Forum: Wirtschaft
BDI-Präsident schimpft über die GroKo: "Die Regierungspolitik schadet Unternehmen"
Fabrizio Bensch / REUTERS

Die deutsche Industrie sieht die Große Koalition als Risiko für die Wirtschaft: "Die Regierungspolitik schadet den Unternehmen", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. Firmen würden gar vertrieben.

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thequickeningishappening 04.06.2019, 12:15
60. Ohne Kaufkraft kein Konsum

Jeder Euro Der aktiv in Die Konsumkette einfließt, läuft mehrmals um. Vom echten Brutto(Incl. AG Beiträge) bleibt nur Die Haelfte Netto. Davon geht Der Großteil in Die Fixkosten (Miete, Hypothek, Warmkosten etc.). Die großen Kapitaleigner kaufen keine 1000 Smartphones und Waschmaschinen. 4.0 zerstört Arbeitsplätze und Casual Work (Unterbeschäftigung) wird zur Norm. Beim Thema Umwelt hat Deutschland Vieles erreicht wobei genauso Viel in Die falsche Richtung lief !

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safran64 04.06.2019, 12:15
61.

Immer wieder amüsant, wie der vermeintliche Wählerwille in Geiselhaft genommen wird für die Belange der Unternehmen. Und die ewige Leier: in schlechten Zeiten muss der Arbeitnehmer zurück stehen wegen der schlechten Zeiten, in guten Zeiten muss er zurück stehen für die drohenden schlechten Zeiten.

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mborevi 04.06.2019, 12:15
62. Schadet den Unternehmen ...

... oder reduziert das Wachstum der Rendite für die Aktionäre etwas? Inzwischen sind die Unternehmen nicht mehr dazu da, gute Produkte herzustellen und zu verkaufen, sondern vielmehr dazu, den Gewinn der Aktionäre zu maximieren, auch wenn dadurch die Qualität der Produkte und der Service leiden. Das kompensiert man dann durch Werbung, oder glaubt zumindest, das kompensieren zu können. Funktioniert aber nicht immer und immer weniger.

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tafelsilber 04.06.2019, 12:17
63. So nicht

Die unternehmen haben im durchschnitt der letzten Jahre Unmengen an Geld gescheffelt. Die Arbeitnehmer hatten kaum was vom Aufschwung. Es ist auch schlicht gelogen dass die Sozialabgaben "steigen und steigen". Wo er recht hat: der Staat muss in den Netzausbau und in Zukunftstechnologie viel mehr investieren. Steuererleichterungen für unternehmen braucht es nicht. Vielmehr Entlastung der niedrigen Einkommen und Abbau von Bürokratie.

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w.laufs 04.06.2019, 12:20
64. Unternehmen kommen erst gar nicht nach D

Ich wollte eigentlich Schritt für Schritt 15 Ingenieurs- Arbeitsplätze von New York nach Berlin verlegen, aber die Steuern sind hier derart viel höher, dass wir nun immer noch im wesntlichen aus den USA operieren.

Erst muss man in D arbeiten und Steuern damit einnehmen, ehe es verteilt werden kann. Viele meiner Freunde bleiben mit ihren Firmen im Ausland, weil die Steuerlast hier sehr hoch ist - wenn man hier also Steuern sogar noch weiter erhöhen will, dann werden die absoluten Einnahmen tatsächlich sinken.

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muunoy 04.06.2019, 12:23
65. Bitte um Beispiele für Umverteilung von unten nach oben

Zitat von hesseinfranken
Ja, es gibt ein "ungesundes Maß an Umverteilung". Aber nicht, wie es sich für eine soziale Marktwirtschaft gehört, von oben nach unten, sondern von unten nach oben. Das zeigen alle seriösen Statistiken. Und das ist nun wirklich ungesund für die ganze Bevölkerung und auch die Volkswirtschaft.
Leider kenne ich keine einzige dieser "seriösen" Statistiken. Würden Sie daher bitte Beispiele für die Umverteilung von unten nach oben nennen? Ich kenne in der Tat nur ein einziges Beispiel, wo insbes. die Grünen zu einer Umverteilung von unten nach oben gedrängt haben. Dabei handelt es sich um das EEG. Mein Mieter zahlt mir als Vermieter über seinen Stromverbrauch wegen der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach die Instandhaltungsrücklage für die Wohnung.
Ansonsten hat der BDI selbstverständlich Recht. Die Regierung agiert nun schon seit Jahren extrem wirtschaftsfeindlich. Und mehr Umverteilung geht kaum noch. Ich bin als Freiberufler ein Ein-Mann Unternehmen und arbeite bereits über die Hälfte des Jahres für den Staat. Und dieser Staat gefährdet aufgrund fehlender Rechtssicherheit zunehmend meine Existenz. Nun gut, Nahles ist glücklicherweise inzwischen zurück getreten. Und die anderen Parteien haben inzwischen erkannt, dass sie IT-Experten ins Ausland vertreiben. Außerdem engagieren die deutschen Unternehmen wegen der fehlenden Rechtssicherheit zunehmend lieber Freiberufler aus dem Ausland. Und meine Existenz ist auch nicht so sehr gefährdet, weil ich nicht weit von der holländischen Grenze leben. Zwei Kollegen haben schon dorthin rüber gemacht. Alle anderen hat es ja mehr in die Schweiz gezogen. Dummerweise zahlen die alle keine Steuern mehr in Deutschland. Es wäre in der Tat sinnvoll, wenn sich auch andere Parteien neben der FDP mal wieder für die Interessen der Netto-Steuerzahler interessieren würden. Das gilt auch für Unternehmen. Sonst sind bald Netto-Steuerzahler und Unternehmen bald alle weg.

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pepe83 04.06.2019, 12:25
66. Herr Kempf hat recht

Sie GroKo macht eine rückwärtsgerichtete Politik. Es gibt keine Konzepte, um Innovation, Infrastruktur, Bildung oder Schuldenabbau zu fördern. Stattdessen versucht man, durch immer neue Sozialleistungen und eine ausufernde Umverteilung ein paar Wählerstimmen zu erkaufen. Die Leidtragenden sind die Unternehmen und die arbeitende Bevölkerung, die den Wohlstand unseres Landes erst ermöglichen.

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trolls99 04.06.2019, 12:29
67. Der Mann hat recht

Deutschland verliert tatsächlich enorm an Wettbewerbsfähigkeit. Und bevor Geld umverteilt werden kann, muss es erst einmal verdient werden. Die derzeitige Regierung und viele hier im Forum haben das offenbar vergessen.

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archi47 04.06.2019, 12:30
68. klar, eine Abwärtspirale des Gemeinwohls also

Zitat von zensurgegner2017
Fakten (ganz neutral) Steuern für Unternehmen in der EU im Schnitt laut Destatis bei 21% Laut BDI 22% Deutschland bei 25% USA laut trumpscher Reform bei 11% Schweiz ca 0,5-7% wenn man es richtig macht Warum sollten Unternehmen Patente Lizenzen Software und Co, also geistiges Eigentum in Deutschland beheimatten und hier 25% Steuern bezahlen? Warum nicht all das auf dem Papier in den USA anmelden? Wenn VW/BMW /Daimler dann 6% des Umsatzes auf diesem Wege in der "Rechte und Lizenzinhaber Box" über Töchterfirmen in den USA versteuern, dann sparen die Konzerne dank halb so hohem Steuersatz mehrere Milliarden im JAHR Das alles war lang und breit Thema als die trumpsche Reform noch nicht umgesetzt gewesen ist Was machte unsere OpaRegierung: NICHTS
wie in den USA mit grenzdebilen Bildungsergebnissen, ebensolchen Wahlergebnissen. Schließlich trägt jeder eine Knarre und kann sich den Weg freischießen.
Dafür aber Intelligenzgrabbing und Patentgrabbing aus dem Ausland. Ob es nutzt ohne verfügbares Allgemeinwissen, ohne verfügbare industrielle Basis, ohne zeitgemäße Technik und Verfahren und Wahlergenisse bar jeder Kompetenz werden wir noch erfahren.

Die Natur jedenfalls wird vorher schlapp machen und dem ganzen Hexentanz um den letzten Dollar ein Schnippchen schlagen...

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themistokles 04.06.2019, 12:30
69.

Zitat von ruinbyezb
Die Grünen und ähnliche Fantasten haben bereits viele zehntausend Arbeitsplätze in der Automibilindustrie und bei Zuliefern gefährdet. Bei aller Priorität des Klimaschutzes sollten sich die Grünen und ihre Wähler Gedanken darüber machen, wie und womit wir zukünftig unseren hohen Lebensstandard erhalten wollen.
Unsinn. Die Gefährdung der Arbeitsplätze hat sich dieser Industriezweig selbst zuzuschreiben. Einmal durch die unsäglichen Betrügereien (am Kunden UND am Klima!) und einmal durch das vollkommene Verschlafen von Zukunftskonzepten zum Individualverkehr. Und ja: Klimaschutz geht vermutlich mit einer leichten Absenkung des Lebensstandards einher. Aber wissen Sie was? Die jungen Menschen WISSEN das. Und wollen das. Schon jetzt spielt zum Beispiel Führerschein und eigenes Auto bei jungen Menschen nicht mehr die große Rolle, wie noch vor 20 Jahren.

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