Forum: Wirtschaft
Begehrtes Modell: Mehr als eine Million Anträge auf Rente mit 63
DPA

Mit 63 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand - das Modell ist beliebter als erwartet. Seit der Einführung 2014 haben einem Bericht zufolge mehr als eine Million Menschen das Angebot beantragt.

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martin42 24.05.2018, 18:02
110. Diebstahl ...

Auf Betriebsrenten knallt man statt dessen die vollen Sozialabgaben auch wenn die Renten-Beiträge aus Einkünften über der BBG erwirtschaftet werden. Plus etwas Steuerprogression ...
3x durch die Berufsausbildung durchgefallen gibt dann aber 9 Jahre Anwartschaftszeit für vielleicht einen eingezahlten Rentenpunkt ... dann braucht der Erbe oder Immobilien / Kapitalvermögensbesitzer irgendwie noch 36 Jahre einen 1/3 Teilzeitjob und bekommt lebenslang den kompletten Sozialquertransfer von Personen, die leider von Arbeitseinkommen leben müssen.
Mir fehlt dafür inzwischen jedes Verständnis ... im Zusammenhang mit in der zunehmenden Internationalisierung des Sozialstaates könnte man vielleicht noch auf die Idee kommen auch im Ausland geleistete und per Zettel + Stempel nachgewiesene Berufszeiten auf die 45 Jahres Schwelle anzuerkennen.

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martin42 24.05.2018, 18:14
111.

Zitat von pygmy-twylyte
Das Wort "Schmarotzersystem" möchte ich persönlich nicht in den Mund nehmen, insbesondere im Hinblick auf den zu befürchtenden weltweiten Wegfall von Arbeitsplätzen in den kommenden Jahrzehnten und im Hinblick auf die dann unbedingt notwendige Alimentierung der arbeitslos gewordenen Menschen durch den Staat. Vielleicht führt in der Zukunft gar kein Weg am BGE vorbei. Ihre Frage, wer das alles finanzieren soll, ist freilich berechtigt. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob es uns gelingt, all die Menschen, die irgendwann in naher Zukunft das BGE erhalten, zu Anstrengungen zu motivieren, die ihrem Leben einen Sinn geben, sie zufrieden machen und auch der Gesellschaft weiterhelfen.
"Schmarotzersystem" dieser Bergriff ist durchaus angebracht so lange auf diverse Einkommens-Arten (Mieten, KAP, Erbe ...) keine Sozialabgaben erhoben werden.
Inzwischen ist es wohl etwas schwieriger sich selber in der Aktien Holding der eigenen Familie einzustellen, aber da gibt es sicher noch Wege ... im Extremfall geht man dann 45 Jahre lang einem 1/3 Teilzeitjob nach und kassiert jährlich noch obendrein 100k € Zinsen / Dividenden ... man glaubt es kaum aus Sicht des Sozialstaates ist dieser Fall eine arme Kirchenmaus und bekommt 80 Jahre lang allein > 4.000 € per Anno Quersubvention für die Krankenkasse von den Mitbürgern ...

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cbf_hotte 24.05.2018, 18:14
112.

Zitat von misterknowitall2
Zu behaupten, dass lässt sich nicht finanzieren ist auch willkürlich. Lassen Sie doch mal ein paar Zahlen hören, was das Ganze kostet. Und bitte keine Milchmädchenrechnung....
..sie werden keine Antwort bekommen. Das ist einer der vielen Provokateure, die sich in solchen Strängen tummeln und mit solchen Beiträgen versuchen, vom Thema abzulenken, weil sie davon nicht den Schimmer einer Ahnung haben.

Das lautet nämlich: Rente mit 63 - und viele rechnen sich aus, wie hoch oder gering die Abschläge sind, die sie in Kauf nehmen müssen, um 2 Jahre vorher aus dem "kapitalistischen Arbeitsverwertungsprozeß" auszuscheiden.

Für "Nüsse" ist das nämlich nicht... .

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pygmy-twylyte 24.05.2018, 18:25
113. Mut zur Veränderung

Zitat von Ronja2009
Das Berufsleben ist jeden Tag der blanke Horror, man rennt arbeiten, lässt sich niedermachen und kriegt dafür ein beschissenes Gehalt, durch das man immer weiter absteigt. Wer tut sich das denn einen Tag länger an als notwendig? Arbeit lohnt sich doch eh nicht. Ich kann es nicht erwarten, endlich nicht mehr erwerbstätig zu sein.
Wenn das Berufsleben für Sie der "blanke Horror" ist, dann frage ich mich, warum Sie sich das antun. Schon mal darüber nachgedacht, sich eine Stelle in einem anderen Unternehmen zu suchen, wo Sie nicht "niedergemacht" werden und die Arbeit dank guter Bedingungen und toller Kollegen nicht nur erträglich ist, sondern vielleicht sogar ein bisschen Spaß macht? Ist es Ihr Alter, das Sie daran hindert, die Stelle zu wechseln, oder liegt es an Ihrer Ausbildung oder anderen Gründen? Denken Sie daran, es ist nie zu spät für einen Wechsel, und vergessen Sie bitte nicht, wie kurz unser Leben doch ist. Haben Sie den Mut und bewegen Sie sich!

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pygmy-twylyte 24.05.2018, 18:32
114. Nicht alles über einen Kamm scheren!

Zitat von martin42
"Schmarotzersystem" dieser Bergriff ist durchaus angebracht so lange auf diverse Einkommens-Arten (Mieten, KAP, Erbe ...) keine Sozialabgaben erhoben werden. Inzwischen ist es wohl etwas schwieriger sich selber in der Aktien Holding der eigenen Familie einzustellen, aber da gibt es sicher noch Wege ... im Extremfall geht man dann 45 Jahre lang einem 1/3 Teilzeitjob nach und kassiert jährlich noch obendrein 100k € Zinsen / Dividenden ... man glaubt es kaum aus Sicht des Sozialstaates ist dieser Fall eine arme Kirchenmaus und bekommt 80 Jahre lang allein > 4.000 € per Anno Quersubvention für die Krankenkasse von den Mitbürgern ...
Sozialabgaben auf Mieten oder eine Erbschaft? Dafür fehlt mir jedes Verständnis, auch wenn ich zugebe, dass unser System von dem einen oder anderen "a-sozialen" Mitbürger missbraucht wird, ja es solchen Menschen mitunter sogar leicht gemacht wird, sich auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes Leben zu machen. Dennoch: Bitte nicht alles über einen Kamm scheren!

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pittiken 25.05.2018, 09:31
115.

Zitat von Olli Ökonom
Es ist versicherungstechnisch völlig egal wie ein 63 Jähriger seine Punkte erwirtschaftet hat. Ob in 45 Jahren oder in 30 Jahren ist egal. Und warum sollte der es in 30 Jahren erwirtschaftet hat weniger verdient haben als einer der es in 45 Jahren erwirtschaftet hat. Dafür gibt es keine Begründung. Es ist nur die Benachteiligung des zweiten zementiert. Wenn der mit 45 Jahren wenigstens eine geringere Lebenserwartung nachweisen könnte als derjenige, der dies in 30 Jahren erwirtschaftet hat, könnte ich ja das noch verstehen, aber diesen Zusammenhang ist nicht generell nachweisbar. Von daher sollte man diese Regelung so schnell wie möglich über Bord schmeißen. Was heisst hier gezwungen? Dan sollen die Hilfsarbeiter auch gefälligst nicht über zu niedrige Löhne jammern! Was soll dieser schwachsinnige Aussage???
Weil es eben nicht egal ist, weil es bei den verschiedenen Rentenarten, die die gesetzliche Rente kennt, Wartezeiten (Alter und Beitragsjahre bzw. Hinzurechnungsjahre) zu erfüllen sind. Einfach mal nach einer Kontenklärung auf den dann ergangenen Bescheid schauen, dort ist das gut erklärt. Um das zu verstehen, benötigt man weder Abitur noch Studium.

Was die erwirtschafteten Punkte anbelangt, die sind für die Bruttorente mitentscheidend.

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moev 25.05.2018, 14:46
116.

Zitat von interessierter Laie
für jeden davon gibt es andere, die deutlich älter als 79 werden. Der Durchschnitt liegt inzwischen bei 79 Jahren, also 16 Jahre, über die Rente mit 63 durchschnittlich gezahlt wird. Obendrein wächst die Lebenserwartung weiter. Grundsätzlich soll niemandem etwas missgönnt werden, aber dfür die Jungen ist das eine enorme Zusatzbelastung. Damit trifft es eine Generation, die im Alter wohl auf die Grundsicherung fallen wird, wenn sie nicht privat vorsorgt oder bis zum Umfallen arbeitet.
Das ist die Frage ob das Einzelfälle sind. Wenn die 79 daher kommen, das die eine Hälfte 90 wird und die andere nur 70, dann träfe das jeden 2ten.

Der Durchschnitt nützt jedem einzelnen rein gar nichts.

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