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Bankgebühren für SMS-TAN: Zu viel Geld für eine Nummer
DPA

Banken dürfen nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs Gebühren für das Verschicken einer TAN per SMS berechnen. Aber: Kunden können sich ihr Geld zurückholen.

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marcus_tullius 29.07.2017, 18:09
1. Ungebührlich

Der BGH spricht in seinem Urteil von Entgelt (oft zu "Endgeld" verschandelt), nicht von Gebühr. Eine Sparkasse oder eine Bank kann ebenso wenig Gebühren verlangen wie Abgaben oder Steuern einziehen. Das können nur Behörden. Wenn Laien von Gebühren reden, sollten Sie das als Fachmann (sind Sie doch, oder?) nicht falsch vor- und nachmachen. Es sind Entgelte, Kosten, Preise, sprechen Sie meinetwegen von Bimbes, Kohle, Schotter oder Knete, aber um Himmels willen nicht von Gebühren. Warum? Weil Gebühren (die echten) meist unausweichlich und quasi gottgegeben sind, die Entgelte der Sparkassen eben nicht. Wie der BGH Mal für Mal eindrucksvoll beweist.

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Sabin Chen 29.07.2017, 18:14
2. zum Glück

stellt die Landessparkasse zu Oldenburg eine App bereit, die die Tan dann generiert. Kostenfrei natürlich.

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frenchie3 29.07.2017, 18:15
3. Irgendwie sehe ich das anders

Die Bank bekommt die Verbindung nicht sicher und der Kunde soll löhnen

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cih 29.07.2017, 18:25
4. wieso wird

immer wieder diese mobile TAN hochgeholt und verteufelt? Meine Sparkasse hat mir kostenlos einen TAN-Generator gegeben wo ich meine Bankkarte einschiebe und daraufhin eine TAN generiert wird. KOSTENLOS!!!
So richten sich die Banken halt nur noch auf Schönwetterkunden ein

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Posaunist545 29.07.2017, 18:31
5. 15 TAGS im Monat?

Wer hat das schon? Und wegen 1.5 Euro rumpinsen. Das gibt es nur in D mit der billig billig Mentalität.

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h_harz 29.07.2017, 18:39
6. So sicher nun auch wieder nicht

So sicher ist dieses Verfahren nun auch wieder nicht.
Es sind mehrere Fälle bekannt, bei denen sich Diebe einfach vom Provider eine Ersatz SIM holten
und damit dann die entsprechenden TANs empfingen und dem Eigentümer das Konto leer räumten.
Der, so weit ich weiß, bisher sicherste Ansatz war HBCI, was allerdings zum einen von vielen Banken nur rudimentär unterstützt wurde und zum anderen von den Kunden verlangte, einen Kartenleser zu erwerben.
Vielen waren sichere Transaktionen aber keine 30,-- Euro wert.
Deshalb treiben die Banken jedes Jahr eine neue, natürlich, nun aber wirklich, sichere Sau durchs Dorf.
Die Kosten kann man ja umlegen

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ulrich_loose 29.07.2017, 18:49
7. Hier, wie überall im Leben

gilt take it or leave it... Banken, wie auch jedes andere Geschäft bieten eine Leistung an und die kann man in Anspruch nehmen oder es bleiben lassen. Ein zuviel kann es da also nicht geben...

Dieses Prinzip haben wohl die Allermeisten vergessen und kämpfen nach wie vor um ein "kostenlos"... Fakt ist nun mal, nichts ist kostenlos und selbst ein "Guten Morgen Herr/ Frau Irgendwer" hat einen Preis der erwirtschaftet werden muss. Mich persönlich nerven diese "Verbraucherschützer" mittlerweile maßlos, denn die wollen immer wieder in den Markt und in das Angebot eingreifen und letztendlich aushebeln. Das passt nicht in unser System mit dem bis dato alle mehr als gut gefahren sind.

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tullrich 29.07.2017, 18:56
8. Einschreiben?

Herr Tenhagen, Sie als Finanzfachmensch sollten wissen, dass ein Einschreiben nicht besser oder schlechter ist als ein ganz normaler Brief für 70 Cent. Noch dazu ist das Einschreiben - wenn man nicht gerade direkt über einer Postfiliale wohnt - sicherlich umständlicher abzusenden als ein Brief, den man einfach im Briefkasten der Bankfiliale einwerfen kann. Ein Einschreiben macht aber natürlich mehr her, für Leute mit Minderwertigkeitskomplex.

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comtom 29.07.2017, 19:12
9.

Die Kurzsichtigkeit mancher Kommentare hier lässt mich nur den Kopf schütteln. Klar ist keiner gezwungen die Leistung einer Bank in Anspruch zu nehmen. Nur man wird durch die Gesellschaft dazu gezwungen. Oder welcher Vermieter, Stromversorger etc. nimmt noch Bargeld? Vom Einkommen mal abgesehen.
Also ist man dazu verdammt ein Konto zu haben. Ich kann von meiner Seite daher das nötige tun um meine Wahl des Endgerätes zu sicher. Daher kann ich auch von der Bank verlangen ihren Teil dazu beizutragen und das kostenfrei. Das hat nichts mit Geizistgeil oder alles muss umsonst sein zu tun.
Hier geht es auch nicht alleine um 18€ im Jahr. Obwohl das her die trifft die so oder so schon Probleme haben monatlich über die Runden zu kommen.
Die Banken haben nur durch den Niedrigzins in der EU wieder mal einen Weg gefunden ihre Lasten auf andere zu verteilen. Hier geht es um das Prinzip. Das manche der Kommentatoren hier nicht weit genug denken können liest man immer wieder.

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