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Baukindergeld: Der Unsinn mit der Obergrenze
DPA

Die Koalition streitet über die Flächenobergrenze beim Baukindergeld. Sie sollte das Vorhaben lieber gleich ganz fallen lassen - es profitieren allenfalls die Falschen von der Maßnahme.

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sogehtsind 24.06.2018, 09:05
10. Schwer zu sagen

Warum soll es falsch sein, die zu fördern, die sowieso bauen wollen?
Das ist doch immer so.
Auch bei der Abwrackprämie wurden die gefördert, die ein Auto kaufen wollten.
Wer nicht „sowieso“ will kriegt natürlich keine Prämie.
Für macht ist eher die Frage ob man statt der Prämie nicht mal die riesigen Nebenkosten, die an den Staat, die Kommune bezahlt werden, einfach gestrichen werden sollten.
Und vielleicht eine „Kaufpreisbremse“ und ein Kaufverbot für Großanleger.

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michael.krispin 24.06.2018, 09:08
11. Deckel drueber weil das Geld langsam knapp wird?

20 Milliarden++ and Kosten fuer die Neubuerger waren ja eigentlich nie eingeplant. Jetzt realisieren unsere Baerchenwerfer in der Politik, das das Kosten sind die jedes Jahr immer wieder aufpoppen. Da muss die urbane Bevoelkerung doch einsehen koennen, das dieses Geld fuer eben jene Steuerzahler mit Groesserem Kinderwunsch nicht mehr so fliessen kann. Darf ich mal haemisch an die Leidmedien fragen: Sind Deutsche Kinder hier nicht mehr von der Politik gewuenscht? 10m2 pro weiteres Kind? Wie gross muss ein Zwinger fuer Hunde noch mal mindestens sein?
Die willfaehrige Regierungspresse findet natuerlich andere Gruende um vom wahren Problem ab zu lenken.

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matbhmx 24.06.2018, 09:34
12. Der Unsinn mit dem Baukindergeld!

Das kassieren im Ergebnis ohnehin nur die Bauunternehmer - und zwar über gestiegene Preise. Viel wichtiger wäre die Förderung von Haus- und Wohnungseigentum über staatliche Baumaßnahmen (heißt: Die Kommunen bauen gefördert - und zwar nicht, um zu vermieten, sondern um die Wohnungen als Wohnungseigentum zu verkaufen, dank der Förderung zu Preisen weit unter den üblichen Marktpreisen) und massiven Steuerabschreibungsmöglichkeiten für den kaufwilligen Mittelstand. Nur: So was muss natürlich zeitlich gestreckt werden, anderenfalls - wie gegenwärtig - die Baupreise ins Unermessliche steigen.

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rosenbluete 24.06.2018, 09:35
13. Wer soll hier eigentlich gefördert werden?

Zitat:
„Zudem ist die Anhebung der Obergrenze um zehn Quadratmeter für jedes weitere Kind ein Witz. Solche Größenordnungen bei Kinderzimmern galten vielleicht einmal um die Jahrhundertwende als luxuriös, und zwar bei der vom 19. zum 20. Jahrhundert.“

Für mich ist das kein Witz, sondern annehmbar. Ich als heutige Rentnerin habe ganz andere Förderungen erleben dürfen z. B. 50 DM Kindergeld bei einem Kind. Aus die Maus und man kam damit zurecht, auch mit beengten Wohnverhältnissen: Mutter schläft im Wohnzimmer, damit das Kind entsprechendes Kinderzimmer hat. Aber das ist kein Maßstab, die Zeiten sind anders geworden.

Dennoch stellt sich mir dabei die Frage: Wen man denn fördern will? Den gehobenen Mittelstand ausschließlich? Oder auch diejenigen, die aufgrund hoher Mieten beengt leben? Um diesen Personenkreis zu moderaten Wohnpreisen zu verhelfen, die gleichzusetzen sein können mit einer erhöhten Miete. Und, was letztlich im Alter Absicherung bietet. Luxus-Förderung ist m. E. völlig fehl am Platz.

Gibt es eigentlich eine Obergrenze bei der Anzahl der Kinder? Familien mit sehr vielen Kindern gibt es ja auch. Wenn man die ganzen heutigen Subventionen dabei zugrunde legt bei beengter Wohnsituation, finanziert sich vielleicht das Eigentum von selbst.

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liberaleroekonom 24.06.2018, 09:37
14. Natürlich ist es besser die Nebenkosten intelligent zu senken

Zitat von sogehtsind
Warum soll es falsch sein, die zu fördern, die sowieso bauen wollen? Das ist doch immer so. Auch bei der Abwrackprämie wurden die gefördert, die ein Auto kaufen wollten. Wer nicht „sowieso“ will kriegt natürlich keine Prämie. Für macht ist eher die Frage ob man statt der Prämie nicht mal die riesigen Nebenkosten, die an den Staat, die Kommune bezahlt werden, einfach gestrichen werden sollten. Und vielleicht eine „Kaufpreisbremse“ und ein Kaufverbot für Großanleger.
Wenn ich Familien mit Kindern fördern will, mache ich das mit Kindergeld, -zuschüssen oder -freibeträgen bzw. investiere in Kindergärten und Schulen.

Wenn ich den Wohnungsbau ankurbeln (fördern) und die Eigentumsquote erhöhen will, schaffe ich Erleichterungen durch weniger bürokratische Auflagen/Vorgaben und verteuere ihn nicht unnötig z.B. durch die Grunderwerbsteuer. Mit einem Freibetrag könnte die Grunderwerbsteuer wesentlich gerechter als bisher problemlos gesenkt werden. Der Freibetrag würde nämlich gerade die unteren und mittleren Einkommensgruppen wesentlich stärker entlasten, als eine Reduzierung des Steuersatzes von z.B. 6,5 Prozent auf 5 Prozent.

Die eierlegende Wollmichsau Baukindergeld unterstützt weder nennenswert alle Familien noch taugt es als Booster für den Wohnungsmarkt. Da wurde mal wieder ein typischer GroKo-Kompromiss ausgehandelt, der leider zu absolut nichts wirklich nütze ist.

Ihre Kaufpreisbremse will ich hier nicht kommentieren, sonst werde ich nur wieder zensiert.

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sogehtsind 24.06.2018, 09:39
15. @J.Corey

Warum wollen Sie die Lebensentwürfe ganzer Gruppen ignorieren?
Uns ist ein eigenes Häuschen wichtiger als eine Wohnung im Wohnblock mit hundert anderen Wand an Wand und dafür aber kostenlose Kitas und Ganztagsbetreuung.
Wir wollen auch nicht in einer Stadt leben.
Und eine eine freie Wiese zum Spielen, Bäume im Wald, ein Bach der irgendwo läuft, sind allemal schöner zum Spielen, als ein teurer kostenloser künstlicher Spielplatz. Also warum nicht jedem das seine? Die einen dies die anderen das.

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Überfünfzig 24.06.2018, 09:39
16. @6: Genau!

Es ist wichtig die ärmere Bevölkerung in abhängige Verhältnisse zu halten, wo er sein trostloses Leben weiterhin als staatliche Melkkuh zu fristen hat und dann noch dankbar, die staatlichen Wohltaten wie KIta und Ganztagsschulen geniessen darf! Dann kommt der Pöbel auch nicht auf die Idee, ein Erziehungsideal außerhalb der staatlichen Kontrolle zu vermitteln, gar noch für die Kinder was Vererbbares zu erschaffen und vielleicht im Alter sich nicht mehr in der Zange zwischen gierigen Vermieter und dem Staat als Almosengeber namens Rente zu befinden. Da spricht der echte Sozialist,der es sowieso besser weiß, was für den Bürger gut ist.

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Andreas-Schindler 24.06.2018, 09:40
17. Warum immer Neu Bauen?

In meiner Verwandtschaft und Nachbarschaft gibt es viele Häuser die fast leer stehen. Die Kinder sind Ausgezogen und das große Haus wird nur noch zur Hälfte genutzt. Lieber kleiner bauen und paar Jahre etwas eng Leben. Wenn die Kinder raus sind ist das große Wohnzimmer zu Groß und die Kinderzimmer stehen Leer und müssen im Winter Beheizt werden. Die Kinder haben irgendwann selber ein Haus und brauchen das Haus der Eltern nicht. Eventuell ist es für die Enkel sogar zu Groß, das selbst die Abwinken.
Schafft lieber Alternativen das die alten Leute sich von ihren zu großen Haus sich Trennen können, ohne weit Umziehen zu müssen. Die Wohnungen sollten Bedarfsgerecht sowie günstig sein, nicht jeder hat eine hohe Rente.

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Luritz 24.06.2018, 10:22
18.

Das Geld sollte man besser in den sozialen Wohnungsbau investieren. Es gibt nirgendwo einigermaßen bezahlbare Wohnungen für die Menschen, die nicht die Butter aufs Brot verdienen und dann wird's denen hinterher geworfen, die es sich leisten können, "Wohneigentum" zu erwerben.

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mina2010 24.06.2018, 10:46
19. Vielleicht es das grundsätzlich die falsche Priorität!

Primär fehlt es an angemessenem und bezahlbarem Wohnraum.
Und das Recht auf Wohnraum sollte jedem zustehen.
Es ist sehr erfreulich, wenn Familie XY gefördert ein Häuschen bauen kann, dass nützt aber aber einer Rentnerin, die Ihre Miete nicht mehr zusammenbekommt nicht wirklich.
Wo bleibt eigentlich die Gleichheit vor dem Gesetz? Da Familien ohnehin schon gefördert werden, werden vermutlich die Kinderlosen vermehrt zur Kasse gebeten. Nur die bekommen vom Kuchen nichts ab. Der unverheitatete Studienabgänger darf dank der Mietpreise erstmal auf den Campingplatz.
Man könnte sicher deutlich billiger bauen, wenn man sich von überflüssigen Vorgaben trennen würde.
Z.B. Architektenzwang - den Aufschrei der Lobbyisten werden wir überall hören. Normierte Basishäuser mit einer generellen Zulassung sparen mal ganz schnell ein paar Tausender.
Warum muß ein Haus, das bereits ein paar Jahre steht und die Bauabnahme durch ist, nochmal vermessen werden?
Grundsteuer? Der größten Teil des Geldes dass zum Bauen verwendet wird wurde bereits schon mal versteuert (Einkommensteuer, Kapitalertragssteuer, Versicherungssteuer ...) und für jeden Stein kommt dann nochmal die Mehrwertsteuer.
Ganz vergessen, Notariatsgebühren ... je größer desto teurer ... auch wenn der Aufwand der selbe bleibt.
Straßensondernutzungsgebühr, weil da Baumaterialien gelagert werden.

Keiner sollte in diesem Land noch glauben, dass wir vorne was geschenkt bekommen, ohne dass es uns hintenrum wieder abgenommen wird.

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