Forum: Wirtschaft
Benzinpreis auf Jahreshoch: Das Sprit-Kartell
imago images/Overstreet

Super ist in Deutschland so teuer wie seit Monaten nicht mehr - obwohl die Preise an den internationalen Rohölmärkten leicht zurückgegangen sind. Doch Benzin ist knapp. Eine kleine Gruppe von Unternehmen nutzt das aus.

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richey_edwards 29.05.2019, 12:59
1. Gut für's Klima

wir sollen doch sowieso weniger Sprit verbrauchen.

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Silversurfer2000 29.05.2019, 13:02
2. Schildbürgerstreich der Bundesregierung

Die Einführung der "Markttransparenzstelle für Kraftstoffe" war ein Schildbürgerstreich. Die Ölkonzerne können nun minütlich die Preise so optimieren, dass die Kaufbereitschaft (bzw. der Kaufdruck) der Konsumenten jederzeit optimal abgeschöpft wird. Sie kennen minütlich die Preise der Konkurrenz und können zusätzlich über "signalling" (= de facto Absprachen) die Preise kollektiv erhöhen und sicherstellen, dass jeder mitzieht. Jeder BWL-er im Master-Studium hätte das vorhersagen können. Die Gewinne - gerade der Tankstellenbetreiber - sind mit der Einführung der Transparenz schlagartig hochgegangen.

Ein echter Schildbürgerstreich.

Aber "shit happens" - was mich so wundert: Warum wird diese algorithmen-gesteuerte Abzocke weiter von der Bundesregierung unterstützt? Das läuft ja jetzt schon ziemlich lange.

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moritz1989 29.05.2019, 13:03
3.

Pssssss...viel heiße Luft im "Rumnörgelland Nummer 1": Deutschland. Ich weiß, dass sich der Deutsche nach einfachen Erklärungen sehnt aber am Ende gibt es nicht Schwarz und Weiß und Gut und Böse, sondern jede Menge dazwischen. Und das ist deutlich komplexer als die simplen Erklärungsversuche von Herrn Hecking. Hohe Nachfrage und knappes Angebot treiben nun mal den Preis, andersrum geht es aber genauso, nur das darüber keiner schreibt!

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Weltfinanzexperte 29.05.2019, 13:07
4. Ach?

Preisabsprachen bei Benzinpreisen? Sowas gibts?
Das ist ja eine sensationelle Enthüllung - und ich wette, unsere Regierung ahnt davon nichts.

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rosinenzuechterin 29.05.2019, 13:10
5. Geldverbrauch statt Spritpreis angucken

Mein erstes Auto brauchte über 12 Liter / 100 km, der Sprit kostete damals DM 1,40 = ca. EUR 9,- / 100 km. Heute braucht mein Auto gut 5 Liter, der Sprit kostet EUR 1,53 = ca. EUR 8,- / 100 km. Der absolute Geldverbrauch ist also leicht gesunken - und das bei steigendem Einkommen. Der aufs Einkommen bezogene relative Geldverbrauch ist sogar massiv gesunken. Alle Autos dazwischen bewegten sich im Laufe der Zeit auch in diesem Bereich. Wer meint, der Spritpreis wäre zu hoch, sollte sich mal an die eigene Nase fassen, ob er/sie nicht beim letzten Autokauf was falsch gemacht hat. Und gemessen an den Klimafolgekosten ist der Sprit nach wie vor viel zu billig.

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rainer.noa 29.05.2019, 13:12
6. Preiserhöhungen müssen regelmentiert werden

Es sollte so sein, dass per Gesetz den Tankstellen eine Veränderung des Preises nur 1x innerhalb von 24 Stunden erlaubt ist.

Mit dieser Regelung würde ein echter Preiskampf entstehen. Im Moment holen sich die Mineralölunternehmen online (dto. den Tank-Apps) die Preise aller Tankstellen und vergleichen diese mit den Mitbewerbern um dann die Preise anzupassen.

Viele Tankstellen senken und erhöhen die Preise mehrmals am Tag und genau dies verhindert einen Wettbewerb der dem Verbraucher zugute kommen kann.

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Hans-Dampf 29.05.2019, 13:13
7.

Zitat von richey_edwards
Gut für's Klima wir sollen doch sowieso weniger Sprit verbrauchen.
Nur weil ein notwendiges Produkt teurer ist, wird es weniger gekauft? Was ist denn das für ein Marktmechanismus?
Der Anteil derer, die aus Jux und Dollerei Kraftstoff verfahren, liegt wohl im extrem niedrigen Promillebereich. Sie tun ja so, als wolle jeder Auto-/Bus-/LKW-Fahrer absichtlich die Umwelt schädigen.
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Ich war jahrelang ein Fan des ÖPNV, den ich überwiegend zur Arbeit und zurück nutze (von Haustür zur Bürotür: hin ca. 1 Stunde, zurück ca. 1 1/4 Stunden). Die neueren Entwicklungen (immer vollere Bahnen, Unpünktlichkeit, Zugausfälle, unmögliches Benehmen vieler Fahrgäste) führen mich dazu, bald wohl wieder das Auto zur Arbeit zu nutzen. Wenn ich den Preis für meine Monatskarte gegen die Ausgaben für den Kraftstoff gegenhalte, komme ich fast aufs selbe raus. Und die Lebenszeit, die ich dann mehr mit meiner Familie verbringen kann, wiegen die sonstigen Kosten fürs Auto auf. Und näher zur Arbeit ziehen hilft wenig, denn der ÖPNV wird dadurch weder qualitativ, noch quantitativ besser.

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Drehmoment 29.05.2019, 13:14
8. PS first, Bedenken second

Wenn ich mir die Entwicklung des Fahrzeugbestandes in Deutschland in den letzten 10 Jahren anschaue, dann komme ich zu dem Schluss, dass es den meisten Leuten Sch... egal ist, was der Sprit kostet. PS first, Bedenken second.

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10tacle 29.05.2019, 13:15
9. Wir

werden uns noch nach dieser Billipreisperiode zurücksehnen, wenn erst die CO2 Steuer diese Woche im Hauruckverfahren durchgepeitscht wird.

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