Forum: Wirtschaft
BDI-Präsident über Deutschland: "Wir sind ein Schnarchland geworden"
Michael Kneffel / imago images

Brexit, Handelskrieg und gelähmte Behörden: Industriepräsident Dieter Kempf sieht schwere Zeiten für die deutsche Wirtschaft - und erzählt, warum er Politiker wie Donald Trump und Boris Johnson lieber nicht mehr sehen will.

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TomWerner 14.09.2019, 10:08
1.

wieso geworden ? ... deutschland war schon immer schnarchland.

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BobKraken 14.09.2019, 10:11
2. Lobby vom Feinsten

Eine vermeintlich stabile Konsunachfrage mit dem ausgelasteten Bauhandwerk zu begründen obwohl kurz vorher sich zu Baukindergeld geäussert hat ist schon sehr schwach.

Genauso albern das ist das Beispiel mit dem Glasfaserausbau. Der Glasfaserausbau und dessen Kosten scheitert nicht an den Kommunen sondern an der Telekom.

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simcoe 14.09.2019, 10:11
3. Richtig

Vor allem den letzten Punkt erkenne ich zunehmend überall mehr, leider auch bei uns im eigenen Betrieb. Für alles braucht man einen Beauftragten. Entscheidungen werden nicht mehr gebündelt sondern zersplittert und auf viele Köpfe aufgeteilt. Keiner will mehr so richtig entscheiden und daher gibt es auch immer mehr Mails mit vielen Leuten im cc, dass man sagen kann, jeder hätte davon gewusst wenn was schief geht. Alles muss transparent sein und alles muss endlos diskutiert werden. Das ist der Mehltau in unserem Land. Auch wenn es nicht mehr so zeitgemäß scheint im Moment. Ich bin wieder mehr für die Methode Altkanzler Schröder: "So wird es gemacht und BASTA"!

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hegade 14.09.2019, 10:13
4. Irrenhaus Deutschland...

"Da hat ein Bäcker den Kilogramm-Preis seiner Ware mit KG ausgezeichnet, was natürlich nicht die richtige Abkürzung fürs Kilogramm ist. Und dann droht ihm ein Bußgeldbescheid über 25.000 Euro."

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holzspalter-wie-immer 14.09.2019, 10:14
5. Wunschdenken

Wenn Herr Kempf davon ausführt, dass SUV Fahrzeuge zwischen 6 und 8 Liter verbrauchen, frage ich mich ob er noch genau weiß, von was er spricht.
Ein von mir gefahrener GLA verbraucht 9 Liter im Durchschnitt. Mit den Werksangaben hat das nichts zu tun!
Mercedes wehrt locker ab und fordert ein Gutachten als Beweis. Ein Gerichtsfestes Gutachten steht mit 5000,- EUR im Angebot.
Also, was soll es. Hat keinen Zweck darüber nachzudenken. Darauf bauen die Hersteller. Da muß ich mir die
Aussagen von Hr. Kempf nicht antun.

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spon-1169332508199 14.09.2019, 10:14
6.

Das Problem ist die Verwaltung... Keiner hat Eier was zu entscheiden, viel zu wenig Leute und eine Geschwindigkeit...

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GustavN 14.09.2019, 10:14
7.

Uns wurde schon in der Schule und später im Studium einfach deutlich gemacht, dass man am besten keine eigene Meinung haben sollte oder diese zumindest nicht äußert. Und auch später setzt sich das fort: Im Job hat der Chef immer recht, bei Spiegel Online wird auch zensiert, wenn der Kommentar dem Moderator nicht ins Weltbild passt, etc. pp. Wenn man der Bevölkerung das Denken abtrainiert, wundert es mich nicht, dass am Ende keiner mehr fähig ist, überhaupt Entscheidungen zu treffen. Ich sehe das leider auch an meinen chinesischen Arbeitskollegen: die sind klug und fachlich gut ausgebildet, scheitern aber dann, wenn man kreative Lösungen benötigt. Aber das kreativem Denken (= gefährliches Denken) wird dir bei der Sozialisierung in der autokratischen VR China sehr bald abgewöhnt. Langsam aber sicher bauen wir uns ebenfalls so eine Gesellschaft zusammen - mir macht das Angst.

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Hudson, Jane 14.09.2019, 10:17
8. Gute Nacht

Niemand entschiedet mehr irgendetwas, weil jede Entscheidung durch eine andere optimiert werden könnte und man sich für etwaig Suboptimales zu rechtfertigen hätte. Wer sich aber rechtfertigen muss, hat in diesem Land schon verloren. Das ist der Hexenkreis aus Inkompetenz und Stagnation in der Reproduktion des Immergleichen. Gute Nacht.

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Bring-The-Stones-Rolling 14.09.2019, 10:18
9. Argumente wie die US-Waffenlobby

Der Kunde verlange eben nach SUVs und deshalb werden sie produziert. Klar, logische Schlussfolgerung der Industrie. Wenn der Kunde nun nach Schusswaffen oder Panzern verlangt, wird dann auch produziert.
SUVs verbrauchen im Schnitt 8-10L: Das mag für viele auf dem Papier gelten. Ich habe den Opel Mokka Facelift mit Benzin/Turbo/112kW/1,4L als Leihwagen, nur Autobahnfahrt, 3 Personen, normales Gepäck, kein Rasen. Gut, war ein Automatik: 12L auf 100km!
Das ist ein 1,4L mit 152PS!
Ich sehe sehr viele Porsche Cayennes und BMW X3 auf der Strasse.
Meine Schwester fuhr früher einen BMW X3, nun einen Cayenne: Mindestens 12L beide!
Auf dem Land bei engen Strassen behaupten viele SUV Fahrer nicht nur ihre Seite sondern auch gerne über den Mittelstreifen, sind die Strassen noch enger, sind es fast nie die SUV Fahrer, die ausweichen, sie beherrschen sozusagen ihre Seite über die Grenzen hinweg.
Ausgeprägter in Baden-Württemberg, noch ausgeprägter in Bayern.
In den Großstädten: In der Regel werden 2 Parkplätze für einen Wagen in Beschlag genommen. Sehr offensichtlich. Im Stadtverkehr i.d. Regel diejenigen, die z.B. Radfahrer besonders nahe kommen. Davon können viele ein Lied singen. Dass jedes Zweirad wie ein PKW mit entsprechendem Abstand überholt werden MUSS, das hat sich bisher bei den wenigsten rumgesprochen!
SUVs sind Angeber-Protzautos, und nein, ich bin kein bisschen neidisch, ich könnte mir einen leisten, kein Bedarf.
Ach, bevor noch welche die Alters- bzw. Ach-mein-Rücken Karte ziehen: Das ging bis zur Ankunft der SUVs auch sehr gut, ein Opel Agila tuts da genauso: Agil im Alter.
Mir gefiel das Design vom Skoda Yeti sehr gut, hatte ihn mal in Erwägung gezogen. Als ich dann aber die Verbrauchsdaten bei diesen Mini-Motoren sah: Da verbrauchen viele anständige ältere 2L Benziner mit 120-150 PS weniger. Ich hätte es aber gerne, dass ein Motor auch locker 200.000 km hält! Und nicht bei 150.000 kritisch wird, den niemand mehr gebraucht kaufen will. Früher fuhr ich einen Saab 9000CS: 2L, die besten Sitze ausser Recaro, 150PS, Verbrauch 8L, 7L auf der Autobahn. Der Vorgänger ohne Turbo und 110PS 7L bei 180 auf der Autobahn ohne je darüber zu gehen. Trotz Schwedenblech. Der Zeit weit voraus.

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