Forum: Wirtschaft
Begehrtes Modell: Mehr als eine Million Anträge auf Rente mit 63
DPA

Mit 63 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand - das Modell ist beliebter als erwartet. Seit der Einführung 2014 haben einem Bericht zufolge mehr als eine Million Menschen das Angebot beantragt.

Seite 1 von 12
ayberger 24.05.2018, 10:00
1. Da es vor allem Männe rsind, die ohnehin

nur eine geringere Lebenserwartung haben als Frauen, sei es ihnen herzlich gegönnt, in meinem Firmenumfeld sind viele Männer mit 67/68 J. gestorben, die hatten nicht viel von ihrem "wohlverdienten Ruhestand" ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doitwithsed 24.05.2018, 10:14
2.

Die 1,3 Milliarden Euro im Monat dürften nur die direkten Kosten sein. Hinzu muss man die fehlende Lohnsteuer und Sozialabgaben der nun nicht mehr sozialversicherungpflichtig Arbeitenden hinzurechnen.
Ein schönes Steuergeschenk an die eigene Wahlklientel. Auf Kosten der nachfolgenden Generationen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wpdat 24.05.2018, 10:18
3. Wo ist das Problem?

Immerhin haben die Personen, die jetzt diesen Anspruch gelten machen, 45 Jahre (in Worten: FünfundVierzig) jeden Monat Beiträge an das Umlagesystem abgeführt. Die Meisten von ihnen hatten noch Wehrdienst abzuleisten, so dass sie schon mal mindestens 18 Monate keine Beiträge gezahlt haben. Wenn sie z.B. mit 16 ein Lehre begonnen haben, sind sie jetzt knapp 63 Jahre alt. Vorausgesetzt sie sind gewerblich tätig geblieben. Eine akademische Ausbildung wirkt sich hier natürlich eher nachteilig aus, Da dürten die 45 Beitragsjahre wohl frühestens mit dem Erreichen des Regeleintrittsalters "voll" sein, wenn überhaupt. Na und? Sei es ihnen gegönnt.
Ausserdem steht da was von Anträgen und nicht Berechtigten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ezechiel 24.05.2018, 10:22
4. Modell beliebter als erwartet.

Ich weiß ja nicht wer da welche Erwartungshaltung hatte. Aber dass dieses Modell hohen Zuspruch findet, war doch klar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NauMax 24.05.2018, 10:24
5. Na dann Prost!

Auf die zwei Generationen, die den Spaß finanzieren und dabei kaum Aussicht haben, ihrerseits überhaupt mal eine staatliche Rente zu sehen, von der sie leben können. Spätestens wenn die Babyboomer in die Rentenjahre kommen, sind die fetten Jahre endgültig vorbei. Wie hoch dann wohl mein RV-Beitrag sein wird?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
awes 24.05.2018, 10:28
6. Rente mit 67

Es mag sein, dass ich die Zusammenhänge nicht verstehe, möchte aber dennoch fragen, wieso diese Generation mit 63 abschlagsfrei in den Ruhestand gehen kann, aber ich, die die Rente dieser Generation mitfinanziert, erst mit 67 in den Ruhestand gehen kann, wenn ich keine finanziellen Einbußen haben möchte. Wie wäre es, wenn beide Generationen bis 65 arbeiten, um abschlagsfreie Renten zu beziehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zaunsfeld 24.05.2018, 10:32
7.

Zitat von wpdat
Immerhin haben die Personen, die jetzt diesen Anspruch gelten machen, 45 Jahre (in Worten: FünfundVierzig) jeden Monat Beiträge an das Umlagesystem abgeführt. Die Meisten von ihnen hatten noch Wehrdienst abzuleisten, so dass sie schon mal mindestens 18 Monate keine Beiträge gezahlt haben.
Wehrdienstzeiten gelten auch als sozialversicherungspflichtige Zeiten. Da wurden Beiträge in die Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung etc. eingezahlt.
Das war damals schon so und war bis zum Ende der Wehrpflicht auch noch so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
interessierter Laie 24.05.2018, 10:34
8. das sind tragische Einzelfälle...

Zitat von ayberger
nur eine geringere Lebenserwartung haben als Frauen, sei es ihnen herzlich gegönnt, in meinem Firmenumfeld sind viele Männer mit 67/68 J. gestorben, die hatten nicht viel von ihrem "wohlverdienten Ruhestand" ...
für jeden davon gibt es andere, die deutlich älter als 79 werden. Der Durchschnitt liegt inzwischen bei 79 Jahren, also 16 Jahre, über die Rente mit 63 durchschnittlich gezahlt wird. Obendrein wächst die Lebenserwartung weiter. Grundsätzlich soll niemandem etwas missgönnt werden, aber dfür die Jungen ist das eine enorme Zusatzbelastung. Damit trifft es eine Generation, die im Alter wohl auf die Grundsicherung fallen wird, wenn sie nicht privat vorsorgt oder bis zum Umfallen arbeitet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kayakclc 24.05.2018, 10:34
9. Wahlgeschenke der SPD

Dieses Wahlgeschenk der SPD geht natürlich zu Lasten den Beitragszahler, d.h zu Lasten zukünfiger Generationen. Gerade die Bedürfigen, die mit gebrochener Erwerbsbiografie, profitieren davon nicht. Aber dafür viele im öffentlichen Dienst, die schon immer unkündbare Stellen hatte, und schon als Lehrlinge eingestiegen sind, erfüllen mit 63 locker die Bedingungen von 45 jahren. Diese Welle war doch zu erwarten. Ich wundert die Naivität jetzt so "überrascht" zu tun. In 5-10 Jahren werden wir die Quittung haben, und alle sich wundern, warum die Renten weiter sinken müssen. Wenn ein Kuchen auf mehr Leute verteilt werden muss, gibt es eben kleiner Stücke. Das ist bei einem Umlageverfahren leider so, wo nicht angespart wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12