später (14. November 2016) der Europäische Rechnungs-hof (EuRH) die Arbeitsqualität der EZB-Bankenaufsicht: „Die EZB-Bankenaufsicht hat zu wenig Kontrolle über Zusammensetzung und Qualität der Aufseher und Inspektoren.“ Zudem sind dieselben Mitarbeiter für Geldpolitik und Bankenaufsicht tätig, was nach Ansicht des EuRH einen Interessenskonflikt darstellt. Auch das Ergebnis des von der EZB 2016 durchgeführten Stresstest (allerdings ohne die Nullzinspolitik, die Einfluss auf die Banken hat, zu berücksichtigen) von 37 europäischen Großbanken, erweckte den Eindruck, als sei die Bankenkrise vorbei. Doch sie wird nur hinausgezögert - siehe besonders Italien und Frankreich.
Aber hoppala - wenn schon eine EBA (paneuropäische Bankenaufsicht) existiert, wozu dann noch eine neue Europäische Bankenaufsichts-behörde? Und dann gibt es da ja noch den ESFS (European System of Financial Supervisors), nicht zu verwechseln mit dem EFSM oder dem EFSF, den temporären Rettungsschirmen. Zudem gibt es die ESA (Europäische Finanzaufsichtsbehörden), dem ESFS zugeordnet und die ESMA, die Europäische Wertpapier und Marktaufsichtsbehörde mit Sitz in Paris. Und was macht dann die deutsche Finanzaufsicht (BaFin, die scheinbar ohnehin für die Katz ist – siehe Deutsche Bank, etc.), die von Draghi als überflüssig erklärt wird? Wer blickt da noch durch? Da Kompetenzen über halb Europa zersplittert sind und Schwächen bei der Kooperation zwischen diesen EU-Institutionen und den nationalen Behörden bestehen, weiß, trotz digitaler High-Tech-Kommunikation, wahrschein-lich die eine Hand nicht was die andere tut. Falls Sie, geneigter Leser, verwirrt sind, keine Sorge - den Berufs-Europäern in Brüssel ergeht es ähnlich.

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lala10 28.12.2018, 17:06
19.

Wir brauchen uns nich wundern das die deutschen Banken schlecht dastehen im Verhältnis zu den z.b.amerikanischen.Das hat doch Gründe .Die machen Geschäfte die den deutschen verboten wurden ist doch klar da sieht man an den Bilanzen.Solange wir den deutschen Banken nicht das gleiche erlauben werden sie nicht auf die Beine kommen.Wollen wir das - keine deutsche Großbank wir als eine der größten Volkswirtschaften.

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