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Beitragserhöhungen: So drücken Sie die Kosten für die private Krankenpolice
DPA

Mehrere private Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge, mitunter drastisch. Viele Versicherte können aber trotzdem Hunderte Euro sparen. Dafür müssen sie nur drei Dinge beachten.

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tatsache2011 28.11.2015, 21:26
30. Geschäftsmodell PKV

Zitat von stefan.martens.75
... Ihre Solidargemeinschaft sind alle Kunden die in dieser Zeitspanne für diesen Tarif geworben wurden. Die werden aber immer älter und seit 1998 kommt kein einziger junger Kunde mehr hinzu. Es gibt gibt X Versicherte die Y Kosten verursachen und die werden auf die Beiträge umgelegt. Je älter die Struktur der Kunden ist desto teurer werden die und desto stärker steigen die Preise...... Wenn sie jetzt wechseln in den heute aktuellen Tarif "Hoffnung CC" sind sie ein alter Kunde neben tausenden jungen und gesunden, gerade erst geworbenen Kunden und deshalb zahlen sie entsprechend weniger..... ....
Sie beschreiben sehr schön das Geschäftsmodell, Tarife schließen und neue für Junge aufmachen.

1) Für die alten Versicherten wurden doch angeblich Altersrücklagen angesammelt.
Wenn die Beiträge im Alter steigen, hat die Versicherung nicht seriös kalkuliert.

2) Sie wollen uns erzählen, dass der Alte in die Gruppe der Jungen wechseln kann und schon zahlt er den Beitrag der Jungen (?).

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Mathematiker_AE 28.11.2015, 21:28
31. Einfach nicht wahr!

Zitat von tatsache2011
Eine schamlose Begründung für Beitragserhöhung ist, "dass ihre Kunden immer älter würden und nicht mehr wie früher beim Kassenwechsel ihr Erspartes (die sogenannten Alterungsrückstellungen) zurückließen." Klar, der Versicherte wird jedes Jahr um genau 1 Jahr älter. Die Versicherten haben bisher die "gute" PKV fluchtartig verlassen und ihr Erspartes (Rückstellungen) der PKV geschenkt.
Die frei werdenden Alterungsrückstellungen durch Tod und Storno werden den verbleibendem Versichertenkollektiv in den Tarif gutgeschrieben (kalkulatorisch wird dies über Sterbe und Stornowahrscheinlichkeiten berücksichtigt). Durch Einführung des Übertragungswertes fällt ein Teil des Geldes weg, das früher nicht selbst in die Alterungsrückstellung angespart werden musste, was die Tarife teurer macht.
Die Versicherten haben also ihr Geld bei Storno nicht dem Unternehmen Geschenkt.

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Ein_denkender_Querulant 28.11.2015, 21:44
32. Alles BETRUG!

Wenn ich sowas schon lese: "Bezogen auf alle 791.000 Vollversicherten der Axa liege die durchschnittliche Erhöhung bei lediglich 4,9 Prozent.

Alle drei Jahre eine Erhöhung um 5%? Da können gesetzliche Krankenversicherte nur davon träumen, die Bemessungsgrenze steigt schneller, dazu kommen erhöhte Tarife und reduzierte Leistungen.

Viele gesetzlich Versicherte vergessen, das als Rentner später sämtliche Einnahmen auf den Tarif angerechnet werden. Das wird noch ein böses Erwachen geben, spätestens, wenn die ersten Gebisse fällig werden und so gut wie gar nichts mehr dazugezahlt wird.

Einzelfälle von 50% Steigerung sagen wenig zum Gesamtkonzept. Wenn ich Studenten bei uns sehe, die vom Studentarif auf einmal auf den Beitrag für 50.580,-€ Jahresgehalt bezahlen müssen, dann würden diese Menschen davon träumen, dass es in der gesetzlichen Versicherung nur 50% Erhöhung wären.

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krautrockfreak 28.11.2015, 21:49
33. Die Probleme sitzen wo ganz anders!

Nämlich in der Tatsache, dass das Konglomerat aus Ärzten, Kassen, Pharmaindustrie und Apotheken uns permanent abzockt. Ärztes sind Unternehmer, die Geld verdienen wollen, genau wie Krankenhäuser und die Pharmaindustrie. Also wird behandelt und operiert auf Teufel komm raus, vieles total unnötig und immer teuer. Solange sich dies nicht ändert, werden wir weiter abgezockt- und zwar Kassenpatienten wie auch die Privatpatienten.

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tatsache2011 28.11.2015, 21:53
34.

Zitat von Mathematiker_AE
Die frei werdenden Alterungsrückstellungen durch Tod und Storno werden den verbleibendem Versichertenkollektiv in den Tarif gutgeschrieben (kalkulatorisch wird dies über Sterbe und Stornowahrscheinlichkeiten berücksichtigt). Durch Einführung des Übertragungswertes fällt ein Teil des Geldes weg, das früher nicht selbst in die Alterungsrückstellung angespart werden musste, was die Tarife teurer macht. Die Versicherten haben also ihr Geld bei Storno nicht dem Unternehmen Geschenkt.
Die Versicherten, die die Beiträge nicht mehr zahlen konnten und die PKV verlassen mussten, haben Ihre Rückstellungen fürs Alter an die PKV verloren.

"Die Versicherten haben bisher ... ihr Erspartes (Rückstellungen) der PKV geschenkt" zwangsweise
und dadurch hatte die Versicherung den Vorteil preisgünstigere Tarife anbieten zu können.

Diese Übervorteilung der Versicherten hat der Gesetzgeber nun verboten.

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Mathematiker_AE 28.11.2015, 22:00
35.

Zitat von stefan.martens.75
Zunächst mal sind die alten Tarifen fast immer schlechter als die neuen! Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen die sich verschlechtert haben und die spielen bei den Gesamtrisiken kaum eine Rolle! Das Grundproblem ist ein ganz einfaches: Beispiel: Ihr Tarif ist "Aktiv AA" der von 89-98 aktiv war und danach von Tarif "SuperBB" ersetzt wurde. Ihre Solidargemeinschaft sind alle Kunden die in dieser Zeitspanne für diesen Tarif geworben wurden. Die werden aber immer älter und seit 1998 kommt kein einziger junger Kunde mehr hinzu. Es gibt gibt X Versicherte die Y Kosten verursachen und die werden auf die Beiträge umgelegt. Je älter die Struktur der Kunden ist desto teurer werden die und desto stärker steigen die Preise...... Wenn sie jetzt wechseln in den heute aktuellen Tarif "Hoffnung CC" sind sie ein alter Kunde neben tausenden jungen und gesunden, gerade erst geworbenen Kunden und deshalb zahlen sie entsprechend weniger..... Es gibt kein rationales Argument in alten Versicherungstarifen der privaten Krankenversicherung zu bleiben!!!!
Argument 1: Der Rechnungszins ist aktuell noch meist höher als in den neuen Tarifen.
Argument 2: Es wird kein Übertragungswert berücksichtigt, welcher die Tarife teurer macht.
Argument 3: Neuwelttarife sind Unisex, was ggf. (abhängig von Alter und Geschlecht) zu Nachteilen führt.
Argument 4: Bei der Tarifkalkulation wird bereits berücksichtigt, dass mit dem Alter die Kosten steigen. Das Problem ist, das die zukünftige medizinische Inflation (also die der nächsten 10-60 Jahre) nicht bekannt ist und daher die Beiträge angepasst werden müssen. Dies gilt aber auch für neue Tarife.
Argument 5: Neue Tarife (also Tarife ohne eigene aussagekräftige Beobachtungen) werden oft auf Basis älterer Tarife kalkuliert, also ggf. auf Basis von Beobachtungen des Tarifes den der Altversicherte gerade hat.

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rico76 28.11.2015, 22:27
36. @33 krautrockfreak

Ich kann das nur bestätigen. In Deutschland herrscht eine Wegnahmementalität sondergleichen. Am meisten nehmen sich die Pharmazeuten / Apotheken - mehrere hunderttausend Euro Gewinn als Einzelunternehmer sind keine Seltenheit. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs dieses Systems. Am anderen Ende stehen die städtischen Krankenhäuser, die ums Überleben kämpfen müssen. Es kommt halt darauf an, wie einflussreich die Lobbyisten in Berlin sind. Es wird zwar behauptet, Deutschlands Politiker seien nicht korrupt - aber wenn ich lese, dass externe Kanzleien Gesetzesvorlagen entwerfen, die oft genauso durchgehen, wundert mich nichts mehr. Die gleichen Kanzleien haben dann ihre Mandanten eben in den entsprechenden Branchen. Ganz klar, wieso unsere Politiker die Füße still halten - zudem gibt es auch ein Leben nach der politischen Karriere, siehe z.B. Matthias Wissman oder sogar Altkanzler Schröder. Wer einen lukrativen Job möchte, legt sich vorher nicht mit seinem späteren Arbeitgeber an. So können eben auch die Akteure des Gesundheitssystems ihr Unwesen treiben. Außerdem gibt es ja seit vielen Monaten nur noch zwei Themen - Griechenland und Flüchtlingskrise. Im Schatten dieser lässt viel machen.

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grafguetig 28.11.2015, 22:37
37. mimimi

Wäre interessant zu wissen, ob Peca angestellt oder selbstständig ist? Und wann wurde der Tarif das letzte mal erhöht?

Versicherer müssen ihr Leistungsversprechen halten. Sie müssen so vorgehen. unabhängige Treuhänder sowie BaFin segnen das ab..

im Endeffekt genießen alle PKV-Versicherte hohes Ansehen bei den Ärzten...

von daher sollte man letzteren hinsichtlich übermäßiger Behandlungen auf die Finger gucken..

und das kann der Versicherte nur selbst beurteilen ob angerechneten Ziffern auch erbracht wurden

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flieder2 28.11.2015, 23:14
38. #14christian Ro

Die PKVen sollen eigene Gesundheitszentren errichten?
Das halte ich für keine so gute Idee! Die dortigenangestellten Ärzte arbeiten für die PKVen, ob diese Ärzte dann immer im Interesse des Patienten entscheiden, stelle ich in Frage. Ich sehe bei diesen Ärzten einen Interessenskonflikt! Da wir dann eine Röntgenaufnahme gemacht, dass anschließende notwendig CT wird dann aus Kostengründen nicht durchgeführt. Das kann in den USA funktionieren, wo Patienten bei falscher Entscheidung großzügig entschädigt werden, aber in Deutschland werden Opfer von med. Kunstfehlern doch mit einem "Trinkgeld" vertröstet.

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flieder2 28.11.2015, 23:20
39. #18scottbreed

Na, dann herzlich Willhommen im Kommunismus! Das kann nicht die Lösung sein.

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