Forum: Wirtschaft
Bei Treffen mit Chinas Staatschef Xi: Trump will "größten Handelsdeal aller Zeiten" s
JIM LO SCALZO/EPA-EFE/REX

Nähern sich die USA und China im Handelsstreit an? Nach den jüngsten Gesprächen mit hochrangigen Vertretern aus Peking spricht Donald Trump von "enormen Fortschritten" - das entscheidende Treffen stehe aber noch bevor.

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peteftw 01.02.2019, 11:16
50.

An Beitag Nr23:“Auch wenn der Chinese vor Wut schäumt und kurz vorm Ausrasten ist kommt so was wie ein Lächeln und Sätze wie "das Problem müssen wir gemeinsam angehen und eine Lösung finden". Im O-Ton bedeutet das dann "Das ist eine Unverschämtheit und das wird noch ein Nachspiel haben." Sie sprechen indirekt und kritik ist meistens in ein Lob gekleidet, bzw. sie sprechen durch die Blume. Wenn Trump jetzt die neue Nächstenliebe verkündet mach ZTE/Huawei/Huaweichefin festgenommen/etc. dann hat er wohl vieles wörtlich genommen anstatt zwischen den Zeilen zu lesen.“

Ich glaube Sie verwechseln das mit den Japanern. Die Chinesische Kommunikation ist deutlich direkter. Und das Lächeln kann auch ganz schnell verschwinden wenn es sein muss. Trotzdem geht es immer darum Gesicht bzw gegenseitigen Respekt zu wahren.

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fritzberg1 01.02.2019, 11:45
51.

Zitat von totalausfall
Das Problem ist, dass wir vor lauter Unsympathie und Entsetzen über Trump nicht sehen, dass die Amerikaner im Umgang mit den Chinesen (und btw. auch dem Iran) inhaltlich absolut richtig liegen. ............. Gemeinsam mit den Amerikanern (und zusammen als freie Welt) könnte man gerade noch so genug Druck aufbauen. So wird Trump am Ende gekauft werden und einen superdeal verkünden, mit dem er kurzfristig recht gut aussieht, aber den Westen im Prinzip verkauft hat.
Im Prinzip nicht ganz falsch.
Aber:
Um gegen China wirkungsvoll vorgehen zu können wäre es sehr sinnvoll und zweckmäßig gewesen die Europäer, Japaner, Australier etc. mit an Bord zu nehmen.
Aber was macht Trump? Genau das Gegenteil! Er gibt sich größte Mühe sämtliche wichtigen Regionen der Welt zu vergrätzen. China lacht sich ins Fäustchen und versucht nun sich Europa als Verbündeten zu suchen.
Aus dem ganzen Debakel wird wohl China eher gestärkt als geschwächt herausgehen.
So ist es halt, wenn Dummköpfe meinen Politik wie im Sandkasten machen zu müssen.

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vonSinnen 01.02.2019, 11:52
52.

Zitat von totalausfall
Das Problem ist, dass wir vor lauter Unsympathie und Entsetzen über Trump nicht sehen, dass die Amerikaner im Umgang mit den Chinesen (und btw. auch dem Iran) inhaltlich absolut richtig liegen. Wir verpassen die große und allerletzte Chance, noch mal Wehrhaftigkeit zu zeigen und uns durchzusetzen gegen den Aggressor aus Fernost. Aber der Michel versteht ja nicht mal, dass China der große Aggressor ist. Weil er irgendwie glaubt, das habe zwingend was mit Panzern und Krieg zu tun. Gemeinsam mit den Amerikanern (und zusammen als freie Welt) könnte man gerade noch so genug Druck aufbauen. So wird Trump am Ende gekauft werden und einen superdeal verkünden, mit dem er kurzfristig recht gut aussieht, aber den Westen im Prinzip verkauft hat.
Grundsätzlich haben Sie natürlich Recht, nur ist die Zusammenarbeit mit den USA unter Trump als Präsidenten äußerst schwierig. Wie soll man sich mit einem Narzisten, der die EU als Feind sieht verbünden. Trump hätte sich mit den anderen Nationen und Handelsbündnissen zusammen tun müssen, um gegen China vorzugehen. Stattdessen führt er gegen die ganze Welt Handelskriege und will nun alleine als größter Dealmaker aller Zeiten gegen China gewinnen.

Das dass am Ende nicht gut ausgehen kann, ist voraussehbar.

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madameping 01.02.2019, 11:55
53.

Zitat von Seifert
Zitat aus Oe24:" Der frühere US-Präsident George H. W. Bush (1989 bis 1993) findet, dass der jetzige Amtsinhaber ein "Angeber" ist, nur darauf bedacht, sein eigenes Ego zu füttern. Sein Sohn, Expräsident George W. Bush (2001 bis 2009), meint, dass "dieser Kerl nicht weiß, was es bedeutet, Präsident zu sein." Dem ist nichts,überhaupt nichts hinzuzufügen.
Fast bin ich geneigt, Ihren Worten zuzustimmen, wenn denn nicht da ein kleiner Haken wäre: George W. Bush hat 2003 unter dubiosen Kriegsgründen (getürkte Berichte von angeblichen Massenvernichtungswaffen) einen Völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak geführt - und damit die ehedem instabile Region des Nahen Ostens erst recht zu einem Pulverfass gemacht. Es gilt inzwischen als erwiesen, dass er derjenige war, der den IS ins Leben gerufen hat. Wenn er also sagt, dass Trump nicht wisse, was es bedeutet, Präsident zu sein, ist diese Bemerkung an sich sehr richtig, doch ebenso als doppeldeutig zu betrachten. Denn diese Worte könnte man auch gegen ihn verwenden, der er einst sein Amt dazu missbraucht hat, einen Völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu führen - und zwar aus rein wirtschaftspolitischen Interessen...

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Beat Adler 01.02.2019, 12:08
54. Trump verschlimmerte die Situation in Nordkorea!

Zitat von mwroer
Das sind allerdings die denkbar schlechtesten Beispiele. Mit der 'wirtschaftlichen Zerstörung' hat er gedroht weil es so aussah als ob die Türkei eine größere Offensive in Syrien fahren würde. Das ist, erstmal, nicht passiert. Also aus seiner Sicht 'Drohung erfolgreich, die machen was die USA wollen, braves Kind' - und dann ist man wieder gut Freund. Zum Teil ist Trump so einfach gestrickt aber da ist er nicht (!) anders als sehr viele Amerikaner. Oder Deutsche. Auch bei Euch liegen zwischen Liebe und Hass oft nur 3 Zeilen Text. Im Nord-Korea Konflikt hat sich einiges verbessert. Nicht unbedingt nur wegen Trump aber ganz sicher auch wegen Trump. Beiden Präsidenten - Nord- und Süd-Korea, ist klar dass unter Trump die militärische Option eine sehr reale ist. Deswegen nähert man sich an, Nord-Korea hat die Raketentest ja offenbar auch auf Eis gelegt.
Trump verschlimmerte die Situation in Nordkorea!

Kim tut alles und Jedes, das Xi ihm befiehlt, nur das, was Xi ihm befiehlt. Durch das Ausloesen des Handelskrieges gegen China verhindert Tump die Abruestung der Atomwaffen in Nordkorea.

Kim ist eine der Trumpfkarten von Xi im Handelskriegspoker!

Sollte Nordkorea seine Atomwaffen noch laenger behalten, ruestet Suedkorea mit eigenen Atomwaffen nach. Niemand kann das verhindern, die USA nicht, China auch nicht. Dann hat die Welt den Salat;-) eine weitere Nuklearmacht zusaetzlich!
mfG Beat

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markus_wienken 01.02.2019, 12:22
55.

Zitat von peteftw
An Beitag Nr23:“Auch wenn der Chinese vor Wut schäumt und kurz vorm Ausrasten ist kommt so was wie ein Lächeln und Sätze wie "das Problem müssen wir gemeinsam angehen und eine Lösung finden". Im O-Ton bedeutet das dann "Das ist eine Unverschämtheit und das wird noch ein Nachspiel haben." Sie sprechen indirekt und kritik ist meistens in ein Lob gekleidet, bzw. sie sprechen durch die Blume. Wenn Trump jetzt die neue Nächstenliebe verkündet mach ZTE/Huawei/Huaweichefin festgenommen/etc. dann hat er wohl vieles wörtlich genommen anstatt zwischen den Zeilen zu lesen.“ Ich glaube Sie verwechseln das mit den Japanern. Die Chinesische Kommunikation ist deutlich direkter. Und das Lächeln kann auch ganz schnell verschwinden wenn es sein muss. Trotzdem geht es immer darum Gesicht bzw gegenseitigen Respekt zu wahren.
/einmisch

Ach ich weiß nicht.
Ich selbst bin mit einer Chinesin verheiratet und die Kommunikation habe ich im Laufe der Jahre "neu gelernt".
Selbst wenn ich versuche mich zurück zu halten höre ich ab und an von von ihren Freundinnen welche keine große Erfahrungen mit Westlern haben: "Oh, Dein Mann ist aber sehr direkt"....
(Übersetzt auf Deutsch: Was für ein ungehobelter Klotz).
Insofern gebe ich Ihrem Vorposter durchaus Recht.
Das die chinesische Kommunikation direkter als die Japanische ist vermag ich zumindest anhand meiner persönlichen Erfahrungen mit Angehörigen beider Länder so pauschal nicht bestätigen.

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s.l.bln 01.02.2019, 12:24
56. Der Feind...

Zitat von totalausfall
Das Problem ist, dass wir vor lauter Unsympathie und Entsetzen über Trump nicht sehen, dass die Amerikaner im Umgang mit den Chinesen (und btw. auch dem Iran) inhaltlich absolut richtig liegen. Wir verpassen die große und allerletzte Chance, noch mal Wehrhaftigkeit zu zeigen und uns durchzusetzen gegen den Aggressor aus Fernost. Aber der Michel versteht ja nicht mal, dass China der große Aggressor ist. Weil er irgendwie glaubt, das habe zwingend was mit Panzern und Krieg zu tun. Gemeinsam mit den Amerikanern (und zusammen als freie Welt) könnte man gerade noch so genug Druck aufbauen. So wird Trump am Ende gekauft werden und einen superdeal verkünden, mit dem er kurzfristig recht gut aussieht, aber den Westen im Prinzip verkauft hat.
...meines Feindes ist mein Freund.
Und genau hier liegt das Problem. Trump steht der EU genauso feindlich gesinnt gegenüber, wie China.
"Gemeinsam mit den USA" würde in dem Fall bedeuten, allem kritiklos zuzustimmen, was er auch uns gegenüber verlangt. Da ist kein Platz für win-win-Situationen, in der Vorstellung von Herrn Trump, weshalb er regelmäßig erklärt hat, daß ein Erfolg für ihn nur komplett ist, wenn der Konkurrent/"Geschäftspartner" am Ende auch Verlierer(!) ist.
Insofern ist China für uns im Moment ungefährlicher als eine USA unter Trump, weil die verstanden haben, daß verarmte Geschäftspartner für einen Exporteur ein Problem sind.
Flat-Earth-Trump stellt Zusammenhänge generell nicht her.

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denn76 01.02.2019, 12:46
57.

Zitat von espressotime
Oh mein Gott.....das es tatsächlich noch Reporter gibt, die seine Worte auf Papier bringen. Es sind die gleichen Worte, die er immer benutzt und die sind so leer wie sein Kopf.
Was hätte der Reporter denn sonst schreiben sollen? Natürlich gibt er genau die Wörter von Trump wieder, so sieht man auch wie einfach Trump gestrickt ist (harmlos ausgedrückt).

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denn76 01.02.2019, 12:54
58.

Zitat von quark2@mailinator.com
Genau mein Gedanke. 5 Millionen Tonnen sind ja auch 5 Milliarden Kilogramm. Bei 1,4 Milliarden Chinesen muß dann jeder 3 Kilo Soja pro Tag verbrauchen - vom Baby bis zum Greis. Zusätzlich zur aktuellen Abnahme. Man hätte denken sollen, daß dies auffällt, bevor man es kommentarlos in den Artikel schreibt.
Aus dem Artikel:
Das Weiße Haus stellte allerdings später klar, dass es sich nicht um tägliche Einkaufsmengen handelt.

Wo ist das Problem?

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OhMyGosh 01.02.2019, 14:19
59.

Der Kobold aus dem Oval Office nimmt wie gewohnt das Maul zu voll... er lebt halt in seiner eigenen Realität. Solche Typen gehören in die Psychiatrie, aber nicht an die Spitze einer Großmacht.
Da lobe ich mir das Freihandelsabkommen der EU mit Japan - wenigstens hier scheinen Vernunft, Augenmaß und Zuverlässigkeit Richtschnur zu sein.

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