Forum: Wirtschaft
BASF-Genkartoffel: Landesregierung stoppt Amflora

Eine Woche nach dem Erntestart der Genkartoffel Amflora kommt das vorläufige Aus: Das Landwirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern ließ die ganze Ernte sicherstellen. BASF soll nun beweisen, dass das Unternehmen nur die zugelassenen Kartoffeln gepflanzt hat.

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thelensis 07.09.2010, 19:38
1. Keine versehentliche Vermischung

Die "Verunreinigung" in Schweden war sicher kein Zufall, sondern der Versuch, einfach mehr als erlaubt zu versuchen.
Fakt ist: Genmanipulierte Pflanzen vernichten langfristig normale Pflanzen (ist ja auch das Ziel der Hersteller) und gefährden die Tierwelt. In den USA wurde die Verseuchung ganzer Landstriche durch Genmais bereits nachgewiesen.
Also: Weltweites Verbot dieser überflüssigen Abarten - denn eins ist sicher: Genfood hat nichts mit Hungerhilfe zu tun, sondern dient nur dem Profit dieser wenigen Hersteller und hat letztlich die Herrschaft über die Lebensmittel zur Folge.
Wer anderes glaubt, glaubt sicherlich auch, dass die Erde eine Scheibe ist.

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Wer ich wirklich bin 07.09.2010, 19:38
2. !

Vor allem sollte BASF beweisen, dass durch die manipulierte Genkartoffel die einheimischen Originalkartoffeln nicht schlechter werden. Laut meinen Berechnungen stehen wir sonst in spätestens 200 Jahren mit lauter minderwertigen Kartoffeln da, da sich minderwertige Genkartoffeln schneller vermehren als höherwertige Originalkartoffeln.

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h0l0fernes 07.09.2010, 19:49
3. Das Ziel der Hersteller von Genfraß

ist kein kleineres als nach und nach die ganze Bevölkerung der gesamten Erde von sich und ihrem Fraß abhängig zu machen. Kein Bauer soll noch eigenes Saatgut verwenden können oder dürfen. Wieviele Menschen dadurch verhungern würden, ist diesen Asozialen völlig egal. Geld ist das Einzige, was für diese Geisteskranken zählt.

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Newspeak 07.09.2010, 20:00
4. ...

Zitat von thelensis
Fakt ist: Genmanipulierte Pflanzen vernichten langfristig normale Pflanzen (ist ja auch das Ziel der Hersteller) und gefährden die Tierwelt. In den USA wurde die Verseuchung ganzer Landstriche durch Genmais bereits nachgewiesen. Also: Weltweites Verbot dieser überflüssigen Abarten - denn eins ist sicher: Genfood hat nichts mit Hungerhilfe zu tun, sondern dient nur dem Profit dieser wenigen Hersteller und hat letztlich die Herrschaft über die Lebensmittel zur Folge. Wer anderes glaubt, glaubt sicherlich auch, dass die Erde eine Scheibe ist.
Wieso sollten genmanipulierte Pflanzen langfristig "normale" Pflanzen vernichten. Das ist wissenschaftlicher Unsinn. Zum einen sind "normale" Pflanzen ebenfalls genmanipuliert (nämlich durch jahrhundertlange Züchtung), zum anderen gilt immer noch Darwin. Ihr Szenario träte nur dann ein, wenn die genmanipulierte Pflanze einen evolutionären Vorteil besitzt, der so groß ist, daß keine andere Pflanze derselben Art dabei mithalten kann. Selbst wenn es so wäre, was ist dann daran negativ? Üblicherweise ist es eher andersrum. Die genmanipulierte Pflanze hat zwar einen ökonomischen Vorteil (weniger Pflanzenschutz, einfachere Handhabung), aber oft genug einen biologischen Nachteil. Das erkennt man schon daran, daß längst nicht alle genmanipulierten Organismen auf Dauer in ihrem Genom stabil bleiben. Bakterien z.B. schmeißen oft genug das mühsam eingefügte Gen in den nächsten Generationen gleich wieder raus, weil nämlich ein evolutionärer Nachtteil damit verbunden ist. Alles in allem sollte man sich vor der Diskussion und solchen unsinnigen Beiträgen mal objektiv über Genetik informieren. Mit denselben Argumenten könnte man sonst auch die chemische Düngung als unnatürlichen Eingriff ansehen...die nachweislich Millionen Menschen vor dem Hungertod bewahrt hat.

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OhMyGoodness 07.09.2010, 20:03
5. Volksvertreter ?

Kennen Sie jemanden der in Deutschland gentechnisch veränderte Lebensmittel haben will? Ich kenne niemanden, keinen einzigen, Nullinger... Das braucht niemand - außer Bayer, Monsanto, etc. und deren Anteilseigner.

Das ist unseren Volksvertretern aber vollkommen egal. Weil wir nämlich zu dumm sind, zu beurteilen, was gut für uns ist. Und zu dämlich, als dass wir solches Verhalten an der Wahlurne quittieren würden. Oder vielleicht doch nicht? Den großen "Volksparteien" kommt ja langsam aber sicher das Volk abhanden. Vielleicht besinnt man sich ja irgendwann doch wieder auf Sinn des Wortes "Volksvertreter" ...

Und hoffentlich klappt das, bevor wir bei italenischen Mehrheitsverhältnissen landen und uns aus Verzweiflung jemanden wählen, dessen einziges positives Merkmal ist, dass er ein Mehrheit zusammenbekommt.

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frau trallala 07.09.2010, 20:06
6. ...

Zitat von thelensis
Die "Verunreinigung" in Schweden war sicher kein Zufall, sondern der Versuch, einfach mehr als erlaubt zu versuchen.
Sicher. Warum hat BASF den Vorfall, der bei internen Untersuchungen aufgefallen ist, dann selbst gemeldet? Um zu vertuschen, dass sie vertuschen?!

Erst informieren, dann denken. Tipp: Eine Verschwörungstheorie die etwas taugt, sollte wenigstens auf den ersten Blick Sinn machen.


Zitat von
Fakt ist: Genmanipulierte Pflanzen vernichten langfristig normale Pflanzen (ist ja auch das Ziel der Hersteller) und gefährden die Tierwelt.
Wenn es "Fakt" ist, dürfte es ja kein Problem sein, eine halbwegs seriöse Quelle zu nennen?

Zweitens: Was soll eine "normale Pflanze" sein?
Eine genmanipulierte schon mal nicht. Was ist mit Mutationszüchtungen? Ist übrigens auch im Biolandbau erlaubt, auch wenn dabei viel unkontrollierter ins Erbgut eingegriffen wird als bei der Gentechnik... Was ist mit Züchtungen? Sind die "normal"? Jede Züchtung geht auch mit einer Genveränderung einher. Oder sind nur Pflanzen "normal", bei deren Entwicklung der Mensch niemals eingegriffen hat? Können Sie mir 3 Gemüsesorten ihres Speiseplans nennen, auf die letzteres zutrifft?

Und wie gefährden GVOs die Umwelt? Konkrete Beweise?

Essen Sie nur genfreie Lebensmittel?

Sind sie vielleicht einfach nur mal pauschal dagegen?! Ahnung vom Thema ist ja leider häufig zweitrangig.

Zitat von
In den USA wurde die Verseuchung ganzer Landstriche durch Genmais bereits nachgewiesen.
Inwiefern "verseucht"? Wo und von wem wurde das nachgewiesen?

Zitat von
Also: Weltweites Verbot dieser überflüssigen Abarten - denn eins ist sicher: Genfood hat nichts mit Hungerhilfe zu tun, sondern dient nur dem Profit dieser wenigen Hersteller und hat letztlich die Herrschaft über die Lebensmittel zur Folge.
Ach Gottchen, und vor Mitte der 90er (als der kommerzielle Anbau begann) hatten wir auf unserer Natur-pur-Öko-Wunderwelt Friede Freude Eierkuchen?
Wenn Sie schon keine Ahnung haben, stellen Sie es doch nich bitte auch noch so öffentlich zur Schau. Monsanto, BASF und Co. haben ihre Monopolstellung auch völlig Gentech-frei geschaffen. Schon mal beispielsweise von Hybridsaatgut gehört?

Zitat von
Wer anderes glaubt, glaubt sicherlich auch, dass die Erde eine Scheibe ist.
Was sie glauben, wissen wir ja jetzt. Glauben, wohlgemerkt. Dass es sich dabei nicht um Wissen handelt, konnte man in diesem kurzen Post ja gleich an mehreren Stellen bewundern.

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peter282000 07.09.2010, 20:14
7. Schon lustig,...

..., welche Absichten den Unternehmen unterstellt werden.
Da geht es gleich um die weltweite Beherrschung der Nahrungsmittelproduktion. Ein anderer stellt "eigene Berechnungen" an, dass in 200 Jahren alles gendurchseucht sein wird. Klar, und die BASF wird von Dr. Evil und Mini-Me geführt. Ein bisschen weniger Verschwörungstheorie und ein bisschen mehr Realitätssinn wären schön.

Und aus der Tatsache, dass ca. 0,01% auf dem schwedischen Feld von einer anderen Sorte war, zu schließen, dass hier verbotenerweise experimentiert wurde...auch irgendwie verquer. Warum sollten ein Unternehmen das Risiko eingehen, an den Ökopranger gestellt zu werden? Dann schon eher mangelnde Qualitätssicherung. Oder die paranoide Variante - ja, das geht auch von der anderen Seite her - vielleicht haben ja Ökoaktivisten diese Pflanzen eingeschleust, um einen Skandal zu provozieren?

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frau trallala 07.09.2010, 20:14
8. ...

Zitat von h0l0fernes
ist kein kleineres als nach und nach die ganze Bevölkerung der gesamten Erde von sich und ihrem Fraß abhängig zu machen. Kein Bauer soll noch eigenes Saatgut verwenden können oder dürfen. Wieviele Menschen dadurch verhungern würden, ist diesen Asozialen völlig egal. Geld ist das Einzige, was für diese Geisteskranken zählt.
Wieder so ein ahnungsloser Post. Sie wissen schon, dass man völlig Gentechnik-frei Bauern dazu bringen kann, jedes Jahr neues Saatgut kaufen zu müssen?
Sie wissen seit wann GVOs angebaut werden? Sind die Menschen vorher etwa nicht verhungert??
Waren Monsanto und Co. vorher etwa nicht mächtig?

Es ist einfach so sinnlos, wenn sich Menschen wie Sie städnig über die Gentechnik aufregen und in ihrer ideologischen Verblendung überhaupt nicht wahrhaben wollen, dass die wirklichen Probleme auch schon vorher bestanden. Hungernde Menschen, abhängige Bauern, einige wenige mächtige Konzerne.
Wenn man sich die übertriebene, permanente Genpanik sparen und sich stattdessen auf die wirklichen Ursachen konzentrieren würde, wäre der Welt ein Stückchen mehr geholfen.

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frau trallala 07.09.2010, 20:26
9. -

Zitat von OhMyGoodness
Kennen Sie jemanden der in Deutschland gentechnisch veränderte Lebensmittel haben will? Ich kenne niemanden, keinen einzigen, Nullinger... Das braucht niemand - außer Bayer, Monsanto, etc. und deren Anteilseigner.
Es gibt auch Menschen die nicht in nackte Panik verfallen, sobald das Wort "Gen" fällt, und die sind mit Sicherheit nicht alle Anteilseigner und Angestellte dieser Firmen.
Es soll auch Menschen geben, die die Sache objektiv betrachten und sich über das Thema informieren anstatt sich vor nicht vorhandenen Gefahren zu fürchten.
Es soll sogar Menschen geben, denen auch erhebliche Vorteile der Gentechnik einfallen würden, aber die müssen -der political correctness halber- in Ökoschland natürlich totgeschwiegen werden.
Sonst wird man nämlich schnell als Anteilseigner und sonstiger Monsanto-Anhänger tituliert.

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