Forum: Wirtschaft
Bahn-Chef Richard Lutz: Mehr Züge und weniger Berater
DPA

Mit einem 170 Seiten dicken Plan will der Vorstand der Bahn das Unternehmen wieder zum Laufen bringen. Doch die Berateraffäre könnte das nun vereiteln.

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sans_words 07.06.2019, 11:25
60. Zu viel verlangt

Die Bahn soll:

- jegliche Kundennachfrage erfüllen
- sämtliche Regionen bedienen
- jederzeit pünktlich sein
- keiner Investitionen bedürfen
- keine Neubau- oder Zusatzstrecken benötigen
- Gewinne machen

Früher (nach dem Krieg) hat man zusätzlich noch Kriegsversehrte aus sozialen Gründen beschäftigt.

Kann es sein, dass man von der Bahn einfach zu viel verlangt und es nicht am unfähigen Management liegt? In anderen (erfolgreicheren) Ländern investiert man deutlich mehr pro Kopf in das Funktionieren der Bahn.

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mirage122 07.06.2019, 11:25
61. Schämen die sich nicht?

Sie haben in ihren Posten total versagt, haben dafür Unmengen von Kohle eingestrichen und "genehmigen" sich jetzt noch tolle Berater-Verträge: Dieser Staat ist keine Bananen-Republik mehr, sondern eigentlich eine mafiöse Organisation vom Feinsten. Warum werden Grube und Konsorten nicht zur Rechenschaft gezogen? Persönliche finanzielle Haftung und Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft!

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till_wollheim 07.06.2019, 11:30
62. Diesel- und Geschäftswagenprivileg zugunsten der Bahn abschaffen.

Es ist längst nicht mehr zeitgemäß, daß Selbständige Fahrzeuge in unbegrenzter Höhe abschreiben können. Daher sollte die Subvention auf 60'000 € begrenzt werden und Diesel endlich mit der vollen Steuer belegt werden. Dadurch würden dann auch viele unnötige Hin- und Her-Transporte wegfallen. Zusätzlich sollte die Maut für LKW, die nicht in Deutschland tanken erhöht werden. Bzw. umgekehrt einen Bonus bekommen, wenn sie in Deutschland getankt haben.
Das durch den Wegfall der Privilegien gesparte geld sollte dann ungeschmälert der Bahn gegeben werden, vor allem um neues, besseres Zugmaterial einzukaufen. Zudem sollte es einen Wettbewerb zwischen den einzelnen Bahn-Wartungsstellen geben um die Qualität zu verbessern - z. B. durch ein erhöhtes Weihnachtsgeld bei besonders guten Wartungsresultaten.

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Schartin Mulz 07.06.2019, 11:32
63. Vertreiben

Zitat von oldsiamsir
Ist sich SPON sicher, dass eine Wortwahl wie "vertrieben" in Ordnung ist und nicht vielmehr eine geschmacklose Entgleisung des Redakteurs? Genauso empfinde ich es jedenfalls. Womöglich sollte SPON sich mal mit dem Begriff der Vertreibung vertraut machen.
ist ein ziemlich normales Wort mit einem größeren Spektrum an Bedeutungen. Das ist keinesfalls explizit mit der "Vertreibung" im Sinne von Deporation verbunden.

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willi.thom 07.06.2019, 11:32
64.

Herr Lutz ist ein ebenso große Niete wie seine Vorgänger. Reformen nur unter dem Zwang der öffentlichen Meinung. Wer ist denn noch stolz auf unsere Bahn? Nun kommt ans Tageslicht, daß sich die armen Vorstände gegenseitig Beraterverträge zugeschoben haben. Für diese Gier haben die Menschen in unserem Land sicher größtes Verständnis. Vor ein paar Wochen - der BRH-Bericht war gerade erschienen - saß auf dem Weg von Frankfurt nach Köln ein Lokführer neben mir im ICE. Was der Mann mir über die Stimmung unter seinen Kollegen berichtete, war nicht überraschend, aber doch erschütternd. Wenn der Verkehrsminister ein wenig Fachkenntnisse und vor allem Format und Glaubwürdigkeit besäße, könnte er das Geld für die notwendige Bahnreform zusammenbringen. Und einen erfahrenen Schweizer Bahnmanager an die Spitze setzen. Ich bin oft in China mit dem High-Speed-Train unterwegs, mit großem Vergnügen. Keine Frage, wer hier das Entwicklungsland ist. Vor einigen Monaten erschien der SPIEGEL mit dem Titelblatt Xing Lai = Aufwachen. Aber dafür ist es bei dieser Regierung zu spät. Abtreten.

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till_wollheim 07.06.2019, 11:37
65. Es ist leicht zu meckern!

Die Forumsbeinhalter, die hier so großspurig die Politiker der Dummheit bezichtigen - ja sie haben ja manchmal recht - sollten sich doch mal fragen, wenn sie keine konstruktiven Vorschläge zu machen haben, ob sie dann nicht genau diejenigen sind, die sie so schreiblaut kritisieren!

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willi.thom 07.06.2019, 11:39
66.

Herr Lutz braucht 170 Seiten für die Erläuterung seiner Bahnreform.
Als Verkehrsminister würde ich ihn bitten, seine Vorschläge auf eine Seite zu reduzieren: Pünktlichkeit, Sauberkeit, Streckenausbau, besserer Service. Vorbilder gibt es genug.

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oldsiamsir 07.06.2019, 11:41
67. Fahrräder

Zitat von Tatsächlich
Wie bei Airlines werden sicherlich die Sitzreihen verkürzt, d.h. die Kniefreiheit eingeschränkt. Der arme Kunde. Außerdem sind auch bei den neuen ICEs keine Stellplätze für Fahrräder vorgesehen, und das bei dem ganzen Greta-Hype - die Bahn ist in schwerem Fahrwasser...
Die Sitze im ICE 4 sind schrecklich, aber es gibt tatsächlich Fahrradstellplätze.

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oldsiamsir 07.06.2019, 11:46
68. Vertreiben

Zitat von Schartin Mulz
ist ein ziemlich normales Wort mit einem größeren Spektrum an Bedeutungen. Das ist keinesfalls explizit mit der "Vertreibung" im Sinne von Deporation verbunden.
Es ist zum einen definitiv im hiesigen Zusammenhang vollkommen unangemessen und in jedem Fall kein harmloses Wort. In einen journalistischen Beitrag hat es jedenfalls in diesem Zusammenhang nichts verloren. Vertreibung ist immer ein Gewaltakt. Jedenfalls möchte ich mal sehen was passiert, wenn sich tatsächlich jemand bemüßigt fühlen würde, Berater aus einem Gebäude zu vertreiben. Polizei und Staatsanwaltschaft wären mit Recht an derartigem Verhalten interessiert.

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chrisms78 07.06.2019, 12:02
69. Eigentlich dürfte man sich gar nicht mehr aufregen, aber...

Seit Jahren hört man von der Bahn das es jetzt besser/pünktlicher wird. Aber die Bahn ist ein schönes Beispiel wohin die Privatisierung führen kann. Man vergleiche mal die Zahlen der Gleis-KM, der Weichen oder der Bahnhöfe von heute und von vor 20 Jahren. Überall wurde reduziert um Wartungskosten zu sparen. Ergebnis: Züge können nicht mehr überholen und kleine Ausfälle von riesige Verspätung zur Folge. Das wurde von der Bahn als Erfolg gefeiert (weniger Kosten). Dafür wurden weltweit - mit Schulden - unsinnige Nebengeschäfte aufgebaut und man ist jetzt am Limit von max. 20 Milliarden Schulden und schreit jetzt nach Staatshilfe, weil man ja umweltfreundlich ist? Da passen die Berater-Korruptions-Verträge perfekt rein. Schaut euch mal "Die Anstalt" an, wo auch u.a. S21 mal auseinandergenommen wird. Ich kann da nur noch mit dem Kopf schütteln. Man sollte den Laden pleite gehen lassen, verstaatlichen und wieder dafür sorgen das er das macht, was seine Aufgabe sein sollte: Leute pünklich und günstig von A nach B bringen.

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