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Begehrtes Modell: Mehr als eine Million Anträge auf Rente mit 63
DPA

Mit 63 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand - das Modell ist beliebter als erwartet. Seit der Einführung 2014 haben einem Bericht zufolge mehr als eine Million Menschen das Angebot beantragt.

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supergrobi123 24.05.2018, 11:31
30. q.e.d.?

Liebe Traumtänzer, die ihr ein bedigungsloses Grundeinkommen fordert und behauptet, die Menschen würden dann nicht weniger arbeiten, weil Arbeit ja so sinnstiftend sei, bitte guckt euch diese Statistik an!
Über eine Mio Menschen hängt die Arbeit vorzeitig an den Nagel!
Wie viele es wären, wenn die 45-Jahre-Dienst-Beschränkung nicht wäre, kann man nur erahnen...

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Schmidt24 24.05.2018, 11:32
31. Beliebter als erwartet?

Ja was denn sonst?. Jeder, der es sich irgendwie leisten kann, wär doch blöde, sich länger als unbedingt nötig im Beruf aufzureiben - es sei denn, man weiß mit der gewonnenen Zeit nichts anzufangen - soll es ja auch geben. Wenn man keine 45 Berufsjahre hat, dann muss man allerdings mit erheblichen Abzügen rechnen. Und wenn die junge Generation darüber jammert, dass sie das alles finanzieren muss, dann sollte sie mal darüber nachdenken, was sie sonst noch für alle Welt finanziert und ob DAS dann gerechter ist.

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citizen_k 24.05.2018, 11:32
32. Die abschlagsfreie Rente ab 63?

Die heute 63-jährigem und 1955 Geborenen können erst mit 63 Jahren uns sechs Monaten nach 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei in Rente gehen. Aber wie mache ich es richtig? Könnte schon seit August letzten Jahres abschlagsfrei gegangen sein und bin jetzt der Raffsack, der nicht genug kriegt. Wenn ich dann Ende 2021 mit 67 (so Gott will) gehe, habe ich einen höheren Ertragsanteil zu versteuern. Gelästert wird so oder so. Aber meine Frau und ich sehen das entspannt. Wir haben zu keiner Zeit gerechnet, sondern gemeinsam verzehrt.

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Korken 24.05.2018, 11:32
33. Die Schuldenlast ist mir egal

Es waren schon katastrophale Entscheidungen, die die alte GroKo damals entschied, um die Beitragskassen zu plündern, Wählerstimmen hat es nicht gebracht, außer für eine andere Partei, aber die Kosten laufen inzwischen ins Unermessliche.

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crazillo 24.05.2018, 11:33
34.

Ich gönne es den Betreffenden zwar herzlich, weiß aber gleichzeitig, dass ich so etwas nie werde in Anspruch nehmen dürfen als heute 30-jähriger, weshalb irgendwie ein schaler Beigeschmack für mich bleibt.

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supergrobi123 24.05.2018, 11:35
35. Böllig übertriebener Quatsch!

Zitat von burlei
Überlegen Sie bitte noch mal. Die mit 63 in die Rente gehen, haben 45 Jahre lang in die Rentenkassen eingezahlt. Sie sind also im Jahr 1973 und früher in das Berufsleben eingestiegen. Das war eine Zeit, in der noch mindestens 44 Std in der Woche gearbeitet werden musste, in der Regel körperlich und hart. Diese Leute sind kaputt, sind einfach fertig. Einzahlen in die Kassen werden sie sowieso nicht mehr viel. Mit 63 gehört man, falls man noch einen Job hat zu denen, die bei nächster Gelegenheit rausgeschmissen werden. Sollen sie noch AlG II beziehen? Wenn sie es dann wider erwarten noch bis zur regulären Rente schaffen, sind sie dann nicht nur gesundheitlich ein Wrack, nein, sie sind auch noch arm. Sicher, das kann den nachfolgenden Generationen völlig egal sein, ob irgendjemand anderes als ihre Generation (genauer gesagt sie selbst) von der Rente leben kann, aber was solls? Wo gehobelt wird fallen Späne und Solidarität ist nur was für Verlierer. Ich wünsche Ihnen jedenfalls noch viele erfolgreiche Jahre im Beruf, den Sie hoffentlich bis zum Renteneintrittsalter ausüben können, ohne das jemand aus der nachfolgenden Generation ausgerechnet Sie wegrationiert. Und wenn doch, es wird schon gehen. Sie haben dann noch mindestens 15 Jahre vor sich, da Sie sich ja immer gesund und fit gehalten haben und Sie sich ja nicht kaputt malochen mussten.
Ich kenne zahlreiche Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die quickfidel vorzeitig in Rente gehen und sich drüber freuen. Tatsächlich habe ich in meinem ganzen Leben noch kein einziges 63jähriges "Wrack" kennengelernt.
Wenn Sie welche kennen, rate ich Ihnen dringend, die mal zu Arzt zu schicken!
Als "Wrack" wird man eventuell krankgeschrieben, auf Kur geschickt oder gar in die Frührente.

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spiegelleser987 24.05.2018, 11:39
36.

Zitat von pumucel
Würden Beamte u. Selbstständige in die Rentenkasse Einzahlen , wäre dies schon eine große Hilfe. Aber wäre schneidet schon den Ast ab auf dem er sitzt.
Da lassen Sie auch etwas weg. Was ist denn mit den Sebstständigen, die schon bis zu viermal Rentengebühren in die Künstlersozialkasse für andere zahlen müssen, ohne jemals selbst etwas davon zu bekommen. Dann haben die kein Geld mehr für die eigene Rente. Vor 10 Jahren wurde das Prinzip kritisiert, heute redet man nicht mehr darüber.

Und was passiert, wenn Beamte in die Rentenkasse einzahlen? Die werden schon aus Steuern finanziert. Zum Beispiel in Brandenburg hat man das vor etwa 8 Jahren eingeführt. Die Abgeordneten mussten dann plötzlich auch in die Renten- und Krankenversicherung einzahlen. Deshalb hat man deren monatliche Diäten von 4700 auf 7400 Euro erhöht (Zuschüsse bekommen die noch extra). Damit die Diäten steigen, werden dann auch Setuern und Gebühren erhöht und somit bei anderen die Löhne gesenkt.

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Zaunsfeld 24.05.2018, 11:49
37.

Zitat von Freifrau von Hase
Klingt auf den ersten Blick plausibel, aber dann sprechen vor allem 2 Dinge dagegen: 1.) Sind viele Akademiker - vor allem in den Geisteswissenschaften - nach dem Studium noch lange nicht in einem festen Job. Nach dem Abschluss kommen jahrelange Praktika, Klinkenputzen, befristet für wenig Geld angestellt sein. 2.) Derjenige, der eine Ausbildung macht, muss zwar eher für die Rente einzahlen - er verdient dann aber auch schon Geld. Der Akademiker verdient bis Mitte 20 erstmal nichts sondern hat nur Ausgaben, dann greift Punkt 1. Und die Gehälter sind bei vielen Akademikern heute auch nicht mehr so dass man sagt "Das fängt der später auf". Das war vielleicht in den 70ern mal so. 3.) Unterm Strich lohnt sich dann ein Studium schlicht nicht mehr. Geh mit 18 in die Verwaltung einer Krankenkasse oder zur Gemeinde, dann hast du am Erwerbslebensende mehr verdient.
1) Dafür können die anderen Einzahler ja erst mal nichts. Wenn jemand in das System nicht eingezahlt hat, dann hat er nicht eingezahlt. Das ist dann erst mal so. Also müssen seine Anwartschaften auch erst mal geringer sein. Wenn das ein gesellschaftliches Problem darstellt, muss das der Steuerzahler ausgleichen, nicht der Beitragszahler.

2) Eben weil der Akademiker heute nicht mehr viel mehr verdient als ein Handwerker, müsste er ja auch die 45 Jahre arbeiten, damit er später mal eine vergleichbare Rente bekommt wie der Handwerker. Wenn der Akademiker wesentlich mehr verdienen würde als der Handwerker und halt entsprechend höhere Beiträge einzahlt (das gibt es auch), könnte er ja auch mit etwas weniger Beitragsjahren eine vergleichbare Rente erhalten wie der Handwerker. Es steht dem Akademiker ja dann drei, halt mit ein paar Abschlägen früher in Rente zu gehen.

3.) Ja, wenn sich ein Studium nicht mehr lohnt, dann lohnt es sich eben nicht mehr. Es kommt aber drauf an, was für ein Studium. Geistes- und Sozialwissenschaftler haben schon vor 30 Jahren schlechte Einkommenschancen gehabt. Das ist heute nicht anders. Ingenieure, Naturwissenschaftler, ITler usw. haben damals schon sehr gut verdient und können auch heute noch gut verdienen, wenn sie nicht gerade zu den 10% leistungsschwächsten ihres Jahrgangs gehören.

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wasistlosnix 24.05.2018, 11:54
38. Wertfreie Zahl

Wie viele davon gehen freiwillig und wie viele unter freiwilligem Zwang. Weil arbeitslos oder zu alt fürs Unternehmen usw.

Ein Ergebnis dieser Maßnahme war doch die Senkung der Langzeitarbeitslosen.

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hundini 24.05.2018, 11:55
39.

Zitat von awes
Es mag sein, dass ich die Zusammenhänge nicht verstehe, möchte aber dennoch fragen, wieso diese Generation mit 63 abschlagsfrei in den Ruhestand gehen kann, aber ich, die die Rente dieser Generation mitfinanziert, erst mit 67 in den Ruhestand gehen kann, wenn ich keine finanziellen Einbußen haben möchte. Wie wäre es, wenn beide Generationen bis 65 arbeiten, um abschlagsfreie Renten zu beziehen?
Die Generation mit 63 ist aktuelles Wahlvolk. Die gilt es zu belohnen.

Leute die mit 67 in Rente gehen, denken bei der Wahl kaum an
ihr Renteneintrittsalter.

Einzig darum geht es den Neo-Liberalen Parteien...

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