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Begehrtes Modell: Mehr als eine Million Anträge auf Rente mit 63
DPA

Mit 63 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand - das Modell ist beliebter als erwartet. Seit der Einführung 2014 haben einem Bericht zufolge mehr als eine Million Menschen das Angebot beantragt.

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citizen_k 24.05.2018, 11:55
40. Einheitsrente bei unterschiedlicher Beitragszahlung

Das entspricht im Grunde dem neoliberalen Denkmodell. Nach diesem über Jahre gestreckten Akt der Enteignung, wird endlich die Arbeitnehmerrente totalprivatisiert. Ausgenommen natürlich die Beamtenschaft und die im Edelsozialismus alimentierten politischen Beamten und Mandatsträger. sowie der Polizei und Soldaten. Riester hat m. E. den Einstieg in die Chilenisierung des Rentensystems begonnen. Von Hayeck hatte vor Jahrzehnten Pinochet beraten. Chile ist heute ein Rentnerarmenhaus.

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Zaunsfeld 24.05.2018, 11:56
41.

Zitat von supergrobi123
Keine 2 Monate, nachdem die Rente mit 63 durchgewunken wurde, erzählte man im Bundestag, das man wohl zukünftig das Reteneintrittsalter auf 70 erhöhen müsste! Für Sie zum Mitschreiben: Ich werde das höchste Eintrittsalter aller Zeiten erleben, das niedrigste Rentennivieau aller Zeiten und darauf die höchste Steuern- und Angabenlast aller Zeiten! Menschen, die heute in Rente gehen, beziehen im Vergleich zu ALLEN die nach ihnen kommen Luxusrenten! Und denen schenkt man dann auch noch abschlagsfrei weitere 48 Monatsrenten, die ich gegen meinen Wille gezwungen werde zu bezahlen? Einfach so? Das ist eime grobe Frechheit!
Also wenn Sie wie die von Ihnen genannten auch schon mit 16 oder 17 angefangen haben, in die Rentenkasse einzuzahlen, können Sie doch auch mit 45 vollen Beitragsjahren dann mit 63 in Rente gehen.
Oder haben Sie gar nicht mit 45 Jahren angefangen einzuzahlen und werden deswegen die 45 Beitragsjahre vielleicht niemals erreichen?

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Max Super-Powers 24.05.2018, 11:59
42.

"Mit 63 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand - das Modell ist beliebter als erwartet"

Wie man darüber verwundert tun kann, ist mir ein Rätsel. Sollte es in deutschen Redaktionsstuben wirklich so harmonisch zugehen, dass man dort am liebsten sein ganzes Leben arbeiten würde? Sind wir doch mal ehrlich: Die meisten Menschen arbeiten um zu leben. Und wenn sie aufhören können, ohne dadurch finanzielle Nachteile zu bekommen, dann machen es auch die allermeisten. Die Zahl derer, für die der Beruf der wichtigste, vielleicht einzigste LEbensinhalt ist, ist verschwindend gering im Vergleich zu denjenigen, die einfach ihr Leben genießen wollen.

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Trizi 24.05.2018, 12:06
43. 1,3 Milliarden für Rente ab 63?

Für Menschen, die sich seit 45 Jahren den A... für uns aufgerissen haben und in echter Knochenarbeit malochen? Da sind 1,3 Milliarden doch nichts - gar nichts!
Ach sorry, ich vergaß, die Mehrheit der Deutschen hat ja seit September 2015 ein neues Hobby, das so richtig viel Geld kostet. Da können wir keine abgeschafften Menschen mehr frühzeitig in Rente lassen.
Als: weitermalochen, bis die Knochen knacken. Iss ja für nen guten Zweck :-)

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Lütt Matten 24.05.2018, 12:07
44. Dieser Blödsinn

kann auch nur von der SPD kommen und die CDU/CSU hat es ja schließlich auch mit beschlossen. GroKO Mist mal wieder.
Warum soll ein gutverdienender und gesunder Mensch schon 2 Jahren früher in Rente gehen können? Wo ist da die Notwendigkeit bzw. Bedürftigkeit?
Eine Bedürftigkeit besteht vielmehr bei Erwerbsunfähigen, die z.B. als Folge von Unfällen in jungen Jahren nicht mehr arbeiten können und daher oft eine sehr niedrige Rente bekommen.
Dahin hätte das Geld gehört.

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ntfl 24.05.2018, 12:09
45. Wirklichkeitsfremd und voller Sozialneid

sind die Leute, die fragen, wer das denn finanziert. Eine solche "Anmerkung" zu Menschen, die 45 Jahre gearbeitet haben gilt heute aber bereits als völlig legitim und angemessen, wohingegen man, wenn man diese gleiche Frage zu Flüchtlingen und Migranten stellen würde, sofort in die Populistenecke oder gar zu den Rechtsradikalen geschoben würde. Verkehrte Welt! Ohne jede Frage haben Menschen, die 45 Jahre gearbeitet haben und in dieser Zeit der Allgemeinheit nicht auf der Tasche gelegen haben, sondern darin miteingezahlt haben, die abschlagsfreie Rente verdient! Welcher der Jüngeren, der das finanziert, wird denn überhaupt noch auf eine annähernd vergleichbare Arbeitszeit in seinem Leben kommen? Dann wünsche ich denjenigen auch, dass sich dann die Jüngeren nicht auch darüber beschweren, dass sie das Ganze ja finanzieren müssen und deshalb 45 Beitragsjahre als Mindestvoraussetzung für deren Rente fordern.

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Guerilla_77 24.05.2018, 12:13
46. ...

Zitat von supergrobi123
Liebe Traumtänzer, die ihr ein bedigungsloses Grundeinkommen fordert und behauptet, die Menschen würden dann nicht weniger arbeiten, weil Arbeit ja so sinnstiftend sei, bitte guckt euch diese Statistik an! Über eine Mio Menschen hängt die Arbeit vorzeitig an den Nagel! Wie viele es wären, wenn die 45-Jahre-Dienst-Beschränkung nicht wäre, kann man nur erahnen...
Das BGE hat einen mehrheitlich psychologischen Effekt...

Die Menschen wären dann nämlich in Tätigkeiten die ihnen Sinn geben oder gar.... *trommelwirbel*.... Spass machen.

Interessante einstellung im übrigen Menschen solange es nur irgendwiegeht "kaputt" machen zu wollen - psychisch wie physisch(die Zahlen dürften mit einem BGE auch deutlich sinken und somit die Gesundheitskosten/Kassen) - in arbeit zu halten die sie körperlich nicht (mehr) schaffen, wo sich sich schickanen ausgesetzt sehen oder dermaßen öde ist das man den Arbeitstag nur apathisch übersteht.

Ich bin da dann doch lieber "Traumtänzer"(so hat sich die Menscheit weiterentwickelt...) als Menschenschinder.

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lobro 24.05.2018, 12:13
47.

Zitat von awes
Es mag sein, dass ich die Zusammenhänge nicht verstehe, möchte aber dennoch fragen, wieso diese Generation mit 63 abschlagsfrei in den Ruhestand gehen kann, aber ich, die die Rente dieser Generation mitfinanziert, erst mit 67 in den Ruhestand gehen kann, wenn ich keine finanziellen Einbußen haben möchte. Wie wäre es, wenn beide Generationen bis 65 arbeiten, um abschlagsfreie Renten zu beziehen?
Warum nicht mit 63 in Rente gehen. Auch diese Generation hat den Älteren einen früheren Ruhestand ermöglicht. Früher konnte man nach einem Jahr Pseudo-Arbeitslosigkeit schon mit 60 Jahren in Rente gehen, und niemand hat sich beschwert, weil man immer hoffte, selbst mal so früh aufhören zu können. Besonders große Firmen haben das mit Sozialplänen ausgenutzt. Mitte der 1990er Jahre konnten bei meinem früheren Arbeitgeber Kollegen mit 52 Jahren aufhören. Mein Vater war Beamter bei der DB und ging mit 53 Jahren in Pension und das war gut so, denn mit 64 Jahren ist er gestorben.

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Spiegelleserin57 24.05.2018, 12:18
48. Rentner zahlen auch Steuern und...

Zitat von doitwithsed
Die 1,3 Milliarden Euro im Monat dürften nur die direkten Kosten sein. Hinzu muss man die fehlende Lohnsteuer und Sozialabgaben der nun nicht mehr sozialversicherungpflichtig Arbeitenden hinzurechnen. Ein schönes Steuergeschenk an die eigene Wahlklientel. Auf Kosten der nachfolgenden Generationen.
Rentner zahlen auch Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung.
Außerdem müssen erst mal die nachfolgenden Generationen 45!! Jahre lang arbeiten. Heute schaffen dies die Jüngeren kaum noch da sie diese harte und lange Arbeitszeit gar nicht gewohnt sind.
Schließlich darf man nicht vergessen dass diese Rentner eben diese lange Zeit gearbeitet haben und auch die Sozialabgaben gezahlt haben von denen andere (z.B. Arbeitslose) profitiert haben.
Man sollte auch mal differenzierter berichten und nicht wieder populistische Zahlern veröffentlichen.
Pauschale Zahlen sagen nämlich gar nichts aus. Wie ich aus den Rentengesetzen erfahren durfte sind diese äußerst kompliziert.
Das Geld als Steuergeschenk zu betrachten darf ich wohl als Witz auffassen.

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sprengsatz 24.05.2018, 12:19
49.

Warum wird das erhöht? Warum nicht gleich für alle ab 67? Warum müssen wir (30) 50 private Vorsorgen haben?
Ich hasse das Rentensystem und die Klientelregierung.

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