Forum: Wirtschaft
Banker in Frankfurt: Frust, Angst - und super Gehälter
DPA

Die Bankenbranche steckt in der Krise, viele Jobs sind überflüssig geworden. Warum bleiben die Gehälter trotzdem so üppig? Einblick in eine verblassende Welt.

Seite 8 von 11
Havel Pavel 11.01.2018, 14:17
70. Sicher mag Herr Trittin nicht immer rechthaben

Zitat von Darwins Affe
1) Die staatlichen Landesbanken haben noch übler gewirtschaftet als die Privatbanken. Die KfW überwies Lehman sogar noch Hunderte Millionen als jene schon pleite war (auf Kosten der Steuerzahler). 2) Nebenbei: Herr Trittin ist sicherlich prädestiniert, um ökonomische Probleme zu beurteilen: Studium eines Larifari-Fachs, dann Politik-Funktionär (wie bei vielen heutzutage).
Na ja Dr. Trittin mag zwar wegen seiner Art umstritten oder gar unbeliebt sein, er gehört aber zu den wenigen Amtsträgern die sich noch trauen Missstände publikumswirksam anzusprechen, zumindest in bestimmten ideologischen Richtungen, leider nicht generell. Aktive Politiker die sich noch trauen alles was sich so zuträgt realistisch zu bewerten und so unumgängliche Massnahmen dagegen zur Diskussion zu bringen, scheint es heute nicht mehr zu geben. Nur ja nicht die PC verletzen und das oftmals wider bessern Wissens wie es zahlreiche Beispiele eindeutig belegen! Zu gross ist deren Angst dadurch persönliche Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Also alles Egoisten denen ihr eigenes Wohl wichtiger ist als das der geamten Bevölkerung als Gemeinschaft!

Beitrag melden
freenetspacken 11.01.2018, 14:28
71. @18 Paddel2

Zitat von Paddel2
Die mediale Verleumdung einer ganzen Branche auf Basis von Falschinformationen ist nicht akzeptabel. Erstens sollte man bei Gehaltszahlen stets ergänzen, ob Brutto- oder Nettozahlungen gemeint sind. Im genannten Beispiel von 4000 ......
4.000 Euro für einen Bankkaufmann mit Berufsausbildung sind immer noch weit überdurchschnittlich. Die Ausbildung zum Banker ist in keiner Weise anspruchsvoller als zum Großhandelskaufmann oder Industriekaufmann oder auch zum Koch. Sie anders geartet, aber mehr nicht. Und in den genannten Bereichen verdienen die wenigsten ohne Studium 4.000 brutto und das auch noch 13,x mal im Jahr. Ich gönne es den Bankern, würde mir wünschen, dass noch mehr Berufe, z.B. in der Pflege, bei Feuerwehr, Polizei oder im Krankenhaus auf solche Gehälter kommen. Aber zu behaupten, dass sei nicht mehr überdurchschnittlich zeugt davon, dass Mitarbeiter im Bankwesen mit der Realität nur sehr übersichtlich in Kontakt kommen.

Beitrag melden
patkim 11.01.2018, 14:31
72. So ist die Welt

Ich habe eine 3 jährige unbezahlte Ausbildung zum Heilerziehungspfleger abgeschlossen, danach 4 Jahre unentgeltlich Heilpädagogik Studiert, bin nun seit 5 Jahren Leiter einer Wohnstätte von 35 schwerst beeinträchtigten Menschen, hab 12 Personen unter mir.... Da ich aber nicht in einer Bank arbeite ist Bruttogehalt nur bei 3600€ im Monat inkl. Schichtdienst, geteilte Dienste (6-9 und dann 15-20), Nachtdiensten und natürlich Wochenendiensten...mit unbezahlten Überstunden. Meine Firma zahlt noch überdurchschnittlich gut, viele Verdienen weniger. Aber mit Menschen die sich selbst nicht helfen können kann man kein Geld verdienen.... Sollen ja froh sein, dass man sich um sie kümmert.... Das wir seit 10 Jahren massive Nachwuchsprobleme haben interessiert keinen.... Und streiken....ha.... Wie? Sind jetzt schon unterbesetzt, können die Bewohner nicht alleine lassen.... Bildung zahlt sich aus....das ich nicht lache....

Nur in der richtigen Branche...am besten nichts für hilflose der Gesellschaft leisten.....

Beitrag melden
freenetspacken 11.01.2018, 14:33
73. Sie irren

Zitat von Bergeshöh
Herr Kaiser fragt, warum trotz sinkender Anzahl an Bankern die Löhne und Boni hoch bleiben und suggeriert damit, dass sie eigentlich sinken müssten. Nach dieser Logik müssten Profifussballer ja fast gratis kicken: ......
Das hat nicht unbedingt mit Leistung zu tun, sondern damit, dass der gemeine Fußballfan ohne Zögern ein T-Shirt mit Werbeaufdruck für 85 - 100 Euro kauft und pro Spieltag weitere 30-300 Euro, wodurch erhebliche Mittel für die Vereine zur Verfügung stehen. Ständen diese unter gleichem Kostendruck als Industrie wie andere Branchen, dann würden auch die Gehälter sinken. Bei den Banken ist dagegen kaum einer bereit, 60 Euro im Jahr dafür zu zahlen, dass er im Fall der Fälle einen Banker hat, mit dem er über sein Problem/Bedarf reden kann. Das nennt sich hybrider Verbraucher: Für den persönlich als Luxus betrachteten Fußball wird die Kohle rausgehauen und der gleiche Verbraucher surft im Internet nach einem kostenlosen Konto, so bald die Bank es wagt, 2 - 5 Euro im Monat für ihre Leistung zu verlangen.

Beitrag melden
hausbrecher 11.01.2018, 14:35
74. Endlich mal wieder auf die Bänker

ich bin einer - nur leider keiner mit Millionengehalt. Im Ernst, die genannte 4.000 € in der Filiale an der Ecke brutto schon möglich, netto? Wenn ich mir die Gehälter meiner Kunden ansehe, gehört der "Bänker" mittlerweile eher zum schlechtbezahlten Mittelstand. Dabei ist zu beachten, dass die Aus- und Weiterbildung in unserem Bereich schon immens ist und von der Bafin, den Zentralen und den Verbraucherschützern auch von dem Filialmitarbeiter an der Ecke erwartet wird, hier laufend perfekt vorbereitet und informiert zu sein.
Der Kunde scheut eh die bürokratische Last in der Filiale und nutzt lieber die digitale Welt - ist ja billiger und einfacher. Ach ja, der Kunde beschwert sich dann natürlich auch, wenn der Geldautomat seiner Filialbank an der Ecke, den er zur Geldversorgung nutzt, abgebaut wird. Hier wird gerade ein ganzer Wirtschaftszweig abgeschafft - geredet wird aber eher über die hohen Gehälter. Ach - wenn es zu hoch ist mit den Bonis bei der deutschen Bank - wieso bleiben dann die Privatkunden dort und zahlen dafür?

Beitrag melden
hinschauen 11.01.2018, 14:37
75.

Zitat von Roland Bender
Ich habe mal bei der Deutschen Bank gearbeitet. Ich hatte kein schlechtes Gehalt in absoluten Zahlen. Rund 45000 Euro. Aber in Frankfurt ist das nicht viel Geld bei den Kosten für Wohnungen und Häusern. Immerhin bin ich Informatiker. Ich habe gekündigt, weil ich keine Möglichkeit sah, eine Familie gut zu ernähren. Vor knapp 20 Jahren bin ich dann zu ......
Und mal wieder einer, der den Artikel nicht komplett liest, aber schnell mit Beleidgungen wie "dümmliche Meinungsmache" als Überschrift zu seinem Post an der Hand ist.
Im Artikel steht doch ausdrücklich drin, dass es nicht die Leute am Schlalter sind, die so viel verdienen - und dass dennoch die Durchschnittsgehälter um die 100.000 Euro betragen, weil eben einige Posten mit sechs- bis siebenstelligen Gehältern bezahlt werden. Steht alles im Artikel drin. Aber ich wette, dass noch jede Menge Foristen dennoch dieselbe Kritik wie sie raushauen werden.

Beitrag melden
freenetspacken 11.01.2018, 14:42
76. @ HavelPavel

Zitat von Havel Pavel
Na ja Dr. Trittin mag zwar wegen seiner Art umstritten oder gar unbeliebt sein, er gehört aber zu den wenigen Amtsträgern die sich noch trauen Missstände publikumswirksam anzusprechen, zumindest in bestimmten ideologischen Richtungen, leider nicht generell. Aktive Politiker die sich noch trauen alles was sich so zuträgt realistisch zu bewerten und so ......
Herr Trittin kann es sich gut leisten, unumwunden zu sagen, was ihm durch den Kopf geht. Niemand kann ihm seine Überversorgung als ehemaliger Bundesminister et al. wieder streichen. Das ändert allerdings nichts daran, dass er sehr ideologisch vorgeht (sonst wäre er ja nicht bei den Grünen). Die Verstaatlichung von Banken (und anderen Betrieben) hat sich fast nie gelohnt für die Bevölkerung. Wie Darwins Affe schon richtig sagte, die größten Probleme bei den Banken gab es bei den landes- und bundeseigenen Banken.

Man kann natürlich generell darüber sprechen, ob es sinnvoll wäre, dass jede Stadt eine eigene Sparkasse vorhält, die im Zweifel ja auch Gewinne an die Stadt ausschüttet. Aber dann reden wir auch darüber, dass entweder Steuern erhoben werden müssen für die Bezahlung der Banker und Banken oder diese Banken ausreichende Gebühren erheben müssen. Dann sind wir aber wieder bei dem Punkt, dass die Verstaatlichung sich kaum lohnt, denn wer hätte schon Lust, z.B. 20 Euro monatliche Kontogebühr zu zahlen?

Beitrag melden
freenetspacken 11.01.2018, 14:50
77. @66 gigi76

Zitat von gigi76
einem Bankberater liegt mehr als 15 Jahre zurück. Seitdem hab ich nur noch zum Geldabheben eine Filiale besucht. Aus meiner Sicht kann man Bankfilialen komplett schliessen. Wenn ich eine Beratung brauche, dann kann ich das per Videochat in einer App machen. 3trd Generation ETFs gibt es inzwischen für eine Verwaltungsgebühr von 0,00-0,09%. Da kann eine klassische Vermögensverwaltung nicht mehr mithalten.
Oh mein Gott, ich wünsche Ihnen nie, dass Sie sich nicht mal wirtschaftlich vertan haben werden, gerade mit den ach so tollen ETFs (vor denen nicht nur die verdrängten Investmentbanker Bammel haben, weil sie selbstverstärkende Trends produzieren) und dann kompetente Hilfe brauchen.
Und ob Ihre Bankfiliale bei Ihnen vor Ort sitzt (im Zweifel pro Qm viel günstiger als in einem Frankfurter Büroturm!) oder in der Zentrale beheimatet ist, ist egal. Mit dem Banker vor Ort können Sie von Angesicht zu Angesicht reden oder auch per Videochat in der App. Zum Banker im Turm kommen Sie aber nicht mehr persönlich.
Nein, ich bin kein Banker, aber so ein Gelaber von "kann ich alles selbst" erlebe ich in meinem Beruf auch häufig. Immer dann, wenn sie ankommen, weil sie damit mangels Fachwissen in die Grützen gegriffen haben. Schuld haben dann natürlich immer die anderen.

Beitrag melden
freenetspacken 11.01.2018, 14:56
78. Die nächste Blase

Zitat von hansistyle2
am 15/16. 01.18 werden die broker an der wallstreet alles in cryptocoins investieren (die absurd hohen bonis werden um den zeitpunkt ausgezahlt), aktien werden dann zunehmend uninteresanter werden, sieht man ja schon ganz gut bei Kodak, als sie angekündigt haben coins einzuführen stieg auch der Wert der aktie auf rekordhoch, nur weil man ankündigte im cryptomarkt mit aufzumischen.... und kodak meldete 2012 noch insolvenz.
Bundesbank wie auch z.B. Warren Buffet (dem es angesichts seines Alters und seines Vermögens am Allerwertesten vorbeigehen könnte, womit die Menschen Geld verbrennen) warnen vor den Risiken der Scheinwährung Bitcoin. Sie KANN funktionieren, wenn sie weltweit genug Vertrauen aufbauen und damit genügend Akzeptanz finden. Das kann dann nach hinten losgehen, wenn die Akzeptanz schwindet (immer mehr bitcoins, also ein wachsendes Ungleichgewicht von Geldmenge und Gütern/Dienstleistungen, das ist wie Geldpresse unbegrenzt anwerfen) oder aber die Konten erheblich gehackt werden (angeblich ist es durch die Verfahren nicht knackbar, aber bisher konnte in der Geschichte noch jedes Verschlüsselungssystem geknackt werden), dann rauscht der Wert runter. Dann mal Glückwunsch damit.

Beitrag melden
OWL-Dirk 11.01.2018, 15:02
79.

Zitat von Roland Bender
Ich habe mal bei der Deutschen Bank gearbeitet. Ich hatte kein schlechtes Gehalt in absoluten Zahlen. Rund 45000 Euro. Aber in Frankfurt ist das nicht viel Geld bei den Kosten für Wohnungen und Häusern. Immerhin bin ich Informatiker. Ich habe gekündigt, weil ich keine .....
Nur weil sie bei einer Bank gearbeitet haben, waren Sie deshalb ja noch lange kein "Banker", sondern als Informatiker aus Sicht der Banker nur ein "IT-Fuzzy" also quasi Hilfspersonal.

Beitrag melden
Seite 8 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!