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Beitragserhöhungen: So drücken Sie die Kosten für die private Krankenpolice
DPA

Mehrere private Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge, mitunter drastisch. Viele Versicherte können aber trotzdem Hunderte Euro sparen. Dafür müssen sie nur drei Dinge beachten.

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tommit 28.11.2015, 17:44
1. Ich würde es nicht sparen nennen

eher kontrollierte Flucht...
Und wenn es dann mal schiefgeht, dann zahlt man in 5 Minuten was sonst in den Jahren erspart wurde...

Wir müssen die Logik ändern, nicht die Fluchtgeschwindigkeit steigern.... ich sehe den Tag noch kommen wenn es einen Zahlstreik gibt.. in D. Dann ist Panik.

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Spiegelleserin57 28.11.2015, 17:59
2. was man unbedingt wissen sollte...

wer in ein Krakenhaus kommt; das Krankenhaus schließt keinen Vertrag mit der Kasse sondern mit dem Patienten.
Wenn die Kasse nicht zalht muss der Paitent die Kosten alleine tragen. Das kann teuer werden!

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tatsache2011 28.11.2015, 18:11
3. Tolles PKV-System

Eine schamlose Begründung für Beitragserhöhung ist,
"dass ihre Kunden immer älter würden und nicht mehr wie früher beim Kassenwechsel ihr Erspartes (die sogenannten Alterungsrückstellungen) zurückließen."

Klar, der Versicherte wird jedes Jahr um genau 1 Jahr älter.
Die Versicherten haben bisher die "gute" PKV fluchtartig verlassen und ihr Erspartes (Rückstellungen) der PKV geschenkt.

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der_seher59 28.11.2015, 18:13
4. die PKV stellt Anforderungen

an den Geldbeutel und den Verstand. Gerade Letzteres wird hier mal sträflich vernachlässigt. Wer rechnen kann, geht in die PKV

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michibln 28.11.2015, 18:27
5. Man sollte auch genau durchrechnen...

...ob nicht evtl ein höherer Selbstbehalt sinnvoll ist. Ich habe jedenfalls so eine ganze Menge Geld einsparen können.

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luenesir 28.11.2015, 18:29
6.

"Der Versicherer müsste dem Kunden im Grunde anbieten, die gleiche Leistung für deutlich weniger Geld zu erbringen."
Dieser Satz ist absoluter Blödsinn und zeugt von mangelndem Fachwissen. Weniger Beitrag bedeutet in der PKV automatisch auch weniger Leistung bei Änderungen. Entweder werden Selbstbeteiligungen erhöht, statt einem Ein- oder Zweibettzimmer nur noch die allgemeine Pflegeklasse abgedeckt und im schlimmsten Fall einzelne Tarife ganz gekündigt. Wie in dem Artikel zum Glück auch erwähnt kann sich das später als böse Falle erweisen. Denn was ist die Absicht, sich privat zu versichern? Es ist die immer noch eindeutig bessere Versorgung im Krankheitsfall.

Was in dem Artikel zudem leider nicht erwähnt wurde ist, dass viele gesetzlich Versicherte in 2016 mit erhöhten Zusatzbeiträgen ihrer Kassen rechnen müssen. Und da der Anteil des Arbeitgebers gedeckelt ist, geht dies nur zu Lasten der Versicherten. Eine Beurteilung erspare ich mir dazu.

Wer die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet oder selbstständig ist zahl in der gesetzlichen Krankenversicherung über Jahrzehnte meist erheblich mehr Beitrag für weniger Leistungen, als in der privaten Krankenversicherung. Diese Ersparnis während der Erwerbstätigkeit darf nicht einfach unter den Tisch fallen. Zugegeben, und das ist das Problem, im Ruhestand sieht es dann leider anders aus. Genau hier muss für eine Lösung angesetzt werden. Wer z.B. in einen Basistarif bei einem privaten Anbieter wechselt, sollte dieselbe Unterstützung von der Rentenversicherung erhalten wie gesetzlich Versicherte. Denn die Leistungen sind dann nahezu identisch. Der privat Versicherte kann problemlos einige bisher versicherte Volltarife in günstigere Ergänzungtarife umwandeln wenn er möchte.

Völlig überflüssige und nur als Geldschneiderei betrachte ich die sogenannten "Honorarberater". Jede faire private Krankenversicherung soll dazu verpflichtet werden in einer persönlichen Beratung dem Versicherten die unterschiedliche Wege auf zu zeigen. Aber natürlich auch auf die daraus resultierenden Folgen (Minderung des Leistungsumfanges) deutlich hinweisen. Das wäre fair. Die Entscheidung trifft letztlich der Versicherte. Doch wie im Artikel erwähnt, gibt es in der Branche leider Gesellschaften, die das noch nicht verstanden haben.

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rainerb 28.11.2015, 18:34
7. Neuausrichtung erforderlich

Es wird dringend Zeit, dass die privaten KV endlich einen Weg beschreiten, der dazu führt, die Kostenexplosionen einzuschränken und sich nicht immer nur auf Beitragserhöhungen setzen. Dazu könnten auch Tarife zählen, bei denen bestimmte Leistungen dazu gebucht oder abgewählt werden können. Das System ist viel zu starr. Innovationen sind notwendig! Dazu sind die Provisionen viel zu hoch. Es kann nicht sein, dass für einen Vertrag mit einem Monatsbeitrag von 500 € zwischen 2000 und 3500 € Provisionen fällig werden!

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bali64 28.11.2015, 18:41
8. Kein Mitleid

Wer freiwillig in eine PKV wechselt, muss auch die Konsequenzen tragen.
Beamte haben leider nicht die Wahl, da sie in der gesetzlichen KV die Beiträge allein zahlen müssten.
Pflichtversicherte, die knapp unter der Beitragsbemessungsgrenze liegen, zahlen etwa das Doppelte des durchschnittlichen Beitrags und stützen damit das Solidarprinzip - ob sie wollen oder nicht. Wer ein höheres Einkommen hat, kann sich aus dieser Solidargemeinschaft verabschieden. Besser wäre eine Grundversicherung für alle, und die privaten Versicherer bieten Zusatzleistungen an.

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mimas101 28.11.2015, 18:42
9. Hmm

und was ist mit dem Wechsel in den sog. Basis-Tarif (100 Draghi-Eumel im Monat oder so)?
Ich habe mir mal sagen lassen da schießen die PKVs chronisch quer weil nicht genügend Rendite für die Aktionäre herausspringt.
Lieber geht man wohl dann etwas mit der Leistung herunter und hat dann selbstverpflichtend mehr in der Tasche was die Dividenden-Höhe nicht gar so schmälert wie ein Basis-Tarif.

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