Forum: Wirtschaft
BDI-Präsident schimpft über die GroKo: "Die Regierungspolitik schadet Unternehmen"
Fabrizio Bensch / REUTERS

Die deutsche Industrie sieht die Große Koalition als Risiko für die Wirtschaft: "Die Regierungspolitik schadet den Unternehmen", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. Firmen würden gar vertrieben.

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burlei 04.06.2019, 10:42
1. Die Beeinflussung der Politik ...

... durch den BDI schadet der Bevölkerung. Und? Regt sich die Bevölkerung darüber auf? Natürlich. Interessiert aber weder die Regierung noch den BDI. Also was solls. "Die Regierungspolitik schadet Unternehmen" entspricht Lobbyismus in Reinkultur und wollen wir wetten? Altmeier kriecht zu Kreuze.

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richey_edwards 04.06.2019, 10:43
2. Na und? Haben wir eben kein Wachstum mehr. Das Klima

ist wichtiger. Im Grunde ist ein Abschwung, sinkender Wohlstand und weniger für alle am besten für's Klima.

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mimas101 04.06.2019, 10:46
3. Hmm Tja

So, Stromkosten sollen weiter runter, als wenn die Industrie nicht schon längst Sonderkonditionen hätte, und Steuern sowieso. Möglichst noch ein Minuswachstum bei den Einkommen der Arbeitnehmer und weh und ach die staatlichen Investitionszuschüsse sind ja auch noch viel zu niedrig.

Man kann auch anders argumentieren: Würde die Industrie ihre Preise genauso umrechnen wie die Löhne anno 2000, als die Währungsreform gegen den erklärten Willen des Wählers durchgezogen wurde, zwangsumgerechnet wurden, dann würde heute ein gesunder Inlandskonsum existieren. Tja, Gier frißt Hirn sagt man halt so treffend.

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wasistlosnix 04.06.2019, 10:47
4. Eigentlich Positiv

wenn der BDI sich beschwert. Aber das Stückwerk was abgeliefert wird ist wirklich dramatisch. Was auch durch die Wahlergebnisse dokumentiert wird.

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hesseinfranken 04.06.2019, 10:52
5. Da hat er recht

Ja, es gibt ein "ungesundes Maß an Umverteilung". Aber nicht, wie es sich für eine soziale Marktwirtschaft gehört, von oben nach unten, sondern von unten nach oben. Das zeigen alle seriösen Statistiken. Und das ist nun wirklich ungesund für die ganze Bevölkerung und auch die Volkswirtschaft.

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piep00 04.06.2019, 10:52
6. Herrlich!

Industrie: Die CDU macht keine richtige Politik für uns.
Alle anderen: Die CDU macht nur Politik für die Industrie.

Mhh... Das ist an Realsatire ja gar nicht mehr zu übertreffen.

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der-junge-scharwenka 04.06.2019, 10:52
7. Jammern auf hohem Niveau

Die Regierungspolitik - oder besser gesagt das, was die Regierung in den letzten Jahren alles nicht gemacht hat - schadet jedem in diesem Land. "Die Unternehmen" sind da nur ein Teilbereich derer, die betroffen sind. Allerdings gewinnt man den Eindruck, dass sie von allen Beteiligten immer noch am wenigsten zu leiden haben. Ich kann nicht erkennen, dass sich die Großen Koalitionen bislang eingehend damit beschäftigt hätten, Arbeitnehmerrechte zu stärken. Mir würde jedenfalls noch eine ganze Reihe von Dingen einfallen, die in diesem Bereich hätten gemacht werden können und müssen, angefangen von einer effizienten Verhinderung befristeter Beschäftigungsverhältnisse bis hin zu ernst zu nehmenden Rechtsansprüchen auf temporäre Reduzierung und/oder Aufstockung von Arbeitszeiten, um nur einmal zwei Aspekte zu nennen. Insofern mag es sein, dass "die Unternehmen" Anlass zum Jammern haben. Aber es ist Jammern auf hohem Niveau. Ich würde mir für die Zukunft eine Regierung wünschen, die speziell in diesem Bereich die Verhältnisse wieder mehr in Richtung Arbeitnehmer verlagert. Früher hätte man sich da auf die SPD verlassen können. Aber das ist lange her.

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claus7447 04.06.2019, 10:54
8. Was wird eigentlich vom BDI anderes erwartet?

Mir ist noch deutlich im Ohr das Mimimi zum Mindestlohn. Allein der Satz:

Die Große Koalition aus Union und SPD stehe für das mutlose Abarbeiten kleinteiliger Sozialpolitik und ein ungesundes Maß an Umverteilung.

sagt alles. Man ist gegen alles was Regeln sind - am liebsten würde der BDI vermutlich Kündigungsregeln wie Gewerkschaften abschaffen. Dann könnte man endlich mit freier Hand arbeiten.

Wenn ich das so lese, sehe ich die Ideen von Kevin Kühnert immer positiver. Wir müssen bei den großen Betrieben mehr die Mitarbeiter einbinden und BETEILIGEN. Kühnert hat übrigens NIE von staatlicher Enteignung gesprochen immer von sozial-Eigentum. Was im Übrigen für private Krankenhäuser wie auch Wohnungsbaugesellschaften verstärkt zutreffen würde. Nicht dass ich die alle umschichten würde - aber man sollte den "Sozialen" Aspekt dieser Unternehmen mehr in ein Regelwerk einbinden - den Profit auf den Schultern von Alt-Mietern wie Krankenhauspersonal (und damit letztlich dem Patienten) ist asozial.

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M. Vikings 04.06.2019, 10:57
9. Da macht sich jemand Sorgen um seine Gönner.

Und fordert von denen weitere Schritte,
die sie noch weiter Richtung Abgrund führen werden.
Er sollte einfach zur Kenntnis nehmen,
dass jetzt schon 67% der Deutschen die CDU
für zu wirtschaftsnah halten.
Würden die Wähler die Wirtschaftsnähe als einziges Kriterium
für ihre nächste Wahlentscheidung heranziehen,
müßten CDU, SPD, FDP und AfD sich bei der nächsten Wahl
mit den restlichen 33 % begnügen.
Oder glaubt der,
dass die Abschaffung des Solis seine gierigen Forderungen
zu Gunsten der Unternehmen kompensiert?
Dass diese Koalition mittlerweile mehr Schaden als Nutzen bringt,
damit liegt er leider richtig.

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