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Belastende Dokumente im VW-Skandal: Winterkorn soll alles gewusst haben
DPA

Die Abgasaffäre hat VW in Turbulenzen gebracht. Der frühere Konzernchef Martin Winterkorn will von den Manipulationen an Dieselmodellen nichts gewusst haben. Ein Medienbericht über Dokumente schürt Zweifel.

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spon-412-frt9 15.01.2017, 22:01
190. Als verrückt erklären lassen

Der ausgewiesene Spaltmaß-Experte aus Wolfsburg - immerhin weiterhin noch ein von Uli Hoeness geschütztes Aufsichtsratsmitglied bei Bayern München - hat zumindest eine Chance aus seinem Betrugssumpf herauszukommen. Ein Psychiater könnte ihn nachträglich als verrückt erklären lassen. Gibt es nicht? Doch im Schwarzwald vollzieht dies gerade ein früherer Firmeninhaber nach schwerem Wirtschaftsbetrug. Er scheint tatsächlich mit diesem Krankenschein durchzukommen, denn Gerichtstermine platzen gerade deshalb.
Bei Winterkorn wäre ein psychologischer Schaden gar nicht so weit hergeholt - siehe allein das Thema beheizbarer Koi-Karpfenteich. Vielleicht kommt Winterkorn ja wirklich damit durch, wenn er beweist, dass er nicht mehr alle Tassen im Schrank hat und somit tatsächlich nichts vom Dieselbetrug mehr mitbekommen hat. Es muss nicht immer gleich Alzheimer sein.

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comeback0815 15.01.2017, 22:29
191.

Zitat von Sir Qube
Langsam werden ihre unsäglich dummen Postings langweilig. Es gibt etymoloigische Wörterbücher, da können Sie, soweit fähig, nachlesen, woher der Begriff "Betrug" kommt. Wenn von dem VW-Abgas-Betrug gesprochen wird, weiß jeder halbwegs intelligente Mensch was gemeint ist. Sie offensichtlich nicht.
Auf was der Forist hinausmöchte, ist die juristische Legal-Definition, was Sie meinen, ist die moralische Schuld. Das sind sehr oft zwei paar Dinge. Das ist manchmal gut, schützt es doch vor falschen Vorverurteilungen, gibt aber im Gegenzug manch Winkeladvokaten die Möglichkeit auch noch das offensichtlichste in sein Gegenteil zu verdrehen. Was man oft vergessen kann: Das Recht ist ja nichts vollkommen starres sondern lebt beständig von seiner Auslegung. Und dabei natürlich auch von denen, die auslegen.

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wolly21 15.01.2017, 23:49
192. Ach ja?

Zitat von marcaurel1957
Die Gelstrafe betrug 2,8 Mrd Dollar, der Rest waren zivilrechtliche Vergleiche mit Bundesstaaten. Die Grundlage des Vergleichs ist eine Sachverhaltsschilderung und Anerkenntnis von Fehlverhalten nicht aber der Straftatbestand des Betrugs. Die Strafandrohung hat mit Betrug nichts zu tun, Sie steht für das Anlügen von Bundesbeamten, der Vertuschung von Fakten etc. De facto ist der Mann nach 12 onaten wieder zu Haue, bekommt eien Geldstrafe und ein Einreiseverbot für die USA lebenslang. Ansisnten sollten Sie wissen, dass das amerikanische Rechtssystem grundöegend anders ist als unseres..... Wenn Sie der Konzernspitze eien fehlverhalten nachweisen können, dass Kosten von 20 Mrd geführt hat, dann nur zu, der Staatsanwalt wird Sie auf Händen tragen.
Es liegt also kein Fehlverhalten der Konernspitze vor, wenn der Konzern Schadensersatzleistungen und Strafen von 22,x Mrd USD leisten muß?
Das ist sogar Bonuswürdige Konzernleitung?

Bezahlen das die Aktionäre mit Freuden, damit man in USA Autos produzieren darf, die den Zulassungsbestimmungen widersprechen?

:-)))

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geraldwinkeler 16.01.2017, 00:10
193. Augen zu und durch

Für mich ist es unbegreiflich, wie die niedersächsische Landesregierung und die Arbeitnehmervertreter in trauter Eintracht die jetzigen Führungskräfte des Konzerns zu schützen versuchen. Egal ob aktiv am Betrug beteiligt oder unfähig bzw. unwillig, den Betrug zu verhindern; Müller, Pötsch und Diess sind diskreditiert und müssen gehen. Die Uneinsichtigkeit in dieser Angelegenheit dürfte die Strafen für VW in den USA um einen Milliardenbetrag erhöht haben. Sollte nun auch die notorisch unternehmerfreundliche Justiz in Deutschland aufwachen, könnte es für
VW noch ein böses Erwacheb geben. Schon jetzt sind in den USA durch die Hybris der extrem autoritär-hirarchisch eingestellten VW-Führungskaste 20 Milliarden Euro verbrannt worden, die der Konzern dringend für Investitionen in die Zukunft der Mobilität benötigt hätte. Zu den Leidtragenden gehören neben den Beschäftigten und den Kunden auch die Stadt Wolfsburg und das Land Niedersachsen. Kaum jemand spricht jedoch von den Menschen, die durch die vermeidbaren Emissionen der Betrugsdiesel an der Gesundheit geschädigt wurden und noch immer werden.
Es ist übrigens noch immer nicht zu spät, das Wort "Dieselthematik" zum Unwort des Jahres zu wählen.

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wolly21 16.01.2017, 00:13
194. Rechtsstaat?

Zitat von marcaurel1957
Sie haben hier nur bewiesen, dass sie schlicht keine Ahnung von der Materie haben. Erstens haben die USA ein gänzliches anderes Rechtssystem, dass auch anderer Schwerpunkte setzt. Man hat VW auch dort nicht wegen Betrugs bestraft, man hat lediglich eine 2,8 Mrd Dollar Strafe wegen Täuschung, Vertuschung und Falschaussage verhängt. Nach Vrhandlungen, nicht etwas nach Gerichtsverfahren. Alles andere warn zivilrechtliche Schadenersatzeinigungen, denen aber ein völlig anderes Verständnsi des Schadenbegriffs......
Was in USA zu Milliardenstrafen und Schadensersatzleistungen führt, ist in D nicht justiziabel ? Ist in D "alles rechtens" ?
Man zeigt uns doch immer die USA als Erfinder der Rechtsstaatlichen Demokratie, und wir folgen dem nicht ?
Demnach sind wir ein ganz schlechter Rechtsstaat ?
Recht kommt von richtig. Was dort unrichtig ist, ist bei uns richtig ?

Aber wenn ein deutscher Jurist das sagt, .....dann kann ja wohl auch 5 eine grade Zahl sein, je nach Seite des Atlantik.

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bssh 16.01.2017, 01:14
195. Naiv...

...zu glauben, dass die Spitze nichts gewusst haben sollte. In welchem Unternehmen werden denn solche weitreichenden Entscheidungen getroffen ohne sich von oben abzusichern?
Über die Behauptung, die Spitze des VW-Konzerns habe nichts gewusst hat man doch von Anfang an gelacht.
Und wenn Journalisten erstaunt tun, wenn Nachrichten auftauchen, die das Gegenteil unterstreichen, dann wundert man sich nur über deren Naivität.

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Jens Mueller 16.01.2017, 07:29
196. Tachobetrug

Wenn ich den Tacho an meinem Auto zurückdrehe, um es besser verkaufen zu können, mache ich mich doch auch wegen Betrugs strafbar. http://www.kfztech.de/kfztechnik/allgemein/tachomanipulation.htm
Ich verstehe nicht, warum hier immer noch zwischen Betrug und Täuschung, oder noch besser "Schummelei", abgewiegelt wird.

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marcaurel1957 16.01.2017, 07:46
197.

Zitat von comeback0815
Auf was der Forist hinausmöchte, ist die juristische Legal-Definition, was Sie meinen, ist die moralische Schuld. Das sind sehr oft zwei paar Dinge. Das ist manchmal gut, schützt es doch vor falschen Vorverurteilungen, gibt aber im Gegenzug manch .....
Bis auf den Begriff "Winkeladvokaten" würde ich Ihnen zustimmen....

Man sollte beachten, dass jeder Angeklagte das Recht auf die Unschuldsvermutung und die bestmögliche Verteidung hat. Das ist etwas, worüber wir froh sein sollten, denn es kann uns auch mal betreffen.

Wir werden dann dem "Winkeladvokaten" dankbar sein, wenn er alle Möglichkeiten ausschöpft!

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marcaurel1957 16.01.2017, 08:20
198.

Zitat von wolly21
Es liegt also kein Fehlverhalten der Konernspitze vor, wenn der Konzern Schadensersatzleistungen und Strafen von 22,x Mrd USD leisten muß? Das ist sogar Bonuswürdige Konzernleitung? Bezahlen das die Aktionäre mit Freuden, damit man in USA Autos produzieren darf, die den Zulassungsbestimmungen widersprechen? :-)))
Aktienrechtlich nicht unbedingt. Schauen sie sich z.B. §93 AktG an, dort ist normiert, welche Verpflichtung ein Vorstandsmitglied hat.

Dort ist auch festgelegt, bis zu welcher Höhe ein Vorstandsmitglied haften muss. Im zweifel ist dies auf das 1,5 fache seines Jahreseinkommens beschränkt, auch bei Fehlverhalten

Dies wäre natürlich anders, wenn mehr als die Verletuung der "Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters" vorliegt, also vorsätzliche Taten. Dies aber müßte bewiesen werden.

Ob eien bonus fällig wird, hängt von den im Vertrag festgelegten Kriterien ab. Sind dei erfüllt, ist der Bonus fällig, wenn nicht dann nicht.

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marcaurel1957 16.01.2017, 08:34
199.

Zitat von wolly21
Was in USA zu Milliardenstrafen und Schadensersatzleistungen führt, ist in D nicht justiziabel ? Ist in D "alles rechtens" ? Man zeigt uns doch immer die USA als Erfinder der Rechtsstaatlichen Demokratie, und wir folgen dem nicht ? Demnach sind wir ein ganz schlechter ......
Natürlich gibt es Dinge, die in den USA als Straftat gelten hier aber nicht. Natürlich gibt es dort die Todestrafe, hier aber nicht. Natürlich werden sie hier z.B. für die Leugnung des Holocaust bestraft, während dies in den USA unter die Meinungsfreigeit fällt. Natürlich ist in den USA das Anlügen von Bundesbeamten ein schweres Delikt, hier nicht, es sei denn sie leisten einen Eid. Wenn Sie in Deutschalnd mein Grundstück betreten, riskieren sie bestenfalls eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, wenn sie das in den USA versuchen, kann es schon sein, dass Ihre Frau danach Witwe ist. (Stand your ground Regel)

Wir kennen auch keine "punitive damages", d.h. Strafschaden ist dem europäischen rechtssystem fremd.
Hier gibt es Schadenersatz nur für nachgewiesene Schäden, dies ist eien Ansatz, der irgendwie logisch ist.
Übrigens sind die USA nicht die alleinigen Erfinder des Rechtsstaats...Grundlagen haben auch die Engländer gelegt (Magna Charta, Bill of rights) oder auch die Franzosen während der Revolution.

Übrigens hat eien Rechtsstaat wenig mit "richtig" zu tun, was richtig ist, hängt immer auch von der Kultur, von der Geschichte ab. Was in den USA oder China richtig ist, kann hier völlig falsch sein und umgekehrt.
Hingegen ist es konstituierend für den Rechtsstaat, dass es geschriebene Regeln gibt, die jedem Bürger zugänglich sind, nach denen er sich richten kann, nach denen er behandelt wird. Nach denen sich seien Rechte und pflichten richten.

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