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Barcelona: Über Tausend Firmen verlegen Hauptsitz aus Katalonien
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Sekthersteller, Nudelproduzent, Medizinunternehmen: Hunderte Firmen haben ihren Firmensitz von Katalonien bereits in andere spanische Regionen verlegt. Am Donnerstag gab es einen neuen Tagesrekord.

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avision 20.10.2017, 21:40
10. Steuer

Weiss jemand wie das mit der Steuer aussieht? Da spielt der Hauptsitz ja keine kleine Rolle.

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Nordstadtbewohner 20.10.2017, 21:41
11. Das geht zu weit

Ich bin ja sehr wirtschaftsliberal eingestellt und finde es wichtig, dass im Alltag betriebswirtschaftliches Denken oberstes Gebot sein sollte, aber wenn Sekthersteller und Nudelproduzenten über die Freiheit der Menschen in einer Region zu entscheiden haben, dann geht das eine Nummer zu weit.

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Stäffelesrutscher 20.10.2017, 21:43
12.

Der Sekthersteller Codorníu verlegt also seinen rechtlichen Sitz nach außerhalb Kataloniens. Da er seine Weinberge aber in Katalonien lassen muss, wird er es sicher nicht vermeiden können, dort auch angemessene Steuern zu zahlen.

(Und jetzt mache ich noch eine Flasche Freixenet auf.)

Ach ja: Herr Guindos behauptet ernsthaft, Katalanen würden 20 % weniger einkaufen? Fangen die jetzt alle freiwillig an zu hungern? Oder frisieren die ersten Konzerne ihre Kassen?

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GoaSkin 20.10.2017, 21:48
13. lasst doch mal dieses Katalonien-Bashing sein!

Was sind schon 1000 Firmen? Das sind etwa so viele Gewerbe, wie üblicherweise in einer Kleinstadt angemeldet sind; zu 95% davon Kleinstunternehmen. Das tut niemandem weh und ist noch nicht einmal in einem Käseblatt der Rede wert, wenn so viele Firmen ihren Sitz aus Katalonien woanders hin verlegen. Doch die Medien scheinen ein solch großes Problem mit einem fragwürdig abgehaltenen Referendum zu haben, dass mangels Legalität im Prinzip auch nicht von Relevanz ist, dass jetzt jede noch so kleine negativ-Entwicklung in der Region zum großen Drama erklärt wird, um damit eine entsprechende Stimmung zu verbreiten. Aber das Leben geht in Katalonien weiter - für die meisten Menschen ändert sich überhaupt nichts. Und was die Volksabstimmung betrifft, interessiert dieser Schnee von gestern wahrscheinlich bald eh niemanden mehr - außer vielleicht den Medien und Journalisten.

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tecster 20.10.2017, 21:58
14. Katarexit

Nichts gelernt von der Geschichte und den Ökonomen. Politiker sind Arrangeure zwischen Wirtschaft und Volk. Über die zu zahlenden Steuern freuen sich nun andere spanische Städte und Gemeinden. Alle mockieren sich über das mediokre Deutschland und kommen dann bettelnd und schimpfend an die Töpfe. Einige EU-Staaten, resp. Teile machen jetzt Lernprozesse durch, die wichtig sind für das Leben in der Gemeinschaft.

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Airkraft 20.10.2017, 22:07
15. Das können...

Zitat von WeltStattHalle
Falsch Falsch FALSCH! Weder ist Kapital dumm. Noch ist die Wirtschaft dumm. Noch ist die spanische Bevölkerung dumm! Dumm und DÜMMER sind einzig und allein die katalanischen Separatisten!
Das können die Katalanen bei den jetzt vermutlich anstehenden Neuwahlen dann ja beweisen ;-)

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helmut.alt 20.10.2017, 22:08
16. Politiker können doch nicht so dumm sein,

dass sie die wirtschaftlichen Konsequenzen eines exits nicht erkennen. Das Kapital ist ein sehr scheues Wild und sehr schnell verscheucht. Das werden die Briten noch merken und die Katalanen machen es glatt nach. Der EU Markt ist eine Plattform, die man nicht ungestraft verlassen kann. Diplomatie bei den Katalanen wäre angesagt gewesen und nicht Brechstangenpolitik.

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kumi-ori 20.10.2017, 22:08
17.

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich bin ja sehr wirtschaftsliberal eingestellt und finde es wichtig, dass im Alltag betriebswirtschaftliches Denken oberstes Gebot sein sollte, aber wenn Sekthersteller und Nudelproduzenten über die Freiheit der Menschen in einer Region zu entscheiden haben, dann geht das eine Nummer zu weit.
Die Sekt- und Nudelhersteller entscheiden doch gar nicht über die Freiheit der Menschen in Katalonien. Aber Katalonien kann auch nicht über die Freiheit der Nudel- und Sekthersteller entscheiden.

Der firma ist es wahrscheinlich egal, welche Farbe die Fahne von dem Land hat, in dem sie produziert. Aber warum sollte eine Firma sich antun, sich selbst internationale Handelsbeschränkungen aufzuerlegen, wenn sie das nicht muss?

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spmc-12355639674612 20.10.2017, 22:11
18. Kleinfirmen

Zitat von GoaSkin
Was sind schon 1000 Firmen? Das sind etwa so viele Gewerbe, wie üblicherweise in einer Kleinstadt angemeldet sind; zu 95% davon Kleinstunternehmen. Das tut niemandem weh und ist noch nicht einmal in einem Käseblatt der Rede wert, wenn so viele Firmen ihren Sitz aus Katalonien woanders hin verlegen. Doch die Medien scheinen ein solch großes Problem mit einem fragwürdig abgehaltenen Referendum zu haben, dass mangels Legalität im Prinzip auch nicht von Relevanz ist, dass jetzt jede noch so kleine negativ-Entwicklung in der Region zum großen Drama erklärt wird, um damit eine entsprechende Stimmung zu verbreiten. Aber das Leben geht in Katalonien weiter - für die meisten Menschen ändert sich überhaupt nichts. Und was die Volksabstimmung betrifft, interessiert dieser Schnee von gestern wahrscheinlich bald eh niemanden mehr - außer vielleicht den Medien und Journalisten.
Kleinfirmen wie Friseure, Schuhgeschäfte und Gemüsehändler verlegen ihren Sitz nicht. Das sind eher etwas größere Unternehmen, die bereits mehrere Sitze haben. Der Gewinn wird dann i. d. R. am Hauptsitz versteuert und es tut dann schon weh, weil absehbar ist, dass auch die Leute mit den höheren Gehältern eher am Hauptsitz zu finden sind als in der Provinz. Und natürlich wird sich für viele Leute -
besonders für die älteren - erst einmal nicht viel ändern. Wer aber unter solchen Entwicklungen besonders zu leiden hat, sind die jungen Leute, die dann keine Jobs mehr finden. Aber von denen waren ja viele auch unvorsichtig genug, sich vor den Karren der separatistischen Hasardeure spannen zu lassen. Die Rechnung dafür werden sie schon noch präsentiert bekommen.

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willibaldus 20.10.2017, 22:15
19.

Ich finde das Ganze tragisch. Werden die Katalanen so sehr unterdrückt von den Kastiliern und den anderen Regionen im Lande? Muss Rajoy mit seiner Partei so handeln? Beschlüsse der Vorgänger Regierung verschieben bis zum machen wir nicht mehr. Übrigens ist auch die Verschärfung des Demonstrationsrechts von 2015 nicht ohne. Muss Barcelona unbedingt gegen Beschlüsse des Verfassungsgericht handeln? Ich sitze hier zwei Grenzen entfernt und bin fassungslos.

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