Forum: Wirtschaft
Benzinabzocke: Autofahrer fallen auf die Ölkonzerne herein

Viel Lärm um nichts: Eine groß angekündigte Kartellamtsstudie zum Benzinmarkt liefert vor allem Plattitüden. Fünf Konzerne erhöhen die Preise nach Belieben und tun sich gegenseitig kaum weh. Schuld an ihrer Macht*sind aber auch die Kunden - viel zu selten nutzen sie alternative Angebote.

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Harald Lennartson 27.05.2011, 07:27
200. Was seid Ihr doch für edle Menschen!

Zitat von werner3
Auf solche Artikel! Diese Konsumentenbeschimpfung "die Autofahrer sind selbst schuld" weise ich entschieden zurück.....
Und der pöse pöse Spon hält Euch einen fürchterlichen Zerr-SPIEGEL vors Gesicht ... pöse pöse pöse ...

Ein wirklich guter Artikel - solche Reaktionen hätte ich im Leben nicht erwartet ... LOL

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Maxom 27.05.2011, 07:30
201. Unglaubhaft

Ich bin berufsbedingt sehr viel auf den Straßen unterwegs.
Ich glaube einfach nicht dass der Sprit zu teuer ist wenn ich die unglaublich vielen Raser & Drängler jeden Tag aufs neue "erleben" darf.

Die Autos werden auch irgendwie nicht kleiner...gestylte Geländewagen sieht man immer mehr.

Wenn die Leute einfach schon bei der Fahrzeug-Auswahl auf Spritverbrauch achten würden und dann noch auf ihre Fahrweise, dann würden die Ölkonzerne und der Staat ganz schön dumm gucken!

Da aber weder vernünftige Autos gekauft werden noch vernünftig gefahren wird, ist der Sprit noch viel zu billig finde ich.

Was wir bräuchten wären generelle Tempolimits wie sonst auch überall auf der Welt, eine *hohe* Luxussteuer auf Autos ab 1300kg Leergewicht und eine KFZ-Steuer die sich danach bemisst wie hoch der Fahrzeug-Durchschnittsverbrauch ist.

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sarandanon 27.05.2011, 07:34
202. ..

Zitat von wildplakatierer
ich kann's nicht mehr lesen: Wieviele Foristen wollen denn nun noch rumhacken auf der mit steigenden Spritpreisen höheren MwSt-Einnahme von Vater Staat?! In diesem Sinne: Ändert was an Eurem Verhalten, nur Meckern bringt nix. Gruß und so.
Also ganz so einfach stellt sich die Sache nicht dar.
Sie haben ja recht - sind alles gute Argumente, die ich nur unterstützen kann. Es ist ja auch vielfach Bequemlichkeit, wenn mehrere Tankstellen an einem Fleck sind, lieber eine weiterzufahren, anstatt 10 Minuten an der Günstigen zu warten. Vielen sind dafür wahrscheinlich auch die Preisunterschiede zu den Marken-TS zu gering.
Und genau da liegt der Hase ja auch im Pfeffer. Es mag sein, dass die Freien TS immer ein bis fünf Cent billiger sind, aber auch diese orientieren sich an der Preistreiberei der Markenkollegen, z.B. zu Feiertagen oder in Urlaubszeiten. Man sollte sich also mitnichten alles gefallen lassen und meinen, nur weil die Freien ein paar Cent günstiger sind, ist doch alles prima. Hier fühlt sich der Autofahrer zurecht veräppelt.
Allein vom Kartellamt lässt sich die Lobby natürlich keineswegs beeindrucken, und argumentieren lieber fadenscheinig. Die Regierung müsste regulierend eingreifen, wie z.B. ind Luxemburg oder in Österreich. Ich bin mir aber fast sicher, dass das nichts wird.

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berndb 27.05.2011, 07:41
203. Es geht hier nicht um Wirtschaftlichkeit

Zitat von cfjk
Und für diese Nicht-Auswahl fahre ich in Berlin hin und zurück mindestens 10 Kilometer? Das ist für die Umwelt doof und kostet mehr, als es spart. Wo also bin ich als Verbraucher selbst schuld?
Der Grund warum der Durchschnitts-Autofahrer nicht optimal tankt ist der gleiche warum er überhaupt Auto fährt. Er ist irrational und träge. Wenn ich als Autofahrer meine Transportkosten einer echten kritischen Betrachtung unterziehe, ist der Endpunkt nicht die Billigtanke, sondern der Schluss dass das Auto selbst Teil des Problems und nicht der Lösung ist.

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ergoego 27.05.2011, 07:46
204. Wie wahr ...

Zitat von Unterthan
Ach was. Man nennt das Spaßjammern. In Wirklichkeit zahlen die deutschen Autofahrer gerne für ....
Sie sprechen mir aus der Seele.

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mck79 27.05.2011, 07:53
205. Baron

Die Deutschen doch Nörgler mit Luxusproblemen. Wegen den paar Cent mehr pro Tankfüllung so ein Aufstand. Nur mal als Denkanstoß; Mehrkosten durch 1 bis 2 Cent je Liter bei einer kompletten Tankfüllung - das ganze aufs Jahr hochrechnen - Schock, schwere Not wir sind arme Schweine und werden ausgebeutet! So und jetzt mal überlegen, wieviel Trinkgeld man ohne mit der Wimper zu zucken in der Gastronomie pro Jahr so raushaut und zwar mit nem milden Lächeln im Gesicht, wir habens ja!

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Umbanda 27.05.2011, 07:58
206. Was für Alternativen?

Shell, Aral, Esso und Jet haben einen Marktanteil von 65%. Zu den Spritpreisen kleinerer Anbieter wie OMV oder den freien Tankstellen besteht meist nur ein geringfügiger Unterschied zwischen 1 bis 2 Cent. Wenn man also nicht gerade einen freien Anbieter in der Nähe hat, lohnt es sich kaum, kilometerweit zu fahren. Man sollte außerdem im Auge behalten, daß die freien Tankstellen bei der Preistreiberei der Großen lächelnd mitverdienen - die erhöhen auch die Preise. Der Verbraucher ist das Opfer und nicht die Ursache der Misere.

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Mirko D. Walter 27.05.2011, 08:02
207. re

Bei freien Alternativen tanken?
Wie soll das bitte gehen? Ich bin Pendler und habe etwa 1 Stunde bzw. etwas über 80km pro Strecke zu fahren. Mit der Bahn wäre ich etwa 2 Stunden pro Strecke unterwegs. Ich werde nach Stunden bezahlt - und nur für Anwesenheit.

Also tanke ich morgens auf dem Weg zum Kunden an einer Total-Tankstelle auf der Autobahn.
Soll ich Abends noch mal eben losgurken und im Ort nach einer günstigen Tanke suchen, wo ich eventuell 2cent auf den Liter sparen könnte? Ich muss etwa 2 mal die Woche volltanken - für mich hieße das dann ein Zeitaufwand von mehreren Stunden zusätzlich im Monat nur für das Suchen (wobei der Erfolg dann auch eher fraglich ist).

Klar hätte ich als Kunde die Macht hier etwas zu ändern. Aber mein Leiden ist noch nicht so groß als dass ich mir diesen Zeitaufwand gönnen würde. Bei Spritkosten von 500 EUR im Monat machen mir 20 EUR mehr oder weniger nicht so viel aus. Jedenfalls dann nicht, wenn ich den Zeitaufwand mit berücksichtigen.

Die Methode der Australier scheint mir eher die richtige zu sein, um diese Absprachen äh... Entschuldigung, das "Abschauen" der Preise zu verhindern und damit womöglich endlich eine Form von Wettbewerb einzuführen: Preise am Vortag bis 14:00 melden und diese gelten dann ab einer bestimmten Uhrzeit (idealerweise 5 Uhr oder so) am nächsten Tag und dürfen nicht verändert werden und werden sogar im Vorfeld veröffentlicht (so könnte man als Verbraucher strategischer planen, wäre für mich dann ggf. auch mal eine Möglichkeit eine alternative Tankstelle anzufahren).

Die Staatsquote ist bei Benzin und Diesel natürlich auch viel zu hoch - mancher Forist unterstellt hier eine Zweckbindung bspw. für den Ausbau der Straße. Dies ist aber nicht der Fall - es gibt meines Wissens nach keine einzige Steuer, die zweckgebunden ist. Aber - der Staat setzt gerne dort Steuern und Abgaben ein, wo der Verbraucher keine große Wahl hat (entweder, weil er eben mit dem Auto fahren muss - oder im Falle von Zigaretten bspw. weil er abhängig ist).

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fjr 27.05.2011, 08:03
208.

Zitat von wildplakatierer
... Wenn Ihr keine Lust auf Autoverzicht habt, dann fahrt doch einfach mal sparsamer: Man könnte z.b. auf der autobahn mal in der lkw-kolonne mitschwimmen. ein moderner diesel wird da fast zum 3-Liter-Auto. Und auf kürzeren Strecken wird man den Zeitnachteil kaum spüren.
Auf kürzeren Strecken kann man mit dem Rad fahren (in der Großstadt eigentlich nur, wenn man nicht so sehr am Leben hängt)oder zu Fuß gehen.

Zitat von wildplakatierer
Zugegeben, ein extremer Vorschlag, der auf 'ner 800 km langen Fahrt nicht paraktikabel ist- aber 130 km/h tun's ja auch. Dann hat man eben ein 5-Liter-Auto.
Je nach Verkehrslage kann man da aber ganz schön gestresst sein. Zu viele Lkw's und holländische Bumscontainer - und damit ständig auf der linken Spur von wildgewordenen Mercedes- und Audi-Fahrern genötigt werden. Da ist dann oft mit 160 fahren deutlich angenehmer. Ist teurer, ja aber z.B. bei meinem mittlerweile fast 10 Jahre alten Diesel dann mit 5,6 Litern auch nicht entscheidend

Zitat von wildplakatierer
Man könnte auch in der Stadt etwas weniger sportlich und vorausschauender fahren- das spart ganz enorm.
Weniger sportlich im Stadtverkehr? Wollten Sie vielleicht weniger idiotisch sagen? Wenn ich im morgendlichen Berufsverkehr zur nächsten roten Ampel hin ausrollen lasse, damit ich vielleicht schon bei Tempo 30 wieder durchstarten kann, anstatt anzuhalten, dann fahren mir doch garantiert zwei oder drei Idioten mit überhöhter Geschwindigkeit vors Auto und ich muß trotzdem halten. Das multipliziert mit 15 Ampeln kostet mich dann noch 3 Grünphasen und 6 Minuten Fahrzeit.

Ansonsten: Auch die Zuckler, die anstatt im Bett lieber hinterm Steuer ihres Autos schlafen, gehen gehörig auf den Verbrauch. Nämlich immer dann, wenn ich die grüne Welle nicht mehr schaffe.


Zitat von wildplakatierer
Man könnte auch Fahrten, die nicht termingebunden sind, mal in verkehrsämere Zeiten verlegen, z.b. spätabends die lange Strecke auf der Autobahn nehmen, oder zum Einkaufen nicht ausgerechnet um 17 Uhr durch die Innenstadt gurken.
70 Prozent meiner Fahrten sind leider Gottes termingebunden. Das ist nämlich mein Arbeitsweg. Viele andere Fahrten sind auch nicht einfach verschiebbar, weil der Getränkemarkt nämlich halt nicht um 23.00 Uhr noch auf hat, was bleibt dann noch übrig?

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fatherted98 27.05.2011, 08:05
209. Womit...

...begründen diese hochbezahlten Beamten eigentlich ihre Existenzberechtigung. Man kann sich diese Leute auch sparen da ja doch alles bleibt wie es ist.

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