Forum: Wirtschaft
Bahn-Schlichtung: Warum denn nicht gleich so, Herr Weselsky?
DPA

Überraschend geräuschlos haben die Schlichter im Tarifkonflikt der Bahn eine Einigung herbeigeführt. Trotz des ansehnlichen Tarifabschlusses geht Lokführerboss Claus Weselsky nur als zweiter Sieger vom Platz.

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LorenzSTR 01.07.2015, 18:09
1. Antwort auf Ihre Frage

Warum nicht gleich so? Ähm, weil sich noch einige Menschen der neoliberalen Wirtschaftsdiktatur in den Weg stellen, die seit mehreren Jahrzehnten weltweit errichtet wird. Das sind jene Leute, die in 100, 150 Jahren als Helden gefeiert werden - sofern dieses katastrophale Wirtschaftssystem dann nicht schon längst Planet und Mensch an die Wand gefahren hat.

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Phil2302 01.07.2015, 18:12
2.

Mir war von vornherein nicht verständlich, warum man bei den Lehrern unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit abschaffen will, bei den Lokführern aber plötzlich alle dafür sind.

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Zaphod 01.07.2015, 18:14
3. Kein Kampf, kein Sieg

Wer nicht kämpft, kann nicht gewinnen, sondern hat bereits verloren. Daher ist es bewunderswert, mit welcher Ausdauer die Lokführer für ihre Interessen gekämpft haben. Sie haben es versucht und dabei viel erdulden müssen. Neoliberale hassen sie, aber jeder, der für Gerechtigkeit und Solidarität ist, wird sie lieben. Denn die Lokführer haben Deutschland gezeigt, dass es nicht darum geht, stets "zu funktionieren", sondern auch darum, dass der "kleine Mann" und seine Interessen berücksichtigt werden.

Die GdL mag ihre Ziele nicht vollständig erreicht haben, aber als Sieger darf sie sich stellvertretend für alle Arbeitnehmer fühlen! Die GdL ist Sieger der Herzen!

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Freiberufler 01.07.2015, 18:16
4. Dass hier weiterhin die Gewerkschaft als -Schuldiger- präsentiert wird

ist eine Form von Hetze. Ganz oben ein Bild von Herrn Weselsky, als wenn es keine arbeitgeber gäbe, die versuchen, die Gesetze zu umgehen und die Menschen auszubeuten. Unglaublich! Das in dem Land, das sich brüstet, die Zeit der schlimmsten Diktatur der Geschichte in einem Kulturland, mitten in Europa, verarbeitet zu haben! Hat es definitiv nicht!

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conny1969 01.07.2015, 18:16
5. wer aufrichtig informiert werden will...

sollte mal Online bei der NZZ nachlesen. Die Schweizer sind dann doch ehrlicher, objektiver und informativer.

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iffelsine 01.07.2015, 18:16
6. Weselsky - der Schaumschläger

Und alle Fahrgäste mußten leiden, auch weil die Beschäftigten offenkundig garnicht mitbekommen haben, weswegen sie gestreikt haben: nämlich wegen des Egos von eselsky.

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daslästermaul 01.07.2015, 18:19
7. Vorerst Ruhe an der Front .....

Weselsky hat in einem voerst kleinen Umfang das zugestanden bekommen, wonach er schon so lange verzweifelt gierte und was er im Überlebenskampf
seiner Minigewerkschaft dringend brauchte.

Vorerst wird daher erst einmal Ruhe herrschen. Aber es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis er wieder - mit geschwollenem Kamm und auf Krawall gebürstet - cholerisch polternd durch die Gegend läuft und wieder den Bahnverkehr lahm legt.

Ob er allerdings seinem Anliegen, seiner Minigewerkschaft und der deutschen Gewrkschaftsbewegung insgesamt damit einen
Gefallen erweist darf mehr als bezweifelt werden.

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bodo@3t.ie 01.07.2015, 18:22
8. Also doch nicht GG9 Hype....

Na , jetzt haben wir es....der immer und immer wieder zitierte GG9 ("Bahn muss einen Tarifvertrag für nicht-Lokführer unterzeichnen weil es im GG9 steht...") hat sich wohl in Luft aufgelöst - weil es den gar nicht gibt ! Und selbst Ramelow und Weselsky haben das verstanden - aber 9 mal streiken und dann Schlichtung um dies zu kapieren.....

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medienhoppel 01.07.2015, 18:22
9. So unaufmerksam?

Ganz offensichtlich sind dem Autor verschiedene Pressemeldungen unterschiedlichster Medien entgangen, die die GdL und Weselsky zum Sieg auf der ganzen Linie gratulieren.

Der eigenständige Rahmentaifvertrag "Zug" umfasst eben nicht nur Lokführer, sondern auch Zugbegleiter uam.

Genau DARUM gab es ein Jahr lang heftige Auseinandersetzungen und 9 Streiks - aber wer eben einäugig auf die GdL eingedroschen hat wie bestimmte Journmalisten und oft auch SPON, dem fehlt eben die Objektivität, das auch mal zuzugeben, dass man FALSCH gelegen hat und das Schlichtungsergebnis keineswegs die eigene immer noch falsche Meinung erzielt hat.

Bedauerlich, so ein Nachtreten wider besseres Wissen, aber inzwischen typisch für große Teile der Medien.

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