Forum: Wirtschaft
BDI-Präsident schimpft über die GroKo: "Die Regierungspolitik schadet Unternehmen"
Fabrizio Bensch / REUTERS

Die deutsche Industrie sieht die Große Koalition als Risiko für die Wirtschaft: "Die Regierungspolitik schadet den Unternehmen", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. Firmen würden gar vertrieben.

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Jürgen Thiede 04.06.2019, 12:33
70. Nichts als dumme Sprüche

Steuern für die Industrie senken und gleichzeitig mehr Geld für die Industrieausgeben ("Investitionen und Innovationen ankurbeln") - wie soll das gehen? GroKo-Bashing ist so einfach.

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muunoy 04.06.2019, 12:34
71. Fehlende unternehmerische Kenntnisse

Zitat von lock_vogell
... mal die alte leier... steuersenkungen, steuersenkungen, steuersenkungen... was anderes fällt der industrie nicht ein... wie wäre es mal zur abwechselung damit die bevölkerung zu entlasten und den binnenmarkt anzufeuern, dann würde die bevölkerung auch ordentlich konsumieren und wir wären nicht ganz so sehr vom extremen exportüberschuss abhängig. btw behaupte ich, dass die industrie immer nur genau soviele leute einstellt wie sie aktuell braucht, egal wieviel steuern sie bezahlen müssen, egal wieviel sie den angestellten zahlen müssen und egal was für sonstige rahmenbedingungen sie haben... der einfluss der politik auf die beschäftigtenzahlen ist also eher marginal! die entlassungskeule wird immer nur geschwungen, damit man eben noch nen bisschen bessere bedingungen bekommt.
Offensichtlich haben Sie noch nie ein Unternehmen geführt oder waren selbständig. Der BDI fordert eine Abschaffung des Solis. Dass man inzwischen "für alle" hinzufügen muss, liegt nur an dem verfassungswidrigen Vorschlag dieser extrem unsozialen SPD, den Soli für die Hauptzahler nicht zu streichen. Wenn Sie nun als Unternehmer ein Budget aufstellen, so berücksichtigen Sie zunächst einmal die Steuervorauszahlungen, welche der Staat haben möchte. Die kennen Sie ja schon. Für mich als Freiberufler ist der Staat der teuerste Posten in meiner Gesamtrechnung. Danach kommt sehr lange nichts. Der Betrag, der nach dem Steuerabzug übrig bleibt wird dann verwendet, um die laufenden betrieblichen Kosten zu decken. Was dann übrig bleibt, kann neu investiert oder als Gewinn entnommen werden. Und dieser Betrag verkleinert sich aufgrund der katastrophalen Wirtschaftspolitik der Groko laufend. Dabei ist es egal, ob dieser Betrag durch zusätzliche Steuern oder andere Abgaben (z. B. die Rundfunksteuern) erniedrigt wird. Der Betrag zum investieren oder zur Gewinnausschüttung wird dennoch kleiner. Aufgrund fehlender Investitionen geht dann irgendwann auch der Umsatz runter. In der Folge sinken dann in der Tat auch die zu zahlenden Steuern. Das führt bei phantasielosen Politikern dazu, dass diese höhere oder neue Steuern und Abgaben fordern, womit das Spiel von vorne beginnt. Informieren Sie sich einfach mal über das Laffer-Theorem. Dann erkennen Sie, dass Deutschland im Bereich der Besteuerung von Unternehmensgewinnen und noch mehr im Bereich der Einkommensbesteuerung ungesund hohe Grenzen längst überschritten hat. Im Gegenzug ist die Besteuerung von Erbschaften in Deutschland außerordentlich günstig. Auch bei einigen indirekten Steuern wie z. B. der USt. wäre im internat. Vergleich noch Luft nach oben.

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charlybird 04.06.2019, 12:39
72. Das Märchen,

dass die sinkende Steuerlast der Betriebe den Wohlstand der Beschäftigten sichert, kann man gerade mal wieder nicht genug belächeln.
Aber als Rot Grün sogar den Spitzensteuersatz dauerhaft und kräftig senkte, rauschten die Arbeitslosenzahlen nach oben. Alles klar.
Herr Kempf hat im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit wohl immer noch nicht gemerkt, dass Gewinne und Umsätze in den Firmen zunächst einmal aus Aufträgen und Verkäufen generiert werden.
Vielleicht kann ihm Frau Dr. das ja auch noch erklären.
Ansonsten würde ich ihm, dem Kempf, in jedem Fall beipflichten, dass wir digital gesehen leider nur noch Schwellenland sind und selbst die sind besser.
Aber man sollte Herrn Kempf auch hier mitteilen, es obliegt der Wirtschaft, der freien, die ja alles so viel besser und schneller kann, als der angeblich aufgeblähte Staat, den man ja so gern FDPschlank haben möchte, aber die Subventionen immer und gerne wieder nimmt. Das macht ihn ja so schlank.

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claus7447 04.06.2019, 12:46
73.

Zitat von muunoy
.... Das gilt auch für Unternehmen. Sonst sind bald Netto-Steuerzahler und Unternehmen bald alle weg.
Wenn dem so wäre ... wäre hier Wüste ... aber leben sie gerne in ihrer Blase!

Es gibt genügend Firmen, die gerade in Deutschland weiter investieren. Warum ? Weil hier klare Rechtsordnung besteht - die Steuerlast innerhalb der EU im Mittelfeld liegt - aber weil wir hier eine enorm hohe Produktivität haben die vieles ausgleicht!

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Dr. Kilad 04.06.2019, 12:46
74. Es ist ja gerade auch der BDI

der das Schlamassel verursacht hat. Steigendes Vermögen. Sinkende Investitionen. 2 Milliarden Kinder leben von Hartz IV, aber der BDI will noch mehr Steuersenkungen. Warum soll immer wieder die Allgemeinheit dann für die Profite der Herren in den Chefetagen bluten, wenn deren Direktionsmacht sich einzig darin ausdrückt uns in die Krise zu fahren. Selbst die Registrierung der Arbeitszeit ist den Herren bereits zu viel.

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vormaerz 04.06.2019, 12:52
75. Bevor

man als Arbeitnehmer sich nicht wieder in Werksläden verschulden muss, ist der Investor nicht zufrieden. Wie ein Land aussieht, welche Gewaltkriminalitätsrate es hat, welche Radikalisierungen stattfinden, wenn die Gewinne sprudeln, aber die Bevölkerung in abnehmendem Maß daran beteiligt ist, können wir in GB und USA bestaunen. Die haben die geforderten Schritte vor anderen umgesetzt und nun den Salat einer in Teilen extrem verarmten, gespaltenen und brutalisierten Gesellschaft, verlotterte Infrastruktur und im Fall USA eine exorbitante Staatsverschuldung, (die irgendwie wirtschaftlich völlig egal ist). Das fällt in den gated communities der Investoren nur nicht so ins Gewicht und schafft herrlich konstruktive Arbeitsplätze bei privaten Wachschutz-, Überwachungs- und Waffenfirmen. Wer zurück in eine krasse Klassengesellschaft möchte, ist bei diesen Herrschaften richtig. Wir erwarten die Zustimmung aus der Werteunion und dem Seeheimer Kreis.

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4711_please 04.06.2019, 12:54
76. Mal schnell auf Kritik reagiert

Es ist schon auffällig, dass die deutsche Industrie selbstverschuldet sehr schlecht dasteht, egal ob Bayer, Deutsche Bank oder Automobil. Dänemark ist übrigens gut gefahren mit Unternehmenssteuern runter, Einkommenssteuer der Reichen hoch. Aber da hat der BDI sicher was dagegen...

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oldsiamsir 04.06.2019, 12:56
77. Dreiste Lüge

Zitat von mpost
BASF hat im vergangenen Geschäftsjahr 0,0352% Steuern auf seine Gewinne bezahlt. Das sind nun wirklich erdrückende Belastungen für ein Unternehmen stellvertretend für alle, die in Deutschland produzieren Ihren Sitz hier haben, die Infrastruktur und unser Bildungssystem nutzen und noch die Umwelt verbessern. Aber irgendwo kann man sicher noch bessere Rahmenbedingungen finden, um endlich die Personalkosten senken und die Dividenden steigern zu können. Bravo deutsche Politik!
Was versprechen Sie sich von einer derart dreisten Lüge? Ausweislich des veröffentlichten Berichts, sind es 20 % Ertragsteuer. Hinsichtlich der an die Aktionäre ausgeschütteten Gewinne ist dann zu beachten, dass diese zusätzlich noch einmal mit der Zinsabschlagsteuer von 25 % zzgl. Soli belegt sind. Damit sind die ausgeschütteten Gewinn also mit über 40 % Steuerlast belegt. Echt dreist, was manche User meinen, hier für freche Lügen posten zu können, ohne dass es auffällt.

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Mr Bounz 04.06.2019, 12:56
78. Echt jetzt, welche?

Zitat von hardy.stiefel
und sagen, dass die Industrie doch nur jammert um Geld zu verdienen. Nein, eine Industrie denke in vielen Jahren voraus. Gerade weil es längere Zeit in Anspruch nimmt, sich für die Zukunft einzustellen. Ich kenne 2 Betriebe aus unserer Stadt in BaWü, welche in Elsass umgezogen sind. Weitere werden wohl noch folgen. Klima, Energiepreise, CO2 Steuer, Staatsquote usw. sind Kosten, die auch die Produkte umgelegt werden. Und wenn die Kosten nicht gedeckt werden, wird schon Jahre vorher nach alternativen Standorten gesucht. Übrigens, Bulgarien und Rumänien ist derzeit stark im Trend. Kürzlich in Tschechien Grenzgebiet zu Sachsen. Dort war im Ort auf einer Anhöhe ein starker Geruch nach Braunkohleverfeuerung - aus Privathäusern! Gerade mal 50km von Dresden entfernt, welche wohl über Fahrverbote sich Gedanken (DUH) machen muss! Irrwitziger geht es nicht mehr. Ist aber auch ein Bild dafür, weshalb Klimaschutz nicht bundes- sondern weltweite Sache ist. Diesen Gestank in diesem Ort habe ich jetzt noch nach 3 Wochen "in der Nase", 50Minuten Fahrzeit entfernt von Dresden!!!
Welche Industrie meinen Sie bitte?
Welche Industrie plant langfristig?
Etwa die Autobauer die dachte es wäre ungemein Zukunftssicher Motor gegen die Gestze dafür mit Betrugssoftware zu bauen?
Oder
Die Industrie die gerade einen US Konzern übernommen hat der mit tausenden von Klagen überzogen wurde und Krebserregende Chemikalien verkauft?
Oder
Die Konzerne die nuns am tropfenden Datenkabel hinter jedem Entwicklungsland zurückfallen lassen?
Sie meinen das ELsas in Frankreich, oder? Als das Frankreich das in Kürze die CO2 Steuer einführen wird?
Und zum Abschluß noch Ihr Dresden Beispiel. Sie wollen also den PÜolen das Heizen verbieten damit Sie weiter mit dem stinkenden SUV in die Innenstadt fahren können!

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muunoy 04.06.2019, 12:59
79. Keine Lüge

Zitat von tafelsilber
Die unternehmen haben im durchschnitt der letzten Jahre Unmengen an Geld gescheffelt. Die Arbeitnehmer hatten kaum was vom Aufschwung. Es ist auch schlicht gelogen dass die Sozialabgaben "steigen und steigen". Wo er recht hat: der Staat muss in den Netzausbau und in Zukunftstechnologie viel mehr investieren. Steuererleichterungen für unternehmen braucht es nicht. Vielmehr Entlastung der niedrigen Einkommen und Abbau von Bürokratie.
Es ist nicht gelogen, dass die Sozialabgaben jedes Jahr steigen. Dies gilt auch für die Einkommenssteuern. Bei den Sozialabgaben wird jedes Jahr die Beitragsbemessungsgrenze erhöht, was zu steigenden Ausgaben bei den Sozialabgaben führt. Nennen Sie mir bitte ein Jahr, wo dies nicht geschehen ist. Somit hat nicht der Herr vom BDI gelogen, sondern Sie. Die Einkommensbesteuerung steigt auch jedes Jahr, weil die Steuerprogressionskurve nicht nicht an die Inflationsrate angepasst wird. Ein entsprechender wirklich guter Antrag der AfD im Bundestag wurde von den etablierten Parteien abgeschmettert. Sie können die überproportional steigende Steuer- und Abgabenlast auch am Bundeshaushalt ablesen. So ist trotz wirtschaftlich exzellente Lage und einer rekordverdächtig niedrigen Arbeitslosigkeit das Budget für "Arbeit und Soziales" (größter Haushaltsposten!) beständig gestiegen. Dies ist ein absolutes Armutszeugnis für die aktuelle Regierung und sollte alleine schon ein Grund für sofortige Neuwahlen sein. Auch haben sich die Steuereinnahmen des Staates in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. Hat sich Ihr Netto-Einkommen in den letzten 10 Jahren verdoppelt? Nein? Nun, meines auch nicht. Dies ist ein weiterer Beleg der katastrophalen Politik in Richtung zu immer mehr Staat. Wählbar sind für mich als Netto-Steuerzahler daher nur noch die FDP und die AfD. Alle anderen Parteien sind dermaßen staatsgläubig, dass sie die normale arbeitende Bevölkerung immer stärker ausbeuten.

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