Forum: Wirtschaft
Behördenfehler: 83.000 Euro für Hartz-IV-Pärchen

Überraschender Geldsegen für zwei Hartz-IV-Empfänger aus Sachsen-Anhalt: Gut 83.000 Euro überwies das zuständige Jobcenter dem versehentlich im Juli und August. Nun fordert die Behörde die Summe zurück. Ganz einfach wird das nicht, denn ein großer Teil ist offenbar schon verprasst.

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Mr.Slytherin 14.10.2011, 16:32
80. Dreistigkeit siegt!

Zitat von lynx999
Echt komisch: Zu verplant um den Termin beim Amt wahr zu nehmen, aber schlau genug um einen Anwalt einzuschalten.
Eben nicht zu verplant, sondern in der Tat sehr schlau von den beiden! Bei einem Termin beim Amt wäre das Geld sofort wieder futsch gewesen, aber mit Anwalt? Mal abwarten - Dreistigkeit siegt...

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Igelnatz 14.10.2011, 16:35
81. genau...

Zitat von rhalpha
Im Titel musse ich Sie so nennen da sie sich mit ihrem Beitrag als solcher geoutet haben. So etwa 350 € werden *überwiesen* (Kontosperrung!), richtig, aber es gibt weder extra Strom, noch Bekleidungsgeld noch Möbelzuschuss (in ganz extrem seltenen Fällen nach 100-fachen Bittgesuchen auf Knien). Entgegen der Stammtischmeinung ist der H4 Betrag nicht für Lebensmittel; davon müssen alle anderen Ausgaben ausser Miete und "angemessene(!)" Heizkosten bestritten werden. Auch Möbel, Kleidung, Strom, Telefon und Kontogebühren. Sei es den den beiden gegönnt. Ersten plündern die Bankster uns Steuerzahler noch viel ärger aus und zweitens, wer jemals mit einem Jobcenter oder ARGE zu tun hatte, würde es ebenso machen, allerdings das GANZ Geld sofort abheben und abhauen.
... am besten jeder holt sich was er kriegen kann, bevor es ihm der andere wegnimmt. Machen doch alle. Solidaritär und Gemeinsinn? Wozu soll das bloß gut sein - ganz schön altmodisch!

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probstheida 14.10.2011, 16:37
82. ...

Zitat von robrien
"Denn: Für die Sperrung des Kontos und die Rücküberweisung durch die Bank an das Jobcenter sehen sie keine rechtliche Grundlage. Der Anwalt des Paares habe juristische Schritte gegen die Bank und deren Mitarbeiter sowie gegen das Jobcenter angekündigt." Dass jemand, der wahrscheinlich nie mehr als 500 Euro auf dem Konto hat bei dieser Summe schwach wird und erst mal zugreift, ist irgendwo verständlich und irgendwo menschlich. Dass man sich dann aber auf juristische Weise wehrt und auf rechtliche Grundlagen beruft, ist lächerlich und läßt die "Money-for-nothing"-Mentalität durchscheinen.
Es geht ums Prinzip. Die Bank DARF nicht einfach ein Konto sperren und Geld an einen Überweiser zurückzahlen, wenn sie der Meinung ist, oder eventuell bereits informiert wurde, daß die Überweisung falsch war.

Wer eine falsche (aber echte) Kontonummer einträgt oder einen falschen Betrag überweist, ist selber schuld und muß sich mit dem Empfänger der Zahlung auseinandersetzen. Im Zweifelsfall auch juristisch. Die Bank hat der ganze Vorgang nicht zu jucken.


Warum nur wird man bei einem "Hartzer" sofort und illegalerweise aktiv, während man sich bei x anderen, ähnlich gelagerten Fällen korrekt verhält, und die Kunden das Problem lösen läßt?

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PdBOF 14.10.2011, 16:39
83. Quark

Zitat von toledo
! Das aber ohne Einwilligung des Kontoinhabers Überweisungen, also die Rückbuchung, getätigt werden ist ein Skandal! Dies kommt einem Diebstahl gleich und kann keinesfalls mit den besonderen Umständen dieses Falles begründet werden! Wäre das meine Bank, würde ich sie auch auf Schadenersatz verklagen! Woher weiß denn so eine Bank, dass der Anspruch des Jobcenters rechtens ist? Nur weil es Steuergelder sind, weil der 'Staat' einen Fehler möglichst schnell korriegieren will? Wenn ich versehentlich einen Betrag auf ein falsches Konto überweisen, kriege ich das auch nicht ohne Zutun des Empfängers zurück! Was nimmt sich dieser Staat eigentlich noch alles raus?
Klar geht das, man geht zur Bank hin, belegt das der Betrag fehlerhaft überwiesen wurde, was in dem Fall wohl leicht war, und die Bank überweist das Geld, dass noch auf dem Konto ist wieder zurück. Schließlich hat die Bank ja auch nicht alles rücküberwiesen, so das der Kontoinhaber nun mit 33.000€ bei der Bank in der Kreide stehen würde, sondern nur das was noch da war.
Das geht auch bei Ihnen, wenn sie Glaubhaft nachweisen können das das Geld auf dem falschen Konto, bzw. die Summe zu hoch war.

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RioTokio 14.10.2011, 16:40
84. xxx

Zitat von Genesis P.Orridge
Ich find das gut. Hoffentlich beisst das Amt auf Granit. Ich goenne es dem Paerchen, einmal so zu leben wie die, die die Armen ausbeuten.
Wo genau wurden die beiden denn "ausgebeutet"?
An Ihrem Arbeitsplatz kann es nicht gewesen sein.

Da Sie sämtliche Leistungen von der Wohnung bis zur Krankenkasse von Ihren Mitbürgern bezahlt bekommen haben, haben sie wohl etwas verwechselt.
Ausgebeutet werden , wenn überhaut, die arbeitenden Menschen die das Nichtstuen der anderen bezahlen müssen.

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nesmo 14.10.2011, 16:41
85. Wo

ist das Problem. Damit sind weitere hartz4 Ansprüche für lange Zeit erledigt. Dann hilft nicht, "wir haben das Geld ausgegeben". Für zwei Personen + Miete sind doch T€ 33 in 2 1/2 Jahren erledigt.

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nerdchen 14.10.2011, 16:42
86. Leute ohne Anstand und Gewissen werden sogar gerne eingestellt

Zitat von thoschdo
da braucht man sich nicht wundern, wenn solche Gestalten auf H4 bleiben; wer stellt denn so jemanden ein, der nicht einen Funken Anstand und Gewissen hat?
Gewissenlosigkeit und das Fehlen jeglichen moralischen Fundaments sind in manchen Branchen, zum Beispiel dem Börsenhandel, ungeschriebene Einstellungsvoraussetzungen. Und in den meisten nicht inhabergeführten Kapitalgesellschaften eine ideale Voraussetzung zum Aufstieg!

Lediglich ein Mindestmaß an verbindlichem Auftreten und gesellschaftlichem Schliff ist zusätzlich noch notwendig. Daran könnte es unserem Hartz-IV-Pärchen möglicherweise fehlen.

Zitat von thoschdo
was mir nicht zu steht, steht mir nicht zu. das ist unterstes Sozialverhalten und damit soll Deutschland zukunftsfaehig sein... Gute Nacht!
Da bin ich mit Ihnen einer Meinung - nicht daß Sie meinen Beitrag mißverstehen!

-nerdchen

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PdBOF 14.10.2011, 16:43
87. Schade

Zitat von Genesis P.Orridge
Ich find das gut. Hoffentlich beisst das Amt auf Granit. Ich goenne es dem Paerchen, einmal so zu leben wie die, die die Armen ausbeuten.
Schade ist nur, dass das Geld wohl kaum von den "Ausbeutern" stammt, oder von den "Millionären", sondern von den Leuten die für einen mehr oder minder großen Lohn 35 -40 Stunden die Woche malochen gehen. Wer bezahlt noch mal Sozialabgaben? Genau, Arbeiter und Angestellte...

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toledo 14.10.2011, 16:43
88. ....

Zitat von WinstonSmith.
Ohne dass ich den Fall näher kenne - eine Behörde kann durch Bescheid die Rückforderung festsetzen, wogegen die Empfänger Widerspruch einlegen müssten, damit er nicht rechtskräftig wird. Lassen sie ihn rechtskräftig werden, wirkt das wie ein Zahlungstitel eines Gerichts, mit dem die Behörde u.a. bei der Bank als Drittschuldner Gelder pfänden lassen kann..
Ist alles richtig, was Sie sagen! Nur geht es hier um eine Überweisung gegen den Willen des Kontoinhabers, bzw. eine nicht durch ihn authorisierte! Hier werden blitzschnell 'Tatsachen' geschaffen.
Es kann nicht sein, dass sich jeder von einem Konto bedient, wie er es für richtig hält. Zumal diese Art von Selbstbedienung einem Privatmann, der eine falsche Überweisung getätigt hat, nicht zugestanden!
Zitat von WinstonSmith.
Das passiert z.B. auch üblicherweise demjenigen, der mit Drogen am Steuer erwischt wird. Da zieht das Straßenverkehrsamt sofort den Führerschein ein, um erstmal zu verhindern, dass derjenige bis zu endgültigen Klärung seiner Fahrtauglichkeit weiter fährt.
Ihr Vergleich hinkt etwas. Führerscheinbeschlagnahmungen oder -sicherstellungen nach §94 und §98 StPO dienen in erster Linie der Beweissicherung und nicht der Verhinderung der Weiterfahrt.

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hügendübel 14.10.2011, 16:46
89. Fein,

Zitat von Transmitter
Wir sollten uns alle einmal Gedanken darüber machen, wie tief wir moralisch schon abgestürzt sind. . . .
daß hier mal einer mit Moral kommt, aber das Geld zu behalten war die einzig moralische Alternative. Das Geld wäre im Falle einer Rückzahlung ja an die ARGE zurückgeflossen und was hätte die damit angestellt? In sinnlose Beschäftigungstherapieen investiert, in die u.a. das Hartz-IV-Pärchen sofort zwangsweise gesteckt worden wäre um die Statistik unmoralischerweise schönzufärben (es dürfte bekannt sein, daß nicht einmal die Hälfte des Alg-II-Budgets bei den Bedürftigen landet, denen Geld zu klauen nun wirklich verwerflich wäre). Insofern die Konsequenz der Handlung also die Verhinderung von unmoralischem Handeln war, der Einzelhandel sich über die verprassten 30000 Eumel hingegen sehr gefreut haben dürfte, ...

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