Forum: Wirtschaft
Bauboom in Brooklyn: Reiche bauen für Reiche
SHoP Architects PC

Goldrausch im Wilden Westen von New York: Der Immobilien-Boom erreicht Brooklyn, der Arbeiterstadtteil mutiert zum Spielplatz für Spekulanten. Der umstrittenste Bau soll im Hipster-Viertel Williamsburg entstehen - für 1,5 Milliarden Dollar.

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Thunder79 12.07.2014, 14:06
1. es ist wie aus SimCity

.... im späteren Levelstatus werden die alten grau/braune Fabriken oder Wohnblöcke abgerissen und durch Prunkbauten oder hightech-Firmen ersetzt. Schön zu sehen wenn man durch die Bilder klickt.

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schnauzl 12.07.2014, 14:25
2.

Die Anwohner protestieren, dass das Wahrzeichen, die Zuckerfabrik, den neuen Gebäuden weichen sollen. Wenn die Bewohner an einer häßlichen, alten Zuckerfabrik festhalten wollen, sagt das viel über die Ästhetik amerikanischer Städte aus.

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steuben1978 12.07.2014, 14:26
3. Eine Folge des Finanzkapitalismus

Tja da hat man seit über 30 Jahren alles dereguliert was nicht bei drei auf den Bäumen war, inklusive Finanz und Arbeitsmarkt und was ist das Ergebnis? Geld wird Geld gemacht und riesige Geldmengen suchen immer verzweifelter nach Renditeträchtigen Anlagen. Sonst wäre solche Gesellschaftszerstörenden Fehlentwicklungen in diesem Ausmaße nicht möglich. Entweder die Reichen sehen ein, dass die jetzige Vermögenskonzentration in den deflationären Kollaps des Kapitalismus führt und der Kapitalmarkt und Arbeitsmarkt wird zugunsten der Realwirtschaft reformiert oder diese Idioten reissen uns in den Abgrund oder treiben die Verlierer dieses Prozesses in eine offene äußerst gewalttätige Rebellion.

Die Lohnsumme der Masse muss gegenüber der Profitrate wieder im Vordergrund stehen und nicht der Restposten sein.

Dann lassen sich auch der durchaus sinnvolle Siedlungsdruck in die Städte für die ärmeren Schichten abfedern!

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peterkamm-mueller 12.07.2014, 14:33
4. Dr.No

Zitat von sysop
Goldrausch im Wilden Westen von New York: Der Immobilien-Boom erreicht Brooklyn, der Arbeiterstadtteil mutiert zum Spielplatz für Spekulanten. Der umstrittenste Bau soll im Hipster-Viertel Williamsburg entstehen - für 1,5 Milliarden Dollar.
Was soll uns dieser Artikel nun sagen? Das Amerika sich weiterentwickelt? Wie man in Google Earth sehr schön sieht, sind große Teile von Brookly weit von einer gentrifizierten "Reichen"-Gegend entfernt. Ebenso Williamsburg. In meinen Augen ist das Neubauquartier ein guter Anfang, die schäbbigen Industriebauten wegzubekommen und die Grundstückswerte zu heben. Das wird auch abstrahlende Wirkung auf die beiliegenden Straßenzüge haben. Eine klassische Win-Win Situation für Stadt, Investoren und Bewohner.

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kabuki 12.07.2014, 14:34
5.

also ich finde die backstein fassaden deutlich schöner und sympathischer.

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MartinS3052 12.07.2014, 14:36
6. Gruselig...

In keinem anderen Land scheint die Schere zwischen arm und reich so offensichtlich auseinander zu gehen. Es werden schamlos riesige Prunk-Bankgebäude neben herunter gekommene Wohnhäuser gezimmert, frei nach dem Motto: "Platz da ihr armen Schlucker, und Finger weg von unseren Bentleys!" Während ganze Städte wie Detroit oder Chicago verrotten und im Chaos versinken, bauen die Firmen und Banken einfach weiter. Man muss wohl kein Genie sein, um zu erkennen dass dieser Kurs nicht lange gut gehen wird.

Abgesehen davon erinnert mich das ganz rechte Gebäude erschreckend an das World Trade Center inclusive Rauchwolke. Besonders zu sehen im fünften Bild der Fotostrecke. Da fehlte es dem Architekten wohl ein bisschen an Fingerspitzengefühl.

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hobbyleser 12.07.2014, 14:37
7. Protestierende Anwohner..

Zitat von sysop
Goldrausch im Wilden Westen von New York: Der Immobilien-Boom erreicht Brooklyn, der Arbeiterstadtteil mutiert zum Spielplatz für Spekulanten. Der umstrittenste Bau soll im Hipster-Viertel Williamsburg entstehen - für 1,5 Milliarden Dollar.
...ließen sich früher bei SimCity dadurch besänftigen, indem der Bügermeister mit seiner Stretch-Limo zur Demo gefahren ist und die Leute mit Bargeld beworfen hat. Ich finde das einen validen Ansatzpunkt.

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deepfritz 12.07.2014, 14:44
8.

Zitat von MartinS3052
In keinem anderen Land scheint die Schere zwischen arm und reich so offensichtlich auseinander zu gehen. Es werden schamlos riesige Prunk-Bankgebäude neben herunter gekommene Wohnhäuser gezimmert, frei nach dem Motto: "Platz da ihr armen Schlucker, und Finger weg von unseren Bentleys!" Während ganze Städte wie Detroit oder Chicago verrotten und im Chaos versinken, bauen die Firmen und Banken einfach weiter. Man muss wohl kein Genie sein, um zu erkennen dass dieser Kurs nicht lange gut gehen wird. Abgesehen davon erinnert mich das ganz rechte Gebäude erschreckend an das World Trade Center inclusive Rauchwolke. Besonders zu sehen im fünften Bild der Fotostrecke. Da fehlte es dem Architekten wohl ein bisschen an Fingerspitzengefühl.
Bin öfters in den USA, es gibt Superreiche, klar, aber dem Durchschnittsa i geht es mindestens so gut wie dem Durchschnittsdeutschen. In Russland und in Asien sind die Unterschiede viel schlimmer.

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gekkox 12.07.2014, 14:47
9. Suburbia mitten in der Stadt

Natürlich müssen sich Städte weiterentwickeln und es ist gut, dass auch in USA der Trend wieder in Richtung Städte geht - nur sind solche Projekte ähnlich steril wie der ganze suburban sprawl der amerikanischen Speckgürtel.
Klar war NewYork immer eine für die USA untypische Stadt, doch eben auch ein, die Trends für das ganze Land vorgibt. Das Problem dieser Projekt ist einfach die fehlende Durchmischung. So lange das ein paar Superreiche machen, ist das noch ganz schick und überschaubar - schlimm wird es, wenn die Mittelschicht nachzieht.

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