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Bahn - sollten ICE seltener halten?

Die Diskussion über Streckenführung und Taktung der ICE ist nicht neu, flammt aber bei neuen Stationen immer wieder auf. Schnelligkeit und direkte Verbindung der Zielpunkte ist einer der Kernpunkte der ICE-Strategie. Sollten die schnellen Züge folgerichtig seltener halten als bisher?

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Hackel39 02.11.2011, 13:05
10. Reisedemokratie

Zitat von sysop
Die Diskussion über Streckenführung und Taktung der ICE ist nicht neu, flammt aber bei neuen Stationen immer wieder auf. Schnelligkeit und direkte Verbindung der Zielpunkte ist einer der Kernpunkte der ICE-Strategie. Sollten die schnellen Züge folgerichtig seltener halten als bisher?
Das Alleinstellungsmerkmal des DB- Fernverkehrs ist die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen weit entfernt liegenden Orte von der alle Reisenden etwas haben sollten.
Die Zumutbarkeit, daß sich Bewohner von Ballungsräumen zu zentralen Sammelstellen begeben, die sie auch jetzt schon in der Regel per Regionalverkehr gut erreichen sehe ich als gegeben, so daß kein ICE kürzere Teilstrecken als 40-50 km ohne Halt absolvieren sollte.
Je dichter eine Region besiedelt ist, desto quantitativ hochwertiger ist auch der SPNV und die Bequemlichkeit von Einzelpersonen sollte dem Gesamtprojekt konkurenzlos schneller Zugverbindungen untergeordnet werden.
Ich halte 20% Regionalbahnanteil für Fernreisen für absolut zumutbar und finde ständige Wechsel angefahrener Fernbahn- Haltestellen wegen der baulichen Auflagen (z.B. Bahnsteiglänge/höhe/beleuchtung u.v.a.) kontraproduktiv.
Im Übrigen ist der Wegfall von Fernzugverbindungen wie z.B. zwischen Magdeburg und Berlin zwar schlecht fürs Prestige aber noch nicht der Weltuntergang, immerhin sind ja auch Kosten zu kalkulieren und wenn 160 km/h eben nicht reichen, so mögen die Kritiker doch das Flugzeug nehmen.
Sehr positiv bewerte ich die Abkehr von der 300 km/h- Strategie bei der Beschaffung der neuen ICE- Flotte (ICx), denn mit 230 bzw. 250 km/h ist man sehr gut unterwegs, ideal wäre es, wenn man die noch schnelleren Fahrzeuge zur Aufholung von Verspätungen im (langsameren) Betrieb belassen würde und bei Bedarf, z.B. zwischen Köln und Frankfurt mitgegebene Verspätungen durch "Ausfahren" der Höchstgeschwindigkeit reduzieren könnte, um das System zu stabilisieren.

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murrle01 04.11.2011, 11:21
11. Nicht ganz..

Zitat von Hackel39
Das Alleinstellungsmerkmal des DB- Fernverkehrs ist die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen weit entfernt liegenden Orte von der alle Reisenden etwas haben sollten. Die Zumutbarkeit, daß sich Bewohner von Ballungsräumen zu zentralen Sammelstellen begeben, die sie auch jetzt schon in der Regel per Regionalverkehr gut erreichen sehe ich als gegeben, so daß kein ICE kürzere Teilstrecken als 40-50 km ohne Halt absolvieren sollte. Je dichter eine Region besiedelt ist, desto quantitativ hochwertiger ist auch der SPNV und die Bequemlichkeit von Einzelpersonen sollte dem Gesamtprojekt konkurenzlos schneller Zugverbindungen untergeordnet werden. Ich halte 20% Regionalbahnanteil für Fernreisen für absolut zumutbar und finde ständige Wechsel angefahrener Fernbahn- Haltestellen wegen der baulichen Auflagen (z.B. Bahnsteiglänge/höhe/beleuchtung u.v.a.) kontraproduktiv. Im Übrigen ist der Wegfall von Fernzugverbindungen wie z.B. zwischen Magdeburg und Berlin zwar schlecht fürs Prestige aber noch nicht der Weltuntergang, immerhin sind ja auch Kosten zu kalkulieren und wenn 160 km/h eben nicht reichen, so mögen die Kritiker doch das Flugzeug nehmen. Sehr positiv bewerte ich die Abkehr von der 300 km/h- Strategie bei der Beschaffung der neuen ICE- Flotte (ICx), denn mit 230 bzw. 250 km/h ist man sehr gut unterwegs, ideal wäre es, wenn man die noch schnelleren Fahrzeuge zur Aufholung von Verspätungen im (langsameren) Betrieb belassen würde und bei Bedarf, z.B. zwischen Köln und Frankfurt mitgegebene Verspätungen durch "Ausfahren" der Höchstgeschwindigkeit reduzieren könnte, um das System zu stabilisieren.
Da muß ich dem "Kollegen" Hackel39 ein wenig widersprechen:
Aus meiner Erfahrung nach unzähligen Gesprächen mit Fahrgästen in meiner Dienstzeit, habe ich verstanden, das 90% aller Reisenden weniger Wert legen auf eine Fahrzeitverkürzung von 10 Minuten bei einer Fahrt von 2 oder 3 Stunden und mehr. Dagegen die Ankunft aber planmäßig sein soll. Wegen Anschlüssen oder wartende Abholer usw. Dazu, der unverständlicher Weise eingestellte Interregio, war bei sehr vielen Fernreisenden beliebt. Weil er eben einige Bahnhöfe mehr anhielt, und damit zusätzliche Umstiege ausbleiben konnten. Die Reisegeschwindigkeit aber dennoch vertretbar war. Auch die Bestellung ZWEIER verschiedener (fast gleicher) Zugtypen, die sich nur durch die zulässige HG unterscheiden, ist hirnrissig! Bei Ausfall einiger 250Km/h Züge, können die nicht durch die anderen ersetzt werden, ohne Verspätungen zu bekommen. Dazu ist die Logistik unnötig aufgestockt. Ein Zugtyp der gleichen Art mit unterschiedlicher "Bemalung" und Verwendung, schon wären keine Probleme möglich. Logistik, Werkstatt, Bedienung, Ausbildung - alles gleich. Das wäre vernünftig.
Die ICE's sollten in keinem Fall weniger Haltebahnhöfe bekommen. Dafür eine etwas geringere Plangeschwindigkeit, und die Möglichkeit mit einer höheren Geschwindigkeit eine Verspätungen aufholen zu können, was zur Zeit kaum, oder nur selten möglich ist. Wieso im Ruhrgebiet die ICE's alle paar Km halten, auf anderen Strecken jedoch 120Km ohne Halt fahren, ist mir auch nicht einleuchtend genug erklärt worden.

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Ökopit 04.11.2011, 19:10
12. In diesen Punkten ...

Zitat von murrle01
... Die ICE's sollten in keinem Fall weniger Haltebahnhöfe bekommen. ... Wieso im Ruhrgebiet die ICE's alle paar Km halten, auf anderen Strecken jedoch 120Km ohne Halt fahren, ist mir auch nicht einleuchtend genug erklärt worden.
... bin ich voll und ganz bei Ihnen!

Im (Kern-) Ruhrgebiet reichen drei ICE-Halte an den "großen" Verknüpfungsbahnhöfen Duisburg, Essen und Dortmund mehr als aus!

Zusätzlich sollten hier auch die ICE-Linien nicht "gebündelt" geführt werden, denn heute ist es so, dass (fast) jeder ICE aus Süddeutschland von Köln bis Dortmund auf der "gleichen Trasse" verkehrt und sich erst danach die Laufwege wieder nach "Nord" (Münster, Bremen Hamburg) oder Ost (Bielefeld, Hannover, Berlin) geteilt werden!

P.S.: Warum eigentlich hält jeder ICE, der die Rheinstrecke nutzt in den Hauptbahnhöfen von Düsseldorf und Duisburg, aber längst noch nicht jeder am "internationalen Rhein-Ruhr-Flughafen" im Düsseldorfer Norden?

Gerade für ein "Fernverkehrsmittel" würde doch die ständige Umsteigemöglichkeit auf das internationale Fernverkehrsmittel Flugzeug (am drittgrößten deutschen Passagierflughafen) Sinn machen! (Die Landeshauptstadt wäre vom Flughafen trotzdem mindestens viermal stündlich - soviele Regional-Expresse bedienen diese Linie ohne Zwischenhalt - problemlos innerhalb von 10 Minuten erreichbar! Nach Duisburg Hbf. sind es - ebenfalls ohne Zwischenhalt - auch nur 12 Minuten!

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murrle01 04.11.2011, 19:20
13. Auch das...

Zitat von Ökopit
... bin ich voll und ganz bei Ihnen! Im (Kern-) Ruhrgebiet reichen an den "großen" Verknüpfungsbahnhöfen mehr als aus! Zusätzlich sollten hier auch die ICE-Linien nicht "gebündelt" geführt werden, denn heute ist es so, dass (fast) jeder ICE aus Süddeutschland von Köln bis Dortmund auf der "gleichen Trasse" verkehrt und sich erst danach die Laufwege wieder nach "Nord" (Münster, Bremen Hamburg) oder Ost (Bielefeld, Hannover, Berlin) geteilt werden! P.S.: Warum eigentlich hält in den Hauptbahnhöfen von Düsseldorf und Duisburg, aber längst noch nicht jeder am "internationalen Rhein-Ruhr-Flughafen" im Düsseldorfer Norden? Gerade für ein "Fernverkehrsmittel" würde doch die ständige Umsteigemöglichkeit auf das internationale Fernverkehrsmittel Flugzeug (am drittgrößten deutschen Passagierflughafen) Sinn machen! (Die Landeshauptstadt wäre vom Flughafen trotzdem - soviele Regional-Expresse bedienen diese Linie ohne Zwischenhalt - problemlos innerhalb von 10 Minuten erreichbar! Nach Duisburg Hbf. sind es - ebenfalls ohne Zwischenhalt - auch nur 12 Minuten!
ist für mich unverständlich!

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albert schulz 04.11.2011, 22:48
14. die Bahn kann es nicht

murrle01

Wieso im Ruhrgebiet die ICE's alle paar Km halten, auf anderen Strecken jedoch 120Km oh-ne Halt fahren, ist mir auch nicht einleuchtend genug erklärt worden.

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Dann werden Sie im Erdkundeunterricht geschlafen haben. Im Ruhrgebiet wohnen sechs Millionen Menschen, die Bahnhofshalte gehören jeweils zu Städten von einer halben Million.

Wesentlicher scheint mir zu sein, daß man an der vielbefahrenen Strecke Köln - Hamm (östlich von Dortmund) noch keinen Handschlag getan hat, aber irrwitzig teure Tunnel durch völlig unbewohnte Wüsteneien baut. Die Bahn ist von einer stinkenden Bequemlichkeit, wahlweise gnadenlosen Dummheit. Mit Regionalzügen hat man heute fast nirgends mehr Anschluß.

Und die Flughäfen werden vernünftigerweise nur bedient, wenn es eine Nachfrage gibt. Frankfurt ist ein übler Hirnfurz, voll am Bedarf vorbei. Größenwahn.

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murrle01 05.11.2011, 23:19
15. Sie können sicher sein...

Zitat von albert schulz
murrle01 Wieso im Ruhrgebiet die ICE's alle paar Km halten, auf anderen Strecken jedoch 120Km oh-ne Halt fahren, ist mir auch nicht einleuchtend genug erklärt worden. ############################################### Dann werden Sie im Erdkundeunterricht geschlafen haben. Im Ruhrgebiet wohnen sechs Millionen Menschen, die Bahnhofshalte gehören jeweils zu Städten von einer halben Million. Wesentlicher scheint mir zu sein, daß man an der vielbefahrenen Strecke Köln - Hamm (östlich von Dortmund) noch keinen Handschlag getan hat, aber irrwitzig teure Tunnel durch völlig unbewohnte Wüsteneien baut. Die Bahn ist von einer stinkenden Bequemlichkeit, wahlweise gnadenlosen Dummheit. Mit Regionalzügen hat man heute fast nirgends mehr Anschluß. Und die Flughäfen werden vernünftigerweise nur bedient, wenn es eine Nachfrage gibt. Frankfurt ist ein übler Hirnfurz, voll am Bedarf vorbei. Größenwahn.
das ich in Heimatkunde gut bewandert war und bin - außerdem auf der Strecke von Hannover nach Köln u.A. mehrfach im Monat mehr als 20 Jahre selbst als Lokführer gefahren bin. Genau deshalb ist es mir unergründlich das JEDER ICE dort an jedem Bahnhof hält. Und das sind einige (zuviel). Gleichzeitig aber der Zug von Hannover bis Bielefeld durchfährt. Die Stadt Minden aber einen Einzugsbereich von mehr als 50Km hat in beide Richtungen. Also ein Reisender, der mit dem ICE nach Dortmund Hamm oder Köln möchte, aber in Stadthagen oder Bückeburg wohnt, erst einige zig Km ZURÜCK muß, um in den Genuß des ICE zu gelangen. Oder in Gegenrichtung zwei mal umsteigen (mit Reisegepäck sehr komfortabel). Dazu ist Minden ein Umsteigebahnhof in Richtung Nienburg, Bremen/Hamburg. Und durch die Streckenführung die Geschwindigkeit so wie so auf 100Km/h vermindert wird. Mindestens jeder zweite könnte die Minute Halt plus Anfahrt gut verkraften. Was den Bedarf angeht Flughäfen anzufahren, habe ich es selbst mehrfach im privaten Bereich erlebt, das die Regionalbahnen genutzt werden mußten. Am Wochenende ein Spaß, wenn Sport"fans" die Züge kapern.

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albert schulz 05.11.2011, 13:05
16. die Bahn schafft sich ab

Zitat von murrle01
das ich in Heimatkunde gut bewandert war und bin - außerdem auf der Strecke von Hannover nach Köln u.A. mehrfach im Monat mehr als 20 Jahre selbst als Lokführer gefahren bin. Genau deshalb ist es mir unergründlich das JEDER ICE dort an jedem Bahnhof hält. Und das sind einige (zuviel). Gleichzeitig aber der Zug von Hannover bis Bielefeld durchfährt. Die Stadt Minden aber einen Einzugsbereich von mehr als 50Km hat in beide Richtungen. Also ein Reisender, der mit dem ICE nach Dortmund Hamm oder Köln möchte, aber in Stadthagen oder Bückeburg wohnt, erst einige zig Km ZURÜCK muß, um in den Genuß des ICE zu gelangen. Oder in Gegenrichtung zwei mal umsteigen (mit Reisegepäck sehr komfortabel). Dazu ist Minden ein Umsteigebahnhof in Richtung Nienburg, Bremen/Hamburg. Und durch die Streckenführung die Geschwindigkeit so wie so auf 100Km/h vermindert wird. Mindestens jeder zweite könnte die Minute Halt plus Anfahrt gut verkraften. Was den Bedarf angeht Flughäfen anzufahren, habe ich es selbst mehrfach im privaten Bereich erlebt, das die Regionalbahnen genutzt werden mußten. Am Wochenende ein Spaß, wenn Sport"fans" die Züge kapern.
Die Bahn hält in Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg, Düsseldorf, zuweilen noch am Flughafen. Das sind allesamt recht große Städte, weitere liegen in unmittelbarer S- Bahn – Nähe, das direkte Einzugsgebiet umfaßt jeweils eine Million Menschen. Ulm oder Göttingen haben wenig mehr als 100.000 Einwohner, sind aber regional wichtige Zentren, und das kann man von den entvölkerten Freiräumen Niedersachsens (und des Weserberglands) nicht behaupten. Bereits Wuppertal mit seinen 350.000 Einwohnern hat seit Jahren ein Problem, vom ICE bedient zu werden, der Haltepunkt Solingen hat selbst mit Remscheid zusammen ein kleineres Einzugsgebiet.

Ein weiteres Argument ist die Geschwindigkeit. Bei höchstens 160 km/h und meist weniger verursacht ein Halt weit geringere Verzögerungen als bei 300 km/h. Gäbe es diesen Zug, müßte man in Köln/Düsseldorf oder Dortmund zusteigen. Aber diesen Zug bekommt die Bahn nicht hin. Von den Politkern setzt es auch nur dumme Sprüche. Das liegt daran, daß Trassen durch bewohntes Gebiet sehr viel Gedankenschmalz benötigen, und einen klaren politischen Willen.

Was stockbesoffene Sportfans mit Flughäfen zu tun haben, ist mir nicht ganz klar. Ich kann mich aber gut daran erinnern, daß mich Schaffner daran gehindert haben, Waggons mit heimkehrenden Soldaten aufzusuchen. Scheint ein trauriger Beruf zu sein. Bei den Flughäfen steigen bestenfalls zur Urlaubszeit größere Menschenmengen ein, und zwar mit reduziertem Gepäck. Denen darf man ruhig die zwanzig Minuten S – Bahn bis zum nächsten Großbahnhof zumuten. Daß Flüge so unerhört preiswert sind, ist allerdings eine sagenhafte Schweinerei. Wie die Höhe der regulären Bahnpreise, die sich am Wochenende für eine Einzelperson leicht durch einen Leihwagen unterbieten lassen, in der Woche reichten zwei Leute locker.

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Ökopit 05.11.2011, 18:02
17. Neben den von Ihnen ...

Zitat von albert schulz
Die Bahn hält in Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg, Düsseldorf, zuweilen noch am Flughafen. ... Bereits Wuppertal mit seinen 350.000 Einwohnern hat seit Jahren ein Problem, vom ICE bedient zu werden, ...
... genannten Städten halten (viele) ICE auf der Strecke durch das Ruhrgebiet aber auch noch in Mülheim an der Ruhr (brauchte man von Duisburg Hbf. aus eigentlich nur über den Zoo auf dem Kaiserberg zu springen und nach Essen Hbf. sind es von Mülheim auch nur ca. 15 km) und die in Duisburg abzweigende Strecke nach Arnheim in den Niederlanden hat dann nach 7 km in Oberhausen Hbf. schon wieder einen Halt!!!

Dabei ist Oberhausen Hbf. (seit die "Nordtrasse" im Ruhrgebiet wegen eines nie realisierten "Metro-Rapid" vom Fernverkehr freigeräumt wurde) kein Verknüpfungsbahnhof für den Fernverkehr mehr!

Wuppertal ließe sich hingegen problemlos durch eine "Entflechtung" der Strecken anbinden, denn (wenn ein neuer ICE-Verknüpfungsbahnhof in Hamm geschaffen würde), könnten einige ICE unmittelbar von Köln über Wuppertal, Hagen, Hamm nach Münster (in etwa auf dem Laufweg des rechtsrheinischen Astes des heutigen RE 7 - natürlich mit weniger Halten) weiter nach "Bremen / Hamburg" geführt werden, während die ICE nach Berlin über Düsseldorf (-Flughafen), Duisburg, Essen und Dortmund nach Hamm (und dann weiter) geführt werden.

Minden als wichtige regionale Kreisstadt sollte m. M. n. natürlich auch ein Zwischenhalt sein!

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murrle01 05.11.2011, 18:46
18.

Zitat von albert schulz
Die Bahn hält in Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg, Düsseldorf, zuweilen noch am Flughafen. Das sind allesamt recht große Städte, weitere liegen in unmittelbarer S- Bahn – Nähe, das direkte Einzugsgebiet umfaßt jeweils eine Million Menschen. Ulm oder Göttingen haben wenig mehr als 100.000 Einwohner, sind aber regional wichtige Zentren, und das kann man von den entvölkerten Freiräumen Niedersachsens (und des Weserberglands) nicht behaupten. Was stockbesoffene Sportfans mit Flughäfen zu tun haben, ist mir nicht ganz klar. Bei den Flughäfen steigen bestenfalls zur Urlaubszeit größere Menschenmengen ein, und zwar mit reduziertem Gepäck.
Ich spreche auch nicht davon, das alle ICE's dort nicht alle paar Km anhalten. Aber bei der Menge der Züge könnten abwechselnde Halte eingeplant werden. Außerdem geht es hauptsächlich darum, NICHT 120 Km ohne Halt zu fahren.
Mindenist eine Kreisstadt, dazu, wie ich schrieb, ein Umsteigebahnhof. Mit Erneuerung der Strecke nach Nienburg - schon lange, auch als Umleitungsstrecke geplant, aber aus Kostengründen (neue Bundesländer) gestrichen, wäre auch eine kürzere und schnellere Strecke nach Bremen und Hamburg, ohne die Umleitung über Hannover, möglich. Dazu ist Minden Sitz vom ehemaligen BZA, und eine Stadt mit recht guter Industrieansiedlung. Auch hier würde jeder zweite Halt ausreichen. Wenn von Bückeburg, Minden oder Stadthagen jemand am Wochenende zum Flughafen will, ist es eine Freude in vollen Regios die Fußballfans erleben zu dürfen. Das war damit gemeint.Ihre Meinung zu den Preisen
teile ich voll.

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ich_bin_der_martin 06.11.2011, 09:34
19. Ist mir latte wie oft ein ICE hält...

Ist mir latte wie oft ein ICE hält...

Wenn man an die Bahn AG denkt sollte man im Vorfeld bereits auf Wirschafts-Delikte achten,
Wenn das BKA das nicht leisten kann/will/darf, dann sollten
gut in die Materie eingeführte I-Net Aktivisten diese schwere (mmn jedoch notige Arbeit leisten) leisten.
Nachher ist es zu spät und keiner will es gewesen sein!
Die Gier macht sie blind, mlgw. weil sie keine Konsequenzen befürchten.
Diese Zeit geht mmn. dem Ende entgegen...

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