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Barclays: Bankchef blamiert sich mit Whistleblower-Suche - Gehalt gekürzt
REUTERS

Weil er den Verfasser eines anonymen Beschwerdebriefs aufspüren wollte, wird dem Chef der britischen Großbank Barclays nun das Gehalt gekürzt. Zudem ermittelt die Finanzaufsicht gegen Jes Staley.

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noalk 10.04.2017, 12:35
1. Ist das die journalistische Arbeitsweise?

Sich erst lang und breit über die Folgen eines Geschehens auslassen und erst ganz am Ende das Geschehene selbst schildern? Fällt mir nicht zum ersten Mal auf, Aber ich werde künftig erst den letzten Absatz eines Artikels lesen und dann vorne weitermachen.

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Business Ethics 10.04.2017, 12:57
2. Also lediglich Business as usual...

In einer großen deutschen Bank bekommen diejenigen, die sich (namentlich) an die Compliance Abteilung wenden, um auf Mißstände bzw. Unregelmäßigeiten hinzuweisen, Post nach Hause geschickt. Und dabei handelt es sich nicht um Liebesbriefe, denn danach suchen sie sich einen neuen Arbeitgeber. Wie man hier mit anonymen Hinweisen umgeht bzw. ob man versucht, den Verfasser zu identifizieren, weiß ich nicht. Also - ledigich Business as usual. Ach nein, stimmt ja gar nicht - dem Vorstand in Deutschland werden weder Gehalt noch Bonus gekürzt...

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Shismar 10.04.2017, 13:02
3. Schon richtig so

Die Nachricht ist die Kürzung des Bonus. Die Ursache nur Hintergrundinformation. Deshalb ist die Reihenfolge so vollkommen in Ordnung.
Was sie suchen ist eine Reportage oder ein Märchen, wo alles von Anfang an erzählt wird. Das kann und will eine Nachricht nicht liefern.

Zum Artikel, ich kann kaum glauben, dass niemand Herrn Staley gesagt hat, dass sein Vorgehen illegal ist. Bzw. zumindest gegen die Firmenrichtlinien verstößt. Aber ein gekürzter Bonus ist immerhin schon etwas. Boni sind den Bankern ja heilig.

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noalk 10.04.2017, 13:18
4. Finde ich nicht

Zitat von Shismar
Die Nachricht ist die Kürzung des Bonus. Die Ursache nur Hintergrundinformation. Deshalb ist die Reihenfolge so vollkommen in Ordnung. Was sie suchen ist eine Reportage oder ein Märchen, wo alles von Anfang an erzählt wird. Das kann und will eine Nachricht nicht liefern. ...
Dann würde es reichen, nur die Überschrift zu verbreiten. In hier geschilderten Fall hätte es gereicht, den letzten Absatz hinter den ersten zu setzen.

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cm1 10.04.2017, 13:34
5. Lächerlich

Die Kürzung eines Bonus ist völlig unverhältnismäßig. Bei diesem Vergehen wäre eine Freistellung angemessen, um ein deutliches Zeichen zu setzen.

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omguruji 10.04.2017, 14:05
6. Titel falsch

Im Titel heisst es schreierisch (click-baiting-haft): Gehalt gekürzt, in der ersten Zeile des Artikel ist es dann nur der Bonus, der gekürzt wird. Hat SPON dies nötig?

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noalk 10.04.2017, 14:08
7. Übertriebene Forderung

Zitat von cm1
Die Kürzung eines Bonus ist völlig unverhältnismäßig. Bei diesem Vergehen wäre eine Freistellung angemessen, um ein deutliches Zeichen zu setzen.
Wolle man alle Führungskräfte, die sich gegenüber Arbeitnehmern rechtswidrig verhielten, freistellen, hätte man einen echten Fachkräftemangel.

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hinschauen 10.04.2017, 14:14
8.

Eine entlarvende Formulierung - und eine entlarvende "Konsequenz": Er müsse mit einer "sehr deutlichen Gehaltskorrektur bei seinem Bonus" rechnen, heißt es. Dabei sollte ein Bonus ja gar kein Teil eines Gehalts sein, sondern eine Extra-Zahlung für eine außergewöhnliche Leistung.

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steve_burnside 10.04.2017, 14:16
9. @noalk,

Zitat von noalk
Sich erst lang und breit über die Folgen eines Geschehens auslassen und erst ganz am Ende das Geschehene selbst schildern? Fällt mir nicht zum ersten Mal auf, Aber ich werde künftig erst den letzten Absatz eines Artikels lesen und dann vorne weitermachen.
Sie scheinen eher ein Problem zu haben, Prioritäten zu erkennen und zu verstehen um was es überhaupt geht. Es geht in dem Artikel nicht um den anonymen Schreiber, sondern um den Chef der Bank. Daher ist in dem Bericht alles in der richtigen Reihenfolge. Oder sind Sie einer von denen, die von einem Artikel immer nur den ersten Absatt lesen und dann weiterblättern? Dann ist es natürlich ärgerlich, dass Sie jetzt den ganzen Artikel lesen mussten.

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