Forum: Wirtschaft
Behördenfehler: 83.000 Euro für Hartz-IV-Pärchen

Überraschender Geldsegen für zwei Hartz-IV-Empfänger aus Sachsen-Anhalt: Gut 83.000 Euro überwies das zuständige Jobcenter dem versehentlich im Juli und August. Nun fordert die Behörde die Summe zurück. Ganz einfach wird das nicht, denn ein großer Teil ist offenbar schon verprasst.

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Hardliner 1 14.10.2011, 15:02
20. Seit eh und je

Zitat von lynx999
Und zwar in mehrfacher Hinsicht... Zum Einen durch das Paar 33.000€ Steuergelder binnen 4 Wochen aus zu geben. Das habe ich nicht einmal während meines Hausbaus geschafft! Dann noch nicht zu Terminen im Amt zu erscheinen und die Sache ....
Mit Geld der Steuerzahler geht man seit eh und je leichtfertiger um als mit dem eigenen. Das gilt nicht nur für Mitarbeiter staatlicher Behörden, sondern auch für einen Großteil der Politiker.

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cassopeia 14.10.2011, 15:05
21. Da schliesse ich mich doch ohne wenn und aber an

[QUOTE=der_david;8917131]in b4 shitstorm
Ich jedenfalls gönne es den Leuten, manchmal triffts eben auch die kleinen. Meinen Anteil davon können sie behalten./QUOTE]

Man muss auch gönnen können.
Unsere politiker und banker beklauen uns jeden tag mit wesentlich höheren summen.
Mach euch einen schönen lenz mit der kohle, meinen segen habt ihr.

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Ingsoc 14.10.2011, 15:06
22. Dumm gelaufen

Zitat von sysop
Überraschender Geldsegen für zwei Hartz-IV-Empfänger aus Sachsen-Anhalt: Gut 83.000 Euro überwies das zuständige Jobcenter dem versehentlich im Juli und August. Nun fordert die Behörde die Summe zurück. Ganz einfach wird das nicht, denn ein großer Teil ist offenbar schon verprasst.
Ist ir im Moment völlig egal ob die das behalten dürfen oder nicht...Besser ein paar arme Schlucker als die Drecks Banken zu unterstützen ( ja ich zahle Steuer/Selbständig ).
Was mich mehr interessiert, ist das Verhalten der Bank.
Wie kommen die dazu, einfach mal ohne Gerichtsvollzieher
das Konto eines Kunden zu räumen ? So viel ich weiss, man möge mich verbessern wenn ich falsch liege, kann eine Überweisung die man selbst ausgeführt hat, nicht mehr rückgängig gemacht werden.

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Oberleerer 14.10.2011, 15:07
23. .

Die Unterstützung der Gesellschaft so schamlos auszunutzen, das nenne ich mal asozial.
Der Zugriff auf das Konto ist sicher nicht rechtens, es sei denn, es konnte schnell eine Pfändung erfolgen. Also wird es wohl eine Ordnungsstrafe für die Bankmitarbeiter geben. Der Anwalt darf sein Salär bei dem H4-Pärchen eintreiben, sich sozusagen bei den Forderungen hinten anstellen.

Das Paar bekommt wohl 2x350€ Bargeld, ca. 400€ Miete und 50€ Strom und Möbelgeld und Bekleidungspauschale und Heizkosten etc., vermutlich 1500€/Monat.
Die werden also nur max. 1,5 Jahre von den 30.000€ leben müssen :) und anschließend ihren tollen Anwalt abzahlen dürfen.

Außerdem werden die wohl auch beklagt, dass sie fremdes EIGENTUM verpulvert haben.

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Downwind 14.10.2011, 15:09
24. .

Das waren einfach die H4-Vorauszahlungen der nächsten 20 Jahre. Hoffentlich haben die sich das Geld gut eingeteilt.

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grglmhmpf 14.10.2011, 15:12
25. .

Da hätte es nur eins gegeben: 83.000 Euro vom Konto abheben, damit ins Spielkasino und alles auf Rot (oder Schwarz). Entweder ist das Geld dann weg oder verdoppelt. (Je nach Risikobereitschaft ließe sich das Setzen natürlich auch wiederholen.)

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franko_potente 14.10.2011, 15:12
26. -

Zitat von hansklauspeter
Naja der Fall ist ein extrem. Meinen Eltern wurde bei der Steuererklärung 1400€ zuviel zurückgezahlt. Und bei meinem Mitbewohner die Halbwaisenrente weitergezahlt obwohl er sie eigentlich nachdem er sich beim Finanzamt gemeldet hatte nicht mehr hätte bekommen dürfen. Meine Eltern sollen jetzt 1600€ zurückzahlen, weil ja seit der Auszahlung zwei Jahre vergangen sind und bei meinem Mitbewohner sind es ebenfalls ca. 1300€. Wenn man sich bei einer Behörde meldet und anmerkt, dass man zB. arbeitet und diese oder jene Zahlung nicht mehr bekommen sollte und sie dann doch bekommt, dann ist es teilweise schwierig zu entscheiden, ob man sie doch noch ausgezahlt bekommt oder ob ein Fehler passiert. Das man das Geld zurückzahlen muss ist ok. Aber das darauf mit dem Argument, man hätte es ja gleich zurückzahlen können auch noch Zinsen erhoben werden ist schon etwas frech. Zusätzlich sind auch die fristen in vielen Fällen absolut unsinnig. 2 Jahre brauch das Amt um zu bemerken, dass es zu viel bezahlt hat und 2 Monate hat man um es zurückzuzahlen.
Persönlicher Fall aus der Familie. Das Finanzamt überwies über 2Mio € auf das private Girokonto.Das ist glabhaft 6 Wochen aufgefallen :-), Finanzamt bekam die 2 Mio zurück ( es war irgendeine unrunde Summe) und die Zinsen stehen dem Kontoinhaber zu. 2,5 % gabs damals aufs giro.

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Igelnatz 14.10.2011, 15:12
27. sind Sie denn Kunde bei den Bankstern?

Zitat von vitalik
Die Hoffnung hab ich auch. Bei zig Millionen Überweisungen täglich, ist die Möglichkeit, dass ein Bankster meine Kontonummer versehntlich in die Überweisung einträgt und somit mir paar Millionen überweist vorhanden. Also immer schön auf den "Geldsegen" hoffen.
und wenn ja bei welchen denn? Ich bin zwar nicht in der Branche tätig, aber ich finde es immer unschön, wenn wie in Ihrem Fall Pauschalverurteilungen und eigentlich auch Beleidigungen gegen Personen einer Branche ausgesprochen werden... Banken haben doch auch sinnvolle Leistungen, die Sie offensichtlich auch nutzen? Kritik sollte doch lieber konkretes Verhalten einer Person benennen. In welcher Branche sind Sie denn tätig?

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PdBOF 14.10.2011, 15:13
28. Naja

Letztendlich müssten Sie das Ausgegebene Geld sicher wieder zurückzahlen, und sei es in Raten a 10€ im Monat, denn es war offensichtlich, dass ihnen das Geld nicht zusteht. Auf Kontaktversuche nicht zu reagieren und Besuchstermine nicht wahrnehmen, dass Geld mit vollen Händen ausgeben, sich dann einen Anwalt nehmen und darüber zu beschweren, dass die Behörde als letzte Möglichkeit das Konto sperrt und eine Rücküberweisung vornimmt, ist schon mehr als dreist.

Leider passieren solche Fehler immer wieder, wenn nicht auch in der Größenordnung.
So hatte ein Jobcenter mal die Nachforderung von 1700,- € eines Strom- und Gaslieferanten für einen Kunden, aus versehen an die Kundin selber statt an den Gläubiger überwiesen. Diese dachte dann, das Geld wäre für die Erstausstattung für das erwartete Kind und ging erst mal shoppen.

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Kokolores 14.10.2011, 15:14
29. Andersrum geht´s.

Mich forderte das Finanzamt letztes Jahr auf, meine Ausgaben für die Jahre 08 und 09 zu belegen. Ich reichte daraufhin zuerst die Quittungen für 2009 ein, bekam dann 780€ zurück, samt einem Schreiben, dass man die Quittungen für 2008 nicht mehr wolle. Eine weitere Prüfung hätte mir sicherlich weitere 700€ eingebracht.

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