Forum: Wirtschaft
Bahn-Chef Richard Lutz: Mehr Züge und weniger Berater
DPA

Mit einem 170 Seiten dicken Plan will der Vorstand der Bahn das Unternehmen wieder zum Laufen bringen. Doch die Berateraffäre könnte das nun vereiteln.

Seite 4 von 8
mollymalone 07.06.2019, 08:59
30.

Zitat von ronald1952
Berater, wer das Ausspricht sollte schon einen schalen Geschmack im Munde haben. Eine Firma die vernünftig geleitet wird braucht keine sogenannten Berater die sich eh nur die Brieftaschen und hier bei der Bahn mit viel Steuergeldern füllen. Für mich als ehemaligen Firmenchef der Heute in Rente ist heißt das ganz klar, die gesamte Firmenleitung der Bahn taugt absolut nichts. Wenn eine Firma welcher Art auch immer in die Schieflage gerät ist es nie die Schuld der Angestellten und Arbeiter sondern der Firmenleitung, oft Aufgebläht und völlig Inkompetent. Studiert zu haben einen Titel zu führe oder sich Manager zu nennen zeigt noch lange nicht die Qualifikation die man mitbringen muss eine Firma zu führen egal wie klein oder groß diese ist. Den Fehler der Heute so gemacht wird ist die Einstellung oder Berufung von Vorständen und Chefs die keine Ahnung vom Geschäft haben, die älteren unter uns sind alle den gleichen Weg gegangen nämlich den von unter her. Früher musste man von der Basis her anfangen ganz unten und alles über den Betrieb lernen, selbst wenn man der Sohn vom Chef war war das so. Und hat niemand geschadet im Gegenteil. Wer Berater für sein eigenes Geschäft braucht, hat keine Ahnung von seinen Geschäften und bei der Deutschen Bahn geht das seit Jahrzehnten so,leider denn das kostet den Deutschen Steuerzahler einen Haufen Geld das man auch anders wo gebrauchen könnte denn die Bahn ist ein Milliardengrab geworden. schönen Tag noch,
Stimme Ihnen vollkommen zu, dieses zunehmend grassierende Berater-Unwesen ist nur Ausdruck der Inkompetenz der jeweiligen Führungskräftte. Wer Berater benötigt, hat in der Regel nicht die für seine Position erforderliche Qualifikation und gehört gefeuert oder zumindest degradiert.

Exakt das Gleiche gilt nämlich auch für die Bundeswehr. Abermillionen Euro werden dort für wahre Heerscharen ebenso unnützer wie überbezahlter Berater verbrannt, so dass für das eigentliche Produkt (einsatzfähige, da qualifizierte und adäquat ausgerüstete Soldaten) viel zu wenig Geld da ist.


Man stelle sich mal vor, ein gelernter KFZ-Mechatroniker könne nur mit dem Gabelschlüssel umgehen und immer wenn ein anderes Werkzeug gebraucht wird, müsste leider Jemand für ihn einspringen. Wie lange hätte dieser Mann wohl seinen Job?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neinsagen 07.06.2019, 09:03
31. wer nicht ist und wer nichts kann, geht zu post und eisenbahn

wie wäre es wenn wir es wie die Griechen und die Italiener machen, alles verkaufen, Häfen an china, Eisenbahn und flugplätze und Bahnhöfe, alles an china, dann werden die Flugplätze fertig innerhalb eines jahres, Berlin wird unter der Führung von deutschen? Volksvertreter nie fertig; also an China verkaufen, zumindest das was china noch nicht gehört; und bevor der Flugplatz fertig ist, steht die Seidenstrasse in Duisburg; man was sind das nur für Pfeifen in Berlin, Landesregierung,Regierungspräsidien,Landratsämter; wer nichts ist und wer nichts kann, muss zur Post und Bundesbahn oder ist in der 5.Generation in Berlin,landesregierung,usw.
Deutschland quo vadis

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ElkeOspert 07.06.2019, 09:11
32.

Ich nutze die Bahn 4-5 mal im Jahr für längere Strecken und bin im großen und ganzen mit dem Angebot zufrieden.
Es sind eher lästige Details die einem die Fahrt verderben.

Bis heute verstehe ich z.B. nicht warum es die Bahn oft nur wenige Minuten vor Einfahrt eines Zuges schafft zu verkünden dass die Wagen heute mal wieder in umgekehrter Reihenfolge angeordnet sind oder der Zug auf einem anderen Gleis ankommt.

Wenn man da passend am Bahngleis mit Gepäck im Abschnitt A steht und nun plötzlich zu Abschnitt E muss und einem dabei die anderen Fahrgäste die am Abschnitt E standen und nun in Abschnitt A müssen entgegen kommen dann beginnt die Fahrt gleich mit Streß.

WLam / Internet im Zug sind eine feine Sache - wenn man sich halbwegs darauf verlassen könnte dass sie auch funktionieren.
Die starren Gepäckablagen über den Sitzen sind für etwas grössere Koffer oft zu eng. Und nicht wenige haben Probleme damit einen 20 kg schweren Koffer dort hinein zu bugsieren. Die Klappen die in Flugzeugen üblich sind sind da deutlich ergonomischer.

Bei Zugausfällen oder Verspätungen ist speziell die Information die man am Bahnsteig erhält oft sehr dürftig.

Die "Völkerwanderung" Im Zug durch Passagiere die keine Platzreservierung vorgenommen haben und nun Wagen um Wagen durchwandern um einen freien nicht reservierten Platz zu finden könnte man z.B. dadurch reduzieren in dem man bei Fahrkarten ohne Reservierung eine Wagenempfehlung aufdruckt und dabei natürlich eine mehr oder weniger gleichmässige Verteilung der Passagiere einplant

Viele Reisende die selten Bahn fahren sind auch damit überfordert anhand ihrer Platzreservierung und dem Wagenstandplan herauszufinden in welchem Abschnitt des Bahnsteigs sich ihr reservierter Platz befindet.
Mit ein paar zusätzlichen Monitoren am Bahnsteig könnte man stattdessen auch gleich die Wagennummern anzeigen was die Sache doch deutlich einfacher machen würde - erst recht wenn die Wagenreihenfolge vom Plan abweicht.
Bei knappen Umsteigezeiten an Kopfbahnhöfen macht es oft einen großen Unterschied in welchem Wagen man reserviert hat.
Entsprechende Empfehlungen gibt der Fahrkartenverkauf im Internet aber nicht.

Die Fahrtkartenautomaten sind zwar einfach zu bedienen aber auch wenn man mit ihnen vertraut ist muss man sich durch viele einzelne Schritte quälen,
Ein "Fast-Modus" bei dem alle Einstellungen auf einmal angezeigt werden und man nur noch die gewünschten Änderungen eingeben muss würde den Vorgang beschleunigen.
Würde die Bahn bei Kartenzahlung auch noch merken welche Fahrkarte man an diesem Bahnhof zuletzt mit der jeweiligen Kreditkarte gekauft hat dann könnte der Automat gleich entsprechende Voreinstellungen vorschlagen.
Wenn ich ich am Frankfurter Flughafen eine Fahrtkarte kaufe will ich z.B. eigentlich immer mit dem nächstmöglichen Zug nach Hause und es wäre bequemer und schneller wenn ich nur noch meine Kreditkarte in den Automat schieben müsste und sofort ein entsprechendes Ticket angeboten bekommen würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ElkeOspert 07.06.2019, 09:14
33.

Zitat von waldgeist
Die Berater rauszuwerfen, ist ebenfalls eine gute Idee. Nach meiner Erfahrung mit Unternehmensberatern sind sie selten ihr Geld wert.
Eigentlich sollte man doch von Bshn-Managern erwarten dürfen dass sie selbst in ihrer Branche kompetent sind und nicht Ratschläge von externen Unternehmensberatungen brauchen die mit der Bahn eher weniger am Hut haben.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasoe 07.06.2019, 09:27
34. Platzangebot und Modernität

Es ist nicht ganz das Thema des Artikels, kam aber hier schon vor: Der Weg den die Bahn gehen will und der ICE 4, in dem sich dieser andeutet. Vielen Menschen reicht der Platz auf den neuen Stühlen noch aus. Bei meiner Größe ist es aber eine deutliche Einschränkung, ich vermeide es, ICE 4 zu fahren. Und die jungen Leute werden immer größer - seltsame Entscheidung. Die Sitze sind zudem unbequemer. Etwa jeder zweite, mit dem ich spreche findet es nicht so schlimm, aber bisher keiner eine Verbesserung. Grelle Monitore, die mit Werbung nerven, sind auch nicht das, was ich suche.
Das steckt hinter dem Plan von Modernität und besserer Platzausnutzung. Und das trifft den Zeitgeist ebenso, wie die Berater (vermutlich hat weder ein Entscheider noch ein Berater in einem der oben genannten neuen Stühle gesessen). Wir sind aber alle auch keineswegs unschuldig. Wenn man liest, was die Leute alles von der Bahn fordern, wird einem Angst und bange. Das was man schon hat, bemerkt man dagegen nicht. Und dann verliert man es.
Das Alleinstellungsmerkmal der Bahn war - für mich zumindest - angenehmes Reisen. Man kann prima arbeiten. Aber genausogut: rausschauen, ins Zugrestaurant sitzen (früher mal ohne Laptops!), seine Beine fast ausstrecken, im Ruhebereich reisen. Ein bisschen abschalten. All das wird erodiert, außer dem Arbeiten. Stattdessen kriegen wir WLAN, Geschwindigkeit, Snacks, Monitore überall und Enge. Ist bald kein schönes Erlebnis mehr. Dann kann ich auch Fliegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fuchsi 07.06.2019, 09:42
35. Neoliberale "Reformen"

der letzten Jahrzehnte haben die Bahn ruiniert. Alles im Zeichen einer ach so kompetenten Wirtschaft in reinster kapitalistischer Ideologie. Dazu die Raffkes aller Art. Klima egal, das Privatkonto muss stimmen, am besten mit Beratung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neinsagen 07.06.2019, 09:44
36. das haben Sie schön geschrieben, wird das ein Eisenbähnler lesen

Zitat von badscooter
ich berate euch kostenlos: 1.) tickets billiger machen. 2.) mehr züge. 3.) bahnhöfe nicht schließen, sondern erhalten. 4.) züge nicht streichen, sondern erhalten. 5.) züge und gleise ordentlich warten. 6.) auch mal pünktlich sein. 7.) pünktlichkeit nich künstlich schön rechnen (5 min verspätung ist NICHT pünktlich!). 8.) funktionierende klimaanlagen. 9.) funktionierendes bordrestaurant. 10.) projekte wie stuttgart21 einfach lassen. 11.) ehrlichkeit. 12.) kompetente mitarbeiter dort einsetzen, wo man sie braucht (ticketschalter). 13.) kompliziertes preissystem vereinfachen. liebe bahn, eigentlich wäre jetzt der zeitpunkt, wo viele auf die bahn umsteigen würden (klimadiskussion) - wenn sie denn führe oder bezahlbar wäre. ich helfe doch gerne.
kann ein Beamter verstehen ?
Facharbeiter wurden abgeschafft, weil Deutschlands Regierung Industrie und Gewerbe ins Ausland gegeben hat
nun kommen die Früchte als Billigimporte zurück mit dem Ergebnis das wir hier keine Facharbeiter mehr ausgebildet haben und die meisten Menschen Hilfsarbeiterjobs annehmen, wenn überhaupt, dafür haben wir ja die Ausländer, und unsere Bevölkerung hängt ohnehin nur noch an Facebook und what´s up um "Schall und Rauch" zu spielen. Eigentlich ist Deutschland fertig wie ein Schnitzel; und die wenigen wie ich verlassen Ende Jahr diesen Scherbenhaufen Deutschland

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neinsagen 07.06.2019, 09:48
37. von einem Beamten Minister udgl. kannst Du nichts erwarten, weil....

Zitat von ElkeOspert
Eigentlich sollte man doch von Bshn-Managern erwarten dürfen dass sie selbst in ihrer Branche kompetent sind und nicht Ratschläge von externen Unternehmensberatungen brauchen die mit der Bahn eher weniger am Hut haben.....
diese Leute glauben tatsächlich für den Bürger dazusein und den Bürger nur das Beste angedeihen zu lassen. Ja das glauben die Beamten Minister u.Co.
Diese Menschen verstehen nicht weshalb der Bürger auf sie schimpft

eigentlich hat der Bürger hier im land schon lange aufgegeben, und wenn ich das geschrieben habe, was keiner liest ist des eben Schall und Rauch

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seaquest 07.06.2019, 09:55
38. System wird sich nicht ändern

@2 Da stimme ich Ihnen voll zu, wenn es um das Kerngeschäft der Firma geht. Allerdings würde ich es noch ein wenig differenzierter betrachten: begibt man sich als Firma auf Neuland, hat man nicht unbedingt gleich die Experten dafür im Team. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, sich zu Beginn einer Neuerung vernünftig bezahlte Expertise von außerhalb zu holen. Also kein Dampfgeplaudere für Millionen Euros.
Wie schon Nr. 11 richtig schreibt, ist u.a. das Hauptproblem die veraltete Technik und das Netz. Habe ich vorgestern leider wieder selber erleben dürfen: von Heidelberg Hbf nach Regensburg Hbf in 6 (!) Stunden, 2x Umstieg wegen Verspätung verpasst (Personen im Gleis, Signalstörung, Weichenstörung, technische Störung am Zug, etc. etc., alles "Entschuldigungen" auf der Liste mit 30 Stück zur Auswahl).
Wer 170 Seiten braucht, will lieber durch viel Geplappere vom eigenen Versagen und das der Vorgänger ablenken.
Angesichts der armseligen politischen Besetzungen im Verkehrsministerium und angesichts der Raffgier und der Realitätsferne von Managern: glaubt irgendjemand ernsthaft, dass sich die Probleme bei der Bahn in naher und entfernter Zukunft großartig ändern werden? Im Leben nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
saarpirat 07.06.2019, 10:00
39.

Zitat von Haudraufundschluss
Schilder wie: Aufsichtsräte haften für ihre Konzerne? Wäre doch mal was...
Wir wollen den Aufsichträten nicht mehr zumuten, als ist fairerweise tragen können. Es würde schon reichen, wenn das Management haften würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 8