Forum: Wirtschaft
Behördenfehler: 83.000 Euro für Hartz-IV-Pärchen

Überraschender Geldsegen für zwei Hartz-IV-Empfänger aus Sachsen-Anhalt: Gut 83.000 Euro überwies das zuständige Jobcenter dem versehentlich im Juli und August. Nun fordert die Behörde die Summe zurück. Ganz einfach wird das nicht, denn ein großer Teil ist offenbar schon verprasst.

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Igelnatz 14.10.2011, 15:16
30. Dann mal los....

Zitat von wika
… aber da gibt es insgesamt viel bessere Lösungsansätze, die auch unsere aktuelle (besser andauernde) Finanzkrise lösen könnten. Da gibt es einen nicht ganz so ernst gemeinten aber dennoch innovativen Ansatz: . Demnach sollte jeder Hartz IV Bezieher eine Bank aufmachen und muss nur das tun was die Banker auch machen, auf die Zinsen warten. Damit hätten wir schlagartig keine Hartz IV Bezieher mehr, keine Bank hätte mehr das Prädikat „too big to fail“ und eine gerechtere Verteilung hätten wir allemal realisiert, wenn wir dieses kaputte Geldsystem schon beibehalten wollen. Also, wir müssen die Probleme nur intelligent angehen und vor keiner innovativen Lösungsmöglichkeit zurückschrecken. Dann wären auch die 83.000 Euro, wie in diesem Fall gar kein Problem, weil die Hartzer dann reichlich mehr verdienen und wenn sie dann nicht „spuren“ entzieht man ihnen halt die Banklizenz, was bei den großen Banken deutlich mehr Schwierigkeiten verursacht.
... und welchseln Sie zu denn tollen Konditionen der XY-Hartz4-Empfänger-Bank. Sind die auch in der Cash-Group? Gehen Sie wenn es losgeht mit gutem Beispiel voran!

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hellcamper 14.10.2011, 15:16
31. schlimm

Geschieht der Behörde doch recht. Wieviele Fallen und Bürokratie gibt es für jeden von uns im Umgang mit Behörden? Und wehe man macht mal einen Fehler. Die halten sofort die Hand auf, man wird verklagt oder hat sonstige Nachteile.

Aber wenn die mal einen Fehler machen, dann ist es natürlich der asoziale Hartzempfänger schuld und man holt sich das Geld einfach zurück.

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fxe1200 14.10.2011, 15:17
32. Ueberweisung war rechtens!

Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, bestand der Ueberweisungsbetrag aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Niedrigstlohn, zu dem der H4-Bezieher vorher hat arbeiten muessen, und einer halbwegs anstaendigen Bezahlung. Insofern ist dieser Ueberweisungsbetrag zwar der Zeit ein wenig voraus, aber deshalb nicht ungerechtfertigt.

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habsjaimmergesagt 14.10.2011, 15:29
33. titel

Mal vorausgesetzt die ganze Geschichte stimmt überhaupt:

Wer hat den Fehler gemacht? Wer war´s, na? Das Jobcenter!
Wer als nächstes, na? Die Bank!
Keine Frage, das Geld gehört dem Pärchen nicht. Unsere Sympatie schon!

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Kérdöjel 14.10.2011, 15:29
34. Moral?

Zitat von mauimeyer
Das Geld auf einmal abheben und dann weg! Am besten Griechenland!
Finden Sie Ihren Vorschlag moralisch richtig?
Wenn Sie z.B. ein Geldbeutel auf der Straße finden, nehmen Sie es mit und geben Sie das Geld aus?

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m.knappe 14.10.2011, 15:33
35. naja..

Ganz klar, die Empfänger haben sich nicht korrekt verhalten.
Man hätte das Amt auf den Fehler aufmerksam machen müssen.

Dass aber die Bank das Geld zurückgebucht hat, ist ein Hammer.
Mir ist beim Onlinebanking mal das Komma verrutscht, keine 5min., nachdem ich die Überweisung abgeschickt hatte, habe ich meine Hausbank angerufen.

Antwort: Keine Chance, ich müsse mich an den Zahlungsempfänger wenden..

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fxe1200 14.10.2011, 15:33
36. Alles rechtens

Zitat von grglmhmpf
Da hätte es nur eins gegeben: 83.000 Euro vom Konto abheben, damit ins Spielkasino und alles auf Rot (oder Schwarz). Entweder ist das Geld dann weg oder verdoppelt. (Je nach Risikobereitschaft ließe sich das Setzen natürlich auch wiederholen.)
Danke fuer den Tip! Kann ich dann doch mit einer fast 50prozentigen Chance den Schaden wieder gut machen. Wenn es nicht klappt, habe ich mich halt verzockt. Die Banken duerfen das und wir nicht? Was waere das denn fuer ein Rechtssystem??

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nebenjobber 14.10.2011, 15:35
37. Gebühren

Zitat von robrien
"Denn: Für die Sperrung des Kontos und die Rücküberweisung durch die Bank an das Jobcenter sehen sie keine rechtliche Grundlage. Der Anwalt des Paares habe juristische Schritte gegen die Bank und deren Mitarbeiter sowie gegen das Jobcenter angekündigt." Dass jemand, der wahrscheinlich nie mehr als 500 Euro auf dem Konto hat bei dieser Summe schwach wird und erst mal zugreift, ist irgendwo verständlich und irgendwo menschlich. Dass man sich dann aber auf juristische Weise wehrt und auf rechtliche Grundlagen beruft, ist lächerlich und läßt die "Money-for-nothing"-Mentalität durchscheinen.
ich kann mir kaum vorstellen, dass der Anwalt die 50000€ wieder einklagen möchte, sondern dass sich das Paar gegen diverse erhobene Gebähren zur Wehr setzt. Das wäre völlig korrekt.

Dass den beiden das Geld natürlich nicht zusteht, darüber gibts wohl kaum was zu diskutieren. Das wird wohl auch jedem Hartz4 Bezieher klar sei, vom arbeitslosen Ingenieur bis zum arbeitslos-und-Spaß-dabei-Typen.

Die werden sich ein Auto gekauft und bei nem Kumpel abgestellt haben. Was interessiert es einen Hartz4 Bezieher ob ein Gerichtsvollzieher kommt?

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franko_potente 14.10.2011, 15:37
38. -

Zitat von Oberleerer
Die Unterstützung der Gesellschaft so schamlos auszunutzen, das nenne ich mal asozial. Der Zugriff auf das Konto ist sicher nicht rechtens, es sei denn, es konnte schnell eine Pfändung erfolgen. Also wird es wohl eine Ordnungsstrafe für die .....
Möbelgeld, Bekleidungsgeld, Strom, was man so alles vom Amt bekommt. Interessant. Masn, informieren SIe sich, bevor Sie lospolemisieren. 400 Miete und 2 geminderter H4 Betrasg wegen Bedarfsgemeinschaft + Heizkosten. Nix 1500 Flocken.

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bodenseekind 14.10.2011, 15:37
39. Eine gefährliche Einstellung

Zitat von Solid
Das Paar hat das einzig Richtige gemacht: Das Geld verprasst. Da sie in diesem Leben ohnehin nicht mehr aus dem Transferdasein herauskommen werden, können sie sich auch wegen der Schulden entspannen: Die Pfändungsfreigrenzen sind höher als die ALG2-Zahlungen. Bei dem Paar ist also nichts zu holen. Und in ein paar Jahren sind die beiden die Schulden auch ganz offiziell via Privatinsolvenz wieder los. Denn die Schulden entstanden ja nicht durch eine Straftat.
Sie setzen ALG II Empfänger mit denen gleich, die sich verschulden. Eine gefährliche Einstellung. Für seine Schulden ist man i.d.R. selbst verantwortlich. Für die Lebenslage ALG II trifft das meist nicht zu. Niemand ist gerne auf ALG II. Eine Straftat ist es sehr wohl, wenn man Geld mit vollen Händen ausgibt, das einem ganz offensichtlich nicht gehört. Das ist in diesem Fall im Prinzip Diebstahl von Steuergeldern - durch die das ALG II finanziert wird. Was Sie da schreiben ist sicher recht gerissen - besser wird dadurch nichts. Meine Sympathie besitzt dieses Paar für sein Verhalten in keiner Weise. Ihre Rechnung schon gleich gar nicht.

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